Bayern

Bahn & Bus, Pressemitteilung

Tariferhöhungen - den Automatismus durchbrechen!

Der Verkehrsclub Deutschland fordert eine Abkehr von stetig steigenden Fahrkartenpreisen.

„Ein überschaubares Tarifsystem mit attraktiven Angeboten beseitigt eine zentrale Hürde für die Nutzung des ÖPNV“, erläutert Berthold Söder, Sprecher des Kreisverbands Nürnberg. Er verweist auf die als „Wiener Modell“ bekannte Jahreskarte für jedermann für werbewirksame 365 € im Jahr.

Die Hälfte der Wiener Haushalte besitzt inzwischen eine Jahreskarte.Die Nürnberger Lösung eines günstigen Abos ab 9:00 Uhr erreicht dagegen die Masse der Fahrgäste nicht. Das Angebot wurde ja sogar bewusst dahingehend gestaltet, dass es im Berufsverkehr nicht genutzt werden kann. Söder: „Wer eine Verkehrswende will, muss mehr Mut zeigen.“

Auch die Wiener Verkehrsbetriebe standen dem Modell zunächst ablehnend gegenüber, weil sie Einnahmeausfälle befürchteten. Durch die große Zahl an verkauften Abonnements werden diese aber wieder aufgefangen.Allerdings sind aufgrund der großen Nachfrage auch Ausweitungen des Angebots erforderlich – aber nur so sind wirksame Entlastungen im Stadtverkehr zu erreichen.

Söder: „Es ist schlicht unlogisch, dass immer nur die Nutzer des ÖPNV – nicht aber dessen Nutznießer zur Kasse gebeten werden. Ein guter öffentlicher Verkehr sorgt auch für freiere Straßen und erhöht die Lebensqualität in der ganzen Stadt.“Neben den jährlichen Tariferhöhungen muss auch die immer kompliziertere Struktur des VGN Raums grundsätzlich in Frage gestellt werden. Aktuell ist dazu deutschlandweit einiges in Bewegung, etwa die Verkehrsverbünde in Frankfurt, München und Stuttgart vereinfachen gerade ihre Tarifzonen.

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