VCD LV Bayern https://bayern.vcd.org de_DE VCD LV Bayern Sat, 30 May 2020 20:01:54 +0200 Sat, 30 May 2020 20:01:54 +0200 TYPO3 EXT:news news-6741 Fri, 15 May 2020 15:16:46 +0200 Petition: PopUp BikeLanes für Nürnberg! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/petition-popup-bikelanes-fuer-nuernberg/ Deswegen fordert der VCD Nürnberg ihre Errichtung auch in unserer Stadt. Am dringendsten ist der Abschnitt zwischen Rennweg und Rathenauplatz auf der Bayreuther Straße. Er schließt eine Lücke ohne Fahrradweg und setzt eine ohnehin geplante Maßnahme schneller um. Wir fordern in einer Online-Petition schnelles Handeln der Verantwortlichen um den neuen Oberbürgermeister Marcus König.

Weitere wichtige Maßnahmen wären:

  1. Entlang des gesamten Altstadtrings, da dort viele Menschen mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs sind und es immer wieder eng wird.
  2. Am Plärrer, dort fehlen an vielen Stellen Radverkehrsanlagen komplett oder die bestehenden Anlagen führen zu Konflikten mit dem Fußverkehr. Von den vielen Fahrspuren für den Autoverkehr kann problemlos je eine umgewidmet werden.
  3. Bayreuther Straße zwischen Rennweg und Nordostbahnhof auf beiden Seiten, da die vorhandene Infrastruktur lückenhaft und unsicher ist.
  4. Rothenburger Straße zwischen Oberer Kanalstr. und Fuggerstraße. Hier muss vor allem im Bereich der Bahnunterführung mehr Raum durch Umwidmung einer Kfz-Spur geschaffen werden. Die bereits geplante Maßnahme sollte dringend umgesetzt werden.
  5. Fürther Straße auf ganzer Länge, da der Radweg - wo vorhanden - keine ausreichende Breite und Sicherheit bietet.
  6. Maximilianstr. zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Fürther Staße. Hier wäre auch eine gemeinsame Umweltspur für Busse und Radverkehr zu überlegen.

Darüber hinaus sollten im gesamten Stadtgebiet diese und andere Maßnahmen geprüft werden, um kurzfristige Verbesserungen für den Radverkehr zu erzielen.

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news-6701 Thu, 07 May 2020 21:41:52 +0200 Verkehrspolitik in Zeiten von Corona https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrspolitik-in-zeiten-von-corona/ Sehr geehrte Frau Stadträtin, sehr geehrter Herr Stadtrat!

Der ökologische Verkehrsclub VCD möchte wendet zu Beginn Ihrer neuen Amtsperiode mit einem dringlichen Anliegen an Sie:

In Nürnberg gab es in letzter Zeit eine Reihe guter und sinnvoller erster Schritte in Richtung Verkehrswende: In der Altstadt gab es Verkehrsberuhigungen - wenn auch nur probehalber -, ein Parkraumbewirtschaftungskonzept wurde beschlossen, mehr Geld für den Radverkehr und die Tariferhöhungen für den ÖPNV dieses Jahr ausgesetzt.

Dies reicht zwar bei Weitem nicht aus für einen klimaverträglichen und nachhaltigen Stadtverkehr. Aber der Wille wurde sichtbar, umweltverträgliche Verkehrsmittel stärker zu fördern und nicht mehr nur einseitig den Autoverkehr zu bevorzugen. Aber jetzt könnten diese guten Ansätze zunichte gemacht werden. Sicher ist man vor Ansteckung im eigenen Auto besser geschützt als in einer überfüllten U-Bahn. Aber trotzdem wäre es fatal, wenn jetzt wieder die Innenstadt verstärkt und zu Lasten der Fußgänger und Radfahrer durch Autoverkehr geflutet werden würde. Nach wie vor reichen weder die Straßenflächen noch die Parkplätze aus, um dann den Ansturm zu bewältigen. Das kann im urbanen Raum auch nie der Fall sein.

Man darf auch die Schadstoffproblematik nicht vergessen: Es darf nicht sein, dass die geringen Verbesserungen durch die NO2-Belastung wieder zunichte gemacht werden. Und aus Bergamo und New York weiß man, dass die Feinstaubbelastung maßgeblich zu einer Verschlimmerung der Folgen einer Corona-Erkrankung beiträgt. In Fachkreisen wird sogar diskutiert, ob sich damit nicht auch die Ansteckungsgefahr erhöht. Die geltenden Feinstaubgrenzwerte sind viel zu hoch angesetzt; auch wenn diese in Nürnberg eingehalten werden, ist es aus Gründen der Gesundheitsfürsorge erforderlich, diese weiter zu drücken.

Nürnberg darf nicht erneut mehr Autoverkehr zulassen. Im Gegenteil: Es hängt viel davon ab, dass die Menschen auch in nächster Zeit verstärkt auf umweltverträgliche Verkehrsmittel umsteigen. Überfüllte öffentliche Verkehrsmittel sind - bereits ohne Corona - ein Problem! Dem muss man vor allem durch ein erweitertes Angebot begegnen. Natürlich kostet das Geld. Schon aus sozialen Gründen sind Tariferhöhungen aber keine Option. Der ÖPNV erzeugt einen hohen Nutzen für die gesamte Stadt und muss aus anderen Töpfen finanziert werden.

Überfüllte öffentliche Verkehrsmittel kann man besonders auch durch gezielte Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs vermeiden. Gerade jetzt brauchen diese deutlich mehr Platz, um den nötigen Abstand wahren zu können und um ein zügiges Vorankommen zu ermöglichen. Viele Städte auf der ganzen Welt (Berlin, Wien, Brüssel, Mailand, New York, Paris etc.) zeigen, wie man schnell und günstig mehr Platz schaffen und den Fuß- und Radverkehr fördern kann. Provisorische Lösungen können dabei auch als Versuch für langfristige Lösungen genutzt werden.

Die geplante verbesserte Förderung des Radverkehrs darf nicht den aktuell knappen Kassen zum Opfer fallen. Im Gegenteil: die Haushaltsmittel für nachhaltige und gesunde Mobilität müssen gerade jetzt erhöht werden. Aber vor allem ist in den zuständigen Ämtern für Personal zu sorgen, damit zügig geplant und umgesetzt werden kann.

Wir sind guter Dinge, dass der neue Stadtrat und die Stadtregierung so weitsichtig sein werden, die Verkehrspolitik der nächsten Jahre an diesen Prämissen auszurichten. Niemand, der sich ernsthaft mit Verkehrsproblemen befasst, kann Tendenzen "zurück ins Auto" befürworten. Daran wird der neue Stadtrat sich in den nächsten 6 Jahren messen lassen müssen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei.

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news-6580 Fri, 24 Apr 2020 09:45:57 +0200 Saubere Luft statt heißer Reifen am Dutzendteich https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/saubere-luft-statt-heisser-reifen-am-dutzendteich/ Kinder dürfen nicht auf ihre Spielplätze, die Großeltern im Pflegeheim müssen verzweifelt alleine bleiben und man darf noch nicht einmal die nächsten Verwandten besuchen? Niemand weiß, wann diese Einschränkungen gelockert werden können, aber mindestens bis Anfang Mai wird dies so bleiben. Jegliche Veranstaltungen sind untersagt, selbst das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ist faktisch außer Kraft.

Und in diese Situation will ein Motorsportclub eine Sondererlaubnis für ein Autorennen im Sommer? Ein „Event“, für das große Teams aus dem In- und Ausland einreisen müssten. Auch ohne Zuschauer ergeben allein Fahrer und Monteure die Menschenmenge einer mittleren Großveranstaltung, bei der es garantiert nicht die nötigen Mindestabstände geben kann.

Die im Bündnis Nürnberg for Future organisierten Umwelt- und Klimainitiativen respektieren, dass es zur Eindämmung der Corona-Pandemie Beschränkungen unserer Freiheitsrechte geben muss. Gerade deshalb können wir nicht verstehen, warum eine Ausnahmegenehmigung ausgerechnet für ein Autorennen erteilt werden sollte. Es sollte unstrittig sein, dass unmittelbar und mittelbar auch heute schon durch die für das Klima schädlichen Handlungsweisen jährlich weit mehr Menschen sterben, als dies durch Corona der Fall ist. Dazu gehören auch Autorennen! Frank Braun vom Verein BluePingu: „Der Norisring ist zur Bewältigung der Krise sicher nicht systemrelevant und trägt ganz im Gegenteil mittelbar zum Verlust von Leben bei.“ 

Wenn wir es wirklich ehrlich meinen mit unserer Sorge um das Leben unserer Mitbürger*innen, darf dieses Rennen nicht stattfinden!

Weitere gute Gründe, dass dieses Rennen heuer keinesfalls stattfinden darf: 

  • Das dann abgesperrte Gelände am Dutzendteich wird dringend als Naherholung gebraucht, vor allem, solange weiter entfernt liegende Erholungsgebiete wegen der Mobilitäts­einschränkungen unerreichbar sind. 
  • Viele Familien und Heimbewohner sind auf Ihre Zimmer und Wohnungen angewiesen und könnten nicht ausweichen. Bisher sind viele Nürnberger*innen bewusst am Renn-Wochenende dem Dauerlärm entflohen. Urlaub wird diesen Sommer aber so gut wie nicht möglich sein.
  • Die Schwere eine Corona-Erkrankung und das damit verbundene Todesrisiko, hängt auch mit der Stärke der Luftverschmutzung zusammen. Dies mussten Wissenschaftler*innen anhand der in Bergamo und in den USA gemessenen Werte feststellen. Vor allem NO2 und Feinstaub scheinen einen großen Einfluss zu haben. Und da wollen einige Uneinsichtige nur zum Spaß die Luft mit noch mehr Abgasen und Bremsabrieb „bereichern“?
  • Es wird mit Sicherheit Zaungäste, Hobbyfotograf*innen und sonstige Interessierte geben, die eine ständige Polizeiüberwachung des Geländes notwendig machen. Das Risiko von Versammlungen und die möglichen Polizeimaßnahmen sind unnötig und nicht zielführend in der Corona-Zeit. 

„Der Autoverkehr hat bei uns eine viel zu hohe Bedeutung, er muss dringend reduziert werden“, so Berthold Söder vom Verkehrsclub Deutschland: „‚Autofahren nur zum Spaß‘ ist mit einer aus Umwelt- und Klimagründen dringend notwendigen Verkehrswende unvereinbar.“ Das Bündnis Nürnberg for Future appelliert daher an die Verantwortlichen, auch und gerade angesichts der Corona-Krise die Prioritäten für die Stadtbewohner*innen, für die städtische Umwelt und den Klimaschutz richtig zu setzen.

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news-6554 Thu, 16 Apr 2020 12:22:25 +0200 Solidarische Mobilität während der Krise https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/solidarische-mobilitaet-waehrend-der-krise/ Die Zahl der Radfahrer und Fußgänger steigt derzeit: Viele versuchen nun, Busse und Bahnen zu meiden. Als Alternative für Strecken bis 20 Kilometer entdecken Viele das Fahrrad neu. Kurze Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Gleichzeitig ist es ein Bedürfnis der Menschen, ab und zu die eigenen vier Wände zu verlassen. Für viele Sportler sind Laufen und Radfahren nun die einzigen verbliebenen Trainingsmöglichkeiten.

Der Verkehrsclub Deutschland appelliert daher an alle Autofahrer, beim Parken verstärkt Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer zu nehmen. Wenn die Fuß- und Radwege zugeparkt sind, können die erforderlichen Mindestabstände bei Begegnungen nicht eingehalten werden. Erneut zeigt sich, dass viele Wege ohnehin zu schmal geplant wurden.

Das in Nürnberg von Bürgermeister Vogel verfügte Aussetzen von Parkgebühren hält der VCD für ein falsches Signal. Auch wenn derzeit die Umweltbelastung durch den Verkehr deutlich geringer ist, sollte auch die soziale Komponente nicht vernachlässigt werden. Der VCD lehnt daher eine einseitige Förderung für Autofahrer ab: Sichere Mobilität muss für alle gleichermaßen gewährleistet werden.

Positive Beispiele zeigen, dass Alltagsmobilität auch in der Krise jenseits des Autos sicher und komfortabel funktioniert: So können z.B. in Augsburg und im Ruhrgebiet die Leihräder die erste halbe Stunde kostenfrei genutzt werden. In Berlin werden nun weniger genutzte Fahrspuren zu Pop-Up Radspuren umgewidmet, um dem steigenden Radverkehr angemessenen Raum zu bieten. Der alternative Verkehrsclub bedankt sich ausdrücklich bei der VAG und ihren Mitarbeitern, die den Betrieb weiter mit gutem Takt aufrecht erhalten. Damit ist meist ausreichend Platz in den Fahrzeugen.

Mit Blick auf die Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen gilt es, die vielfältigen Angebote und kurzen Wege in Stadt und Region so gut wie irgend möglich zu erhalten. Kleine Betriebe, Läden, Gastronomie, aber auch Kulturstätten kämpfen ums Überleben. Jeder sollte prüfen, wie er seinen Teil beitragen kann: Viele Produkte können geliefert werden, Speisen werden zum Mitnehmen angeboten und Gutscheine sorgen schon jetzt für dringend benötigte Einnahmen. Kleinräumiges Wirtschaften trägt auch zur Vermeidung langer Transportwege bei. Der VCD empfiehlt daher: Kaufen Sie jetzt möglichst lokal ein, damit Sie es auch morgen wieder tun können.

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news-6113 Tue, 10 Mar 2020 15:10:03 +0100 VCD unterstützt die Forderungen von Fridays for Future https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-unterstuetzt-die-forderungen-von-fridays-for-future/ In dem Forderungskatalog der Fridays for Future nehmen Verkehrsthemen eine wichtige Rolle ein.

Gerade bei der Gestaltung der Mobilität haben die Kommunen große Gestaltungsspielräume – und hat Nürnberg zuletzt wenig Mut bewiesen. Die Forderungen der FFF sind eine klare Ansage, wie zukunftsfähige Verkehrspolitik aussehen kann und muss.

Prägnantestes Beispiel ist immer noch der geplante kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. Ein sofortiger Stopp der Ausbaupläne steht für die Klimaschützer zu Recht an vorderster Stelle. Im Sinne der notwendigen Verkehrs- und Klimawende muss es darum gehen, das Areal und die gesamte Stadt den Menschen zurückzugeben und die Mobilität möglichst verträglich zu organisieren. Mehr dazu? Siehe unsere Vorschläge einer urbanen Gestaltung der Straßenachse.

Solange die Stadt an dem autobahnmäßigen Ausbau festhält, sind alle Bekenntnisse zum Klimaschutz leere Worthülsen! Hier werden die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt. Eine Stadtautobahn, die frühestens 2032 in Betrieb geht, löst weder heutige noch zukünftige Probleme. Wer es ernst meint mit der Verkehrswende, weiß, dass bis dahin große Teile des heutigen Autoverkehrs ersetzt werden müssen – dann könnte man im Tunnel vielleicht noch regionale Champignons züchten!

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news-5767 Mon, 13 Jan 2020 20:56:00 +0100 Menschenwürde wiederherstellen! Vom Umbau kaputter Hauptverkehrsstraßen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/menschenwuerde-wiederherstellen-vom-umbau-kaputter-hauptverkehrsstrassen/ Aber auch dort wird gewohnt, gearbeitet und halten sich Menschen im öffentlichen Raum auf. Diese Straßen sind mehr als reine Verkehrswege, sie sind wichtige Adern im Stadtkörper. Historische Bedeutung und aktuelle Nutzungsvielfalt kommen hier zusammen. Eine lebendige Stadt der kurzen Wege kann nur gelingen, wenn die Dominanz des motorisierten Kfz-Verkehrs gebrochen wird. Die Flächen müssen gerecht neu verteilt werden, denn sie gehören allen Menschen in der Stadt!

Gut hundert interessierte Zuhören waren bei unserer Veranstaltung mit Prof. Dr. Heiner Monheim. Vor dem Vortrag gab der Verkehrsexperte – und Mitgründer des VCD – ein Interview für Radio Z, das Sie hier nachhören können.

 

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news-5576 Fri, 22 Nov 2019 19:45:35 +0100 Mobilität anders denken https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/mobilitaet-anders-denken/ <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/nqs-qGgV8pw" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>

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news-5407 Sat, 19 Oct 2019 11:13:00 +0200 Autobahn statt Verkehrswende - Nicht mit uns! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/autobahn-statt-verkehrswende-nicht-mit-uns/ Die Anhörung über die Einwände zu den geänderten Tunnelplänen und die vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie soll nicht öffentlich stattfinden. Wir werden aber zu Beginn beantragen, die Öffentlichkeit zuzulassen. Wir hoffen, dass wir zumindest erreichen, dass Pressevertreter für die Berichterstattung eingelassen werden.

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news-5333 Thu, 19 Sep 2019 21:51:00 +0200 Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist keineswegs in „trockenen Tüchern“ https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/der-ausbau-des-frankenschnellwegs-ist-keineswegs-in-trockenen-tuechern/ Nürnberg hat eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) vorgelegt, die in vielen Punkten mangelhaft ist, wie zum Beispiel auch die Stadt Fürth eingewandt hat. Diese Prüfung betrifft das Gesamtprojekt.

Ein Beispiel: Es ist auch nach offzieller Planung ausgeschlossen, dass der Ausbau des Frankenschnellwegs vor 2030 abgeschlossen werden kann, selbst wenn jetzt trickreich ein Baurecht für den ersten Abschnitt geschaffen werden würde. Aber aller Voraussicht nach wird es deutlich länger dauern. Die Verkehrsprognose, die dieser UVS zugrunde liegt, reicht aber bei weitem nicht lange genug in die Zukunft, um die Auswirkungen seriös abschätzen zu können.

Die vorgelegte Planung ist somit bisher nicht genehmigungsfähig und in höchstem Maße angreifbar.

Obwohl der vorgelegte Vergleich keinerlei verbindliche Zusagen enthält, sondern nur Absichtserklärungen und Prüfversprechen, will also der BN das Projekt jetzt durchwinken. Die einzig rechtsverbindliche Klausel im ausgehandelten Vergleich verbietet ihm, die berechtigten Einwände im erweiterten Planfeststellungsverfahren weiter zu verfolgen. Es ist absurd, wenn beide Seiten versuchen, dass auch noch als Erfolg zu verkaufen.

Es gibt neben dem BN aber noch weitere Personen und Organisationen wie beispielsweise den Verkehrsclub Deutschland, die ihre Einwände nach wie vor aufrecht erhalten.

Weshalb dann jetzt eine Vereinbarung, solange die aktuelle Planung noch weit vom Baurecht entfernt ist? Weshalb wartet man nicht zumindest das Anhörungsverfahren ab, bevor man sich über weitere Schritte einigt?

Geht es jetzt nur darum, das Thema vor den Stadtratswahlen abzuräumen? Es ist ja auch peinlich: Einerseits kämpfen Jugendliche für eine Klimapolitik, die auch eine schnelle Verkehrswende zum Inhalt haben muss. Und andererseits wollen uneinsichtige „alte Männer“ ernsthaft jetzt noch eine Autobahn quer durch die Stadt bauen. Bis diese fertig gestellt ist, müssen wir Alle eine Verkehrswende geschafft haben, die den Autoverkehr deutlich reduziert!

Die aktuellen Probleme am Frankenschnellweg kann man auch ohne Ausbau lösen: Sowohl ein Lärmschutz, als auch Fahrradwege sind  auch ohne Tunnel realisierbar.

Der VCD Nürnberg fordert alle Beteiligten auf, eine Denkpause einzulegen und vor den Stadtratswahlen keine weiteren Schritte mehr einzuleiten, die einen Baubeginn ermöglichen sollen.

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news-4928 Fri, 12 Jul 2019 16:00:00 +0200 Nürnberg for Future lädt zu Demo und Klimacamp https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/nuernberg-for-future-laedt-zu-demo-und-klimacamp/ Das Bündnis "Nürnberg for Future", dem auch der VCD angehört, hatte sich auf Einladung der Schüler*innenbewegung Fridays For Future vor etwa 2 Monaten gegründet. Bereits in der ersten Sitzung waren sich alle beteiligten Initiativen einig, dass die Erklärung des Klimanotstands ein erster notwendiger Schritt sein muss, um auf den Ernst der Lage in Sachen Klimaschutz auch hierzulande sehr deutlich aufmerksam zu machen.

Am 12. und 13.7. wollen wir dafür auf die Straße gehen.

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news-4926 Mon, 01 Jul 2019 21:19:00 +0200 VGN vereinfachen und verbilligen – 365 € Ticket für die Städteachse https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vgn-vereinfachen-und-verbilligen-365-eur-ticket-fuer-die-staedteachse/ Das ist zwar von der Größe des Gebiets und vor allem vom Verkehrsangebot her immer noch nicht mit München oder gar Wien vergleichbar, aber es wäre ein starkes Bekenntnis zur dringend notwendigen Verkehrswende.

Mehr Nutzer bedeuten auch mehr Fahrkartenverkäufe, so dass die Kosten sich im Rahmen halten würden. Allerdings muss das Verkehrsangebot auch deutlich verbessert werden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Kommunen dürfen dabei nicht auf den Kosten sitzenbleiben, immerhin erbringt der ÖPNV einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen, da er gegenüber dem motorisierten Individualverkehr u.a. Umwelt- und Unfallkosten spart.

Der VCD begrüßt daher auch die Initiative des VGN, die anstehenden Tariferhöhungen auszusetzen. Es ist aber ganz klar, dass dies nicht mehr als ein symbolischer Akt sein kann. Notwendig ist eine generelle Reform und Vereinfachung des Tarifs. Dies ist ja auch der Hintergrund, warum der Freistaat eine Sonderfinanzierung für den Münchner Verbund leistet.

Neben den hohen Preisen schreckt vor allem die Komplexität des Tarifsystems Menschen davon ab, den ÖPNV zu nutzen. Gerade mit dem nun formulierten Beitrittsinteresse aus Oberfranken wird eine generelle Strukturanpassung unumgänglich. Ein einheitlicher Tarif für Bus und Bahn wäre eigentlich landesweit sinnvoll. Zumindest in der Metropolregion müssen nun einfache und für die Nutzer attraktive Lösungen gefunden werden.

Das politische Ziel darf nicht länger sein, den Nahverkehr zu möglichst geringen Kosten ‚abzuwickeln‘, sondern es geht darum, möglichst viele Menschen zum Umsteigen zu begeistern.

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news-4925 Fri, 28 Jun 2019 21:14:00 +0200 Stickoxide auch in Nürnberg europarechtskonform messen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/stickoxide-auch-in-nuernberg-europarechtskonform-messen/ Zum Einen sollte die vom Landesamt für Umwelt betriebene Messstation „Bahnhof“ von der ruhigen Köhnstraße an eine verkehrsreiche Straße verlagert werden z.B. Frauentorgraben oder Äußere Bayreuther Straße. Die besagte Station wird als sogenannte „Station mit Verkehrsbezug“ geführt. An der Köhnstraße herrscht derzeit und absehbar aber wenig Verkehr.

Weiterhin fordert der VCD die Umweltverträglichkeitsstudie für den Ausbau des Frankenschnellweges nachzubessern. Dort wird als Basisbezugsquelle für die Berechnung der Schadstoffbelastung die Station in der Muggenhofstraße genannt. Diese ist aber mit dem Frankenschnellweg von der Verkehrsmenge her überhaupt nicht vergleichbar. Zwischen der Messstation an der Von-der-Tannstraße mit 22 000 Fahrzeugen und dem Frankenschnellweg mit 44 000 Fahrzeugen je Tag besteht schon eher eine Vergleichbarkeit, so Söder. Der Tenor des neuen Gerichtsurteils verlangt die Anwendung der Werte aus der Messstation mit den höchsten Werten.

Weiter kritisiert der VCD den Aufstellort der mobilen Schadstoffmessstation der Stadt Nürnberg an der Meistersingerhalle. Diese ist 36 m von der stark befahrenen Münchener Straße entfernt platziert. Die EU-Richtlinie 2008/50 fordert eine Nähe von mindestens 15 m. Der VCD legt es der Stadt Nürnberg zudem nahe, die Station erst einmal an die Rothenburger Straße in die Nähe der Bahnunterführung zu verlegen. An der dortigen VCD-Messstelle wurden bereits 50 µg/m3 NO2 im Jahresmittel gemessen. Im eigenen Interesse und zum Schutz der Anwohner muss daher dringend geprüft werden, ob die in der UVS zum Frankenschnellweg genannte Berechnung von ca. 30 µg/m3 der Realität standhalten.

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news-4841 Mon, 10 Jun 2019 09:04:11 +0200 Aufrufe zum Klimanotstand https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/aufrufe-zum-klimanotstand/ Der Erlanger Stadtrat hat daher am 29.05.2019 bereits den Klimanotstand erklärt.

In Fürth haben Initiativen am 07.06.2019 einen gemeinsamen Aufruf an den Oberbürgermeister überreicht.

In Nürnberg sammelt das Bündnis "Nürnberg for Future" UnterstützerInnen für einen Bürgerantrag. Wenn 1% der Wahlberechtigten dem Antrag zustimmen, muss sich der Stadtrat mit dem Thema befassen. Wer dabei mithelfen möchte, findet hier die Unterschriftenliste. Bitte unbedingt doppelseitig ausdrucken und nach Ende der Sammlung an die angegebene Adresse senden.

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