VCD LV Bayern https://bayern.vcd.org de_DE VCD LV Bayern Mon, 17 Jan 2022 20:45:07 +0100 Mon, 17 Jan 2022 20:45:07 +0100 TYPO3 EXT:news news-9920 Sat, 15 Jan 2022 14:00:00 +0100 VCD und BüSO „feiern“ das 6,8 Millionen-Euro-Grab: das Parkhaus am TechCampus https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-und-bueso-feiern-das-68-millionen-euro-grab-das-parkhaus-am-techcampus/ Direkt neben der Tech-Base am Galgenberg, in der Franz-Mayer-Straße, baut die Stadt Regensburg ein Parkhaus mit 377 Stellplätzen, der VCD Regensburg und der Bürgerverein Süd-Ost fragen sich wofür?
Die Grube für das 6,8 Millionen-Euro-Grab ist schon ausgehoben. Das angrenzende Wohngebiet, hinter dem Grünkorridor Brixen-Park, wird von der Stadt trotz Entwicklung zu einem Wohngebiet als Mischgebiet behandelt, somit ist auch eine rechtliche Grundlage für
höhere Lärmimmissionen geschaffen. Aber es gibt aus der Sicht vieler Bürger und des VCD keine ausreichende Nutzung für das große Parkhaus.

Direkte Anwohner gibt es nicht, sind relativ weit weg oder benötigen keinen gebührenpflichtigen Parkplatz in einem Parkhaus. Rund um das Parkhaus gibt es nur große Bürohäuser, meist Softwareunternehmen, die alle gerade neu gebaut haben und entsprechend viele Stellplätze, nach der Stellplatzverordnung der Stadt, in Tiefgaragen bereithalten müssen. 

Woher soll die hohe Zahl täglicher Besucher des gebührenpflichtigen Parkhauses mit 377 Stellplätzen, das vom Stadtwerk Regensburg betrieben und refinanziert werden muss, kommen?
Johann Brandl vom BüSO: „Es gibt aus unser Sicht kein schlüssiges Nutzungskonzept für dieses Parkhaus. Das wäre das zweite Parkhaus auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne, das nicht ausgelastet wird. Das erste Parkhaus steht neben der FOS/BOS – ist an ca. 170 Tagen im Jahr komplett geschlossen und in der restlichen Zeit nur von ca. 6.00 bis 22.00 Uhr, ausschließlich für Lehrer und Schüler, geöffnet!“

Wolfgang Bogie vom VCD ergänzt: „Parkhäuser zu bauen scheint ein Standardreflex in der Städteplanung zu sein. In Zeiten einer anzustrebenden nachhaltigen Verkehrswende erscheint es wie ein Relikt aus der Vergangenheit, besonders an dieser Stelle.“

Johann Brandl: Der BÜSO fordert seit dem Bau des Jahnstadions, die dort befindlichen Parkplätze komplett zu öffnen und mit einem hochfrequenten Shuttle-Bussystem zur Innenstadt zu verbinden, diese Forderung erfüllt die seit kurzem existierende Linie 5 nur sehr eingeschränkt.

Dieses Parkhaus steht in keinem Konzept, auch nicht im Strategiekonzept „Parken in der Innenstadt“.

Die Stadt agiert hier nicht transparent. Es wird weder in den Beschlussvorlagen dargestellt wie man auf diese hohe Zahl von 377 Stellplätzen kommt, noch wird von der Stadt aufgezeigt wie das Stadtwerk dieses Parkhaus wirtschaftlich betreiben kann.

In anderen Städten umwirbt man Fußgänger und Radfahrer, um Innenstädte attraktiver und lebenswerter zu machen, in Regensburg wird trotz klammer Kassenlage in Parkhäuser investiert.

Die Stadt sollte darstellen, wie dieses Parkhaus zur Verkehrswende beiträgt bzw. zur Reduzierung von PKW im Stadtgebiet. Diese Ziele hat die Stadt festgeschrieben in Stadtentwicklungsplänen. Um dies zu erreichen, muss man auch mal nachfragen, ob der jetzige Stellplatzsatzung zu diesen Zielen passt. 

Wenn man das Gelände der Uni und OTH, besser für Fußgänger und Radfahrer an die Innenstadt anbinden würde, wäre ein reines PKW-Parkhaus am TechCampus in der Franz-Mayer-Straße, überflüssig.
Bogie: „Es wäre besser, das Geld in Fußgänger- und Fahrradstege zum Hauptbahnhof (Hbf) und westlich vom Hbf über die Bahngleise, in den sogenannten Eisbuckelsteg, zu investieren. Solche Anbindungen sind nachhaltiger, entlasten vorhandene Verkehrswege und Kreuzungen und machen die Wege für Fußgänger und Radfahrer attraktiver und sicherer.“

Den Eisbuckelsteg hat es schon mal gegeben und die Idee zu einem Steg, der auf die ARCADEN zuläuft stammt ursprünglich von der Stadtverwaltung.
Das Universitätsgelände sollte in der Planung, von Anfang an, für Fußgänger und Radfahrer besonders an die Innenstadt angebunden werden. Bei der Idee ist es leider geblieben und die Stadtverwaltung hat bisher eine Realisierung nie an die Politik zur Entscheidung herangetragen.
Die fehlende Verbindung soll vom heutigen Mälzereiweg, als Steg auf gleichem Höhenniveau über die Friedensstraße an der Südseite des Hauptbahnhofes (ARCADEN) in ein Fahrradparkhaus führen. Das wäre eine nachhaltige Anbindung des Uni- und OTH-Geländes an den Hauptbahnhof bzw. die Innenstadt.  Dies würde die für Fußgänger und Radfahrer sehr schlecht und teils gefährlich erschlossene Kreuzung am CINEMAXX bzw. den Weg über die Galgenbergstraße rauf zur Uni endlich entschärfen.  

In dem derzeit gültigen Haushaltsplan der Koalition sind alleine bis 2025 über 25 Millionen Euro für den Bau von PKW-Parkhäusern hinterlegt. Das halten wir für eine falsche Investition in die Zukunft von Regensburg.
Die Stadt Regensburg hat sich mit dem Green Deal verpflichtet die Klimaziele von Paris einzuhalten, das gilt auch für den Bereich Mobilität. Ein verbessertes Klimaziel erreicht man jedoch nicht durch den Bau von Parkhäusern, sondern durch Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur für Fußgänger, Fahrradverkehr und den öffentlichen Nahverkehr. Dies sieht auch der Regensburg Plan 2040 in Form einer nachhaltigen Verkehrswende unmissverständlich vor. Dazu gehören endlich auch große Leitprojekte auf die Tagesordnung, wie z.B. Brücken für Fußgänger und Radfahrer über die bekannten Barrieren, wie Bahngleise, Flüsse und starkbefahrene Autoachsen.


Weitere Grafiken und Informationen finden Sie in der PDF-Version der Pressemitteilung. 

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news-9894 Tue, 11 Jan 2022 22:36:53 +0100 Video zur neuen Kohlenhofstraße https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/video-zur-neuen-kohlenhofstrasse/ https://online-service2.nuernberg.de/buergerinfo/si0056.asp?__ksinr=15364

Wir finden, dass diese 20 Jahre alte Planung im Rahmen der Verkehrswende nicht mehr in die heutige Zeit passt.

In einem Video erläutert Hans Luntz die Argumente:

https://youtu.be/6GLS1AOqOQ0

Die Planfeststellung für den Ausbau des Frankenschnellweges (FSW) umfasste nicht nur das umstrittene Tunnelbauwerk. Sondern auch den völlig überdimensionierten Ausbau der neuen Kohlenhofstraße. Auch dagegen wandte sich der Bund Naturschutz genauso wie der VCD. Auch dieser Teil des Ausbaus wird aktuell mit guten Begründungen beklagt.

Völlig überraschend kam 3 Tage vor der Sitzung des Verkehrsausschusses am 11.11.2021 nachträglich ein Beschluss auf die Tagesordnung, der den vorgezogenen Bau der südlichen Fahrbahn der im Rahmen des FSW-Ausbaus geplanten neuen Kohlenhofstraße festlegt. Gleichzeitig wurden aber auch neue Verkehrsführungen für Alt-Gostenhof beschlossen, um über diesen Stadtteil das neue Areal entlang der Bahn zu erschließen. Dieser Stadtteil würde also künftig erheblich stärker mit Autoverkehr belastet und eben nicht verkehrsberuhigt wie bisher versprochen.

Wegen der äußerst kurzen Vorlaufzeit konnte niemand angemessen reagieren. Dagegen argumentierte vor allem Mike Bock von den Grünen. Aber selbst Max Müller (CSU) warf die Frage auf: „Möchte wissen, ob die Kohlenhofstraße noch in dieser Größe gebraucht wird? Könnte man diese wieder entsiegeln und zurückbauen?“ Trotzdem wurde der Beschluss noch nicht einmal vertagt, sondern mit 4 Gegenstimmen angenommen. Umgesetzt werden kann er aber nur, wenn die Regierung von Mittelfranken den sofortigen Vollzug anordnet. Es ist noch zu prüfen, ob wir uns noch dagegen wehren können, weil diese Planung durch die anhängigen Klagen massiv betroffen ist.

Die Teilausführung der Pläne nur für die südliche Fahrbahn gibt keinen Sinn, wenn nicht irgendwann die Neue Kohlenhofstraße in Gänze im Rahmen des FSW-Ausbaus gebaut werden wird. Städtebaulich grenzt dies an ein Verbrechen: Hier soll also erneut eine völlig überdimensionierte Verkehrswüste entstehen, die das neu zu erschließende Areal von Alt-Gostenhof regelrecht abtrennt. Sicher müssen die neuen Gebäude erschlossen werden, aber doch keinesfalls so. Hier wäre ein städtebaulicher Wettbewerb nötig, bei dem diskutiert wird, wie das Gelände für Menschen gestaltet werden müsste und nicht nur für Autofahrer.

Was hier gebaut werden soll, ist für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer völlig unzumutbar. Es soll zwar einen Radweg entlang der Fahrbahn geben. Aber dieser ist von keiner Seite vernünftig zu erreichen. Auch Fußgänger erreichen das Gelände nur mit nicht akzeptablen Hindernissen. Vor allem die Kreuzung Steinbühler Straße kann man nur als völlig überdimensionierte Fehlplanung betrachten.

Nutzer von Straßenbahn und S-Bahn werden ebenfalls massiv beeinträchtigt. Die Straßenbahnhaltestelle in der Steinbühlstraße ist vom zu erschließenden Areal kaum vernünftig zu erreichen. Bleibt nur die Haltestelle im Steinbühler Tunnel an der S-Bahn-Station. Damit ist aber der Zugang der Alt-Gostenhofer zur S-Bahn alles andere als vernünftig gelöst. Und Richtung Westen zur Schwabacher Straße hin gibt es keinerlei vernünftiges Angebot, weder für ÖPNV-Nutzer, noch für Fußgänger und Radfahrer.

Es ist völlig unverständlich, dass der Stadtrat derart wenig durchdachte Pläne ohne weitere öffentliche Diskussion innerhalb weniger Tage einfach durchwinkt. Jetzt rächt es sich, dass man die Pläne zum Ausbau des FSW zur Voraussetzung für alles Weitere gemacht hat. Gerade auch an dieser Stelle wäre es wichtig gewesen, sich gute städtebauliche Lösungen rechtzeitig zu überlegen.

Wir müssen uns überlegen, was wir diesem Unsinn noch entgegen setzen können!

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news-9885 Mon, 10 Jan 2022 19:47:04 +0100 PM mit ADFC: Geplanter Umbau der Schwabacher Straße in Fürth! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/pm-mit-adfc-geplanter-umbau-der-schwabacher-strasse-in-fuerth/ Hier ein Bericht dazu in den Fürther Nachrichten:

https://www.nordbayern.de/region/fuerth/plane-fur-furths-schwabacher-strasse-umbau-hatte-viele-vorteile-1.11709809

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news-9876 Fri, 07 Jan 2022 20:56:47 +0100 Quo vadis, Verkehrsentwicklungsplan? https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/quo-vadis-verkehrsentwicklungsplan/ Seit im November 2017 der damalige Stadtrat einstimmig die neuen Ziele für die Verkehrssituation im Jahr 2030 festgelegt hat (ca. 50% mehr umweltfreundliche Verkehrsmittel, ca. 30 % weniger Auto), ist seitens der Stadt nicht mehr viel Konstruktives zum Verkehrsentwicklungsplan zu hören. Die Öffentlichkeitsbeteiligungen in den Jahren 2018 und 2021 mussten jeweils auf sehr dünnen Unterlagen der Stadt erfolgen, haben trotzdem aber ein Bündel an Maßnahmen aus der Mitte der Gesellschaft hervorgebracht, welches die Erwartungen der Bevölkerung ausdrückt. Sicherlich sind noch viele weitere Randbedingungen zu berücksichtigen, aber schließlich ist mit der Erstellung des Plans auch ein kompetentes Ingenieurbüro beauftragt, so dass die Führung durch den Lenkungskreis doch endlich mal Ergebnisse hervorbringen muss.

Verständlicherweise gibt es in der Stadt unterschiedliche Interessensgruppen, aber gilt es nicht in erster Linie darzustellen, dass die Maßnahmen die übergeordneten Ziele der Stadt und der Stadtgesellschaft erfüllen? Unsere Erwartung ist jedenfalls, dass die Entscheidungsvorlage eindeutig zu den folgenden Fragen Antworten gibt:

  • Wie schaffen wir es, dass alle benötigten Wege sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden können? Dies soll eine soziale Teilhabe für alle Bamberger*innen ohne eigenes Auto sicherstellen.
  • Wie schaffen wir es, dass weniger versiegelte Flächen für ruhenden und fließenden Verkehr benötigt werden? Damit sollen Flächen für soziale Begegnung im öffentlichen Raum und für Maßnahmen zum Schutz vor Klimawandelfolgen verfügbar werden.
  • Wie schaffen wir es, dass die Stadt Bamberg und ihre Bürger*innen die finanziellen Belastungen langfristig tragen können? Dazu müssen für die Maßnahmen alle Auswirkungen betrachten, Investitionen sowie Förderfähigkeit und Instandhaltung während der Nutzungsdauer.
  • Wie erschaffen wir einen leistungsfähigen Warenverkehr? Der aktuelle Stand erfüllt immer weniger die zukünftigen Anforderungen.
  • Und wie schaffen wir es, dass Mobilität noch sicherer wird? Niemand soll aufgrund mangelnder Sicherheit einer umweltfreundlichen Verkehrsart auf eine nicht so umweltfreundliche ausweichen.

Dieses Paket aus Zielen und Anforderungen wirkt nicht sonderlich kontrovers. Umso erstaunlicher ist, dass es immer noch nicht vorangeht. „Während weder Verkehrsentwicklungsplan noch Flächennutzungsplans vorankommen, werden gleichzeitig Planungsvorhaben mit erheblichem Flächenverbrauch (siehe Gesundheitscampus) angeschoben. Womöglich sollen damit Fakten geschaffen werden, die eigentlich nicht mehr mit den neuen Zielen für die Stadtentwicklung zusammenpassen“ sorgt sich Erich Spranger vom Bund Naturschutz Bayern. „Eine Erklärung für dieses Zaudern könnte sein, dass Interessensgruppen, die ihre individuellen Besitzstände gefährdet sehen, im Stadtrat oder hinter den Kulissen gegen eine Umsetzung arbeiten“ spekuliert Andreas Irmisch, Vorsitzender des VCD Kreisverbands in Bamberg. „Wir lassen uns aber gerne von einem Maßnahmenpaket überraschen, welches die genannten gesellschaftlichen Randbedingungen erfüllt und nicht gegeneinander ausspielt.“ Und apropos ausspielen – der Ball liegt bei der Stadt. Die Stadtgesellschaft wartet unzufrieden angesichts dieses Stillstands bei der Mobilität.

Link zur gemeinsamen Pressemitteilung

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news-9886 Sun, 02 Jan 2022 21:11:00 +0100 VCD-Nachrichten 6/2021 https://bayern.vcd.org/fileadmin/user_upload/Bayern/Verbaende/Regensburg/VCD-nachrichten/2021/VCD-nachrichten2021-6.pdf news-9834 Mon, 27 Dec 2021 23:05:04 +0100 Busfahrgäste stehen seit 2 Jahren am Erlangener Wetterkreuz im Regen! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/busfahrgaeste-stehen-seit-2-jahren-am-erlangener-wetterkreuz-im-regen/ Dass sich daraus eine Posse wegen der Erneuerung der Wartehalle am ursprünglichen Standort entwickelt hat, zeigt dem VCD, dass die Verkehrswende in manchen Köpfen noch nicht stattgefunden hat:

https://www.nordbayern.de/falsche-planung-und-chaos-warum-diese-bushaltestelle-in-der-region-fur-arger-sorgt-1.11663559

Die neue Wartehalle muss nicht an dem jetzigen Standort der Ersatzhaltestelle stehen, sondern weiterhin am ursprünglichen Standort, der optimal positioniert ist, so dass die Fahrgäste einen sehr kurzen Weg zur nächsten Querungshilfe haben, in diesem Fall die Ampel in der Sebastianstraße an der Kreuzung zum Wetterkreuz. Ziel muss es sein, die Bedürfnisse der Fahrgäste zu berücksichtigen und nicht die Zufahrt zum Autohof für LKW's zu optimieren.

Die Benutzer der Buslinien 20 und 295 steigen an der Haltestelle Wetterkreuz aus, um ihr Ziel im Industriegebiet mit einem möglichst kurzen Fußweg zu erreichen, und wollen nicht 80 Meter weiterlaufen, um einen Rückstau hinter dem Bus zu vermeiden.

In der Regel dauert der Fahrgastwechsel ca. 20 Sekunden und dann kann der Bus seine Fahrt fortsetzen. Dies muss für den nachfolgenden motorisierten Individualverkehr zumutbar sein.

Es kann nicht sein, dass den Menschen, die sich bewusst für den ÖPNV entscheiden und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, dass sie schuld seien, wenn sich die Autos kurz hinter dem Bus stauen und ein LKW erst 20 Sekunden später in den Autohof einfahren kann.

Der Schildbürgerstreich besteht also nicht darin, dass die alte Wartehalle am bisherigen Standort erneuert wurde, sondern dass nach Beendigung der Bauarbeiten auf der B4 die Haltestelle Wetterkreuz immer noch nicht an ihrem alten Standort zurückverlegt wurde.

Christoph Wallnöfer

Vorsitzender Regionalverband Großraum Nürnberg

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news-9814 Fri, 17 Dec 2021 21:29:31 +0100 1.000 € durch die Soziale Wette der Raps-Stiftung gewonnen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/1000-eur-durch-die-soziale-wette-der-raps-stiftung-gewonnen/ Mit einer ganzen Reihe kleinerer Spenden hat sich in Summe doch ein ordentlicher Betrag ergeben, der nun mit der zusätzlichen Förderung der Adalbert-Raps-Stiftung nochmal um 1.000 € vergrößert wurde. Der Kreis der Spendenden zeigte, dass ein autofreies Welterbe nicht nur ein Interesse der Aktiven ist, sondern auch einige weitere Bamberger*innen angesprochen hat.

Wir wollen daher den Elan mit ins neue Jahr nehmen und sobald möglich mit Veranstaltungen beginnen. Ein erster Termin ist bereits in Planung und wird in den kommenden Wochen gestaltet. Beim nächsten Monatstreffen am 10. Januar werden wir weitere Aktivitäten besprechen. Sie sind herzlich eingeladen!

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news-9805 Wed, 15 Dec 2021 21:28:41 +0100 Pressemitteilung, warum unsere Pressemitteilung nicht in der Presse landet! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-warum-unsere-pressemitteilung-nicht-in-der-presse-landet/ Für alle, die nicht aus der Region sind, kurz ein paar Fakten: Der hier in der Region umgangssprachlich genannte „Frankenschnellweg“ ist eine Bundesautobahn (BAB 73), die von Bamberg über Erlangen und Fürth durch das Stadtgebiet Nürnbergs führt. Auf dem Stadtgebiet ist selbige Straße jedoch keine BAB mehr, sondern eine Kreisstraße. Somit liegt die Planungshoheit bei der Stadt, namentlich beim „Servicebetrieb Öffentlicher Raum“, kurz SÖR genannt. Die Finanzierung des Projektes steht nebenbei auf mehr als wackligen Füßen, da es zwar immer wieder Zusagen aus München für eine teilweise Kostenübernahme der geplanten 660 Mio. € gibt, diese aber bisher nie schriftlich fixiert worden ist. In den aktuellen Zeiten gleicht das eher einem Glücksspiel, als seriöser Haushaltspolitik. Seit Ende der 1990er Jahre (!) wird nun schon über den kreuzungsfreien Ausbau mitten in der Stadt diskutiert. Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des kreuzungsfreien Ausbaus sind, wie man sich gut vorstellen kann, mehr als verhärtet.

Was ist nun in den letzten Monaten geschehen?

Die Mitglieder des Bund Naturschutz, der gegen das Projekt geklagt hat, haben sich im April 2021 gegen einen bereits ausgehandelten Vergleich mit der Stadt Nürnberg entschieden, was bedeutet, dass die Klage nun erst einmal weitergeführt wird. Parallel hierzu hat sich der Landesverband des VCD Anfang 2021 dazu entschlossen, ebenfalls eine Klage gegen das Projekt führen. Die Entscheidungen der beiden nicht ganz unwichtigen Umwelt- bzw. Verkehrsverbände sind selbstredend mehr als ärgerlich für die Befürworter an der Nürnberger Stadtspitze.

Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes erhält nun das Thema der Klima- und Verkehrswende noch mehr an Bedeutung. Es scheint fast so, als ob die Bürger tatsächlich lieber mehr Grün und weniger Autos in den Städten haben möchten - so wie sie es während der letzten beiden Corona-Sommer durch spezielle stadtplanerische Experimente mitbekommen haben. Darüber hinaus entwickelt sich immer mehr Kritik und Widerstand gegen das Projekt, selbst in Kreisen, die den kreuzungsfreien Ausbau bisher befürwortet haben – zu diesem Kreis gehöre tatsächlich auch ich selbst.

Ende September 2021 spricht der Kämmerer der Stadt Nürnberg bei seiner Rede zur Einführung des Stadthaushaltes (siehe Thema Finanzierung) von einem „städtebaulichen Sündenfall“, für den es eine wie auch immer geartete Lösung geben muss.

Sehen die Befürworter des Projektes nun „ihre Felle davonschwimmen“? So scheint es zu sein. Wie aus dem Nichts wird am 25. November 2021 eine – angeblich repräsentative – Umfrage im Auftrag des ADAC (!) vom Presseamt (https://www.nuernberg.de/.../mitteilungen/presse_75605.html) der Stadt Nürnberg veröffentlicht, die natürlich auch in der Nürnberger Presse ziemlichen Widerhall findet. Es gibt auch hier Befürworter, wie den Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“ (https://www.nordbayern.de/.../umfrage-zum...) aber auch deutlichen Widerspruch von einem der beiden Chefredakteure der „Nürnberger Nachrichten“ (https://www.nordbayern.de/kommentar-gegen-ausbau-der...). Die beiden oben genannten Verbände VCD (https://bayern.vcd.org/.../adac-umfrage-darf-nicht.../) und BN (https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/.../2021-bund...) geben Ihrerseits in einigem zeitlichen Abstand eine Pressemitteilung heraus. Der BN bezieht hier vor allem nach Kenntnis der Inhalte der ADAC-Studie (https://www.adac.de/.../nordbayern/ausbau-frankenschnellweg/) klar und deutlich Stellung über die mehr als fragliche Vorgehensweise bei der Befragung. Die Nürnberger Presse, die sonst immer wieder Pressemitteilungen der Verbände veröffentlichen, ignoriert diesen Widerspruch jedoch völlig.

Nun steht also der berühmte weiße Elefant im Raum und es bleibt die Frage, wer aktuell welche Interessen verfolgt. Soll die Nürnberger Bevölkerung mit zweifelhaften Zahlen vor „vollendete“ Tatsachen gestellt werden? Sollen die Gegner des Projekts mürbe und müde gespielt werden? Man könnte fast zu diesem Schluss gelangen.

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news-9775 Tue, 07 Dec 2021 22:40:29 +0100 Klinikumserweiterung – mit Nachbesserungsbedarf für Umwelt und Mobilität https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/klinikumserweiterung-mit-nachbesserungsbedarf-fuer-umwelt-und-mobilitaet/ Am 8. Dezember 2021 wid im Bau- und Werksenat über den Masterplan zur Erweiterung des Klinikums am Bruderwald entschieden. Während der Ausbau der Gesundheits- und Pflegeleistungen begrüßt wird, weckt der vorgelegte Masterplan Befürchtungen, dass Umwelt- und Mobilitätsbelange nur für den Individualverkehr gedacht wurden. Daher fordern VCD und BUND Naturschutz in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass die Themen Flächenverbrauch und Mobilitätskonzept vom Stadtrat stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, siehe auch die detailliertere Stellungnahme zur Senatssitzung.

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news-9755 Thu, 02 Dec 2021 15:49:04 +0100 Bahninfrastruktur zügig realisieren für die notwendige Verkehrswende angesichts der Klimakrise! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/bahninfrastruktur-zuegig-realisieren-fuer-die-notwendige-verkehrswende-angesichts-der-klimakrise/ „Neben Neubaustrecken benötigt die Bahn auch Infrastruktur für die Züge selbst, so im Raum Nürnberg ein zusätzliches ICE-Werk“, sagt der VCD-Landesvorsitzende Dr. Christian Loos.

Der Naturschutz müsse bei der Standortsuche eine
besondere Rolle spielen, doch auch der Klimaschutz müsse abgewogen
werden. Durch den Ausbau der Bahn kann der Autoverkehr reduziert werden,
was effektiver den CO2-Ausstoß verringert als nur der Umbau der Autos
auf elektrischen Antrieb.

Dr. Loos hält den Standort „Muna“ für geeignet: „Die Muna befindet sich
an einem leistungsfähigen Schienenstrang nah an der Stadt und schließt
an das Gewerbegebiet von Feucht an. Wenn der verseuchte Boden zeitnah
saniert werden kann, entsteht eine win-win-Lösung für alle.“ Deshalb
muss umgehend eine Voruntersuchung in Auftrag gegeben werden, mit
welchem finanziellen und zeitlichen Aufwand eine Bodensanierung bis zur
Baureife möglich sein könnte. Sollte sich der Standort Muna als
ungeeignet erweisen, wäre der Standort Harrlach mit seinem nahegelegenen
S-Bahnhof Allersberg eine gute Alternative.

Christoph Wallnöfer, der Vorsitzende des VCD Kreisverbands Großraum
Nürnberg ergänzt, dass beide Standorte sowohl per Straße als auch per
Schiene erschlossen werden können, so dass die Belastung der Anwohner
durch weitere Lkw minimiert werden kann.

Um Natur und Menschen vor Lichtverschmutzung und Lärm zu schützen,
müssten besondere Vorkehrungen getroffen werden. „Niedrige
Beleuchtungskörper statt Flutlicht und intelligente, bedarfsgesteuerte
Beleuchtung kann die Irritationen durch Licht wirksam reduzieren“,
beschreibt Dr. Loos die Erkenntnisse von Untersuchungen zur
Verschmutzung durch Licht. Beim Lärm fordert der VCD, dass nicht nur die
bestehenden Grenzwerte eingehalten werden. Das bedeutet zwar vielleicht
mehr Aufwand, sollte es aber der Bahn wert sein, um die Akzeptanz der
Anwohner zu erhöhen

„Wenn es ein (Verkehrs)Mittel gibt, das die Kurzstreckenflieger vom
Himmel und die Autos von den Fernstraßen holt, dann ist das dieser Zug
und der muss irgendwo gewartet werden“, so Loos abschließend.


Für Fragen stehen Ihnen Dr. Christian Loos unter Tel. 0172 91 32 164 und
Christoph Wallnöfer unter Tel. 0177 408 10 81 zur Verfügung.

Hier ein Link zu Fragen und Antworten von der Deutschen Bahn:

https://www.ice-werk-nuernberg.de/files/DateienDownloads/20210701_Fragen_Antworten_Feucht.pdf

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news-9734 Fri, 26 Nov 2021 02:34:36 +0100 ADAC-Umfrage darf nicht Maßstab für die Stadt Nürnberg sein! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/adac-umfrage-darf-nicht-massstab-fuer-die-stadt-nuernberg-sein/ www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_75605.html
In dieser wird vermeldet, dass die Mehrheit der "Bürgerschaft" für die Planungen zum Ausbau des Frankenschnellwegs ist. Seit wann verkörpern ADAC-Mitglieder die gesamte Bürgerschaft?
Mehrmals wird erwähnt, dass die Umfrage „repräsentativ“ sei. Diesen Hinweis bedarf es eigentlich nicht. Die Repräsentativität beruht normalerweise auf der Anzahl der befragten Teilnehmer. Weiterhin interessant wäre zu wissen, wo die Befragten wohnen und welche Fragen eigentlich gestellt wurden?
Bemerkenswert ist allerdings, dass etliche ADAC-Mitglieder gegen den Ausbau sind. Bei einer Befragung eines Automobilclubs müsste man eigentlich 100% Zustimmung erwarten.
Hier zeigt sich, dass erfreulicherweise schon einige ADAC-Mitglieder gedanklich die Verkehrswende verinnerlicht haben.

Die Lösung der Stadt Nürnberg, den Stau auf dem Frankenschnellweg zu reduzieren, kennt offenbar nur eine Lösung: Tunnel!

Es gibt aber noch andere Lösungsansätze:
Der VCD und die Mitstreiter des Bündnisses gegen den Frankenschnellwegausbau fordern bereits jetzt, den Straßenverkehr auf die Schiene zu verlagern, indem die eingesparten Kosten für den Ausbau des Frankenschnellwegs in den ÖPNV investiert werden. Neben Ausweitungen der Infrastruktur zählen dazu auch attraktive Fahrpreise, wie z.B. durch die bereits vom Nürnberger Stadtrat beschlossene Einführung des 365-Euro-Tickets zum 1.1.2023.

Noch mehr bzw. besser ausgebaute Straßen reduzieren zwar kurzfristig einen Stau, erzeugen aber mittelfristig mehr Verkehr und somit langfristig wieder mehr Stau. Dann müssten wir in 20 Jahren den Frankenschnellweg sechsspurig ausbauen.

Christoph Wallnöfer
VCD RV Großraum Nürnberg

Hier ein Zeitungsbericht dazu:

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/umfrage-zum-frankenschnellweg-mehrheit-fur-kreuzungsfreien-ausbau-1.11568694

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news-9721 Tue, 23 Nov 2021 18:29:24 +0100 Gratis Busfahren an den Adventssamstagen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/gratis-busfahren-an-den-adventssamstagen/  

Die Fahrgäste müssen weder einen Fahrschein lösen noch ein Fahrgeld bezahlen.

Mit der Maßnahme soll das Einkaufen in der Adventsstadt Landshut attraktiver, die Verkehrssituation entzerrt, die Parkplatzsuche erspart, sowie ein Beitrag zur Stärkung des Handels und zum Klimaschutz geleistet werden.

Initiator ist der LAVV. Die Aktion wird getragen von der Stadt und dem Landkreis Landshut.

Wer an diesen Tagen nicht einkaufen mag, kann das Angebot auch für einen winterlichen Wanderausflug nutzen. Anregungen dazu finden sich hier

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news-9719 Mon, 22 Nov 2021 22:07:20 +0100 VGN-Gutachten zum 365-Euro-Ticket jetzt öffentlich abrufbar https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vgn-gutachten-zum-365-euro-ticket-jetzt-oeffentlich-abrufbar/ https://www.vgn.de/neuigkeiten/365-euro-ticket-fuer-alle

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news-9708 Thu, 18 Nov 2021 22:57:10 +0100 Neue VCD-Ortsgruppe „Nürnberger Außenstadt Süd“ fordert VAG_RAD-Stationen! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/neue-vcd-ortsgruppe-nuernberger-aussenstadt-sued-fordert-vag-rad-stationen/ Deshalb fordert die neu gegründete VCD-Ortsgruppe "Nürnberger Außenstadt Süd" die Einführung von VAG_RAD-Stationen auch in den südlichen Stadtteilen. Die Bereitstellung von Rädern bezieht sich bisher im Wesentlichen auf das Gebiet, das bereits vor 50 Jahren mit der Straßenbahn erschlossen war. Die Nürnberger Stadtteile im Süden, welche seit 1926 eingemeindet wurden, sind dabei unberücksichtigt geblieben.

D.h. gerade da, wo das ÖPNV-Angebot am dünnsten ist, gibt es auch kein Angebot an Leihrädern.

Es wäre sinnvoll, in einem ersten Schritt wenigstens an den S-Bahnstationen in Reichelsdorf und Katzwang sowie an den Knotenpunkten des Busnetzes in Kornburg, Worzeldorf, Weiherhaus und Herpersdorf, diesen Service anzubieten.

Christoph Wallnöfer

VCD RV Großraum Nürnberg

Hier die Pressemitteilung der VAG:

https://www.vag.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/detail/vag-rad-mehr-als-eine-million-ausleihen

Hier der Zeitungsbericht:

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/leihrader-mehr-stationen-fur-den-nurnberger-suden-1.11549632

Mittlerweile hat die CSU unsere Idee dankenswerterweise aufgegriffen:

https://csu-stadtratsfraktion.nuernberg.de/antrag/ausweitung-der-vag-radstationen-im-nuernberger-sueden-und-suedwesten/

 

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news-9701 Wed, 17 Nov 2021 10:44:56 +0100 Tempo 30 in Eichendorf https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/tempo-30-in-eichendorf/  

Im Januar hatte unser Vorstandsmitglied Hans Aigner bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde einen Antrag auf Tempo 30 in der Pfarrkirchener Straße (Staatsstraße)  im Bereich der Grund- und Mittelschule Eichendorf gestellt. Mit Erfolg. Nachdem der Tempo-30-Bereich beschildert war, hat Hans Aigner die Ausweisung eines weiteren Tempo-30-Bereiches beantragt. Und zwar in der Landauer Straße (Staatsstraße) im Bereich des Altenheims, wo auch ein Durchgang zu einem Kindergarten ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem ein Busbahnhof für die Landkreis-Schulbusse.

Dem Antrag wurde statt gegeben, leider nur für den Bereich des Altenheims, der Busbahnhof blieb außen vor. Hans Aigner hat deshalb nachgehakt und es wurde nochmals eine Verkehrsschau durchgeführt. Dabei kamen die Verantwortlichen zu dem Entschluss, den Busbahnhof doch noch in den Tempo-30-Bereich einzubeziehen.

Senioren, Schülern und Kindergartenkindern wird damit das Überqueren der Fahrbahn erleichtert. Die Verkehrssicherheit erhöht sich deutlich. Schließlich kann man bei Tempo 30 noch anhalten, wo man mit Tempo 50 noch nicht einmal angefangen hat, zu bremsen.

Und die Anwohner dürfen sich über etwas weniger Verkehrslärm freuen, denn Tempo 30 ist hier zeitlich nicht beschränkt, sondern gilt rund um die Uhr.

 

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news-9697 Mon, 15 Nov 2021 10:38:04 +0100 Freie Fahrt für Radler https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/freie-fahrt-fuer-radler/  

In Niederreisbach, Marklkofen und Frontenhausen wurden vor einigen Jahren an der Staatsstraße 2083 einseitige Geh- und Radwege angelegt. Die Radwege weisen jedoch erhebliche Gefahrenstellen auf. Vor allem unübersichtliche Grundstücksausfahrten, an denen Hecken, Zäune und Gambionenwände einen Sichtkontakt zwischen Radfahrern und aus den Grundstücken herausfahrenden Pkw-Fahrern unmöglich machen. So mussten die Radler den Radweg langsam und vorsichtig befahren, wenn sie Kollisionen mit herausfahrenden Autos vermeiden wollten.

Damit stellten die Radwege für Radfahrer, die zügig vorankommen wollen, keine Alternative zur Fahrbahn dar. Mit der Beschilderung als „gemeinsamer Geh- und Radweg“ (Zeichen 241) in beiden Fahrtrichtungen war es den Radfahrern aber verboten, die Straße zu benutzen. Nach höchstrichterlicher Rechtssprechung (Bundesverwaltungsgericht Leipzig) darf ein Benutzungsverbot für die Straße allerdings nur angeordnet werden, wenn die Verkehrsverhältnisse für Radfahrer dort sehr gefährlich sind, was hier nicht der Fall war. Hans Aigner, Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes Landshut/Dingolfing-Landau, hat deshalb bei der Straßenverkehrsbehörde mit Erfolg die Aufhebung dieser Beschilderung beantragt. Sie wurde mittlerweile abgeändert in „Gehweg“ (Zeichen 239) mit dem Zusatz „Radfahrer frei“. Die Radler haben jetzt die Wahl zwischen der Fahrbahn und dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg.

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news-9674 Wed, 10 Nov 2021 13:59:48 +0100 Kein Zurückrudern beim 365-€-Ticket! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/kein-zurueckrudern-beim-365-eur-ticket/ Christoph Wallnöfer, Vorsitzender des VCD im Großraum, warnt: „Nachdem gerade erst die Mittel für die Umsetzung des Mobilitätspakts zusammengestrichen wurden, droht nun der nächste Wortbruch! Wir brauchen diese Instrumente, um endlich die Mobilitätswende voranzubringen. Es ist ein Unding, wenn die Stadt meint, sich an gegebene Zusagen nicht mehr halten zu müssen.“

Auch wenn damit nicht alle Probleme über Nacht gelöst werden: Die Einführung der Jahreskarte „nur“ im Stadtgebiet ist ein wichtiges Signal und wird viele Nürnberger (wieder) für den ÖPNV gewinnen können. Das steht der Stadt mit den zweithöchsten Ticketpreisen in Deutschland gut an, hier mutig voranzugehen.

Mit der Einführung des Stadttarifs (Zone „A“) hat sich Nürnberg ohnehin schon teilweise aus der Tariflogik des Verkehrsverbunds gelöst. Der Vorteil ist, dass es nun allein beim Stadtrat liegt, eine Entscheidung zum Wohl der Stadtbevölkerung zu treffen. Ein günstiges ÖPNV-Angebot und eine effektive Parkraumbewirtschaftung sind zwei Seiten derselben Medaille. Damit kann der enorme Parkdruck, der in vielen Vierteln herrscht, bekämpft und öffentlicher Raum für den Ausbau alternativer Mobilität und für alle Menschen zurückgewonnen werden.

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes wird regelmäßig vom VCD gefordert und darf nicht weiter verschleppt werden. „Es ist aber mehr als scheinheilig, die Untätigkeit dort nun als Argument heranzuziehen, dass es jetzt keine günstigen Fahrpreise geben kann“, so Wallnöfer. Der VCD-Vorsitzende erinnert daran, dass von den Projekten des Nahverkehrsentwicklungsplans in den letzten zehn Jahren kein einziges angegangen wurde. Die mit überragendem Nutzen bewertete Straßenbahn in der Sebalder Altstadt hätte sich in diesem Zeitraum bereits fast amortisiert – über sie darf in Nürnberg aber derzeit nicht einmal laut nachgedacht werden.

Christoph Wallnöfer

VCD KV Nürnberg

Hier ein Pressebericht dazu:

https://www.nordbayern.de/365-euro-ticket-verkehrsclub-warnt-vor-wortbruch-1.11523617

Hier das VGN-Gutachten:

https://www.vgn.de/neuigkeiten/365-euro-ticket-fuer-alle

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news-9712 Mon, 08 Nov 2021 00:00:00 +0100 RAPS-Stiftung verdoppelt Spenden für "Autofreies Welterbe" https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/raps-stiftung-verdoppelt-spenden-fuer-autofreies-welterbe/ „Soziale Wette 2.0“ zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements

Die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements und damit verbunden die Stärkung der sozialen Teilhabe in Oberfranken hat für die Adalbert-Raps-Stiftung oberste Priorität. Nach erfolgreichem Wettaufruf im vergangenen Jahr, macht das nun auch die diesjährige „soziale Wette“ deutlich: Die Stiftung wettet, dass Organisationen es innerhalb eines Zeitraums von fünf Wochen nicht schaffen, mindestens 300 Euro Spendengelder zu gewinnen. Obwohl der Wettaufruf in diesem Jahr einen rein finanziellen Ansatz verfolgt und nicht wie bei der letzten Wettrunde der Gewinn ehrenamtlich Engagierter im Fokus steht, bleibt die Stiftung ihrem Wettkonzept treu! Denn trotz geändertem Wettgegenstand folgt auch die „soziale Wette 2.0“ dem Gamification-Ansatz und steigert somit den Ehrgeiz der teilnehmenden Organisationen und potenziellen Spender*innen. Außerdem winkt erneut ein attraktiver Wettgewinn: Ist die Wette mit der Einnahme von mindestens 300 Euro Spendengeldern gewonnen, verdoppelt die Stiftung diesen Wert bis zu einem Betrag von maximal 1.000 Euro. Einen Bonus in Höhe von 1.000 Euro erhält zudem diejenige Organisation, die ihre Spendengelder mit der innovativsten Fundraising-Idee generieren konnte.

Jetzt Spenden und beim Wettgewinn unterstützen

Der VCD Kreisverband Bamberg hat einen von insgesamt 40 Wettplätzen erhalten. Doch mit der erfolgreichen Bewerbung ist es noch nicht getan: Im Wettzeitraum vom 08.11. bis 10.12. gilt es nun Spendengelder zu sammeln.

Seit 2019 setzt sich der Kreisverband für ein autofreies Welterbe ein (Infostand, Informationsfahrt, Vortrag). Dazu gab es bereits mehrere Veranstaltungen. Mit dem Spendenerlös möchte der Kreisverband weitere Aktionen finanzieren, um für das besonders wertvolle Welterbe Bamberg Mobilitätslösungen zu finden, die die Abhängigkeit vom Auto beseitigen und damit diesen Bereich nicht nur schützen, sondern ihn auch lebenswerter machen.

Unterstützen Sie diese Aktion mit Ihrer Spende auf unser Konto!

Kontoinhaber: Verkehrsclub Deutschland (VCD) KV Bamberg
Sparkasse Bamberg
IBAN DE60 7705 0000 0302 6652 78
BIC BYLADEM1SKB
Verwendungszweck "Spende für Soziale Wette 2.0"

Wir freuen uns, wenn Sie die Aktion auch aktiv unterstützen, nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf, per Mail, Telefon oder bei den monatlichen Treffen.

Adalbert-Raps-Stiftung: Verantwortung für Region und Zukunft

Seit 40 Jahren reicht die Adalbert-Raps-Stiftung mit Sitz in Kulmbach Menschen aus ganz Oberfranken die Hand, die Unterstützung benötigen – sei es im Bereich der Senioren- oder Jugendarbeit oder in anderen sozialen Bedarfslagen. Drüber hinaus steht die Stiftung, die 1978 von dem Apotheker Adalbert Raps gegründet wurde, auch in der Lebensmittelforschung als Förderpartner an der Seite zahlreicher Wissenschaftler und Institute. In den Förderbereich „zu Ehren des Stifters“ fallen unter anderem der Abiturientenpreis der Adalbert-Raps-Schule sowie die Stipendien für die Weiterbildung zum Gewürz-Sommelier. Neben dem Engagement in einzelnen Projekten und Kooperationen setzt die Stiftung Akzente, indem sie Programme und Initiativen für Oberfranken ins Leben ruft, die für drängende Zukunftsthemen den passenden wissenschaftlichen und sozialen Rahmen geben. Hierzu zählen beispielsweise das Ernährungsbildungsprogramm KULINARIX in oberfränkischen Kindertagesstätten und der Wettbewerb „Helden der Heimat“ für soziales Engagement in Oberfranken. Zentrales Anliegen der Stiftung ist es, in all ihren Tätigkeiten in einer Art und Weise zu unterstützen, die gezielt, effektiv und messbar nachhaltig ist.

Mehr Infos unter www.raps-stiftung.de oder Facebook www.facebook.com/AdalbertRapsStiftung

Link zur Pressemitteilung

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news-9620 Tue, 02 Nov 2021 14:53:51 +0100 Online-Petition: Bahnstrecke von Forchheim ins Wiesenttal - attraktiv und im 30-Minuten-Takt! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/online-petition-bahnstrecke-von-forchheim-ins-wiesenttal-attraktiv-und-im-30-minuten-takt/ Hier geht es zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/bahnstrecke-von-forchheim-ins-wiesenttal-attraktiv-und-im-30-minuten-takt

Hier zwei Zeitungsberichte dazu:

https://www.nordbayern.de/region/forchheim/breites-bundnis-fordert-30-minuten-takt-fur-die-wiesenttalbahn-1.11489092

https://www.nordbayern.de/region/forchheim/forchheimer-landrat-unterstutzt-petition-fur-eine-attraktivere-wiesenttalbahn-1.11540718

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news-9584 Sun, 24 Oct 2021 23:50:00 +0200 Umweltmesse des Landkreises Forchheim am 9. /10.10.2021 https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/umweltmesse-des-landkreises-forchheim-am-9-10102021/ Da der Fokus der Messe auf Energiesparen bei Immobilien ausgerichtet war, hielt sich das Interesse des Publikums an "Klimaschutz im Verkehr" in Grenzen. Es wurden trotzdem viele interessante Gespräche geführt, unter anderem auch mit dem bayerischen Umweltminister Glauber (in der Bildmitte).

Die Besucher des VCD-Standes bemängelten vor allem die Situation auf den Radwegen. Besonders im Stadtgebiet von Forchheim sei es sehr störend, das häufig auf relativ engen Gehsteigen auch der Radverkehr geführt werde.

Des Weiteren wurde immer wieder ein verbesserter öffentliche Nahverkehr gefordert. Hier konnte der VCD darauf hinweisen, dass es inzwischen viele Beispiele für sogenannte "On-Demand-Verkehre" gibt. Ziel müsse es sein, die ganze Woche über, von früh bis spät Fahrtmöglichkeiten ohne große Wartezeit (und zu günstigen Preisen) zu haben. Anstatt leerer "Geisterbusse" müsse es das Ziel sein, dann, wenn eine Fahrtmöglichkeit gebraucht wird, auch mit dem ÖPNV fahren zu können, . Beispielshaft sei das Projekt "LOOP" in Münster. Es gebe aber auch in der näheren Umgebung (Hof, Neustadt a.d. Aisch) vielversprechende Ansätze. Das in Forchheim bereits vorhandene Anrufsammeltaxi sei allerdings bei der derzeitigen Ausgestaltung völlig ungeeignet.

Das Rückrat des ÖPNV ist die Bahn. In Richtung Nürnberg bzw. Bamberg ist Forchheim bereits jetzt gut eingebunden. Dies wird sich mit Einführung des "Deutschlandtaktes" noch verbessern. Dagen ist die Situation auf den Nebenbahnlinien völlig ungenügend. Hier muss zumindest ein Halbstunden-Takt kommen. Dies ist allerdings nur mit einem Ausbau der Strecken umsetzbar (Einbau eines zusätzlichen Gleises, z. B. in Kirchehrenbach), um Zugbegegnungen zu ermöglichen. Als kurzfristige Regelung wird deshalb vorgeschlagen, jeweils zur Halbzeit Busse fahren zu lassen (von Ebermannstadt z. B. über Rüssenbach, Weilersbach, Reuth, evtl. in beiden Richtungen weiter bis zu den jeweiligen Dienststellen des Landratsamtes).

Nähere Einzelheiten und Diskussionen zu den vorgenannten Themen und anderen Umwelt&Verkehrsproblemen soll am nächsten VCD-InfoTreff erfolgen, der für Mittwoch, 27. Oktober 2021, 19.00 Uhr geplant ist. Er findet auf jeden Fall virtuell statt (https://meet.jit.si/VCD-FO-InfoTreff). Wenn genügend Interesse am persönlichen Treffen besteht, versuchen wir es auch hybrid. Wer Interesse an einem realen Treffen hat, möge sich deshalb baldmöglichst melden unter vcd@hoernlein-r.de.

Rolf Hörnlein,

Sprecher der VCD-Ortsgruppe Forchheim

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news-9583 Sun, 24 Oct 2021 22:08:41 +0200 Neuer Vorstand gewählt https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/neuer-vorstand-gewaehlt-1/ Im Bild von links nach rechts:
Frank Jüngling (Stellvertreter), Volkmar Gmelin (Beisitzer), Rotraut Brückner (Stellvertreterin), Christoph Wallnöfer (Vorsitzender), Markus Kirchhoff (Schatzmeister) und Dr. Christian Loos (Landesvorsitzender)

Kassenprüfer: Karsten Liebster, Hans-Thomas Benz

Wir bedanken uns bei den bisherigen Vorstandsmitgliedern Bernd Baudler, Hans Luntz, Berthold Söder, Andreas Brock und David Peréz-Cerezo Flohr für ihren Einsatz und wünschen den neu Gewählten gutes Gelingen.

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news-9694 Fri, 08 Oct 2021 00:10:00 +0200 Mitgliederversammlung setzt Schwerpunkte für die Arbeit des VCD https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/mitgliederversammlung-setzt-schwerpunkte-fuer-die-arbeit-des-vcd/ Der inspirierende Vortrag von T. Großmüller aus Regensburg leitete gut auf die Jahreshauptversammlung des VCD Kreisverband Bamberg e. V.  am gleichen Abend über. Ein autofreies Welterbe steht nicht erst seit dem Bürgerantrag von 2019 auf dem Programm des VCD, sondern wurde auch für den Verkehrsentwicklungsplan vorgeschlagen. Auch die anderen Aktivitäten des Kreisverbands haben eine umweltfreundliche, nachhaltige Mobilität als Ziel. Sei es der Fahrradknoten Süd, die Kommentierung zum Bahnausbau oder die Stellungnahmen zu zahlreichen Bauvorhaben in der Stadt. In den kommenden Monaten stehen neben Aktivitäten zu einem autofreien Welterbe in Bamberg die weitere Beteiligung an Verkehrsentwicklungsplan und Smart City sowie die Verbesserung des Busverkehrs im Landkreis und Bemühungen zur Reaktivierung der Bahnstrecke von Strullendorf nach Frensdorf im Vordergrund. Neue Mitwirkende sind dabei herzlich willkommen. Die Termine werden über die Homepage bekannt gegeben. Nächste Termine sind Montag, 8.11. und 6.12.

Das Protokoll wird auf Anfrage gerne an Mitglieder per Mail verschickt.

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news-9537 Thu, 07 Oct 2021 22:48:18 +0200 Online-Petition: Mobilitätspakt einhalten! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/online-petition-mobilitaetspakt-einhalten/ 26.000 Nürnberger hatten 2020 für den Radentscheid unterschrieben und damit ein deutliches Zeichen für die Verkehrswende gesetzt. Im Rathaus hat man daraufhin mit dem Mobilitätspakt auf eine Verhandlungslösung gesetzt, um einen Bürgerentscheid abzuwenden. Darin wurden Ziele auch für den Fuß- und Öffentlichen Verkehr verankert. Ein Meilenstein für die Mobilitätswende schien erreicht.

Der aktuelle Haushaltsentwurf sieht nun aber vor, die benötigten Ressourcen für den vom Stadtrat fast einstimmig verabschiedeten Pakt stark zu kürzen. Damit wäre eine termingerechte Umsetzung nicht mehr möglich. Nicht nur bei den Radvorrangrouten, sondern auch bei ÖPNV-Projekten und Mobilpunkten würde es deutlich langsamer vorangehen.

Dieses Vorgehen ist für alle Bürger, die schon lange auf bessere Bedingungen für umweltbewusste Mobilität warten, nicht akzeptabel. Der Mobilitätspakt ist keine Verfügungsmasse nach Gutdünken - oder eben nach Haushaltslage. Er ist ein Kompromiss, den die Vertreter von über 26.000 Unterzeichnern aushandelt haben - eine demokratische Selbstverständlichkeit, dass die Stadt hier Wort hält.

Es geht im Mobilitätspakt nicht um irgendwelche Wohltaten, die man einfach wieder wegkürzen kann, es geht um eine lebenswerte, zukunftsfähige Stadt für alle Bürger Nürnbergs, es geht um Klimaschutz, Verkehrssicherheit und langfristig um geringere Schäden/Kosten durch weniger Autoverkehr. Also um Dinge, die im ureigenen Interesse der Stadt liegen sollten!

Die Aktion kann hier unterstützt werden:

https://www.openpetition.de/!mobipakt

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news-9693 Thu, 07 Oct 2021 22:00:00 +0200 Autoarmes Regensburg heute - ein Beispiel für Bamberg? https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/autoarmes-regensburg-heute-ein-beispiel-fuer-bamberg/ In seinem Vortrag zur autoarmen Altstadt schilderte der Nahmobilitätskoordinator der Stadt Regensburg mit eindrücklichen Bildern, wie sich die Aufenthaltsqualität verbessert hat. Im Vortrag kamen jedoch auch die Herausforderungen und teils schwierigen Diskussionen in der Stadtgesellschaft nicht zu kurz, die am Ende zu breit getragenen Maßnahmen führten. Dies war eine gelungene Einstimmung auf die anschließende Mitgliederversammlung des Bamberger Kreisverbands im VCD.

Bereits in den 80er Jahren hat die Stadt Regensburg begonnen, die Altstadt von Verkehr zu entlasten und sie durch die Einrichtung von Wohnverkehrsstraßen aufzuwerten. Thomas Großmüller, Nahmobilitätskoordinator der Stadt Regensburg, zeigte den kontinuierlichen Aufbau dieser stadtfreundlichen Infrastruktur über die Jahrzehnte auf. Seine Bildbeispiele zeigten vielerorts die Verwandlung von reiner Verkehrsfläche zu öffentlich belebter Fläche und es wird schnell klar, was die attraktive Innenstadt prägt: niveaugleicher Ausbau, Aufenthaltsflächen statt Parkplätzen, sehr wenig PKW-Verkehr, Fuß- und Radverkehr als überwiegende Mobilitätsform.

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news-9469 Mon, 27 Sep 2021 17:36:22 +0200 Park statt Parken? https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/park-statt-parken/ Weltweit wird am 3.Freitag im September mit Aktionen zum Parking Day gezeigt, was alles im öffentlichen Raum möglich wäre, wenn die vielen parkenden Autos nicht so viel Raum beanspruchen würden. Bäume in großen Blumentöpfen, Sandkasten, Liegestühle und Sitzgruppen zum Kartenspielen zauberten schnell eine angenehme Atmosphäre. Außerdem konnten die bequemen Campingstühle des Bergsportladens Alpenstrand getestet werden.

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news-9465 Sun, 26 Sep 2021 23:03:52 +0200 Mobilitätsbeschluss nicht verwässern! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/mobilitaetsbeschluss-nicht-verwaessern/ Wir appellieren dringend an die Stadträte, die Menschen, die in unserer Stadt umweltfreundlich mobil sein wollen, nicht am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen!

26.000 Nürnberger hatten 2020 für die Forderungen des Radentscheids unterschrieben und damit ein deutliches Zeichen für die Verkehrswende gesetzt. Im Rathaus hat man daraufhin mit dem Mobilitätspakt auf eine Verhandlungslösung gesetzt, um einen Bürgerentscheid abzuwenden.

Wenn die geplanten Kürzungen kommen, ist der im Januar stolz verkündete Mobilitätspakt nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben wurde. Einer weiteren Zusammenarbeit der Initiativen mit der Verwaltung würde jegliche Vertrauensbasis entzogen.

Solange die Stadt am Monsterprojekt Frankenschnellweg festhält, kann fehlendes Geld keine Entschuldigung sein. Allein für die Tunnelplanung sind 20 Ingenieure beschäftigt – Stellen, die man für Zukunftsprojekte wie die Radschnellwege vergeblich sucht.

Der VCD hofft, dass sich Oberbürgermeister Markus König in diesem Fall an die CSU-Größe Franz-Josef-Strauß erinnert: „Pacta sunt servanda – Verträge müssen eingehalten werden!“

 

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news-9457 Mon, 20 Sep 2021 13:00:00 +0200 Pressemeldung FFF und VCD - Fahrraddemo 19.09.2021 - Mehr als 500 Menschen demonstrieren für eine umweltfreundliche Verkehrswende https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/pressemeldung-fff-und-vcd-fahrraddemo-19092021-mehr-als-500-menschen-demonstrieren-fuer-eine-um/  

„Wir brauchen eine Mobilität für alle – für Menschen von heute und von morgen. Es ist höchste Eisenbahn für eine Gleichberechtigung der Verkehrsmittel – den Öffis, dem Rad- und Fußverkehr werden immer noch Steine in den Weg gelegt, während dem Auto der asphaltierte Teppich ausgerollt wird. Damit muss endlich Schluss sein!“, fordert Sophia Weigert von FFF Regensburg.


Der Demozug startete gegen 15.00 am Hauptbahnhof (Südseite) und fuhr mit Musik und bunten Bannern und Fahnen in den Regensburger Norden, über die Nibelungenbrücke nach Lappersdorf und dort auf den Lappersdorfer Kreisel, der im Rahmen der Kunstaktion „Teufelskreis der Verkehrswende“ von den rund 500 Teilnehmer:innen mehrmals umfahren wurde. In einer Zwischenkundgebung am Kreisel sprach sich Wolfgang Bogie von VCD vehement gegen den Ausbau des Lappersdorfer Kreisels und die geplante Sallerner Regenbrücke aus. Beide würden, einmal umgesetzt, immer mehr Autos in die Stadt leiten: „Dieses Projekt schlummert seit Jahren und niemand hat es je gebraucht. Wir brauchen es auch heute nicht! Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass dieses schlummernde Monsterprojekt nie Realität wird und stattdessen eine Stadtbahnüberführung nach Lappersdorf realisiert wird!“

Weiterhin fordern die Anhänger:innen der Verkehrswende

  • kostenfreien öffentlichen Nahverkehr
  • Ende der Priorisierung des Autos, stattdessen ein Verkehrskonzept, das 
    maßgeblich auf Bus und Bahn, Fahrrad- und Fußverkehr setzt und unter 
    anderem auf folgenden Maßnahmen beruhen könnte:
    • massiver Ausbau des ÖPNV insbesondere im ländlichen Raum
    • Wiederbelebung stillgelegter Bahntrassen und Bahnhöfe
    • Fahrradstraßen
    • Grüne Welle für Rad-/Fußverkehr
  • weniger Autos in den Städten, dafür mehr Platz für Menschen
  • Tempolimit auf Autobahnen und 30 km/h innerorts
  • Stopp der Neuzulassung von Autos, die fossile Kraftstoffe verbrennen
     

Der Rückweg zur Innenstadt führte am Regensburger Klimacamp vorbei zur Abschlusskundgebung am Domplatz. Dort gab es, ehe die friedliche und bunte Versammlung schließlich gegen 18.00 Uhr endete, nochmals Musik und Reden:
 

„Letztes Jahr gab es 2 632 499 Verkehrsumfälle, 264 499 mit Personenschaden und 2 719 Verkehrstoten. Das sind durchschnittlich 7,5 Tote pro Tag.“ rechnete Olli (FFF) vor und betont: „Autos sind nicht nur eine Gefahr für Menschen, sondern sie Kosten auch noch einen ordentlichen Batzen Geld. 2019 beliefen sich die durch Unfälle entstandenen Kosten auf etwa 33,9 Mrd. Euro. Und da kommen noch die Kosten von Staus, Straßenausbau und vor allem die Folgen der Klimakrise dazu. [...] Wir haben uns schon alle daran gewöhnt, in einer Stadt zu leben, die nicht für Menschen, sondern für Autos gebaut wird.“
 

Und Sophia Weigert ergänzte: „Mobilität ist ein wichtiges Bedürfnis von Menschen, dem wirunbedingt bedienen sollten – Autos aber sind kein Bedürfnis! [...] Autos, die fossile Kraftstoffeverbrennen, brauchen wir gar nicht mehr zu bauen. Das ist einfach rum! Ihr kauft euchja auch kein Fax mehr, oder?“

DIe gesamte Demonstration verlief wie immer friedlich und bunt. Zahlreiche Fotos sowie ein (bereits bearbeitetes) Video, das sehr gerne verwendet werden darf, finden Sie hier: https://1drv.ms/f/s!AkV8rtsLTm_LgpITLvf4o6TKmmjR6w

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news-9159 Tue, 03 Aug 2021 10:33:41 +0200 Vorsicht Schulkinder https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vorsicht-schulkinder/ Seit 27.Juli weisen auch zwei lebensgroße hölzerne Figuren auf Kinder vor der Nikolaschule hin. Das Bemalen im Kunstunterricht war Begleitprogramm zum Wettbewerb „Welche Klasse geht am meisten zu Fuß zur Schule?“. Nach den Pfingstferien konnten alle Kinder in ihrem persönlichen Schulweg-Pass Stempel sammeln. Ganz knapp gewann die 1c den 1.Preis vor der 2a und der 4c. Die Sparda-Bank hat diese Aktion mit 100, 60 und 40 € für die jeweilige Klassenkasse unterstützt.

Als zusätzliche Botschaft für die Eltern wurden bei der Preisverleihung an alle interessierten Kinder die neuen Mobilitätsfibeln des VCD und an Viertklässler mit bestandener Fahrradprüfung der Landshuter Radlplan verteilt.

Herzlichen Dank an die Rektorin Christina Meindl für die vorbildliche Organisation, die hoffentlich andere Schulen zur Nachahmung anregt. Nur beim regelmäßigen Bewältigen von Fußwegen kann sich bei Kindern die notwendige Selbständigkeit und Sicherheit für die Teilnahme am Verkehr entwickeln.

 

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news-9153 Sun, 01 Aug 2021 19:00:00 +0200 Alarm! Letzte zentrale Cityroute über die Regnitz soll für Radverkehr gekappt werden! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/alarm-letzte-zentrale-cityroute-ueber-die-regnitz-soll-fuer-radverkehr-gekappt-werden/ Wer die Nutzung der Unteren Brücke in der geplanten Form mit Tischen und Bewirtung vorsieht, will ganz offensichtlich den Radverkehr blockieren. Schon heute ist die Brücke, die planmäßig für Fuß- und Radverkehr reserviert ist, tagsüber sehr stark belastet, so dass mit dem Fahrrad kaum ein Durchkommen möglich ist. Schon heute besteht also an diesem Flaschenhals weder eine sichere noch eine leistungsfähige Infrastruktur. Während es für den Fußverkehr in direkter Nähe drei weitere Querungsmöglichkeiten gibt, ist es für den Radverkehr die einzige Flussquerung in diesem Bereich. Um die Bedeutung auch für den Autoverkehr begreifbar zu machen: Es wäre so, als ob die Bischofsmühlbrücke gesperrt würde.

Einer gleichzeitigen Nutzung der Unteren Brücke für Gastronomie an Tischen, Fußverkehr und Radverkehr erteilen wir eine klare Absage. Das schafft nur ein sehr hohes Konfliktpotenzial zwischen den Verkehrsteilnehmenden. Rad schieben ist auch keine Alternative. Es wäre dann auch kein Radverkehr, sondern Fußverkehr in sehr uneffektiver Weise, weil besonders viel Platz benötigt wird. Eigentlich müsste die Verkehrspolizei in diesem Fall die Durchlässigkeit für den Radverkehr auch bei hohem Fußverkehr sicherstellen, denn allein mit Schildern und der höflichen Bitte um Rücksichtnahme wird es nicht getan sein.

Die Problematik des Partyhotspots insbesondere für die Anwohnenden ist auch dem VCD bewusst. Gleichwohl erscheint die Maßnahme unangemessen, weil für ein Problem, dass nur mehrere Stunden pro Tag und Nacht auftritt, die Situation rund um die Uhr systematisch verschlechtert wird. Auch für die Feiernden ist es keine Lösung, denn sie bekommen keine Alternativen angeboten, sondern werden sich andere Orte suchen und finden, die dann in der nächsten Saison behandelt werden müssen. Es ist ein Herumdoktern an Symptomen eher als eine systematische Problemlösung.

Wir sehen das Problem nicht darin, dass sich Menschen treffen wollen, im Gegenteil, wir meinen, dass der öffentliche Raum viel mehr und attraktive Begegnungsmöglichkeiten bereitstellen sollte. Dies würde ermöglichen, dass dabei auch ein deutlich vielfältigeres Straßenleben entsteht, an dem auch die Anwohnenden teilhaben, was dem reinen Partygeschehen auch entgegenwirken würde. Der VCD fordert dafür bereits seit 2019 eine Umgestaltung des Welterbes zu einem autofreien Bereich unter Beteiligung der Öffentlichkeit, damit Flächen für soziales und kulturelles Leben frei werden. Davon profitieren neben den Anwohnenden auch lokaler Handel und lokales Gewerbe. Dies beweisen zahlreiche Städte heute schon durch ähnliche Konzepte, z. B. Regensburg.

Definition von Cityrouten gemäß Vorlage der Stadt im Verkehrsentwicklungsplan:
„Radial und möglichst direkt geführte Hauptrouten zur Anbindung der Stadtmitte. Dem Radverkehr kommt eine sehr hohe Bedeutung zu, was sich v.a. in sicherer und leistungsfähiger Infrastruktur und Führungsform ausdrückt.“

Link zur Pressemitteilung

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news-9117 Tue, 27 Jul 2021 11:01:54 +0200 VCD begrüßt ÖPNV-Maßnahmenpaket - und verweist auf zentrale Lücke https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-begruesst-oepnv-massnahmenpaket-und-verweist-auf-zentrale-luecke/ „Wir freuen uns darüber, dass auch Nürnberg endlich die Bedeutung der Straßenbahn für einen attraktiven ÖPNV erkennt“, freut sich VCD-Sprecher Berthold Söder. Er ergänzt aber: „Hier hat die Stadt leider gewaltigen Nachholbedarf. Nun muss man erst mal an den selbst erzeugten Engpässen der Vergangenheit arbeiten, um das Netz stabil und zukunftsfähig zu machen.“

Als „beeindruckend mutlos“ bezeichnet Söder dagegen den Umgang mit der Straßenbahn durch die Sebalder Altstadt. Gerade die Strecke zwischen Rathenauplatz und Hallertor stellt das eigentliche Herzstück des „Szenario 2030“ dar: Durch den Netzeffekt würde sie viele neue Direktverbindungen schaffen, umständliche Umstiege verhindern und die Reisezeiten verkürzen. Nicht umsonst wurde ihr bereits ein überragendes Nutzen-Kosten-Verhältnis von über 4,0 bescheinigt.

Dass diese zentrale Strecke in die letzte Priorität – noch ohne Zeithorizont – geschoben wurde, ist nicht akzeptabel. Die Coronafolgen für den Handel, die eben erst beschlossene Ausweitung der Fußgängerbereiche, die angestrebte Urbane Gartenschau – es gibt auch genügend aktuelle Gründe, sich für die Altstadtstraßenbahn zu engagieren.

Söder: „Die Strecke ist für uns ein Gradmesser, ob den hehren Worten auch dann Taten folgen, wenn es vielleicht unbequem wird. Auch die erfolgreiche Straßenbahn in Straßburg hatte zunächst viele Feinde – und wird heute von allen geliebt!“

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