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Nach dem Riedberger Horn - nun der Frankenschnellweg?!

„Der umstrittene Autobahntunnel am Frankenschnellweg wird erst einmal nicht gebaut. Der kreuzungsfreie Ausbau zwischen den Autobahnenden der A 73 würde mehr PKW und LKW-Verkehr in die Städte bringen. Auf den Durchbau der Stadtautobahn wird nun verzichtet. Stattdessen soll für rund 400 Millionen Euro ein neues, stadt- und umweltverträgliches Verkehrskonzept in der Region umgesetzt werden. Dieses Konzept wird gemeinsam mit den betroffenen Städten Nürnberg und Fürth erarbeitet.“

Leider ist diese Meldung (noch) nicht aus der Staatskanzlei bei uns eingegangen. Nach der überraschenden Einsicht des bayerischen Ministerpräsidenten zum Allgäuer Skitourismus erwartet der ökologische Verkehrsclub Deutschland, dass nun das ebenso obsolete mittelfränkische Verkehrsprojekt beerdigt wird. Die Parallelen sind unverkennbar, beide Planungen atmen den Geist des vergangenen Jahrhunderts und sind nicht mehr geeignet, aktuelle Probleme zu lösen.

Insbesondere die schlechte Luft in den Städten wird maßgeblich vom Autoverkehr verursacht. Ein Projekt, das dessen Attraktivität noch steigern soll, weist klar in die falsche Richtung und blockiert die Entwicklung von Alternativen. Wie die Skischaukel, so hat auch der Frankenschnellweg mit erheblichen technischen Problemen und ökologischen Risiken zu kämpfen. Dort rutscht der Hang, hier ist die Standsicherheit einer wichtigen Bahnbrücke gefährdet; dazu kommen noch giftige Altlasten im Bereich an den Rampen, für die es sehr dicke Pampers braucht. Auch die unabsehbaren Kostensteigerungen sind ein wichtiges Argument, sich von dem Projekt zu verabschieden und in zukunftsfähige Lösungen zu investieren.

Es wird sich zeigen, ob der neue Ministerpräsident auch hier den Mut hat, alte Zöpfe abzuschneiden. Wie im Allgäu besteht auch in Franken die Chance, eine Win-Win Situation zu schaffen, die letztendlich allen Bürgern nutzt.

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