Bayern

Auto, Luftreinhaltung
Nürnberg

Stickoxide auch in Nürnberg europarechtskonform messen

Der Verkehrsclub Deutschland fordert, die Erkenntnisse aus dem neuen Urteil des EuGH auch in Nürnberg anzuwenden:

Zum Einen sollte die vom Landesamt für Umwelt betriebene Messstation „Bahnhof“ von der ruhigen Köhnstraße an eine verkehrsreiche Straße verlagert werden z.B. Frauentorgraben oder Äußere Bayreuther Straße. Die besagte Station wird als sogenannte „Station mit Verkehrsbezug“ geführt. An der Köhnstraße herrscht derzeit und absehbar aber wenig Verkehr.

Weiterhin fordert der VCD die Umweltverträglichkeitsstudie für den Ausbau des Frankenschnellweges nachzubessern. Dort wird als Basisbezugsquelle für die Berechnung der Schadstoffbelastung die Station in der Muggenhofstraße genannt. Diese ist aber mit dem Frankenschnellweg von der Verkehrsmenge her überhaupt nicht vergleichbar. Zwischen der Messstation an der Von-der-Tannstraße mit 22 000 Fahrzeugen und dem Frankenschnellweg mit 44 000 Fahrzeugen je Tag besteht schon eher eine Vergleichbarkeit, so Söder. Der Tenor des neuen Gerichtsurteils verlangt die Anwendung der Werte aus der Messstation mit den höchsten Werten.

Weiter kritisiert der VCD den Aufstellort der mobilen Schadstoffmessstation der Stadt Nürnberg an der Meistersingerhalle. Diese ist 36 m von der stark befahrenen Münchener Straße entfernt platziert. Die EU-Richtlinie 2008/50 fordert eine Nähe von mindestens 15 m. Der VCD legt es der Stadt Nürnberg zudem nahe, die Station erst einmal an die Rothenburger Straße in die Nähe der Bahnunterführung zu verlegen. An der dortigen VCD-Messstelle wurden bereits 50 µg/m3 NO2 im Jahresmittel gemessen. Im eigenen Interesse und zum Schutz der Anwohner muss daher dringend geprüft werden, ob die in der UVS zum Frankenschnellweg genannte Berechnung von ca. 30 µg/m3 der Realität standhalten.

zurück