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VGN vereinfachen und verbilligen – 365 € Ticket für die Städteachse

Der Kreisverband Nürnberg des ökologischen Verkehrsclub Deutschland schlägt vor, eine günstige Jahreskarte für alle nach dem Wiener Modell für den Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen/Schwabach einzuführen.

Das ist zwar von der Größe des Gebiets und vor allem vom Verkehrsangebot her immer noch nicht mit München oder gar Wien vergleichbar, aber es wäre ein starkes Bekenntnis zur dringend notwendigen Verkehrswende.

Mehr Nutzer bedeuten auch mehr Fahrkartenverkäufe, so dass die Kosten sich im Rahmen halten würden. Allerdings muss das Verkehrsangebot auch deutlich verbessert werden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Kommunen dürfen dabei nicht auf den Kosten sitzenbleiben, immerhin erbringt der ÖPNV einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen, da er gegenüber dem motorisierten Individualverkehr u.a. Umwelt- und Unfallkosten spart.

Der VCD begrüßt daher auch die Initiative des VGN, die anstehenden Tariferhöhungen auszusetzen. Es ist aber ganz klar, dass dies nicht mehr als ein symbolischer Akt sein kann. Notwendig ist eine generelle Reform und Vereinfachung des Tarifs. Dies ist ja auch der Hintergrund, warum der Freistaat eine Sonderfinanzierung für den Münchner Verbund leistet.

Neben den hohen Preisen schreckt vor allem die Komplexität des Tarifsystems Menschen davon ab, den ÖPNV zu nutzen. Gerade mit dem nun formulierten Beitrittsinteresse aus Oberfranken wird eine generelle Strukturanpassung unumgänglich. Ein einheitlicher Tarif für Bus und Bahn wäre eigentlich landesweit sinnvoll. Zumindest in der Metropolregion müssen nun einfache und für die Nutzer attraktive Lösungen gefunden werden.

Das politische Ziel darf nicht länger sein, den Nahverkehr zu möglichst geringen Kosten ‚abzuwickeln‘, sondern es geht darum, möglichst viele Menschen zum Umsteigen zu begeistern.

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