Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Tue, 17 Feb 2026 03:22:49 +0100 Tue, 17 Feb 2026 03:22:49 +0100 TYPO3 EXT:news news-20320 Thu, 05 Feb 2026 17:14:16 +0100 "Mit:Rad" https://nrw.vcd.org/startseite/detail/mitrad Die Veranstaltung findet Donnerstag, 12. Februar 2026, 18:30–19:30 Uhr (max. bis 20 Uhr) online über Zoom statt.
Zoom-Link: https://us06web.zoom.us/j/84652282378?pwd=bXsGwQbBpNaaKApxNci7nrzjdWKWaI.1

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news-20311 Mon, 02 Feb 2026 16:52:35 +0100 Bustaktung von St. Mauritz in Richtung Innenstadt halbiert https://nrw.vcd.org/startseite/detail/bustaktung-von-st-mauritz-in-richtung-innenstadt-halbiert Thomas Lins und Patrik Werner regen an, diese Busfahrspur nachträglich einzurichten. 

Den Presseartikel zum Thema können Sie HIER lesen.

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news-20310 Mon, 02 Feb 2026 12:46:30 +0100 Neugestaltung einer Bus- und Fahrradachse am Hauptbahnhof Münster https://nrw.vcd.org/startseite/detail/neugestaltung-einer-bus-und-fahrradachse-am-hauptbahnhof “Für einen flüssigen Busverkehr, optimiertes Umsteigen und mehr Platz für den Radverkehr” - so betitelt der VCD Münsterland sein ausgearbeitetes Konzept zur Verkehrsführung im Bereich des Hauptbahnhofes.
Ein gutes ÖPNV-System, auch ein reines Bus-Verkehrssystem, zeichnet sich aus durch dichte Takte, eine hohe Fahrplantreue, kurzwegige Umsteigemöglichkeiten und eine hohe "Fließgeschwindigkeit". 
In einem sehr guten Bus-System ist die Spannweite zwischen verspäteten und pünktlichen Fahrten gering. In einem exzellenten Bus-System holen verspätete Busse auch ohne viel Luft im Fahrplan Zeit auf und werden im Fahrtverlauf wieder pünktlich. 
Von alle dem ist das Bus-Verkehrssystem in Münster weit entfernt. 

Den gesamten Inhalt der Broschüre können Sie HIER einsehen.
 

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news-20134 Mon, 26 Jan 2026 20:00:00 +0100 Cycling cities Filmvorführung https://nrw.vcd.org/startseite/detail/cycling-cities-filmvorfuehrung Er startete in Freiburg und besuchte mit Kamera im Gepäck Städte wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Perowanowitsch wollte erfahren, warum sie als besonders lebenswert gelten, was sie dafür machen und was deutsche Kommunen von ihnen lernen können. Sein Film „Cycling Cities“ dokumentiert die Suche nach guten Lösungen für den Stadtverkehr. Dafür spricht er vor Ort mit Planenden, politisch Verantwortlichen und Engagierten. Perowanowitsch zeigt, wie entschlossenes Handeln den öffentlichen Raum neu verteilen und die Lebensqualität steigern kann.

Der VCD zeigt den Film in Kooperation mit dem ADFC und der Radwende am 26. Januar um 19 Uhr im Umweltzentrum in der Alsenstraße 27.

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news-20292 Fri, 23 Jan 2026 14:07:31 +0100 Fahrradsternfahrt Ruhr 2026 https://nrw.vcd.org/startseite/detail/fahrradsternfahrt-nrw-20 Die Radsternfahrt geht ca. 20 km durch Duisburg und zeigt die verschiedenen Seiten der Stadt an Rhein und Ruhr. Erstmals veranstalten gibt es auch eine Sternchenfahrt für Kinder, die ähnlich wie eine Kidical Mass auf einer kurzen Strecke verläuft. Beide Fahrten werden sich am Ende treffen und gemeinsam zurück zum Ludgeriplatz fahren. Dort gibt es dann noch ein Fest mit Kundgebung, Musik und verschiedenen Ständen.

Es würde uns freuen, wenn viele Menschen aus dem VCD zur Sternfahrt kommen. Es gibt bereits etliche Zulaufrouten, weitere sind in Planung.
Mehr Infos zu den Zulaufrouten: https://fahrradsternfahrt.ruhr/zulaufrouten/

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news-20291 Fri, 23 Jan 2026 09:50:08 +0100 Demonstrationsaufruf: Mülheimer Brücke für alle https://nrw.vcd.org/startseite/detail/demonstrationsaufruf-muelheimer-bruecke-fuer-alle Auf der Mülheimer Brücke müssen sich Radfahrende und Fußgänger:innen viel zu wenig Platz teilen. Das führt zu gefährlichen Situationen. Nach Abschluss der Sanierung ist deshalb klar: Der Radverkehr muss auf beiden Seiten auf die Autofahrbahn verlegt werden. Nur so können alle Menschen die Brücke sicher und entspannt nutzen.

Der aktuelle Zustand zeigt deutlich, dass zwei Spuren für die Autofahrenden reichen. Eine für Autofahrende vierspurige Mülheimer Brücke zieht dagegen zusätzlichen Autoverkehr an. Folge wäre auch eine höhere Belastung durch Stickoxide und Feinstaub für die Anwohner:innen in Mülheim. Das verkürzt nachweislich die Lebenserwartung. Wer sich für vier Autospuren einsetzt, nimmt gesundheitliche Schäden und frühere Todesfälle in Kauf.

Deshalb demonstrieren wir gemeinsam – ein Bündnis aus Initiativen und Organisationen fordert eine Mülheimer Brücke für alle mit breiten, geschützten Fuß- und Radwegen. 

Wo und wann: 
Mülheimer Brücke
Sonntag, 25.01., 14:00–16:00 Uhr 

Kommt vorbei und zeigt: 
Wir wollen eine sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Mobilität für Köln. 

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news-20274 Wed, 21 Jan 2026 15:10:32 +0100 Außerordentliche Mitgliederversammlung des VCD Hochsauerland am Do 05.02. in Arnsberg https://nrw.vcd.org/startseite/detail/ausserordentliche-mitgliederversammlung-des-vcd-hochsauerland-am-do-0502-in-arnsberg Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am Do 05.02.2026 in Arnsberg

 

Liebe Mitglieder und Interessenten des VCD im HSK,

wie bereits angekündigt (auch auf unserer Internetseite), steht eine außerordentliche Mitglieder­versammlung des VCD Hochsauer­land an, zu der ich namens des Vorstandes einlade, 

für Donnerstag, 05.02.2026, 18:00 Uhr, im Bahnhof Arnsberg, 
59821 Arnsberg, Clemens-August-Str. 116-120, Raum 1.08a.

Vorgesehene Tagesordnung:

1. Begrüßung, Wahl der Versammlungsleitung und der/s Protokollführer(in)
2. Beschlussfassung über die Tagesordnung
3. Bericht des Vorstandes
4. Bericht des Schatzmeisters
5. Aussprache zu den Berichten
6. Wahlen
a) der/des 1. Vorsitzenden
b) der/des stellvertretenden Vorsitzenden
c) der/des Schatzmeisters(in)
d) einer/s Kassenprüferin/s (Nachwahl)
e) der/des Delegierten und von Ersatzdelegierten für die Landesdelegiertenkonferenz (LDK; voraussichtlich am 05.09.2026 in Duisburg)
7. (Falls 6a, 6b und 6c nicht erfolgreich):
Beschluss über die Auflösung des Vereins
Beschluss über das weitere Verfahren (u.a. Termine, Liquidation)
8. Verabschiedung des Haushaltsplans für 2026
9. Anträge (falls vorliegend)
10. Verschiedenes

Mit freundlichen Grüßen

gez. Reinhard Loos, Schatzmeister

 

Erläuterung:

In der letzten Jahreshauptversammlung am 05.06.2025 konnte kein Vorstand gewählt werden. Daher wurde vereinbart, Anfang 2026 zu einer weiteren Mitgliederversammlung einzuladen und dort zu ver­suchen, einen Vorstand zu wählen. Falls dies nicht gelingt, soll der Verein aufgelöst werden, denn ohne Vorstand kann ein ins Vereinsregister eingetragener Verein nicht bestehen bleiben. Gemäß § 10 Abs. 1 der Vereinssatzung „beschließt die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen“ „über die Auflösung des Vereins“.

Die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung wurde beim VCD-Treff am 15.01.2026 vereinbart.

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news-20256 Sun, 18 Jan 2026 13:37:22 +0100 Mülheimer Brücke https://nrw.vcd.org/startseite/detail/muelheimer-bruecke Bedauerlich und nicht akzeptabel findet der VCD bei der aktuellen Diskussion zur Mülheimer Brücke, dass unterstellt wird, es handele sich bei der Reduktion der Autofahrspur um Pläne des Verkehrsdezernenten. Dabei handelt es sich um frühere Beschlüsse, Absprachen und Übereinkommen des Verkehrsausschusses.

Nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage dringend erforderlich

Auch hält der VCD für unverzichtbar, eine belastbare und nachvollziehbare Daten- und Entscheidungsgrundlage für die Nutzung der Brücke zu schaffen sowie für die Verbesserung der dringend notwendigen Querung des Clevischer Rings für den Fuß- und Radverkehr zum Wiener Platz.

Dass die Wirtschaft und einige Politiker sich hierzu bereits in Stellung bringen, ist aus der Sicht des VCD zwar verständlich, sollte aber keinesfalls das geplante Gutachten ersetzen.

Ansprechperson:

Hans-Georg Kleinmann (Mitglied im VCD-Vorstand) über info@vcd-koeln.de, mobil: 0163 627 4722

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news-20213 Tue, 13 Jan 2026 09:36:51 +0100 Keine Entwarnung bei den Kölner Schadstoffwerten https://nrw.vcd.org/startseite/detail/keine-entwarnung-bei-den-koelner-schadstoffwerten Jüngst wurden die Schadstoffwerte für 2024 veröffentlicht. Während manche Behörden und Organisationen betonen, dass die Messwerte für Feinstaub- und Stickstoffdioxide seit Jahren zurück gehen, sieht der VCD keinen Grund zur Entwarnung: Es werden zwar alle aktuellen EU-Grenzwerte sowohl für 2024 und sehr wahrscheinlich auch für 2025 eingehalten, dabei wird jedoch ausgeblendet, dass die EU-Grenzwerte das Ergebnis eines politischen Prozesses sind, bei dem Gesundheitsschutz, wirtschaftliche Auswirkungen und technische Machbarkeit abgewogen werden. Das bedeutet, dass die Grenzwerte durch Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und den Mitgliedstaaten festgelegt werden. So entstehen Kompromisse, die häufig nicht den wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechen. Das gilt auch für die ab 2030 geltenden strengeren Grenzwerte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingegen gibt schärfere Richtwerte vor, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung basieren.

Bei ultrafeinem Feinstaub mit Partikeldurchmessern kleiner als 2,5 Mikrometer (Feinstaub PM2,5) ist dieser Unterschied am deutlichsten: An den Kölner Messstationen liegen die Jahresmittelwerte zwischen 8 und 9 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der aktuelle EU-Grenzwert liegt bei 25 Mikrogramm/m³ und der ab 2030 geltende strengere EU-Grenzwert bei 10 Mikrogramm/m³ - der WHO-Richtwert liegt jedoch bei 5 Mikrogramm/m³, also deutlich unter den Kölner Messwerten.

Warum ist Feinstaub PM2,5 besonders gefährlich?

Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern sind so klein, dass sie beim Einatmen nicht in der Nase oder den oberen Atemwegen abgefangen werden. Sie dringen tief in die Lunge bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und können von dort sogar in den Blutkreislauf übergehen. Dadurch gelangen sie in nahezu alle Organe des Körpers und können dort vielfältige, teils schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen. Die Belastung mit PM2,5 gilt als einer der wichtigsten umweltbedingten Risikofaktoren für die Gesundheit in Europa.

Tempo30 als probates Mittel gegen Feinstaub

Nach Meinung des VCD sind einige der üblichen Empfehlungen völlig aus der Zeit gefallen, wie „Aufenthalt im Freien reduzieren, v.a. bei stark befahrenen Straßen“ sowie „Fenster geschlossen halten“.

Der VCD empfiehlt, bei den Ursachen des Problems anzusetzen und den Autoverkehr zu reduzieren und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Auch Tempo30 – zumindest auf vielbefahrenen Straßen - hilft und führt zu weniger Abrieb von Reifen, Bremsen und Straßenbelag bei einem gleichmäßigen Verkehrsfluss mit weniger Stopp-and-Go-Situationen. Wissenschaftler prognostizieren, dass bei konsequenter Einhaltung von Tempo30 die Schadstoffbelastung um bis zu 40-50 % sinken könnte.

Beispiel Mülheimer Brücke: Weniger Autofahrspuren verursachen weniger Schadstoffe

In Köln liegen derweil schon Erfahrungen über gelungene Schadstoffreduktionen durch verkehrliche Beschränkungen vor: Am Clevischer Ring, der als langjähriger Spitzenreiter bei den Schadstoffen von der Verringerung auf zwei Autofahrspuren auf der Mülheimer Brücke erheblich profitiert hat. Eine Rückkehr zu den früheren vier Autospuren auf der Brücke sollte daher auch aus diesen Gründen unterbleiben.

Hintergrundinformationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub PM2,5

PM2,5 kann Entzündungen und Stress in den Zellen der Atemwege auslösen. Langfristige Belastung führt zu Erkrankungen wie Asthma, Bronchitis, verringertem Lungenwachstum bei Kindern und Lungenkrebs.

Gefahr besteht auch für das Herz-Kreislauf-System: Die Partikel erhöhen das Risiko für Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei Stoffwechsel und dem Nervensystem gibt es Hinweise auf Zusammenhänge mit Diabetes Typ 2 und Demenz.

Eine erhöhte PM2,5-Belastung ist mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit verbunden. Laut WHO steigt das Sterblichkeitsrisiko bei einem langfristigen Anstieg der PM2,5-Konzentration um 10 µg/m³ um etwa 8 %.

Feinstaubpartikel können Schadstoffe wie Schwermetalle oder krebserregende Chemikalien tief in die Lunge und den Körper transportieren. Das verstärkt die gesundheitsschädliche Wirkung zusätzlich.

Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen der Atemwege sind besonders anfällig für die negativen Effekte von PM2,5

Kinder sind besonders gefährdet

Kinder befinden sich noch im Wachstum, ihre Lungen sind kleiner und weniger widerstandsfähig gegenüber Schadstoffen. Feinstaubpartikel können die Entwicklung der Lunge beeinträchtigen und das Risiko für chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und Bronchitis erhöhen.

Kinder atmen schneller als Erwachsene und nehmen dadurch proportional mehr Luft und somit auch mehr Schadstoffe auf. Die feinen Partikel dringen tief in die Lunge vor.

Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht vollständig ausgebildet. Sie sind daher weniger in der Lage, Schadstoffe abzuwehren und die durch Feinstaub ausgelösten Entzündungen zu bekämpfen.

Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen, da ihre Organe und Systeme empfindlicher auf Schadstoffe reagieren. Schon geringe Konzentrationen von PM2,5 können bei ihnen schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen.

Ansprechperson:

Hans-Georg Kleinmann (Mitglied im VCD-Vorstand) über info@vcd-koeln.de, mobil: 0163 627 4722

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news-20195 Fri, 09 Jan 2026 23:51:33 +0100 Erster VCD-Treff im Neuen Jahr am Do, 15.01.2026, im Bahnhof Arnsberg https://nrw.vcd.org/startseite/detail/erster-vcd-treff-im-neuen-jahr-am-do-15012025-im-bahnhof-arnsberg Am Donnerstag, 15. Januar, findet im Bahnhof Arnsberg der erste VCD-Treff im neuen Jahr hybrid statt. Beginn ist um 18 Uhr im Raum 1.08a. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch digital möglich.

Wer digital am VCD-Treff teilnehmen möchte, melde sich bitte bis zum Vortag per Mail an hochsauerland@vcd.org; dann erhält sie/er einen Zoom-Link.

Einige der Themen:
1. Bericht aus dem ZRL
2. Vorbereitung der Mitgliederversammlung am 05.02.2026
3. Verbesserungsmöglichkeiten für den SEV rund um Brilon

zu 1: Ein Mitglied der Verbandsversammlung des ZRL wird am VCD-Treff teilnehmen.

zu 2: In der MV soll versucht werden, einen Vorstand zu wählen. Ohne Vorstand kann unser Kreisverband nicht weiter bestehen!

zu 3: Der wegen der Sanierung des Elleringhauser Tunnel eingerichtete SEV ist dysfunktional. 
Ein Mitglied des VCD-Kreisvorstands hat deswegen auch über eine Kreistagsfraktion einen Antrag beim zuständigen Fachausschuss des HSK eingebracht.
Darin sind 7 Forderungen enthalten, die der Landrat mittlerweile alle in seinen Beschlussvorschlag für die Ausschussitzung am 22.01.2026 übernommen hat:
1. Alle Züge aus und in Richtung Warburg fahren wieder bis bzw. ab Brilon-Wald
2. Alle Züge aus und in Richtung Korbach fahren wieder bis bzw. ab Brilon-Wald / Brilon-Stadt
3. Es wird eine Stelle zur Koordinierung zwischen Zug- und Schienenersatzverkehr eingerichtet.
4. Diese Koordinierungsstelle ist auch für die Fahrgäste telefonisch erreichbar.
5. Alle Fahrten des Schienenersatzverkehrs werden mit Echtzeit-Informationen in die digitalen Auskunftssysteme der Deutschen Bahn und der Träger des öffentlichen Personennahverkehrs aufgenommen.
6. In den Zügen werden die anschließenden Fahrten des Schienenersatzverkehrs in Echtzeit angezeigt.
7. Das Fahrpersonal des Schienenersatzverkehrs erhält aktuelle Informationen über die Ist-Fahrzeiten der Züge, von bzw. zu denen Anschlüsse bestehen sollen.

Zur Begründung wird u.a. ausgeführt:

Deutliche Qualitätsmängel bestehen u. a. in folgenden Bereichen:
• betriebliche Abstimmung zwischen Bahn- und Schienenersatzverkehr
• Kommunikation zwischen den Fahrpersonalen
• elektronische Fahrplanauskunft mit Schienenersatzverkehr inklusive Echtzeit-Information
• dynamische Anzeige des Schienenersatzverkehrs auf den Informations-Monitoren im Zug
• Informations- und Service-Level durch die Zugbegleiter.

Eine Lösung ist dringlich, da die Obere Ruhrtalbahn wichtiges Rückgrat des Nahverkehrsangebotes im Hochsauerlandkreis ist. Beeinträchtigungen für die Fahrgäste sind durch die zahlreichen Modernisierungs- und Sanierungsprojekte der Deutschen Bahn, die Garant für den Erhalt des Angebotes sind, unvermeidlich. Jedoch treten die Mängel im Schienenersatzverkehr, der diese Einschränkungen abmildern soll, in allen Bedienungsabschnitten der Oberen Ruhrtalbahn regelmäßig auf und belasten die Attraktivität des gesamten Nahverkehrssystems in erheblichem Maße.
Da die beschriebene Problematik damit weit über den östlichen Abschnitt der Oberen Ruhrtalbahn hinausgeht und auch für den Bedienungsabschnitt westlich von Meschede weitere Schienenersatzverkehre angekündigt sind, sind die Punkte 3 bis 7 des Beschlussvorschlags grundsätzlich als Verbesserung der Qualität für alle Schienenersatzverkehre im gesamten Hochsauerlandkreis und darüber hinaus für die zahlreichen Pendler im gesamten Bedienungsgebiet des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe maßgeblich.

 

 

 

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news-20159 Tue, 06 Jan 2026 18:36:10 +0100 „Mit:Rad im Austausch" https://nrw.vcd.org/startseite/detail/mitrad-im-austausch Das erwartet euch: Wir starten mit einem kurzen Einblick ins VCD-Projekt
„Mit:Rad" und einem Impuls von Prof. Dr. Henrike Rau zum Thema:
„Warum überhaupt Radfahren? Vorteile und unterschiedliche
Perspektiven auf das Fahrrad". Im Anschluss steht der offene
Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt des Vernetzungstreffen. Wir möchten
gemeinsam voneinander lernen, Erfahrungsberichte teilen und neue Impulse
mitnehmen. Seid mit dabei!
Wann: 21.01.2026 von 17:30 bis 18:45 Uhr* 
Wo: online
Für wen: Initiativen, Vereine, Projekte, Jugendverbände, Seniorenvertretungen und alle, die sich für mehr Fahrradmobilität engagieren möchten.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Das VCD-Projekt „Mit:Rad - Auf zwei Rädern zu mehr Selbstständigkeit und Teilhabe" wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans. Weitere Informationen findet ihr unter: https://www.vcd.org/mitrad#c17472 [1]

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news-20141 Mon, 29 Dec 2025 22:35:23 +0100 VCD hält die CDU-SPD-FDP-Kooperationsvereinbarung für ambitionslos https://nrw.vcd.org/startseite/detail/vcd-haelt-die-cdu-spd-fdp-kooperationsvereinbarung-fuer-ambitionslos Der Schwerpunkt sei auf die Folgen der geplanten jahrelangen Sperrungen der Rheinschiene zwischen Bonn und Köln zu legen. „Die gemäß Kooperationspapier „kurzfristig zu entwickelten Szenarien“ sind doch bekannt und Erfahrungen im Bahnersatzverkehr liegen vor“ so Bohnet. Der VCD fordert einen durchgehenden Fünf-Minuten-Takt für den Ersatzbusverkehr nach Köln sowie einen Fünf-Minuten Takt für die Stadtbahn zum ICE-Bahnhof Siegburg sowie Beuel- und zwar bis in die Nacht. Dies sei jetzt schon planbar. So abgehängt wie bei den letzten Sperrungen – das dürfe nicht noch einmal passieren. „Oberbürgermeister Déus ist hier in Verantwortung – denn dies ist Chefsache!“  

Die von den drei Parteien unterstützte Erweiterung der Nordbrücke und des Tausendfüßlers auf das Doppelte sieht der VCD extrem kritisch. „Der geplante Autobahnausbau zwischen Hardtberg und Geislar ist hinsichtlich Klima, Stadtentwicklung und vor Allem der Gesundheit der Bevölkerung absolut inakzeptabel.“ Die Idee der potentiellen Kooperateure, die Bürgerschaft vor Luftschadstoffen und Lärm des zunehmenden transnationalen Verkehrs mit Lärmschutzwänden zu begegnen, ist nach Ansicht des VCD absurd. „Die Lärmschutzwände verschlechtern das Bonner Klima“.  

Positives sieht der VCD aber auch: CDU, SPD und FDP stehen zur Westbahn zum Hardtberg und der den Rhein überspannenden Seilbahn. 

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news-20136 Sat, 27 Dec 2025 17:12:12 +0100 Wir müssen schon wieder ein Ghostbike aufstellen https://nrw.vcd.org/startseite/detail/wir-muessen-schon-wieder-ein-ghost-bike-aufstellen Der Unfall ereignete sich am Morgen des 16.12. in Höhe der U-Bahn-Haltestelle Franz-Zimmer-Siedlung an der Derner Straße in Dortmund-Kirchderne. Ein Autofahrer erfasste von hinten den Radfahrer, der mit seinem Pedelec Richtung Innenstadt unterwegs war. Er hielt kurz an und raste dann davon. Inzwischen hat sich ein Mann der Polizei gestellt; ob er tatsächlich der Unfallfahrer war, ist noch nicht endgültig geklärt. Richtung Innenstadt gibt es an der Unfallstelle keine Radverkehrsanlage.

Gemeinsam mit Velokitchen und dem ADFC Dortmund lädt der VCD Dortmund-Unna am Sonntag, 28. Dezember 2025, um 14 Uhr auf den Friedensplatz ein. Von dort fahren wir zum Unfallort, um das Ghostbike aufzustellen. Die Angehörigen haben aktiv darum gebeten, ein Ghost-Bike aufzustellen. Wir würden uns über eine rege Teilnahme freuen. 

Der getötete Radfahrer lebte mit seiner Familie in Lünen und hinterlässt eine Frau und einen fünfjährigen Sohn. Freunde haben eine Spendenaktion für die Familie gestartet.

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news-20131 Mon, 22 Dec 2025 17:11:13 +0100 Gute Nachricht von der Hagener Straßenbahn https://nrw.vcd.org/startseite/detail/gute-nachricht-von-der-hagener-strassenbahn news-20130 Sun, 21 Dec 2025 13:43:07 +0100 Ausblick Bahn Düsseldorf 2026 https://nrw.vcd.org/startseite/detail/ausblick-bahn-duesseldorf-2026 Die Angaben sind ohne Gewähr und nur eine Auswahl, die Quellen zu Sperrungen sind z.T. unübersichtlich und nicht eindeutig, und es kann sich natürlich kurzfristig wieder etwas ändern. Weitere Infos: s. Quellenangaben am Ende des Beitrags.

Ein Fazit vorweg: Dass einige regionale Bahnstrecken nach langen Sperrungen wieder in Betrieb gegangen sind und einige Einschränkungen im Fahrplan wegen der erfolgreichen Personaloffensive in NRW („Fokus Bahn NRW“) aufgehoben werden sollen, ist erfreulich. Wenig erfreulich sind die angekündigten großen Sperrungen in der nächsten Zeit, es ist schwer, da den Überblick zu behalten. Der VCD ist sich nicht sicher, ob so viele Vollsperrungen wirklich unverzichtbar sind. Wer genauer hinschaut, sieht jedenfalls viele Baumaßnahmen der Bahn in der Region Düsseldorf: mehrere neue Stellwerke, RRX-Vorbereitung, Bahnhof Wehrhahn,.. Sorgenkinder bleiben noch alte S-Bahnhöfe in Düsseldorf wie Oberbilk oder Gerresheim. Und der dringend notwendige Ausbau des S-Bahn-Netzes rund um Düsseldorf kommt leider nicht voran.

Wieder in Betrieb

 Rund um den Fahrplanwechsel am 14.12.25 sind in der Region Düsseldorf (und anderswo) einige Strecken nach längeren Sperrungen und Einschränkungen wieder in den Normal-Betrieb gegangen.

  • Die S6 nach Essen: nach fast 2 Jahren Sperrung wegen eines Hangrutsches ist die Strecke wieder in Betrieb. Die Bahn war mit dem Bau schnell, aber vorher gab es 1 Jahr Verzögerung wegen des formalen Genehmigungsverfahrens. Der SEV war unbefriedigend wegen zusätzlicher Umstiege und schlechter Anschlüsse. Der VCD hatte beides kritisiert, es ist aber nichts passiert. Ob es in den nächsten Jahren hier wirklich keine größeren Sperrungen geben wird, werden wir sehen.
    (Anmerkung: die neue gewaltige Rahmede-Talbrücke auf der Autobahn A45 bei Lüdenscheid, die jetzt teileröffnet wird, brauchte als Ersatz-Neubau mit Erweiterung auf 6 Spuren als angeblicher „Fall unwesentlicher Bedeutung“ kein Planverfahren und keine Umweltverträglichkeitsprüfung!)
  • Schon seit November: Die S1 nach Solingen fährt nach einem halben Jahr Ersatzverkehr wieder, die parallele RB47 Remscheid – Düsseldorf fällt dagegen noch bis Mitte 2026 aus, weil die alten Fahrzeuge der RegioBahn es nicht mehr schaffen.
  • Aufhebung personalbedingter Einschränkungen laut VRR: Die Erftbahn RB39 von Grevenbroich fährt wieder generell samstags bis Düsseldorf durch. Die Verstärkerlinie S68 fährt wieder. RE4 und S28 bieten wieder alle Fahrten an. Außerdem: RE10 soll zusätzliche Nachtfahrten Mo-Fr bekommen.
  • Anderswo: Die Ahrtalbahn fährt nach dem Wiederaufbau wieder bis Ahrbrück, ebenso ist die Erfttalbahn Euskirchen – Bad Münstereifel wieder in Betrieb.

Änderungen im Fernverkehr zum Fahrplanwechsel

Es gibt einige zusätzliche Verbindungen, u.a. in Tagesrandlage, z.B. nach Belgien und in den Süden (s. DB-Link unten)

Größere Bahn-Sperrungen 2026 (Auswahl):

  • DB-Generalsanierung Köln – Wuppertal - Hagen: Findet statt vom 06.02. - 10.07.2026, aber nach den Ankündigungen der DB ist die Strecke Düsseldorf – Wuppertal – Hagen (RE4, RE13, S8) nur in den folgenden Zeiten gesperrt: 6.– 20.2., 20.3.-3.4. und 15.5.-12.6. Der Fernverkehr wird während der Sanierung über Düsseldorf umgeleitet. Es gibt während der Vollsperrungen einen umfangreichen verwirrenden Ersatzverkehr mit Lokal- und Schnell-Linien (s. https://generalsanierung.db-ersatzverkehr.de/ersatzverkehr/Generalsanierungen/Hagen-Wuppertal-Koeln ). Je nach Relation können alternative Bahnrouten sinnvoll sein.
  • Duisburg – Essen: wird wegen Bauarbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg für 7 Wochen vom 09.01 bis 06.02.2026 gesperrt, und voraussichtlich wieder im Oktober. Einige RE aus dem Ruhrgebiet fahren dann nicht bis Düsseldorf durch.
  • Köln: Die 2. Sperrung zur Einrichtung des elektronischen Stellwerks ist auf 2027 verschoben.
  • Richtung Niederlande: Für Oberhausen – Emmerich kommt es wegen des Baus des 3. Gleises für den Güterverkehr zu Sperrungen, Vollsperrung 20.4. – 18.5.. Die RE5 fährt generell nur bis Friedrichsfeld, die RE19 fährt bis Emmerich durch. 
    Auf der Strecke nach Venlo gibt es vom 20.4. bis 18.5. ebenfalls Sperrung, weil Güterverkehr von der Sperrung Oberhausen – Emmerich umgelenkt wird und die Strecke immer noch nur eingleisig ist. Der RE13 fährt dann Mo-Fr nicht zwischen Mönchengladbach und Venlo.
  • Auch auf der RE10 (Niers-Express) sind Bauarbeiten zwischen Krefeld und Kleve angekündigt: 22.05.2026 – 26.06.2026 & 05.10.2026 – 20.11.2026. Was das an Sperrungen bedeutet, ist noch unklar.

Mit dem RRX-Ausbau und den Generalsanierungen wird es in den kommenden Jahren weitere größere Sperrungen geben.

Sanierung von Bahnhöfen

  • Neuss Hbf: Die Modernisierung des Hbf wurde jetzt angekündigt, ein erster Teil soll bis zum Start der Landesgartenschau 2026 fertig werden. Auch der Hbf Mönchengladbach soll modernisiert werden.
  • Duisburg Hbf: der umfassende Umbau mit der spektakulären „Duisburger Welle“ als Hallendach läuft seit 3 Jahren, es ist jetzt Halbzeit.
  • S-Bahnhöfe in Düsseldorf haben z.T. immer noch schlechte Noten und fehlende Barrierefreiheit, etwa die wichtigen Stationen Oberbilk oder Gerresheim. Eine Sanierung im Rahmen der NRW-„Modernisierungsoffensive“ ist geplant, Termine sind unklar. Einige Stationen wie Wehrhahn oder Bilk sind bereits teilweise modernisiert, der aktuelle Neubau des Gebäudes am Wehrhahn läuft noch bis 2027.
  • Bahnhofsvorplatz Düsseldorf: Die Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes ist weiter in der Planung (die Fahrradgarage soll jetzt ins Hansahaus statt unter die Erde), der VCD will auf Fahrgast-Freundlichkeit an den Haltestellen achten: kurze Wege, guter Wetterschutz, gute Wegeleitung. Der immer wieder notwendige starke Ersatzverkehr mit Bussen sollte künftig für einen erleichterten Umstieg näher an den Bahnhof rücken (auf den Kurzzeit-Parkplatz). Die geplante breite Rampe für die Tiefgarage behindert den ÖPNV auf der Worringer Straße erheblich, die Tiefgarage sollte entfallen, auch um die Bäume auf dem Platz zu erhalten, oder die Rampe muss verlegt werden.

Stand des S-Bahn-Ausbaus rund um Düsseldorf

Das Bahnnetz in der Region hat einige Lücken, die zur Lösung des Pendlerproblems schnell geschlossen werden sollten. Das ist politisch gewollt, aber die Realisierung liegt in weiter Ferne, sehr schlecht für eine nachhaltige Verkehrspolitik in der Region. Weniger im Blick ist, dass die RE /RRX jetzt schon zeitweise sehr überfüllt sind und längere Züge gebraucht werden, das Deutschland-Ticket hat den Regionalverkehr besonders attraktiv gemacht. Zum Bahnnetz sind eine Beschleunigung der Planung und Sicherung der Finanzierung wirklich dringend. Das Schnellbusnetz der Region ist als Ergänzung und vorläufiger Ersatz kurzfristig zu erweitern. Düsseldorf und seine Nachbarn müssen hier unbedingt mehr Dampf (oder besser: E-Power) machen. Diese Punkte sollten in die Nahverkehrsplanung für Düsseldorf und die Kreise Mettmann und Neuss eingehen.
Übrigens: Die Autobahn A44 Heiligenhaus - Ratingen hat jetzt vom Bundesverkehrsministerium kurzfristig die Baufreigabe erhalten.

  • Ratinger Westbahn: Die Realisierung ist nicht absehbar, dabei ist die Strecke wichtig u.a. wegen des großen Entwicklungsgebiets DU-Wedau (3000 neue Wohnungen für 7.000 Menschen) und der Entwicklung von Ratingen West sowie auch als Ausweichstrecke für die Hauptstrecke Düsseldorf – Duisburg. Das Projekt ist mit dem Neubau eines Parallelgleises eigentlich keine „Reaktivierung“ und ggfs. auch für den Güterverkehr nutzbar. Jetzt werden hohe Kostensteigerungen genannt, u.a. wegen der langen Verzögerung. 
    Übrigens: Die DB investiert rund 215 Mio.€ in das neue elektronische Stellwerk in Rath, 2028 soll es in Betrieb gehen. Das zentrale Stellwerk wird elf bisherige Stellwerke an der Güterstrecke Ratingen – D-Eller – Langenfeld ersetzen, dadurch soll es weniger Störungen im Zugverkehr geben, zusätzliche Weichen geben den Bahnen mehr Flexibilität. Gibt es vielleicht nach dieser Modernisierung Kapazitätsreserven auf der Strecke für den Personenverkehr? Neben diesem Stellwerk sind in Düsseldorf übrigens auch elektronische Stellwerke an der Hauptstrecke Duisburg – Düsseldorf - Leverkusen im Rahmen des RRX und am Abstellbahnhof Düsseldorf im Ausbau.
  • Regio-Bahn - Westverlängerung nach Viersen: politisch gewollt, aktuell aber schlechte Wirtschaftlichkeits-Zahlen, wegen der peripheren Lage der Strecke zu den Orten (Schiefbahn, Neersen,..), die aber u.a. P+R begünstigt. Das Potenzial der Strecke hängt auch von der Verkehrspolitik in Düsseldorf (Parkraum-Management) und im Bund (Entwicklung der Pkw-Kosten) ab.
  • Erftbahn Neuss – Grevenbroich: Der Ausbau zur S-Bahn im Rahmen der Entwicklung des Rheinischen Reviers ist geplant, aber im Gegensatz zum südlichen Teil nach Köln zeitlich unbestimmt.
  • Weitere mögliche Strecken:  Hilden – Langenfeld-Richrath – Opladen, Niederbergbahn Velbert – Heiligenhaus – Hösel (parallel zum Radweg).
  • RRX: Die formale Planfeststellung ist für Düsseldorf nur in einem der 5 Abschnitte noch in Bearbeitung (D-Hellerhof – Reisholz), der Beschluss zum Abschnitt Angermund ist im März 25 ergangen. Der Ausbau im Bereich Leverkusen – Langenfeld ist inzwischen abgeschlossen, in Duisburg läuft das Planverfahren noch. Der Ausbau in Düsseldorf beginnt zögerlich, z.B. mit vorbereitenden Arbeiten und Lärmschutzwänden, und wird in den Folgejahren noch einige Sperrungen verursachen. Die notwendige Erweiterung der Kapazitäten ist bisher kein Thema.

Quellen:

Fahrplanwechsel 2025/26
Regional: https://www.vrr.de/aktuelles/meldungen/informationen-zum-fahrplanwechsel-2025/
Regional u. Fern in Auswahl: https://www1.wdr.de/nachrichten/fahrplanwechsel-bahn-das-aendert-sich-in-nrw-100.html
Fern: https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-duesseldorf-de/presseinformationen-regional/Fahrplanwechsel-steht-bevor-Zahlreiche-Neuerungen-fuer-Nordrhein-Westfalen-ab-14-Dezember-13696174

Vorschau zu Baustellen der Bahn 2026
https://www.vrr.de/aktuelles/meldungen/wichtige-informationen-zu-bauarbeiten-im-fahrplanjahr-2026/
https://baustellenueberblick.zuginfo.nrw/ (mit Karte)

Generalsanierung Köln – Wuppertal – Hagen
https://www.vrr.de/aktuelles/meldungen/bauarbeiten-zwischen-hagen-wuppertal-koeln-ab-februar-2026/
https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-duesseldorf-de/presseinformationen-regional/Generalsanierung-Hagen-Wuppertal-Koeln-Bahn-setzt-auf-leistungsstarkes-Verkehrskonzept-im-Nah-und-Fernverkehr-13603748#

Zu Planungen
RRX: https://www.rheinruhrexpress.de/home.html
DB regional: https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-duesseldorf-de/presseinformationen-regional

Bahnhöfe und Ausbau S-Bahn in der Region: versch. Pressemeldungen, u.a. bei rp-online und WDR.

Personaloffensive und andere Maßnahmen in NRW zur Verbesserung der Bahn: https://www.fokus-bahn.nrw/

Hintergrundinfos zu Bahn und ÖPNV in NRW für Interessierte: https://infoportal.mobil.nrw/ , https://www.kompetenzcenter.nrw/ , https://www.vrr.de/aktuelles/ 
Ministerium NRW: https://www.umwelt.nrw.de/themen/verkehr/oepnv

 

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news-20116 Wed, 17 Dec 2025 12:43:15 +0100 Schließung des DB-Reisezentrums im Bochumer Hbf: Chance verpasst https://nrw.vcd.org/startseite/detail/schliessung-des-db-reisezentrums-im-bochumer-hbf-chance-verpasst So wurde es etwa in Gelsenkirchen, Hagen und Recklinghausen gemacht, wo das VRR-Kundenzentrum an den Standort des DB Reisezentrums gezogen ist. VCD-Sprecher Jürgen Eichel, der auch Fahrgastvertreter in Ausschüssen und im Verwaltungsrat des VRR ist, hat das Thema dort eingebracht - ohne Resonanz: Es gab keinerlei Bereitschaft beim VRR, darauf einzugehen. Das bedeutet: Wer nun persönliche Beratung beim DB Ticketkauf haben will, muss nach Dortmund oder Essen fahren. Denn anders als in anderen Städten verkauft das VRR-Kundencenter in Bochum keine Fernverkehrstickets. Erschwert wird die Sache noch dadurch, dass die DB auch alle Fahrkartenautomaten abgebaut hat. Dennoch gibt es eine Möglichkeit, auch in Bochum weiter Fernverkehrstickets am Bahnhof zu kaufen: In den grünen VRR-Automaten ist auch der DB Fernverkehr hinterlegt. Darauf sollte mindestens mit Aufklebern auf den Automaten hingewiesen werden, meint der VCD. 

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news-20101 Sat, 13 Dec 2025 18:38:24 +0100 Tempo 30 - VCD bleibt dran https://nrw.vcd.org/startseite/detail/tempo-30-vcd-bleibt-dran Auf der Veranstaltung wurden in Kurzvorträgen die Vorteile einer Temporeduzierung vorgestellt. Karl-Heinz Hüsing (VCD), Anna Kleinsteinberg (Fuss e.V.) und Albrecht Buscher, Mitglied des VCD-Landesvorstands und Verkehrsplaner bei der Stadt Lünen, berichteten.
Bei weniger Lärm gibt es weniger Gesundheitsschäden. Davon profitiert die Bevölkerung und Bochum wird lebenswerter.
In Dortmund wurde ein Lärmbeirat gegründet, der der Stadt Vorschläge unterbreitet hat, wo mit reduzierter Geschwindigkeit die Straßen sicherer und leiser werden. Deutlich wuren aber auch die Schwierikgeiten, solange Tempo 50 noch Regelgeschwindigkeit ist und jeder noch so kleine Abschnitt Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen einzeln begründet werden muss.
Im Anschluss an die Vorträge fand eine lebhafte Diskussion statt. Eingeladen waren auch Vertreter der im Rat vertretenen Parteien. Im Vorfeld hatten wir an die Parteien Fragen zu Tempo 30 geschickt. Die Antworten finden Sie hier.
Wir werden weiter an dem Thema dranbleiben, damit Bochum sicherer und gesünder wird.

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news-20093 Wed, 10 Dec 2025 18:04:35 +0100 VCD begrüßt Tempo 30 auf weiteren Kölner Straßen – und fordert Tempo 30 innerorts für die gesamte Stadt https://nrw.vcd.org/startseite/detail/vcd-begruesst-tempo-30-auf-weiteren-koelner-strassen-und-fordert-tempo-30-innerorts-fuer-die-gesamte-stadt Die Stadtverwaltung will nun auf mehreren Straßen Tempo 30 einführen, um den Verkehrslärm zu reduzieren.

Die Stadt hat eine Fürsorgepflicht für ihre Bürger

VCD begrüßt das Vorgehen der Stadtverwaltung zum Schutz ihrer Bürger. Dem VCD geht diese Maßnahme jedoch nicht weit genug: So werden nur Straßen von Anwohnenden geschützt, die den Klageweg beschritten haben. Wir kennen viele andere Straßen, auf denen es ähnlich laut ist. Auch diese Menschen haben ein Anrecht auf den Schutz ihrer Gesundheit. Wir sehen grundsätzlich die Stadt in einer Fürsorgepflicht. Vorgeschlagene Maßnahmen wie schalldichte Fenster halten wir für nicht zielführend: Sie bekämpfen nur die Symptome und nicht die Ursachen.

Tempo 30 für die gesamte Stadt

Tempo 30 in einzelnen Straßen und Zonen kann nur ein Anfang sein. Allein die Beschilderung einzelner Straßen führt zu Unübersichtlichkeit und Unklarheit auf Seiten der Verkehrsteilnehmer und trägt zum häufig kritisierten „Schilderwald“ bei.

Erhebliche Gefahren werden nicht adressiert

Kritisch sieht der VCD, dass sich die Tempo 30 Maßnahmen nur auf den Lärmschutz beziehen – dabei gibt es noch weitere erhebliche Gefahren für die Gesundheit, zum Beispiel durch Feinstaub, Abgase und nicht zuletzt durch Unfälle, die bei Tempo 30 wesentlich glimpflicher ablaufen als bei Tempo 50 und die schwächeren Verkehrsteilnehmenden besser schützen.

Tempo 30 wertet öffentlichen Räume auf

Der VCD betrachtet Tempo 30 als eine Strategie zur Aufwertung der öffentlichen Räume und als Bestandteil eines nachhaltigen gesamtstädtischen Mobilitätskonzepts, welches die Verkehrsmittel des Umweltverbundes in den Vordergrund stellt. Der Blickwinkel auf die Stadt muss sich ändern: Die Stadt nicht als Transitraum betrachten, sondern vor allem als ein Ort für Menschen, die dort leben und wohnen und sich dort aufhalten.

Initiative „Lebenswerte Städte“

Der VCD verweist auf die Initiative „Lebenswerte Städte“, der seit ihrer Gründung durch die Städte Aachen, Augsburg, Freiburg, Hannover, Leipzig, Münster und Ulm im Jahr 2021 über 1.100 Städte, Gemeinden und Landkreise beigetreten sind, in denen über die Hälfte der deutschen Bevölkerung lebt. In Tempo 30 steckt viel mehr als es auf den ersten Blick scheint, so lautet das Fazit des VCD.

Ansprechperson:

Hans-Georg Kleinmann (Mitglied im VCD-Vorstand) über info@vcd-koeln.de, mobil: 0163 627 4722

 

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news-19863 Wed, 10 Dec 2025 18:00:00 +0100 Tempo 30 für Bochum: Mehr Sicherheit + weniger Lärm https://nrw.vcd.org/startseite/detail/informationsveranstaltung-tempo-30-fuer-bochum Mit einer Temporeduzierung für den Autoverkehr werden die Anwohner von Lärmemissionen und Luftschadstoffen entlastet.

Mit Tempo 30 kann es gelingen, die Unfallzahlen in Bochum zu reduzieren. Zum Beispiel hat die Stadt Helsinki mit Tempo 30 und der Anpassung der Straßen erreicht, dass es im letzten Jahr keine Unfalltoten gab.

Anna Kleinsteinberg vom Fuss e.V. Bochum stellt in der Veranstaltung am 10. Dezember die Vision Zero (keine Verkehrsunfälle mit Todesfolge und schweren Personenschäden) vor und berichtet von der Situation in Bologna.

Professorin Heike Köckler von der Hochschule Bochum wird die Auswirkungen des Autoverkehrs auf unsere Gesundheit darstellen

Albrecht Buscher vom VCD Dortmund berichtet, wie es erreicht worden ist, dass die Stadt Dortmund an Straßen mit hohen Lärmemissionen Tempo 30 angeordnet hat. In Dortmund wurde ein Lärmbeirat eingerichtet, der die Temporeduzierung angeregt hat.

Im Anschluss wollen wir diskutieren, wie es in Bochum mit einer Temporeduzierung weiter gehen kann und wie Bochum lebenswerter werden kann.

Eingeladen sind auch VertreterInnen der Stadtverwaltung und der politischen Parteien in Bochum.

Unsere Informationsveranstaltung wird unterstützt von ADFC, Bochum gemeinsam, Fuss eV, Nachbarschaftskreis Hamme und Radwende Bochum.

10. Dezember 2025, 18 Uhr, KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, Bochum

 

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news-20092 Wed, 10 Dec 2025 16:51:14 +0100 Abriss der Ebene 2 https://nrw.vcd.org/startseite/detail/abriss-der-ebene-2 Neben dem ADFC und der Verkehrswende Hagen bemängeln auch wir, dass die Maßnahmen, wenn sie wie geplant durchgeführt werden, auf Jahrzehnte hinaus die Dominanz des Autos auf Kosten der eigentlich angestrebten nachhaltigen Mobilität asphaltieren. Unsere ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.

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news-20089 Tue, 09 Dec 2025 09:52:54 +0100 Leserbrief an den Kölner Stadt-Anzeiger https://nrw.vcd.org/startseite/detail/leserbrief-an-den-koelner-stadt-anzeiger In den vergangenen Wochen hat die Berichterstattung des Kölner Stadt-Anzeigers zur Mobilitätswende ein deutliches Ungleichgewicht gezeigt. Einzelne Situationen – vom angeblichen „Problem Lastenrad“ über die längst beruhigte Lage am Eigelstein bis hin zur erneut aufgewärmten Diskussion um die Trankgasse – werden skandalisiert, ohne sie in einen sachlichen Kontext zu setzen.

Auffällig ist dabei: Die Berichte stützen sich weitgehend auf anekdotische Eindrücke einzelner Personen, die vor allem negative Aspekte hervorheben. Andere Sichtweisen, positive Erfahrungen oder belegbare Fakten finden kaum Raum. Diese einseitige Gewichtung erzeugt ein verzerrtes Bild – ein klassisches Beispiel für false balancing, bei dem eine laute Einzelmeinung überbetont wird. Wiedererkennungsmerkmale zur Berichterstattung über die Deutzer Freiheit und auch die Venloer Straße sind augenfällig. 

Einordnung statt Skandalisierung

Die Verkehrswende verändert das Mobilitätsverhalten deutlich sichtbar. Alternative Verkehrsmittel, neue Abläufe, andere Verkehrsführungen bringen Anpassungen mit sich. Dazu gehören punktuelle Herausforderungen, aber eben auch erhebliche Verbesserungen. Wer die heutige Situation bewerten möchte, sollte sie mit vergangenen Zuständen vergleichen:

Wie war etwa die Lage am Eigelstein früher, als der Autoverkehr das Quartier dominierte? Welche Belastungen, Gefährdungen und Barrieren entstanden durch dichtes, schnelles und lautes Kfz-Aufkommen? Und warum werden vergleichbare Situationen nicht im selben Tonfall skandalisiert?

Zwei Beispiele zur Illustration: Auf der Nord-Süd-Fahrt fahren Autos regelmäßig 50 km/h und mehr, obwohl zahlreiche Querungen – etwa zum Offenbachplatz – bestehen. Wird erwartet, dass die Autos halten, wenn ein Fußgänger quert? Es ist gesellschaftlich als „normal“ akzeptiert und kein Skandal, dass Autos hier auf ihrem Recht bestehen. In der Altstadt rund um das Wallraff-Richarz Museum weichen viele Zufußgehende auf die Straße aus, die Autofahrenden fahren einfach weiter und gefährden oftmals die schwächeren Verkehrsteilnehmer:innen. Wo ist die Skandalisierung? Wo ist der Bericht? Wenn Radfahrende ihr Recht auf den Radweg einfordern, wird dies hingegen häufig als rücksichtslos dargestellt. Diese Ungleichheit in der Wahrnehmung ist nicht zufällig, sondern Ergebnis jahrzehntelanger Fixierung auf das Auto als vermeintliche „Normalität“.

Die Vorteile der Mobilitätswende werden übersehen

Während einzelne Konflikte groß thematisiert werden, bleiben die positiven Wirkungen der Mobilitätswende weitgehend unerwähnt:

  • Lastenräder ersetzen Autofahrten: Studien zeigen deutlich, wie alltagstauglich und effizient Lastenrädergerade in dicht besiedelten Stadtteilen sind. Jede Fahrt, die nicht per Auto erfolgt, entlastet Straßen, senkt Emissionen und verbessert die Lebensqualität.

  • Sicherheitslage am Eigelstein: Die dortige Situation ist seit Monaten unauffällig. Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr sind selten und verlaufen – anders als im Autoverkehr – in der Regel glimpflich. Dass die Kommunikation zwischen Radfahrenden und Zufußgehenden direkter und damit lauter ist, bedeutet nicht, dass sie gefährlicher wäre.

  • Entlastung des Domumfelds: Die neue Verkehrsführung an der Trankgasse hat zu deutlich mehr Ruhe und Aufenthaltsqualität geführt. Besucherinnen und Besucher können den Bereich rund um den Dom sicherer und stressfreier nutzen. Die Umgebung nähert sich einem Umfeld an, das für ein Weltkulturerbe angemessen ist. 

Lösungen statt Rückgriff auf alte Probleme

Die Herausforderungen, die in Einzelfällen bestehen, sind lösbar. Kleine, wirkungsvolle Maßnahmen können bereits viel bewirken: Im Bereich der Trankgasse könnte eine Schließung der maroden Domgarage sinnvoll sein, um das Domumfeld weiter zu entlasten. Die Philharmonie könnte ihr Publikum noch gezielter auf klimafreundliche Anreisemöglichkeiten hinweisen. Am Eigelstein würden klare, gut sichtbare Hinweise – auch baulicher Art – helfen, Regeln verständlicher zu machen und Konflikte weiter zu reduzieren.

Die Mobilitätswende bietet enorme Chancen: mehr Sicherheit, mehr Lebensqualität, weniger Lärm, sauberere Luft, mehr Bewegungsfreiheit und eine gerechtere Aufteilung des öffentlichen Raums. Statt die Rückkehr zu alten, nachweislich problematischen Zuständen zu fordern, sollten wir gemeinsam konstruktive Lösungen finden, die den Fortschritt stärken.

Michael Vehoff (VCD Regionalverband Köln)
 

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news-20073 Fri, 05 Dec 2025 21:44:47 +0100 Gehwegspaziergang zeigt Probleme auf https://nrw.vcd.org/startseite/detail/gehwegspaziergang-zeigt-probleme-auf Dortmund, 25. November 2025. Es war nur eine kurze Strecke zu Fuß durch das von viel Blech geprägte Viertel. Vom Startpunkt an der U-Bahn-Station Saarlandstraße ging es über den Neuen Graben, die Weisbach-, Schilling-, Redtenbacher- und Herner Straße zur Liebigstraße, weiter zur Sonnenstraße bis zum Abzweig Arneckestraße. 

Parken ist auf dem Gehweg jeweils nur dann gestattet, wenn es ausdrücklich durch entsprechende Schilder oder eindeutige Markierungen erlaubt wird, stellte Lorenz Redicker vom VCD gleich zu Beginn des Spaziergangs klar. „Gehwege sind zum Gehen da, nicht zum Parken“ so der VCD-Kreisverbandsvorsitzende. Und er betonte, dass auch zu Fuß Gehende Platz benötigen, etwa, um sich zu begegnen, auch mit Rollator und Rollstuhl. Den Regelwerken zufolge sollte auf den Bürgersteigen eigentlich eine 2,50 Meter breite Gehgasse bereitstehen, meist aber erreichen sie selbst die Mindestbreite für einfachen Begegnungsverkehr zwischen gesunden Fußgänger:innen nicht, der meist mit 1,60 bis 1,80 Meter definiert wird. 

Selbst legales Parken ist ein Sicherheitsrisiko

Noch viel problematischer ist aus Sicht des VCD, dass die parkenden Autos an vielen Stellen ein Queren der Fahrbahn massiv erschweren oder gar auf weiten Strecken unmöglich machen. Das gilt selbst an viel genutzten Schulwegen wie der Einmündung der Herner Straße in die Redtenbacher Straße. „Selbst die legal parkenden Autos sind hier ein Sicherheitsrisiko vor allem für Kinder und für Ältere“, stellt Redicker fest. Und Carsten Elkmann, von Haus aus Verkehrsplaner, ergänzt, dass Kinder, die ihren Schulweg malen sollten, sich oft nur an eine Straßenseite erinnern würden, weil sie die andere faktisch nicht nutzen könnten. „Wir wissen gar nicht, was wir den Kindern nehmen, wenn wir ihnen eine solche Umwelt zumuten!“ Neben Kindern würden vor allem auch Ältere wegen der Verkehrsprobleme das Haus seltener verlassen. Das sei ein massives soziales Problem.

Platz für Cafés und Grün

Während des Spaziergangs wies der Verband auf viele weitere Probleme hin, etwa zu lange Querungsdistanzen, weil Einmündungen allzu großzügig ausgebaut sind, oder aber zugestellte Zugänge zur wichtigen Haltestelle Möllerbrücke. Zudem würden parkende Autos an Einmündungen und in Kreuzungsbereichen den Fußverkehr zu Umwegen oft auch über die Fahrbahn zwingen – auch das mit Risiken verbunden. Aber der VCD wies auch auf sinnvolle Nutzungen des öffentlichen Raums hin, die vielen Straßencafés etwa oder Platz für mehr Grün, den es teils in der Liebigstraße gibt. Wenn man den Autos nur ein wenig des vielen Platzes wegnehme, den sie momentan beanspruchten, sei vieles möglich.

Auf die Debatte, wohin denn nun mit den ganzen Autos, wollte sich der VCD nicht einlassen. Redicker betonte, dass es Lösungen gebe, neben Carsharing insbesondere die Mehrfachnutzung privater Stellplätze. Es gäbe sogar nicht ausgelastete Parkhäuser in der nahen Umgebung. Kostenfrei wie bisher seien solche Lösungen natürlich nicht. Die Spaziergänger:innen stimmten hier überein und klagten über die Erwartungshaltung vieler Autofahrer:innen, kostenlose Parkplätze im öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt zu bekommen, und das am besten vor der Haustüre. Dabei müsste doch auch, wer Bus oder Bahn fahre, erst einmal zur Haltestelle gehen, meist mehrere Hundert Meter. 

Ein Problem in vielen Quartieren der Stadt

Gehwegparken ist in Dortmund aber nicht nur um Kreuzviertel ein massives Problem“, betont der Kreisverbandsvorsitzende Lorenz Redicker. „Wir hätten auch die Nordstadt, das Kaiserstraßen- oder das Saarlandstraßenviertel aussuchen können. Oder aber einen Außenbezirk!“ 

Noch bis zum 5. Dezember konnten die Bürger:innen in einem Online-Formular Orte eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren. Die gemeldeten Stellen werden vom VCD-Kreisverband Dortmund-Unna demnächst an die Verwaltung weitergegeben – mit der Aufforderung, Maßnahmen zu prüfen und das Gehwegparken dort zu unterbinden.

Ziel der Aktion ist es, Gehwege wieder sicher und barrierefrei nutzbar zu machen – für Kinder, Ältere, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und alle, die zu Fuß unterwegs sind.

 

Hintergrund:
Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Parken auf Gehwegen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Es muss genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von zu Fuß Gehenden ggf. mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer:innen auch im Begegnungsverkehr bleiben. Das Parken muss durch ein Verkehrsschild oder Bodenmarkierungen gekennzeichnet sein – nur dann ist es zulässig. Vielerorts ist es aber seit Jahren gängige Praxis, dass Autos auch ohne Erlaubnis auf Gehwegen parken, oder selbst dort, wo es erlaubt ist, die Fußwege zu schmal sind. Dies wird von Kommunen mehr oder weniger geduldet. 2024 hat das Bundesverwaltungsgericht auf Klage mehrerer Bremer Bürger:innen geurteilt: „Kommunen müssen das illegale Gehwegparken ahnden, wenn zu wenig Platz für Fußgänger bleibt!“

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news-19993 Mon, 01 Dec 2025 04:00:00 +0100 „Freie Gehwege“ https://nrw.vcd.org/startseite/detail/freie-gehwege Noch bis zum 5. Dezember läuft die Aktion, bei der Problemstellen für den Fußverkehr gemeldet werden können. Dabei sind ausschließlich Gehwege Teil der Aktion, auf denen regelmäßig und über einen längeren Straßenabschnitt Fahrzeuge auf dem Gehweg parken (entweder halb aufgesetzt oder komplett) – und den Bürgersteig dadurch auf unter 1,80 m verengen. Die Meldungen können über die Internetseite des Bundesverbandes gemeldet werden. Sie erscheinen dann auf einer Karte und werden an die zuständige Kommune weitergegeben (anonymisiert). In Düsseldorf wurden bisher 26 Stellen entsprechend eingetragen.

 

Weitere Informationen und Meldeformular auf der Seite des VCD-Bundesverbandes:

https://www.vcd.org/artikel/vcd-mobi-check-freie-gehwege 
 

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news-19962 Thu, 27 Nov 2025 11:03:55 +0100 Mobilitätspreis Münster 2025 verliehen https://nrw.vcd.org/startseite/detail/mobilitaetdspreis-muenster-2025-verliehen > im Bereich "private Initiativen und Vereine" wurde der USC Münster geehrt >> im Bereich "Unternehmen" erhielt Westlotto die Preisurkunde >> für den Bereich "Verkehrsunternehmen" waren die Leezen Heroes die Glücklichen. ]]> In den Laudatios hoben die Laudatoren die konkreten Maßnahmen der Sieger hervor, die damit einen bewussten, positiven Kontrapunkt zu den bekannten Defiziten in der Verkehrssituation in und um Münster setzen.

Der vollständige Text kan HIER eingesehen werden.

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news-19992 Mon, 24 Nov 2025 03:42:00 +0100 Dünamo 4x4 - Wünsche und Anregungen zum Thema Mobilität in Düsseldorf https://nrw.vcd.org/startseite/detail/duenamo-4x4-wuensche-und-anregungen-zum-thema-mobilitaet-in-duesseldorf Es geht um schnell wirksame Maßnahmen: zu verbesserter Information und Kommunikation, Förderung von ÖPNV und Radverkehr,  "Merit Order" (wirksamer Klimaschutz) und sicheren Straßen. Es geht besonders um neue Ideen: das "10-Minuten-Netz" des ÖPNV (vorhanden, aber unbekannt), einen Mobilitäts-Beirat für mehr Konsens-Lösungen, ein nachhaltiges "Mobil-Paket" für kleine Betriebe mit Parkplatzproblemen, Mitfahren als großes ungenutztes Potenzial, Aktionen gegen Fahrradklau und Stolperfallen, Digitalisierung im Straßenverkehr.

Die Präsentation Dünamo 4x4 hier zum Download.

 

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news-19936 Fri, 21 Nov 2025 15:00:00 +0100 Öffentlicher Gehwegspaziergang https://nrw.vcd.org/startseite/detail/oeffentlicher-gehwegspaziergang Dortmund, 15. November 2025. Der öffentliche Spaziergang findet statt

am 21. November und startet 
um 15 Uhr an der
U-Bahn-Haltestelle Saarlandstraße (U46, Ausgang Neuer Graben) 

Von dort geht es durchs Kreuzviertel; dabei werden einige besonders schwierige Stellen begutachtet. Der Spaziergang wird etwa eine Stunde dauern. „Gehwegparken ist in Dortmund aber nicht nur um Kreuzviertel ein massives Problem", betont Kreisverbandsvorsitzender Lorenz Redicker. „Wir hätten auch die Nordstadt, das Kaiserstraßen- oder das Saarlandstraßenviertel aussuchen können. Oder aber einen Auß0enbezirk!“ Gehwegparken sei an vielen Stellen verboten, aber geduldet, teils ist es aber auch erlaubt, obwohl vom Gehweg dann oft zu wenig Platz bleibe für dessen eigentliche Nutzung: das Gehen. 

„Das Bundesverwaltungsgericht hat erst im vergangenen Jahr mit einem Urteil klargestellt, dass Gehwege zum Gehen da sind, nicht zum Parken“ stellt Redicker klar. Und dafür gebe es auch gute Gründe. „Zugeparkte Gehwege sind ein echtes Problem“, so der VCD. Oft müssten Menschen auf die Fahrbahn ausweichen, das sei ein Sicherheitsproblem. Zudem würden manche Menschen seltener das Haus verlassen, weil sie sich nicht frei oder auch gar auf den Gehwegen bewegen könnten, etwa wenn sie mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind.

Fast 100 Meldungen allein in Dortmund

Die Aktion Freie Gehwege des VCD ist schon jetzt ein Erfolg: Fast 100 Meldungen sind allein für Dortmund bereits eingegangen. Noch bis zum 5. Dezember können die Bürger:innen über ein Online-Formular (https://www.vcd.org/formular-gehwegparken) des ökologischen Verkehrsclubs VCD Orte eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren. Die gemeldeten Stellen werden auf einer Online-Karte sichtbar gemacht und vom VCD-Kreisverband Dortmund-Unna an die Verwaltung weitergegeben – mit der Aufforderung, Maßnahmen zu prüfen und das Gehwegparken dort zu unterbinden.

Ziel der Aktion ist es, Gehwege wieder sicher und barrierefrei nutzbar zu machen – für Kinder, Ältere, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und alle, die zu Fuß unterwegs sind.

So können die Dortmunder:innen mitmachen:
Online-Formular zur Meldung enger Gehwege: https://www.vcd.org/formular-gehwegparken 

Intelligente Lösungen sind möglich

Das Argument, dass die Autos doch irgendwo parken müssten, lässt der VCD nicht einfach gelten. „Gehwege sind Teil des öffentlichen Raums und für Fußgänger:innen da.“ Autofahrende hätten oft die falsche Erwartung, dass sie diesen öffentlichen Raum kostenlos nutzen dürften. Zudem gebe es schlicht zu viele Autos, nicht zu wenige Parkplätze. „Und es gibt intelligente Lösungen für das Parkproblem, etwa die Mehrfachnutzung über eine App“, so der Verband. Diese müssten allerdings konsequent verfolgt werden. 

 

Hintergrund:
Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Parken auf Gehwegen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Es muss genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von zu Fuß Gehenden ggf. mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer:innen auch im Begegnungsverkehr bleiben. Das Parken muss durch ein Verkehrsschild oder Bodenmarkierungen gekennzeichnet sein – nur dann ist es zulässig. Vielerorts ist es aber seit Jahren gängige Praxis, dass Autos auch ohne Erlaubnis auf Gehwegen parken, oder selbst dort, wo es erlaubt ist, die Fußwege zu schmal sind. Dies wird von Kommunen mehr oder weniger geduldet. 2024 hat das Bundesverwaltungsgericht auf Klage mehrerer Bremer Bürger:innen geurteilt: „Kommunen müssen das illegale Gehwegparken ahnden, wenn zu wenig Platz für Fußgänger bleibt!“

 

Pressekontakt: Lorenz Redicker, 0179 515 9834, lorenz@redicker.de 

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news-19943 Wed, 19 Nov 2025 13:44:37 +0100 Jetzt neu: RHEINSCHIENE Nr. 74 https://nrw.vcd.org/startseite/detail/jetzt-neu-rheinschiene-nr-74 Schwerpunkt der Ausgabe ist ein Ausblick auf die Verkehrspolitik in der kommenden Ratsperiode:

  • In einem als Brief an den neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester gestalteten Artikel beschreiben wir unsere Erwartungen an die künftige Verkehrspolitik und loten mögliche Gemeinsamkeiten aus.
  • Wir beschreiben die Herausfordungen, mit denen die Finanzierung des ÖPNV angesichts knapper werdender Ressourcen konfrontiert ist.
  • Wir skizzieren den aktuellen Stand und die Perspektiven der Verkehrswende in Köln.
  • In einem kurzen Schlaglicht auf Ausschnitte des Kommunalwahlkampfs stellen wir dar, wie wir uns die verkehrspolitische Diskussion in den nächsten fünf Jahren auf keinen Fall mehr wünschen.

Neben diesem thematischem Schwerpunkt enthält die neue RHEINSCHIENE wieder zahlreiche weitere Berichte, Kommentare und Informationen rund um das verkehrspolitische Geschehen in unserer Region.

Die RHEINSCHIENE wird an alle Mitglieder des Regionalverbands Köln kostenfrei verschickt. Sie liegt ferner an zahlreichen Verteilstellen in und um Köln aus und wird als PDF-Datei zum Download angeboten.

Alle älteren Ausgaben der RHEINSCHIENE sowie RHEINSCHIENE Extra findet ihr im Archiv.

 

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news-19931 Wed, 12 Nov 2025 11:37:07 +0100 Rechtswidriges Gehwegparken https://nrw.vcd.org/startseite/detail/rechtswidriges-gehwegparken Das Parken auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten, sofern es nicht durch entsprechende Verkehrszeichen oder Parkflächenmarkierungen erlaubt ist. Offizielle Regelwerke schreiben vor, dass Gehwege mindestens 2,50 Meter breit sein müssen, damit Fußgängerinnen und Fußgänger ungehindert passieren können.

Nur 33 der 105 befragten Städte geben an, Falschparken auf Gehwegen grundsätzlich nicht zu akzeptieren. Hagen gehört zu den fußverkehrsfeindlichsten Städten in Nordrhein-Westfalen, denn hier bleibt verbotswidriges Gehweg-parken laut Auskunft der Stadt bis zu einer verbleibenden Restgehwegbreite von 1,20 Meter ungeahndet.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine systematische und konsequente Ahndung von Gehwegparken. 

Die Pressemitteilung der DUH zu der Umfrage finden Sie hier.

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news-19926 Tue, 11 Nov 2025 14:17:39 +0100 Mobilitätspreis.NRW 2025 https://nrw.vcd.org/startseite/detail/mobilitaetspreisnrw-2025 Der Mobilitätspreis.NRW wird 2025 zum dritten Mal verliehen. Ausgelobt wird der Preis vom Bündnis für Mobilität im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.

Die Auswahl zum Mobilitätspreis.NRW 2025 erfolgt in einem dreistufigen Verfahren: Aus den vielen eingereichten Ideen und Konzepten legte ein Gremium des Ministeriums eine Vorauswahl fest. Eine Fachjury hat daraus fünf Finalprojekte ausgewählt, darunter die Autofreie Siedlung Köln, an deren Mobilitätskonzept der Kölner VCD wesentlich beteiligt war. Nun kann die Öffentlichkeit entscheiden, welches Projekt den Mobilitätspreis.NRW 2025 erhalten soll.

Online-Voting bis zum 8. Dezember

Das Online-Voting läuft bis zum 8. Dezember über die Website www.mobilitaetspreis.nrw. Jede Person darf für einen Favoriten unter den fünf Final-Projekten abstimmen.

Verkehrsminister Oliver Krischer wird die Gewinner-Projekte live beim Mobilitätstag.NRW am 8. Dezember auszeichnen. Der erste Platz erhält 15.000 Euro, Platz zwei wird mit 10.000 Euro und Platz drei mit 5.000 Euro geehrt.

Die Autofreie Siedlung Köln ist unter den TOP5-Finalisten

Im September hatte sich der Bewohnerverein Nachbarn60 mit der Autofreien Siedlung Köln für den „Mobilitätspreis - Innovative Mobilitätsprojekte aus und für NRW gesucht“ beworben.

Kathrin Schmitt, Vorstandsmitglied des Vereins, erläutert das Konzept der Siedlung: „Die Siedlung in Köln wurde so konzipiert, dass hier etwa 1500 Menschen in 440 Wohneinheiten weitgehend ohne Auto, dafür aber mit vielen öffentlichen Plätzen und Wegen zum Begegnen leben können.

In der autofreien Siedlung gibt es zahlreiche Fahrradtiefgaragen sowie leistungsfähige Stadt- und S-Bahnen in der Nähe. Und für den Fall, dass doch einmal ein Auto benötigt wird, gibt es die Quartiersgarage am Rand der Siedlung mit Stellplätzen und einem umfangreichen Car-Sharing-Angebot. 

Dadurch können die meisten Bewohner:innen auf ein eigenes Auto verzichten - das steigert die Aufenthaltsqualität und senkt den CO?-Ausstoß und den Energieverbrauch deutlich.

Die Siedlung zeigt mit ihrem innovativen Lösungsansatz, wie bereits heute eine Mobilität gelebt werden kann, bei der nicht mehr das Auto, sondern der Mensch und alle umweltfreundlichen Verkehrsmittel im Mittelpunkt stehen.“

Ansprechperson:

Hans-Georg Kleinmann (Mitglied im VCD-Vorstand) über info@vcd-koeln.de, mobil: 0163 627 4722

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news-19346 Tue, 11 Nov 2025 09:29:00 +0100 Update: Erfolg für Lärmschutz am Ostwestfalendamm https://nrw.vcd.org/startseite/detail/erfolg-fuer-laermschutz-am-ostwestfalendamm

Offener Brief “100 km/h ist gefährlich!”


Viel Zeit, Arbeitskraft und Finanzmittel auf allen Seiten hat es gekostet. Obwohl das Verwaltungsgericht im Sinne des Lärmschutzes entschieden hatte, hielt sich der Landesbetrieb Straßenbau OWL nicht an das Urteil. Er konnte beim NRW- Verkehrsministerium durchsetzen, dass es das Tempolimit erneut überprüft hat. Das führte zu einer jahrelangen Verzögerung. 

Hat sich der jahrzehntelange Aufwand der Behörden zur Abwehr des Tempolimits gelohnt? Etliche Personalmonate Verwaltungsarbeit, ein verlorenes Gerichtsverfahren, mehrere teure Gutachten. Die Bürgerinitiative gegen Lärm am Ostwestfalendamm hat durch ihr beharrliches Engagement viel erreicht. Sie konnte nachweisen, dass die angeführten Lärmberechnungen viel zu niedrig waren und die Behördenbescheide nicht der Rechtsprechung folgten. Viel Steuergeld wäre erspart geblieben, wenn man schon beim ersten Lärmaktionsplan vor 15 Jahren auf die BürgerInnen eingegangen wäre. Der VCD fragt: Sollte es nicht so sein, dass die Behörden die bestehenden Rechtsvorschriften im Sinne des Gesundheitsschutzes konsequent anwenden? Nun müssen sie verlorengegangenes Vertrauen in ihr neutrales Handeln zurückgewinnen.

        Ein Rückblick:
 

  • seit 1989 gab es eine Bürgerinitiative am OWD. Sie forderte zum Lärmschutz die Herabsetzung des Tempolimits von 100 km/h
  • Nach Jahren erfolgte eine Nachtabsenkung auf 80 km/h, aber nur im Abschnitt vom Tunnel bis Johannistal. Eine feste Geschwindigkeitskontrolle wurde eingerichtet, sie zeigt viel tausend Überschreitungen
  • 2010 Der erste Lärmaktionsplan weist am OWD die sehr hohe Lärmbelastung nach. Trotzdem wird weiter Tempo 100 gefahren. Der Landesbetrieb Straßenbau lehnt Herabsetzung der zulässigen  Höchstgeschwindigkeit ab und begründet das mit eigenen Berechnungen. Sie liegen um 10 Dezibel niedriger als die Belastung, die von der Stadt ermittelt wurde
  • 2016 Dreißig Anliegerinnen und Anlieger stellen bei der Stadt Anträge auf Maßnahmen zum Schutz gegen Lärm am OWD. Die Stadt lehnt sie ab
  • 2017 Die Anlieger lassen die Ablehnungsbescheide beim Verwaltungsgericht Minden überprüfen
  • 2019 Gerichtsverhandlung über die Klage: Die Stadt schwenkt um und ordnet Tempo 80 auf dem gesamten OWD an
  • 2020 Urteil des Verwaltungsgerichts: Tempo 80 zum Lärmschutz ist korrekt; die Stadt muss eine weitere Absenkung (v.a. nachts) prüfen.
      Der Landesbetrieb Straßenbau missachtet jedoch das Urteil und bleibt weiter bei 100 km/h
  • 2022 Die Stadt ordnet erneut Tempo 80, nachts 60 km/h an. Der Landesbetrieb setzt es nicht um. Beim NRW-Verkehrsministerium erwirkt er eine Überprüfung der Anordnung.
  • 2025: Die Bezirksregierung Detmold teilt der Stadt Bielefeld im Juni mit, die Beanstandung gegen die Absenkung nachts auf 60 km/h wird zurückgezogen. Die Stadtverwaltung kann ihre Geschwindigkeitsanordnung von 2022 nun umsetzen.
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