VCD LV Bayern https://bayern.vcd.org de_DE VCD LV Bayern Thu, 13 Aug 2020 01:35:18 +0200 Thu, 13 Aug 2020 01:35:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-7133 Wed, 05 Aug 2020 21:33:58 +0200 Pressemitteilung zur Verkehrswende in Bamberg https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-zur-verkehrswende-in-bamberg/ Neues Leben auf Bambergs Straßen - Verkehrswende geht alle an

Eine gelungene Verkehrswende hat die Bedürfnisse der Menschen als Ausgangspunkt. Dies vermissen wir in der aktuellen Diskussion, die sich allzu oft nur um den Verkehr als solchen dreht. Bedürfnisse wie Wohnen und die Nutzung der öffentlichen Flächen für soziales Leben werden zu selten berücksichtigt. Selbstverständlich gehören auch Gewerbe und Handel dazu, ebenso wie Ausbildung und Kultur. Und ja, wir brauchen Mobilität, um all dies verbinden zu können. Bei begrenzten Mitteln heißt es dabei, Kompromisse zu schließen und diejenigen Lösungen zu wählen, die die Bedürfnisse insgesamt am besten befriedigen.

Was unternehmen wir als Stadtgesellschaft aber, wenn die bestehenden Lösungen insgesamt nicht mehr befriedigen, insbesondere die Verkehrssituation immer wieder zu Kontroversen führt? Der Stadtrat beschloss 2017 einstimmig das Leitbild und die Ziele für den nächsten Verkehrsentwicklungsplan. Darin sind deutliche Veränderungen enthalten. Die Zahl der Wege, die zu Fuß, Rad oder Bus zurückgelegt werden, soll um etwa 50 % steigen, die Zahl der Wege mit dem KFZ soll um etwa 30 % sinken. Als VCD begrüßen wir, dass DER STADTRAT diesen Beschluss gefasst hat und fordern die Verantwortlichen auf, nun, über zwei Jahre später, endlich gemeinsam mit der Bürgerschaft die Umsetzung anzugehen.

Wir würden begrüßen, wenn die Stadt als einfachste Maßnahme endlich die Vorteile für die Bewohner*innen klar herausstellen und kommunizieren würde:

  • Höhere Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Straßen für lebenswertere Quartiere
  • Höhere Verkehrs- und soziale Sicherheit
  • Sozial gerechtere Mobilität
  • Gesundheitsvorsorge durch bessere Luftqualität weniger Lärm und mehr Bewegung
  • Klimaschutz durch CO2-Einsparung
  • Und besonders in den aktuellen Zeiten knapper privater und öffentlicher Mittel: Niedrigere Mobilitätskosten für die Bürger*innen – und auch für die Stadt!

Die Erfahrung anderer Städte zeigt, dass solch eine Verkehrswende auch für das lokale Gewerbe und insbesondere den Handel vorteilhaft ist. Auch für die Belieferung von Geschäften oder den Transport von Einkäufen gibt es viel bessere Ideen, als dies mit großen Fahrzeugen durchzuführen. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wurden dort oftmals auch zuerst als geschäftsschädigend bekämpft, um anschließend festzustellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Es gibt unzählige Beispiele, wie vermeintlich negative Effekte ins Positive umgekehrt werden konnten. In Bamberg zählen sicher die Fußgängerzone, die Sandstraße und die Gestaltung der Kettenbrücke dazu.

Doch in Bamberg ist noch viel zu wenig Fortschritt zu spüren. „Die Ziele der Stadt können mit der bisherigen Verteilung von Flächen und Finanzen im Verkehrsbereich nicht erreicht werden. Jede Veränderung wird als Angriff auf vermeintliche Besitzstände gewertet und zurückgewiesen. So kann eine Verkehrswende mit ihren positiven Wirkungen nicht erreicht werden“, so Andreas Irmisch vom Verkehrsclub Deutschland, der sich für umwelt- und sozial verträgliche Mobilität einsetzt. „Die Verkehrswende bewegt alle – und für ihr Gelingen müssen sich alle bewegen!“

Erfolgreiche Städte planen ihre Flächen daher so, dass zuerst Fußverkehr und Aufenthaltsqualität bedient werden, danach Rad- und öffentlicher Nahverkehr. Erst dann kommen die Flächen für KFZ-Verkehr. So können die Bedürfnisse insgesamt wesentlich besser befriedigt werden als aktuell. In der aktuellen Pandemiezeit könnte hinzukommen, dass Gastronomie und Gewerbe mehr offene Flächen beanspruchen, um ihre Waren und Leistungen anzubieten. Dies macht deutlich, dass die Flächenverteilung grundlegend überdacht werden muss.

]]>
news-7037 Mon, 20 Jul 2020 22:06:49 +0200 Bergstraße muss Fußwegeachse werden https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/bergstrasse-muss-fusswegeachse-werden/ Völlig unverständlich ist deshalb, dass CSU und SPD jetzt vereinbart haben, dass noch vor Ablauf der beschlossenen Probezeit von der Verwaltung Vorschläge für eine erneute Öffnung der Durchfahrtsmöglichkeiten in der Bergstraße erarbeitet werden sollen. Warum denn? Alle Häuser und Geschäfte können problemlos mit dem Auto erreicht werden. Entlang der Bergstraße und auf dem Albrecht-Dürer-Platz wurde bisher kein einziger Parkplatz umgewidmet. Und dies, obwohl es in unmittelbarer Nähe ein zu Fuß problemlos erreichbares schwach ausgelastetes Parkhaus gibt. Neu hinzugekommen ist außerdem eine große Tiefgarage unter dem neuen Museum an der Augustinerstraße. Es gibt somit keinerlei Mangel an Parkmöglichkeiten.

Die Abstandsregeln zu Coronazeiten erfordern, dass gerade in der Bergstraße den Fußgängern mehr Platz eingeräumt wird, als ihnen im Moment mit den schmalen verwinkelten Gehsteigen zugestanden wird. Dies ist vor allem auch wichtig, wenn der Tourismus in unserer Stadt wieder in Gang kommen soll. Der VCD Nürnberg fordert deshalb die vorhandenen Parkplätze entlang der Bergstraße und am Albrecht-Dürer-Platz ersatzlos einzuziehen und den gesamten Bereich zu einer verkehrsberuhigten Zone zu erklären. Auf keinen Fall darf es zu einer erneuten Öffnung für den Durchgangsverkehr kommen!

Damit würde nicht nur an einer entscheidenden Stelle der im Moment unbedingt nötige Platz für Fußgänger geschaffen. Auch nach Ende der Pandemie entstünde eine sehr attraktive Fußwegeachse vom Hauptmarkt über den Augustinerhof und den Weinmarkt hinauf zum Tiergärtner Tor und zur Burg. Vor allem zusammen mit der künftigen Promenade zum Hallertürlein wäre dies auch eine wesentliche Verbesserung für alle Bewohner.

]]>
news-7034 Sat, 18 Jul 2020 08:49:28 +0200 Innovation statt Autobahn https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/innovation-statt-autobahn/ Das hat natürlich Auswirkungen auf die Mobilitätsbedürfnisse. Wenn Pendler zumindest nicht mehr jeden Tag an ihren Arbeitsplatz fahren oder zeitlich flexibler sind, werden die Verkehrsspitzen deutlich abgemildert werden. Wer fährt dann schon freiwillig zur Rush-Hour?

Andererseits stehen Stadt und Land vor großen Herausforderungen, was die Bewältigung der Coronafolgen und der damit verbundenen Einnahmeausfälle angeht. Da scheint es nachgerade absurd, wenn man für 700 Mio. Euro den Frankenschnellweg ausbauen will, nur um tägliche 1,5h Stau zu verringern. Stau, den es durch die Verbreitung innovativer Arbeitskonzepte bald gar nicht mehr geben muss.

]]>
news-7008 Wed, 15 Jul 2020 12:04:54 +0200 Kein Mammut- sondern Dinosaurierprojekt https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/kein-mammut-sondern-dinosaurierprojekt/ Der einzige Grund für das Bauwerk, das mindestens 700 Mio. Euro verschlingen soll, ist ein von der Zeit längst überholtes „Haben wir schon immer gewollt.“ Alles andere ist vorgeschoben und bei genauer Betrachtung leicht zu durchschauen. Was da geplant ist, ist aber kein Mammutprojekt, sondern ein verkehrspolitischer Dinosaurier. Während weltweit Städte an Lösungen arbeiten, den Autoverkehr zu reduzieren, will Nürnberg ihn weiter hofieren. Das ist weder stadtplanerisch, noch haushaltstechnisch oder gar klimapolitisch verantwortbar.

Wer es ernst meint mit der Verkehrswende, sollte 2020 andere Gedanken haben, als sich an ein verlorenes Projekt zu klammern.

]]>
news-6995 Fri, 10 Jul 2020 20:49:29 +0200 Ferienaktion "Mein bester Weg" https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/ferienaktion-mein-bester-weg/ In der Corona-Zeit ist alles anders als üblich. Auch in den Ferien. Der Urlaub der Eltern ist oft schon aufgebraucht, es gibt kaum Ferien- und Sportprogramme. Schulfreie Tage sind auch nichts Besonderes mehr. Das könnte ganz schön langweilig werden.

Unser Vorschlag: Selbsthilfe in Gruppen.

Am einfachsten ist es, sich selbst mit anderen zusammenzuschließen. Vielleicht andere Kinder mitnehmen und im Wechsel die eigenen Kinder mitnehmen lassen. Möglicherweise hilft ein Verein bei der Organisation von Gruppen. Jugendliche können sich auch selbst zusammenschließen. Und dann?

Unser Vorschlag: Geografie live.

Warum nicht unsere Region genauer entdecken, weil keine weite Anfahrt nötig ist? Neue Wege suchen und finden, ein Ziel ansteuern ohne zum Auto zurück zu müssen: Wandern mit dem ÖPNV in der Region Landshut. Das Ganze wirklich selbst erleben, sich orientieren und mit Hilfe von Handy bzw. Karten den "besten Weg" finden.

So funktioniert die Ferienaktion:

Jede Gruppe bzw. Familie plant ihr eigenes Touren-Projekt an selbst gewählten Tagen. Dazu geben die einzelnen Seiten der Homepage www.wandern-oepnv-landshut.de verschiedene Anregungen.

Aktive Gruppen können sich mit Fotos, Berichten, Wegbeschreibungen bzw. dem Eintragen ihrer Tour in Outdoor-Active an der Verbesserung dieser Website beteiligen und so an der Verlosung von Preisen bei der Jahreshauptversammlung des VCD teilnehmen.

Es gibt Einkaufs- und Erlebnis-Gutscheine zu gewinnen.

]]>
news-6961 Sun, 05 Jul 2020 12:26:32 +0200 3. Nürnberger PopUp Radspur ein voller Erfolg - Lückenschluss in Bayreuther Straße überfällig https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/3-nuernberger-popup-radspur-ein-voller-erfolg-lueckenschluss-in-bayreuther-strasse-ueberfaellig/ PopUp-Radspuren sind kein Selbstzweck und auch kein Instrument, um Autofahrer zu ärgern. Mit ihnen können wir kurzfristig das erreichen, was über Jahre und Jahrzehnte versäumt wurde.

Während in Berlin die Devise gilt: „Eine Woche Planen, eine Woche Umsetzen“, tut sich Nürnberg noch schwer damit, sich auf solche Lösungen einzulassen. “Der Charme des Provisoriums ist ja gerade, dass man noch korrigieren kann, wenn etwas nicht wie erwartet läuft,” spricht der VCD den Verkehrsplanern Mut zu: „Mit der Aktion an der Bayreuther Straße haben wir gezeigt, was mit wenig Aufwand möglich ist.“ Viele zufällig vorbeikommende Radler haben das Angebot begeistert genutzt. Auch im Autoverkehr ist es nicht zu Stauungen gekommen.

Zwischen dem viel genutzten Radweg am Stadtpark, der neuen Fahrradstraße Rennweg und dem Rathenauplatz mit Verbindungen zu den Hochschulen und in die Altstadt müssen sich Radfahrer normalerweise auf der zweispurigen Hauptstraße zwischen schnellem Kfz-Verkehr und (z.T. illegal) parkenden Autos ihren Platz erkämpfen. Nicht wenige fühlen sich da auf dem Gehsteig sicherer – gefährden dort aber ihrerseits die Fußgänger.

Gerade in Coronazeiten hat der Radverkehr noch an Bedeutung gewonnen: Jede Fahrt, die mit dem Rad unternommen wird, stärkt das Immunsystem und ist aktiver Gesundheitsschutz. Viele Menschen haben in der Coronazeit das Fahrrad für sich als Verkehrsmittel entdeckt. Gleichzeitig belegen viele Studien, dass Luftverschmutzung u.a. durch Kfz-Abgase die Sterberate deutlich erhöht. Daher braucht es rasch sichere und attraktive Wege mit ausreichend Raum, um Abstand zu halten.

]]>
news-6906 Fri, 19 Jun 2020 11:42:56 +0200 Fast 4.500 Menschen fordern sichere Radspuren - Nürnberger Politik zu zaghaft und zu zögerlich https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/fast-4500-menschen-fordern-sichere-radspuren-nuernberger-politik-zu-zaghaft-und-zu-zoegerlich/  

Denn das Rad gilt als das Verkehrsmittel der Stunde: Die Ansteckungsgefahr ist an der frischen Luft und aufgrund des Abstands geringer als im Öffentlichen Verkehr. Viele Menschen haben in der Coronazeit das Fahrrad für sich als Verkehrsmittel entdeckt. Gleichzeitig belegen viele Studien, dass dreckige Luft die Sterberate deutlich erhöht. Radverkehr verursacht im Gegensatz zum Autoverkehr weder Treibhausgase noch Luftschadstoffe. 

Allerdings klaffen im Nürnberger Radwegenetz gefährliche Lücken und viele Wege sind zu schmal, um den vorgegebenen Mindestabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einzuhalten. Bevor sich die Radler auf ihren Wegen drängen, sollte der verfügbare Platz sinnvoll genutzt werden. Städte wie Berlin, Stuttgart, Düsseldorf und auch München haben es vorgemacht und gezeigt, wie solche ‚Pop-up Bikelanes‘ aussehen können. Sie schaffen eine sichere sowie attraktive Radinfrastruktur und bieten somit einen Anreiz vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Deswegen hat der VCD Kreisverband eine Onlinepetition ins Leben gerufen, die inzwischen fast 4.500 Unterstützer gefunden hat.

Die vom Verkehrsausschuss jetzt beschlossene Fahrradspur auf einem Teilabschnitt der Rothenburger Straße ist ein sinnvoller erster Schritt, dem aber rasch weitere folgen müssen. Sonst drängt sich der Verdacht einer Alibistrecke auf. Pop-Up Radspuren sind aber kein Selbstzweck, sondern können eine rasche Verbesserung an kritischen Stellen schaffen. Dies ist auch kurzfristig zur Gefahrenabwehr erforderlich!

Der VCD fordert vor allem Lückenschlüsse, die rasch ein attraktives Gesamtnetz für den Radverkehr schaffen. So sieht er in der Petition u.a. für folgende Strecken dringenden Handlungsbedarf:

  1. Bayreuther Straße zwischen Rathenauplatz und Nordostbahnhof auf beiden Seiten, da die vorhandene Infrastruktur lückenhaft und unsicher ist.
  2. Entlang des gesamten Altstadtrings, da dort viele Menschen mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs sind und es immer wieder eng wird.
  3. Am Plärrer, dort fehlen an vielen Stellen Radverkehrsanlagen komplett oder die bestehenden Anlagen führen zu Konflikten mit dem Fußverkehr. Von den vielen Fahrspuren für den Autoverkehr kann problemlos je eine umgewidmet werden.
  4. Rothenburger Straße zwischen Oberer Kanalstr. und Fuggerstraße. Hier muss vor allem im Bereich der Bahnunterführung mehr Raum durch Umwidmung einer Kfz-Spur geschaffen werden. Die bereits geplante Maßnahme sollte dringend umgesetzt werden.
  5. Fürther Straße auf ganzer Länge, da der Radweg - wo vorhanden - keine ausreichende Breite und Sicherheit bietet. Die Stadt Fürth denkt bereits über eine Radspur auf der Nürnberger Straße nach.
  6. Maximilianstr. zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Fürther Straße. Hier wäre auch eine gemeinsame Umweltspur für Busse und Radverkehr zu überlegen.

Der VCD erkennt zwar an, dass kurzfristig sichere Lösungen an Kreuzungen schwieriger sind als auf der freien Strecke. Er kann die daraus gezogenen Schlüsse aber nicht nachvollziehen: Das kann doch nicht ernsthaft der Grund sein, dann die Verhältnisse entlang der Straße nicht trotzdem zu verbessern? Andere Städte schaffen es ja schließlich auch. Und auch für Kreuzungen gibt es Lösungen, zumal es unsicherer als der Status quo gar nicht werden kann.

Im Wahlkampf hatten sich alle Parteien die Förderung des Radverkehrs auf ihre Fahnen geschrieben. Dafür ist jetzt der Moment! Anstatt sich auf dem heutigen Beschluss auszuruhen, ist die Stadt daher gefordert, die Bedingungen für Radler rasch und möglichst flächendeckend weiter zu verbessern. Dabei darf es ruhig auch etwas mehr Mut zu Provisorien sein – in einer Krise ist schnelles Handeln gefragt.

]]>
news-6885 Wed, 17 Jun 2020 21:44:36 +0200 VCD begrüßt 365 Euro-Ticket https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-begruesst-365-euro-ticket/ Ein attraktives Grundangebot für den öffentlichen Nahverkehr kann zudem dazu beitragen, dass derzeitige Fahrkartenchaos zu vereinfachen. Wenn jedeR zum günstigen Preis fahren kann, erübrigen sich viele Sondertarife. Wir sind überzeugt, dass sich viele Haushalte so eine Karte zulegen werden, einfach um bei Bedarf unkompliziert mobil zu sein. Damit wird ein Teil der Kosten schon durch zusätzliche Kunden aufgewogen.

Das 365 Euro-Ticket für Nürnberg kann aber nur ein erster Schritt zur Verkehrswende sein. Der VCD fordert, den Geltungsbereich auf die gesamte Städteachse auszudehnen. Die aus den Nachbarstädten und -landkreisen zu vernehmenden Signale stimmen zuversichtlich, dass Nürnberg tatsächlich zur Modellregion werden kann.

Zusätzlich zum günstigen Fahrpreis muss natürlich auch das Angebot stimmen. Der Öffentliche Nahverkehr muss an vielen Stellen noch deutlich ausgebaut werden. Dies zeigt auch das Beispiel Wien, wo nach Einführung eines 365 Euro-Tickets stetig die Kapazitäten erhöht und das Netz erweitert werden. Der VCD erinnert auch an die zweite Säule des Wiener Modells: An den echten Kosten orientierte Parkgebühren machen den ÖPNV zusätzlich attraktiv und schaffen nebenbei auch weitere Einnahmen für die Kommune.

]]>
news-6818 Mon, 01 Jun 2020 11:26:32 +0200 Realitäten anerkennen - U-Bahnamt auflösen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/realitaeten-anerkennen-u-bahnamt-aufloesen/ Die U-Bahn ist zweifellos ein leistungsfähiges und schnelles Verkehrsmittel. Sie eignet sich aber wenig für die flächenhafte Erschließung einer Stadt in der Größe Nürnbergs. Bei uns muss man zu oft umsteigen, da die 2 ½ U-Bahnlinien eben nur bestimmte Korridore bedienen können. Auf diese wird aller Verkehr gezogen. Eine umsteigefreie Straßenbahnfahrt kann aber deutlich attraktiver sein. Da unterwegs Wege- und Wartezeiten entfallen, ist auch die Reisezeit konkurrenzfähig. Hier gibt es noch erheblichen Ausbaubedarf!

Wenn die Experten zum wiederholten Mal erklären, dass es im Stadtgebiet einfach keine wirtschaftlichen U-Bahnen mehr geben wird, so müssen diese Signale gehört werden. Wenn die teure Verlagerung in den Untergrund nicht geht, so muss der Verkehrsraum an der Oberfläche neu verteilt werden. Gut gestaltet kann dies zum Gewinn für alle werden. Vor allem: Ein Kilometer Straßenbahn kostet nur ca. 20% von einem Kilometer U-Bahn.

Der VCD fordert die Stadtspitze auf, das von der Zeit überholte U-Bahnbauamt aufzulösen oder in ein breiter aufgestelltes Schienenausbauamt zu überführen. Es kann nicht angehen, das hier Projekte erfunden werden, nur um ein Amt zu beschäftigen, während anderswo die Planungskapazitäten fehlen.

Die Methodik der Standardisierten Bewertung kann sicher diskutiert werden. Aber auch auf dieser aktuell gültigen Fördergrundlage gibt es im Stadtgebiet etliche Ausbaumaßnahmen, die man längst hätte angehen können. Allen voran wird der Stadt von ihren Gutachtern seit den 1990er Jahren eine Straßenbahn durch die Altstadt empfohlen. Im seit 2012 in der Schublade liegenden Nahverkehrsentwicklungsplan wird für die Verbindung zwischen Hallertor und Laufer Tor ein überragender Nutzenfaktor von über 4,0 prognostiziert.

Statt sich weiter als glücklose Maulwürfe zu versuchen, sollten die Stadträte am Boden bleiben und das Naheliegende tun.

]]>
news-6741 Fri, 15 May 2020 15:16:46 +0200 Petition: PopUp BikeLanes für Nürnberg! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/petition-popup-bikelanes-fuer-nuernberg/ Deswegen fordert der VCD Nürnberg ihre Errichtung auch in unserer Stadt. Am dringendsten ist der Abschnitt zwischen Rennweg und Rathenauplatz auf der Bayreuther Straße. Er schließt eine Lücke ohne Fahrradweg und setzt eine ohnehin geplante Maßnahme schneller um. Wir fordern in einer Online-Petition schnelles Handeln der Verantwortlichen um den neuen Oberbürgermeister Marcus König.

Weitere wichtige Maßnahmen wären:

  1. Entlang des gesamten Altstadtrings, da dort viele Menschen mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs sind und es immer wieder eng wird.
  2. Am Plärrer, dort fehlen an vielen Stellen Radverkehrsanlagen komplett oder die bestehenden Anlagen führen zu Konflikten mit dem Fußverkehr. Von den vielen Fahrspuren für den Autoverkehr kann problemlos je eine umgewidmet werden.
  3. Bayreuther Straße zwischen Rennweg und Nordostbahnhof auf beiden Seiten, da die vorhandene Infrastruktur lückenhaft und unsicher ist.
  4. Rothenburger Straße zwischen Oberer Kanalstr. und Fuggerstraße. Hier muss vor allem im Bereich der Bahnunterführung mehr Raum durch Umwidmung einer Kfz-Spur geschaffen werden. Die bereits geplante Maßnahme sollte dringend umgesetzt werden.
  5. Fürther Straße auf ganzer Länge, da der Radweg - wo vorhanden - keine ausreichende Breite und Sicherheit bietet.
  6. Maximilianstr. zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Fürther Staße. Hier wäre auch eine gemeinsame Umweltspur für Busse und Radverkehr zu überlegen.

Darüber hinaus sollten im gesamten Stadtgebiet diese und andere Maßnahmen geprüft werden, um kurzfristige Verbesserungen für den Radverkehr zu erzielen.

]]>
news-6701 Thu, 07 May 2020 21:41:52 +0200 Verkehrspolitik in Zeiten von Corona https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrspolitik-in-zeiten-von-corona/ Sehr geehrte Frau Stadträtin, sehr geehrter Herr Stadtrat!

Der ökologische Verkehrsclub VCD möchte wendet zu Beginn Ihrer neuen Amtsperiode mit einem dringlichen Anliegen an Sie:

In Nürnberg gab es in letzter Zeit eine Reihe guter und sinnvoller erster Schritte in Richtung Verkehrswende: In der Altstadt gab es Verkehrsberuhigungen - wenn auch nur probehalber -, ein Parkraumbewirtschaftungskonzept wurde beschlossen, mehr Geld für den Radverkehr und die Tariferhöhungen für den ÖPNV dieses Jahr ausgesetzt.

Dies reicht zwar bei Weitem nicht aus für einen klimaverträglichen und nachhaltigen Stadtverkehr. Aber der Wille wurde sichtbar, umweltverträgliche Verkehrsmittel stärker zu fördern und nicht mehr nur einseitig den Autoverkehr zu bevorzugen. Aber jetzt könnten diese guten Ansätze zunichte gemacht werden. Sicher ist man vor Ansteckung im eigenen Auto besser geschützt als in einer überfüllten U-Bahn. Aber trotzdem wäre es fatal, wenn jetzt wieder die Innenstadt verstärkt und zu Lasten der Fußgänger und Radfahrer durch Autoverkehr geflutet werden würde. Nach wie vor reichen weder die Straßenflächen noch die Parkplätze aus, um dann den Ansturm zu bewältigen. Das kann im urbanen Raum auch nie der Fall sein.

Man darf auch die Schadstoffproblematik nicht vergessen: Es darf nicht sein, dass die geringen Verbesserungen durch die NO2-Belastung wieder zunichte gemacht werden. Und aus Bergamo und New York weiß man, dass die Feinstaubbelastung maßgeblich zu einer Verschlimmerung der Folgen einer Corona-Erkrankung beiträgt. In Fachkreisen wird sogar diskutiert, ob sich damit nicht auch die Ansteckungsgefahr erhöht. Die geltenden Feinstaubgrenzwerte sind viel zu hoch angesetzt; auch wenn diese in Nürnberg eingehalten werden, ist es aus Gründen der Gesundheitsfürsorge erforderlich, diese weiter zu drücken.

Nürnberg darf nicht erneut mehr Autoverkehr zulassen. Im Gegenteil: Es hängt viel davon ab, dass die Menschen auch in nächster Zeit verstärkt auf umweltverträgliche Verkehrsmittel umsteigen. Überfüllte öffentliche Verkehrsmittel sind - bereits ohne Corona - ein Problem! Dem muss man vor allem durch ein erweitertes Angebot begegnen. Natürlich kostet das Geld. Schon aus sozialen Gründen sind Tariferhöhungen aber keine Option. Der ÖPNV erzeugt einen hohen Nutzen für die gesamte Stadt und muss aus anderen Töpfen finanziert werden.

Überfüllte öffentliche Verkehrsmittel kann man besonders auch durch gezielte Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs vermeiden. Gerade jetzt brauchen diese deutlich mehr Platz, um den nötigen Abstand wahren zu können und um ein zügiges Vorankommen zu ermöglichen. Viele Städte auf der ganzen Welt (Berlin, Wien, Brüssel, Mailand, New York, Paris etc.) zeigen, wie man schnell und günstig mehr Platz schaffen und den Fuß- und Radverkehr fördern kann. Provisorische Lösungen können dabei auch als Versuch für langfristige Lösungen genutzt werden.

Die geplante verbesserte Förderung des Radverkehrs darf nicht den aktuell knappen Kassen zum Opfer fallen. Im Gegenteil: die Haushaltsmittel für nachhaltige und gesunde Mobilität müssen gerade jetzt erhöht werden. Aber vor allem ist in den zuständigen Ämtern für Personal zu sorgen, damit zügig geplant und umgesetzt werden kann.

Wir sind guter Dinge, dass der neue Stadtrat und die Stadtregierung so weitsichtig sein werden, die Verkehrspolitik der nächsten Jahre an diesen Prämissen auszurichten. Niemand, der sich ernsthaft mit Verkehrsproblemen befasst, kann Tendenzen "zurück ins Auto" befürworten. Daran wird der neue Stadtrat sich in den nächsten 6 Jahren messen lassen müssen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei.

]]>
news-6580 Fri, 24 Apr 2020 09:45:57 +0200 Saubere Luft statt heißer Reifen am Dutzendteich https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/saubere-luft-statt-heisser-reifen-am-dutzendteich/ Kinder dürfen nicht auf ihre Spielplätze, die Großeltern im Pflegeheim müssen verzweifelt alleine bleiben und man darf noch nicht einmal die nächsten Verwandten besuchen? Niemand weiß, wann diese Einschränkungen gelockert werden können, aber mindestens bis Anfang Mai wird dies so bleiben. Jegliche Veranstaltungen sind untersagt, selbst das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ist faktisch außer Kraft.

Und in diese Situation will ein Motorsportclub eine Sondererlaubnis für ein Autorennen im Sommer? Ein „Event“, für das große Teams aus dem In- und Ausland einreisen müssten. Auch ohne Zuschauer ergeben allein Fahrer und Monteure die Menschenmenge einer mittleren Großveranstaltung, bei der es garantiert nicht die nötigen Mindestabstände geben kann.

Die im Bündnis Nürnberg for Future organisierten Umwelt- und Klimainitiativen respektieren, dass es zur Eindämmung der Corona-Pandemie Beschränkungen unserer Freiheitsrechte geben muss. Gerade deshalb können wir nicht verstehen, warum eine Ausnahmegenehmigung ausgerechnet für ein Autorennen erteilt werden sollte. Es sollte unstrittig sein, dass unmittelbar und mittelbar auch heute schon durch die für das Klima schädlichen Handlungsweisen jährlich weit mehr Menschen sterben, als dies durch Corona der Fall ist. Dazu gehören auch Autorennen! Frank Braun vom Verein BluePingu: „Der Norisring ist zur Bewältigung der Krise sicher nicht systemrelevant und trägt ganz im Gegenteil mittelbar zum Verlust von Leben bei.“ 

Wenn wir es wirklich ehrlich meinen mit unserer Sorge um das Leben unserer Mitbürger*innen, darf dieses Rennen nicht stattfinden!

Weitere gute Gründe, dass dieses Rennen heuer keinesfalls stattfinden darf: 

  • Das dann abgesperrte Gelände am Dutzendteich wird dringend als Naherholung gebraucht, vor allem, solange weiter entfernt liegende Erholungsgebiete wegen der Mobilitäts­einschränkungen unerreichbar sind. 
  • Viele Familien und Heimbewohner sind auf Ihre Zimmer und Wohnungen angewiesen und könnten nicht ausweichen. Bisher sind viele Nürnberger*innen bewusst am Renn-Wochenende dem Dauerlärm entflohen. Urlaub wird diesen Sommer aber so gut wie nicht möglich sein.
  • Die Schwere eine Corona-Erkrankung und das damit verbundene Todesrisiko, hängt auch mit der Stärke der Luftverschmutzung zusammen. Dies mussten Wissenschaftler*innen anhand der in Bergamo und in den USA gemessenen Werte feststellen. Vor allem NO2 und Feinstaub scheinen einen großen Einfluss zu haben. Und da wollen einige Uneinsichtige nur zum Spaß die Luft mit noch mehr Abgasen und Bremsabrieb „bereichern“?
  • Es wird mit Sicherheit Zaungäste, Hobbyfotograf*innen und sonstige Interessierte geben, die eine ständige Polizeiüberwachung des Geländes notwendig machen. Das Risiko von Versammlungen und die möglichen Polizeimaßnahmen sind unnötig und nicht zielführend in der Corona-Zeit. 

„Der Autoverkehr hat bei uns eine viel zu hohe Bedeutung, er muss dringend reduziert werden“, so Berthold Söder vom Verkehrsclub Deutschland: „‚Autofahren nur zum Spaß‘ ist mit einer aus Umwelt- und Klimagründen dringend notwendigen Verkehrswende unvereinbar.“ Das Bündnis Nürnberg for Future appelliert daher an die Verantwortlichen, auch und gerade angesichts der Corona-Krise die Prioritäten für die Stadtbewohner*innen, für die städtische Umwelt und den Klimaschutz richtig zu setzen.

]]>
news-6554 Thu, 16 Apr 2020 12:22:25 +0200 Solidarische Mobilität während der Krise https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/solidarische-mobilitaet-waehrend-der-krise/ Die Zahl der Radfahrer und Fußgänger steigt derzeit: Viele versuchen nun, Busse und Bahnen zu meiden. Als Alternative für Strecken bis 20 Kilometer entdecken Viele das Fahrrad neu. Kurze Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Gleichzeitig ist es ein Bedürfnis der Menschen, ab und zu die eigenen vier Wände zu verlassen. Für viele Sportler sind Laufen und Radfahren nun die einzigen verbliebenen Trainingsmöglichkeiten.

Der Verkehrsclub Deutschland appelliert daher an alle Autofahrer, beim Parken verstärkt Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer zu nehmen. Wenn die Fuß- und Radwege zugeparkt sind, können die erforderlichen Mindestabstände bei Begegnungen nicht eingehalten werden. Erneut zeigt sich, dass viele Wege ohnehin zu schmal geplant wurden.

Das in Nürnberg von Bürgermeister Vogel verfügte Aussetzen von Parkgebühren hält der VCD für ein falsches Signal. Auch wenn derzeit die Umweltbelastung durch den Verkehr deutlich geringer ist, sollte auch die soziale Komponente nicht vernachlässigt werden. Der VCD lehnt daher eine einseitige Förderung für Autofahrer ab: Sichere Mobilität muss für alle gleichermaßen gewährleistet werden.

Positive Beispiele zeigen, dass Alltagsmobilität auch in der Krise jenseits des Autos sicher und komfortabel funktioniert: So können z.B. in Augsburg und im Ruhrgebiet die Leihräder die erste halbe Stunde kostenfrei genutzt werden. In Berlin werden nun weniger genutzte Fahrspuren zu Pop-Up Radspuren umgewidmet, um dem steigenden Radverkehr angemessenen Raum zu bieten. Der alternative Verkehrsclub bedankt sich ausdrücklich bei der VAG und ihren Mitarbeitern, die den Betrieb weiter mit gutem Takt aufrecht erhalten. Damit ist meist ausreichend Platz in den Fahrzeugen.

Mit Blick auf die Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen gilt es, die vielfältigen Angebote und kurzen Wege in Stadt und Region so gut wie irgend möglich zu erhalten. Kleine Betriebe, Läden, Gastronomie, aber auch Kulturstätten kämpfen ums Überleben. Jeder sollte prüfen, wie er seinen Teil beitragen kann: Viele Produkte können geliefert werden, Speisen werden zum Mitnehmen angeboten und Gutscheine sorgen schon jetzt für dringend benötigte Einnahmen. Kleinräumiges Wirtschaften trägt auch zur Vermeidung langer Transportwege bei. Der VCD empfiehlt daher: Kaufen Sie jetzt möglichst lokal ein, damit Sie es auch morgen wieder tun können.

]]>
news-6113 Tue, 10 Mar 2020 15:10:03 +0100 VCD unterstützt die Forderungen von Fridays for Future https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-unterstuetzt-die-forderungen-von-fridays-for-future/ In dem Forderungskatalog der Fridays for Future nehmen Verkehrsthemen eine wichtige Rolle ein.

Gerade bei der Gestaltung der Mobilität haben die Kommunen große Gestaltungsspielräume – und hat Nürnberg zuletzt wenig Mut bewiesen. Die Forderungen der FFF sind eine klare Ansage, wie zukunftsfähige Verkehrspolitik aussehen kann und muss.

Prägnantestes Beispiel ist immer noch der geplante kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. Ein sofortiger Stopp der Ausbaupläne steht für die Klimaschützer zu Recht an vorderster Stelle. Im Sinne der notwendigen Verkehrs- und Klimawende muss es darum gehen, das Areal und die gesamte Stadt den Menschen zurückzugeben und die Mobilität möglichst verträglich zu organisieren. Mehr dazu? Siehe unsere Vorschläge einer urbanen Gestaltung der Straßenachse.

Solange die Stadt an dem autobahnmäßigen Ausbau festhält, sind alle Bekenntnisse zum Klimaschutz leere Worthülsen! Hier werden die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt. Eine Stadtautobahn, die frühestens 2032 in Betrieb geht, löst weder heutige noch zukünftige Probleme. Wer es ernst meint mit der Verkehrswende, weiß, dass bis dahin große Teile des heutigen Autoverkehrs ersetzt werden müssen – dann könnte man im Tunnel vielleicht noch regionale Champignons züchten!

]]>
news-5767 Mon, 13 Jan 2020 20:56:00 +0100 Menschenwürde wiederherstellen! Vom Umbau kaputter Hauptverkehrsstraßen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/menschenwuerde-wiederherstellen-vom-umbau-kaputter-hauptverkehrsstrassen/ Aber auch dort wird gewohnt, gearbeitet und halten sich Menschen im öffentlichen Raum auf. Diese Straßen sind mehr als reine Verkehrswege, sie sind wichtige Adern im Stadtkörper. Historische Bedeutung und aktuelle Nutzungsvielfalt kommen hier zusammen. Eine lebendige Stadt der kurzen Wege kann nur gelingen, wenn die Dominanz des motorisierten Kfz-Verkehrs gebrochen wird. Die Flächen müssen gerecht neu verteilt werden, denn sie gehören allen Menschen in der Stadt!

Gut hundert interessierte Zuhören waren bei unserer Veranstaltung mit Prof. Dr. Heiner Monheim. Vor dem Vortrag gab der Verkehrsexperte – und Mitgründer des VCD – ein Interview für Radio Z, das Sie hier nachhören können.

 

]]>
news-5576 Fri, 22 Nov 2019 19:45:35 +0100 Mobilität anders denken https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/mobilitaet-anders-denken/ <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/nqs-qGgV8pw" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>

]]>
news-5407 Sat, 19 Oct 2019 11:13:00 +0200 Autobahn statt Verkehrswende - Nicht mit uns! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/autobahn-statt-verkehrswende-nicht-mit-uns/ Die Anhörung über die Einwände zu den geänderten Tunnelplänen und die vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie soll nicht öffentlich stattfinden. Wir werden aber zu Beginn beantragen, die Öffentlichkeit zuzulassen. Wir hoffen, dass wir zumindest erreichen, dass Pressevertreter für die Berichterstattung eingelassen werden.

]]>
news-5333 Thu, 19 Sep 2019 21:51:00 +0200 Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist keineswegs in „trockenen Tüchern“ https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/der-ausbau-des-frankenschnellwegs-ist-keineswegs-in-trockenen-tuechern/ Nürnberg hat eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) vorgelegt, die in vielen Punkten mangelhaft ist, wie zum Beispiel auch die Stadt Fürth eingewandt hat. Diese Prüfung betrifft das Gesamtprojekt.

Ein Beispiel: Es ist auch nach offzieller Planung ausgeschlossen, dass der Ausbau des Frankenschnellwegs vor 2030 abgeschlossen werden kann, selbst wenn jetzt trickreich ein Baurecht für den ersten Abschnitt geschaffen werden würde. Aber aller Voraussicht nach wird es deutlich länger dauern. Die Verkehrsprognose, die dieser UVS zugrunde liegt, reicht aber bei weitem nicht lange genug in die Zukunft, um die Auswirkungen seriös abschätzen zu können.

Die vorgelegte Planung ist somit bisher nicht genehmigungsfähig und in höchstem Maße angreifbar.

Obwohl der vorgelegte Vergleich keinerlei verbindliche Zusagen enthält, sondern nur Absichtserklärungen und Prüfversprechen, will also der BN das Projekt jetzt durchwinken. Die einzig rechtsverbindliche Klausel im ausgehandelten Vergleich verbietet ihm, die berechtigten Einwände im erweiterten Planfeststellungsverfahren weiter zu verfolgen. Es ist absurd, wenn beide Seiten versuchen, dass auch noch als Erfolg zu verkaufen.

Es gibt neben dem BN aber noch weitere Personen und Organisationen wie beispielsweise den Verkehrsclub Deutschland, die ihre Einwände nach wie vor aufrecht erhalten.

Weshalb dann jetzt eine Vereinbarung, solange die aktuelle Planung noch weit vom Baurecht entfernt ist? Weshalb wartet man nicht zumindest das Anhörungsverfahren ab, bevor man sich über weitere Schritte einigt?

Geht es jetzt nur darum, das Thema vor den Stadtratswahlen abzuräumen? Es ist ja auch peinlich: Einerseits kämpfen Jugendliche für eine Klimapolitik, die auch eine schnelle Verkehrswende zum Inhalt haben muss. Und andererseits wollen uneinsichtige „alte Männer“ ernsthaft jetzt noch eine Autobahn quer durch die Stadt bauen. Bis diese fertig gestellt ist, müssen wir Alle eine Verkehrswende geschafft haben, die den Autoverkehr deutlich reduziert!

Die aktuellen Probleme am Frankenschnellweg kann man auch ohne Ausbau lösen: Sowohl ein Lärmschutz, als auch Fahrradwege sind  auch ohne Tunnel realisierbar.

Der VCD Nürnberg fordert alle Beteiligten auf, eine Denkpause einzulegen und vor den Stadtratswahlen keine weiteren Schritte mehr einzuleiten, die einen Baubeginn ermöglichen sollen.

]]>