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VCD unterstützt die Forderungen von Fridays for Future

Der Verkehrsclub Deutschland stellt sich hinter die Forderungen „Nürnberg muss handeln“ der Klimabewegung. Nach einer aktuellen Veröffentlichung des des Umweltbundesamts haben die CO2-Emissionen des Pkw-Verkehrs von 1995 bis 2018 entgegen den deutschen und europäischen Klimazielen sogar um fast 4% zugenommen. Die erreichten technischen Verbesserungen wurden schlicht durch den Verkehrsanstieg überrollt.

In dem Forderungskatalog der Fridays for Future nehmen Verkehrsthemen eine wichtige Rolle ein.

Gerade bei der Gestaltung der Mobilität haben die Kommunen große Gestaltungsspielräume – und hat Nürnberg zuletzt wenig Mut bewiesen. Die Forderungen der FFF sind eine klare Ansage, wie zukunftsfähige Verkehrspolitik aussehen kann und muss.

Prägnantestes Beispiel ist immer noch der geplante kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. Ein sofortiger Stopp der Ausbaupläne steht für die Klimaschützer zu Recht an vorderster Stelle. Im Sinne der notwendigen Verkehrs- und Klimawende muss es darum gehen, das Areal und die gesamte Stadt den Menschen zurückzugeben und die Mobilität möglichst verträglich zu organisieren. Mehr dazu? Siehe unsere Vorschläge einer urbanen Gestaltung der Straßenachse.

Solange die Stadt an dem autobahnmäßigen Ausbau festhält, sind alle Bekenntnisse zum Klimaschutz leere Worthülsen! Hier werden die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt. Eine Stadtautobahn, die frühestens 2032 in Betrieb geht, löst weder heutige noch zukünftige Probleme. Wer es ernst meint mit der Verkehrswende, weiß, dass bis dahin große Teile des heutigen Autoverkehrs ersetzt werden müssen – dann könnte man im Tunnel vielleicht noch regionale Champignons züchten!

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