VCD LV Bayern https://bayern.vcd.org de_DE VCD LV Bayern Sat, 14 Dec 2019 07:25:36 +0100 Sat, 14 Dec 2019 07:25:36 +0100 TYPO3 EXT:news news-5576 Fri, 22 Nov 2019 19:45:35 +0100 Mobilität anders denken https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/mobilitaet-anders-denken/

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news-5407 Sat, 19 Oct 2019 11:13:00 +0200 Autobahn statt Verkehrswende - Nicht mit uns! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/autobahn-statt-verkehrswende-nicht-mit-uns/ Die Anhörung über die Einwände zu den geänderten Tunnelplänen und die vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie soll nicht öffentlich stattfinden. Wir werden aber zu Beginn beantragen, die Öffentlichkeit zuzulassen. Wir hoffen, dass wir zumindest erreichen, dass Pressevertreter für die Berichterstattung eingelassen werden.

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news-5333 Thu, 19 Sep 2019 21:51:00 +0200 Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist keineswegs in „trockenen Tüchern“ https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/der-ausbau-des-frankenschnellwegs-ist-keineswegs-in-trockenen-tuechern/ Nürnberg hat eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) vorgelegt, die in vielen Punkten mangelhaft ist, wie zum Beispiel auch die Stadt Fürth eingewandt hat. Diese Prüfung betrifft das Gesamtprojekt.

Ein Beispiel: Es ist auch nach offzieller Planung ausgeschlossen, dass der Ausbau des Frankenschnellwegs vor 2030 abgeschlossen werden kann, selbst wenn jetzt trickreich ein Baurecht für den ersten Abschnitt geschaffen werden würde. Aber aller Voraussicht nach wird es deutlich länger dauern. Die Verkehrsprognose, die dieser UVS zugrunde liegt, reicht aber bei weitem nicht lange genug in die Zukunft, um die Auswirkungen seriös abschätzen zu können.

Die vorgelegte Planung ist somit bisher nicht genehmigungsfähig und in höchstem Maße angreifbar.

Obwohl der vorgelegte Vergleich keinerlei verbindliche Zusagen enthält, sondern nur Absichtserklärungen und Prüfversprechen, will also der BN das Projekt jetzt durchwinken. Die einzig rechtsverbindliche Klausel im ausgehandelten Vergleich verbietet ihm, die berechtigten Einwände im erweiterten Planfeststellungsverfahren weiter zu verfolgen. Es ist absurd, wenn beide Seiten versuchen, dass auch noch als Erfolg zu verkaufen.

Es gibt neben dem BN aber noch weitere Personen und Organisationen wie beispielsweise den Verkehrsclub Deutschland, die ihre Einwände nach wie vor aufrecht erhalten.

Weshalb dann jetzt eine Vereinbarung, solange die aktuelle Planung noch weit vom Baurecht entfernt ist? Weshalb wartet man nicht zumindest das Anhörungsverfahren ab, bevor man sich über weitere Schritte einigt?

Geht es jetzt nur darum, das Thema vor den Stadtratswahlen abzuräumen? Es ist ja auch peinlich: Einerseits kämpfen Jugendliche für eine Klimapolitik, die auch eine schnelle Verkehrswende zum Inhalt haben muss. Und andererseits wollen uneinsichtige „alte Männer“ ernsthaft jetzt noch eine Autobahn quer durch die Stadt bauen. Bis diese fertig gestellt ist, müssen wir Alle eine Verkehrswende geschafft haben, die den Autoverkehr deutlich reduziert!

Die aktuellen Probleme am Frankenschnellweg kann man auch ohne Ausbau lösen: Sowohl ein Lärmschutz, als auch Fahrradwege sind  auch ohne Tunnel realisierbar.

Der VCD Nürnberg fordert alle Beteiligten auf, eine Denkpause einzulegen und vor den Stadtratswahlen keine weiteren Schritte mehr einzuleiten, die einen Baubeginn ermöglichen sollen.

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news-4928 Fri, 12 Jul 2019 16:00:00 +0200 Nürnberg for Future lädt zu Demo und Klimacamp https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/nuernberg-for-future-laedt-zu-demo-und-klimacamp/ Das Bündnis "Nürnberg for Future", dem auch der VCD angehört, hatte sich auf Einladung der Schüler*innenbewegung Fridays For Future vor etwa 2 Monaten gegründet. Bereits in der ersten Sitzung waren sich alle beteiligten Initiativen einig, dass die Erklärung des Klimanotstands ein erster notwendiger Schritt sein muss, um auf den Ernst der Lage in Sachen Klimaschutz auch hierzulande sehr deutlich aufmerksam zu machen.

Am 12. und 13.7. wollen wir dafür auf die Straße gehen.

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news-4926 Mon, 01 Jul 2019 21:19:00 +0200 VGN vereinfachen und verbilligen – 365 € Ticket für die Städteachse https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vgn-vereinfachen-und-verbilligen-365-eur-ticket-fuer-die-staedteachse/ Das ist zwar von der Größe des Gebiets und vor allem vom Verkehrsangebot her immer noch nicht mit München oder gar Wien vergleichbar, aber es wäre ein starkes Bekenntnis zur dringend notwendigen Verkehrswende.

Mehr Nutzer bedeuten auch mehr Fahrkartenverkäufe, so dass die Kosten sich im Rahmen halten würden. Allerdings muss das Verkehrsangebot auch deutlich verbessert werden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Kommunen dürfen dabei nicht auf den Kosten sitzenbleiben, immerhin erbringt der ÖPNV einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen, da er gegenüber dem motorisierten Individualverkehr u.a. Umwelt- und Unfallkosten spart.

Der VCD begrüßt daher auch die Initiative des VGN, die anstehenden Tariferhöhungen auszusetzen. Es ist aber ganz klar, dass dies nicht mehr als ein symbolischer Akt sein kann. Notwendig ist eine generelle Reform und Vereinfachung des Tarifs. Dies ist ja auch der Hintergrund, warum der Freistaat eine Sonderfinanzierung für den Münchner Verbund leistet.

Neben den hohen Preisen schreckt vor allem die Komplexität des Tarifsystems Menschen davon ab, den ÖPNV zu nutzen. Gerade mit dem nun formulierten Beitrittsinteresse aus Oberfranken wird eine generelle Strukturanpassung unumgänglich. Ein einheitlicher Tarif für Bus und Bahn wäre eigentlich landesweit sinnvoll. Zumindest in der Metropolregion müssen nun einfache und für die Nutzer attraktive Lösungen gefunden werden.

Das politische Ziel darf nicht länger sein, den Nahverkehr zu möglichst geringen Kosten ‚abzuwickeln‘, sondern es geht darum, möglichst viele Menschen zum Umsteigen zu begeistern.

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news-4925 Fri, 28 Jun 2019 21:14:00 +0200 Stickoxide auch in Nürnberg europarechtskonform messen https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/stickoxide-auch-in-nuernberg-europarechtskonform-messen/ Zum Einen sollte die vom Landesamt für Umwelt betriebene Messstation „Bahnhof“ von der ruhigen Köhnstraße an eine verkehrsreiche Straße verlagert werden z.B. Frauentorgraben oder Äußere Bayreuther Straße. Die besagte Station wird als sogenannte „Station mit Verkehrsbezug“ geführt. An der Köhnstraße herrscht derzeit und absehbar aber wenig Verkehr.

Weiterhin fordert der VCD die Umweltverträglichkeitsstudie für den Ausbau des Frankenschnellweges nachzubessern. Dort wird als Basisbezugsquelle für die Berechnung der Schadstoffbelastung die Station in der Muggenhofstraße genannt. Diese ist aber mit dem Frankenschnellweg von der Verkehrsmenge her überhaupt nicht vergleichbar. Zwischen der Messstation an der Von-der-Tannstraße mit 22 000 Fahrzeugen und dem Frankenschnellweg mit 44 000 Fahrzeugen je Tag besteht schon eher eine Vergleichbarkeit, so Söder. Der Tenor des neuen Gerichtsurteils verlangt die Anwendung der Werte aus der Messstation mit den höchsten Werten.

Weiter kritisiert der VCD den Aufstellort der mobilen Schadstoffmessstation der Stadt Nürnberg an der Meistersingerhalle. Diese ist 36 m von der stark befahrenen Münchener Straße entfernt platziert. Die EU-Richtlinie 2008/50 fordert eine Nähe von mindestens 15 m. Der VCD legt es der Stadt Nürnberg zudem nahe, die Station erst einmal an die Rothenburger Straße in die Nähe der Bahnunterführung zu verlegen. An der dortigen VCD-Messstelle wurden bereits 50 µg/m3 NO2 im Jahresmittel gemessen. Im eigenen Interesse und zum Schutz der Anwohner muss daher dringend geprüft werden, ob die in der UVS zum Frankenschnellweg genannte Berechnung von ca. 30 µg/m3 der Realität standhalten.

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news-4841 Mon, 10 Jun 2019 09:04:11 +0200 Aufrufe zum Klimanotstand https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/aufrufe-zum-klimanotstand/ Der Erlanger Stadtrat hat daher am 29.05.2019 bereits den Klimanotstand erklärt.

In Fürth haben Initiativen am 07.06.2019 einen gemeinsamen Aufruf an den Oberbürgermeister überreicht.

In Nürnberg sammelt das Bündnis "Nürnberg for Future" UnterstützerInnen für einen Bürgerantrag. Wenn 1% der Wahlberechtigten dem Antrag zustimmen, muss sich der Stadtrat mit dem Thema befassen. Wer dabei mithelfen möchte, findet hier die Unterschriftenliste. Bitte unbedingt doppelseitig ausdrucken und nach Ende der Sammlung an die angegebene Adresse senden.

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news-4756 Mon, 27 May 2019 21:46:51 +0200 VCD steht klar zur StUB https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-steht-klar-zur-stub/ Dass die vom VCD eingebrachten Varianten sich nicht in der Vorschlagstrasse für das Raumordnungsverfahren wiederfinden, ist bedauerlich. Unabhängig davon bleibt der Bau der Bahn für den VCD ein absolut notwendiges und überfälliges Vorhaben. „So geht Elektromobilität, die schon heute funktioniert und viele Autofahrten ersetzen wird“, so Berthold Söder, Sprecher des VCD Kreisverbands Nürnberg.
Die Mitgliederversammlung des Kreisverbands hat sich daher ohne Gegenstimmen für die Realisierung der Stadt-Umland-Bahn (StUB) ausgesprochen. Der VCD wird den weiteren Planungsprozess konstruktiv begleiten. Der VCD im Großraum beteiligt sich über die Ortsgruppe Erlangen aktiv am Planungs- und Dialogprozess der Stadt Umland-Bahn. Um eine echte Verkehrswende einzuleiten, ist die StUB ein wichtiger Meilenstein. Für den VCD markiert das „L-Netz“ aber erst den Anfang für ein weiterreichendes Stadtbahnnetz in der Region.
Söder mit Blick auf die inzwischen über 30 jährige Diskussion um das Projekt: „Die StUB war noch nie so nahe wie heute. Es wäre unverantwortlich, den nächsten Schritt nun nicht zu gehen.“

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news-4718 Wed, 15 May 2019 21:03:59 +0200 Allersberger Tunnel für den Umweltverbund reservieren https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/allersberger-tunnel-fuer-den-umweltverbund-reservieren/ Die derzeitige Sperrung des Fahrstreifens in der Allersberger Unterführung beweist: Die Strecke wird für den Kfz-Verkehr nicht benötigt. Für Fußgänger und Radfahrer wird der Tunnel jedoch stark genutzt, so dass es regelmäßig „eng wird“. Auch nach Bauende wird sich die Situation nicht wesentlich verbessern: Nebeneinander Gehen oder Fahren ist nicht möglich. Durch die Stahlstützen, die Dunkelheit und die Länge des Tunnels ist der Weg sehr unattraktiv, für Manche wohl sogar ein Angstraum.

Die vorgeschlagene neue Radspur verknüpft dann Bahnhofsplatz, Alt- und Nordstadt mit den Radrouten im Südosten (zur künftigen Fahrradstraße Wilhelm-Späth-Straße und an die Münchner Straße). Um die letzte Lücke in dieser Route zu schließen, wären die Strauch- oder Findelwiesenstr. ebenfalls zu Fahrradstraßen umzubauen.

„Wir müssen endlich in Radrouten denken“, so Berthold Söder, Sprecher des VCD Nürnberg: „Hier geht es vom Hauptbahnhof nach Langwasser. Der Allersberger Tunnel ist ein wichtiger Lückenschluss – und so einfach umzusetzen.“

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news-4692 Wed, 08 May 2019 22:48:06 +0200 Frankenschnellweg - Schallende Ohrfeige aus Fürth https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/frankenschnellweg-schallende-ohrfeige-aus-fuerth/ Eine Reihe weiterer Annahmen sind fachlich und logisch nicht haltbar. Dies haben neben dem Verkehrsclub Deutschland auch zahlreiche kritische Bürger erkannt und Einwände gegen die Planung erhoben. Besondere Brisanz erhält das Thema dadurch, dass auch die Fachleute der Nachbarstadt die Verkehrsprognosen für so nicht haltbar erklären. Die Stadt Fürth stellte dies in einer deutlichen Stellungnahme klar.

Der VCD führt in seinen Einwendungen eine Vielzahl an ungeklärten oder in der Planung unzureichend berücksichtigten Punkten auf. Für Berthold Söder, Sprecher des VCD Nürnberg ist klar: „Es ist nicht möglich, mit vertretbarem Aufwand eine Autobahn an dieser Stelle quer durch Nürnberg zu bauen. Und sinnvoll war es ohnehin niemals.“

Die Regierung von Mittelfranken hat gar keine andere Wahl, als dieser Planung, die auf falschen Vorgaben beruht und eine Reihe handwerklicher Fehler aufweist, die Genehmigung zu versagen. Damit würde sie dem Nürnberger Stadtrat vielleicht sogar einen Gefallen erweisen, der es nicht fertig bringt, sich aus eigener Einsicht von dem Projekt zu verabschieden.

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news-4637 Sat, 27 Apr 2019 10:58:39 +0200 Prof. Herrmann Knoflacher in Nürnberg https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/prof-herrmann-knoflacher-in-nuernberg/

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news-4595 Thu, 11 Apr 2019 23:29:31 +0200 VCD Bamberg testet E-Scooter https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-bamberg-testet-e-scooter/ Erich Spranger und Wolfgang Schenker vom VCD Bamberg haben sich mit dankenswerter Unterstützung der Stadtwerke Bamberg auf E-Scootern zwei Stunden ins städtische Getümmel gestürzt. Und siehe da: auch im fortgeschrittenen Alter war es gar nicht so schwierig. Allerdings: ein wenig Konzentration, Koordination und Routine sind vonnöten. Man kommt flott voran, überbrückt mühelos kurze Entfernungen und gleitet bei entsprechender Infrastruktur entspannt dahin. Richtungsanzeigen sind kaum möglich, da beide Hände am Lenker sein sollten, und ohne Rucksack oder Umhängetasche kann kein Gepäck transportiert werden.

Konzept der Stadtwerke

Jan Giersberg von den Stadtwerken Bamberg glaubt, dass E-Scooter helfen, den ÖPNV durch "Erschließung der letzten Meile" attraktiver zu machen und damit Autofahrer in den Bus zu locken. Falls die Testphase positiv abgeschlossen wird, werden 100 Scooter der Firma Bird den Nutzern ihrer App im Stadtgebiet zur Verfügung stehen und können wo immer problemlos ausgeliehen und abgestellt werden. Nachts werden die Scooter dann von Bird eingesammelt, zentral gewartet sowie geladen.

Unser Eindruck

Das kann funktionieren, denn in Bamberg ist jede 2. Autofahrt kürzer als 4 km. Eine höhere Attraktivität der Stadtbusse ist auch dringend nötig, denn der Anteil des ÖPNV bei der Verkehrsmittelwahl betrug 1997 bescheidene 13 % und ist bis 2015 sogar zurückgegangen auf beschämende 10 %.

Aber: Probleme sehen wir in der Bergstadt, denn vom Kopfsteinpflaster wird man doch ordentlich durchgerüttelt und bei der in vielen Bereichen mangelhaften Infrastruktur für Radler und Fußgänger scheinen Konflikte dort vorprogrammiert, wo auf engen Wegen auch noch Scooter um ihren Platz kämpfen.

Fazit

Scooter können helfen, den Autoverkehr in der Stadt zu verringern, aber nur, wenn man den Mut hat, den vorhandenen Verkehrsraum neu zugunsten des Umweltverbundes aufzuteilen.

Rainer Hauck vom VCD, Projektleiter "Pedelec statt Auto - aber sicher", wird in der TAZ vom 5. April wie folgt zitiert: "Jedes zusätzliche Verkehrsmittel macht die Wege voller. Deshalb muss die Radwegstruktur ausgebaut werden. Auch für die Fußgänger ist weniger Platz, wenn die langsameren elektronischen Fahrzeuge auf dem Fußweg fahren dürfen. Der Fußweg sollte für Fußgänger frei bleiben, auch um Kinder und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu schützen."

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news-4593 Thu, 11 Apr 2019 20:42:14 +0200 FSW Leaks - Parallel-Baustellen bisher unbeachtet! https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/fsw-leaks-parallel-baustellen-bisher-unbeachtet/
  • Erst am 10.04.2019 musste eine Rampe am Kreuz Hafen ohne Vorwarnung gesperrt werden. Seit Langem weiß man, dass alle Hafenbrücken marode sind und dringend erneuert werden müssen. Jeden Tag droht der Verkehrszusammenbruch, wenn tatsächlich mal eine der Brücken über den Kanal gesperrt werden muss. Und dann dauert der Abriss und Neubau dieser Brücken immer noch bis mindestens 2025. Die vielen LKW werden aber auch in der Bauphase das Logistikzentrum im Hafen ansteuern müssen. Es wird also zu massiven Verkehrsbehinderungen kommen, selbst wenn alles planmäßig verläuft.
  • Die Autobahn A9 wird in den nächsten Jahren 8-spurig ausgebaut und das Autobahnkreuz Nürnberg-Ost mit einem gigantischen Overfly versehen. Welche Behinderungen das bedeutet, kann man am Kreuz Fürth/Erlangen sehen, wo der Verkehrsfluss noch bis 2021 erheblich beeinträchtigt ist.
  • Auch die Bahn muss dringend die Brücke an der südlichen Katzwanger Straße in den nächsten Jahren erneuern. Der schmale niedrige Tunnel wird durch eine breite Unterführung ersetzt, das berüchtigte „Mausloch“ ist dann Geschichte. Auch das wird dauern und etliche Jahre mit verkehrlichen Einschränkungen verbunden sein. Wie kommen die Leute während der Bauzeit dann noch zum Südfriedhof und in die angrenzenden Siedlungen?

Berthold Söder: „Will man in dieser Situation den Süden Nürnbergs durch eine weitere Megabaustelle wissentlich ins Verkehrschaos stürzen?“

Der VCD Nürnberg fordert die Verantwortlichen auf, für diese funktional voneinander abhängigen Baustellen ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen. Das kann nur bedeuten, die überdimen­sionierten Ausbaupläne für den Frankenschnellweg zunächst auf Eis zu legen. Söder verweist auf das vom VCD vor kurzem präsentierte Konzept „Tun was den Menschen nutzt“: Für die Anwohner sinnvolle Maßnahmen können vorgezogen werden, ohne dass man mit denTunnelröhren ein neues Fass aufmacht.

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news-4549 Thu, 04 Apr 2019 21:15:26 +0200 Tun, was den Menschen nutzt - Vorschläge des VCD für den Frankenschnellweg https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/tun-was-den-menschen-nutzt-vorschlaege-des-vcd-fuer-den-frankenschnellweg/ Noch mehr Autoverkehr, noch mehr Lärm und noch mehr Schadstoffe. Der ÖPNV würde geschwächt. Und die städtebauliche Sünde, dass zentrumsnahe Stadtviertel durch breite Autostraßen getrennt sind, würde zementiert.

Der VCD Nürnberg schlägt daher vor, die Teile der Planung umzusetzen, die tatsächliche Verbesserungen bringen –den Vollausbau mit seinen negativen Folgen aber nochmals zu überdenken.

  • Kurzfristig können der Lärmschutz geschaffen und Wegebeziehungen verbessert werden.
  • Mittelfristig muss über die eine Einhausung in erweiterter Form nachgedacht werden, wobei Alternativen zu betrachten sind. Die Planung des Tunnels muss jedoch dafür aufgegeben werden.
  • Langfristig ist ein städtebaulicher Wettbewerb zur künftigen Nutzung des gesamten Geländes von der Stadtgrenze Fürth bis zur Ringbahnbrücke im Süden anzustreben.

Es ist unstrittig, dass auch Nürnberg dringend eine Verkehrswende braucht. Deshalb ist es widersinnig, heute noch eine Autobahn mitten durch die Stadt zu planen!

„Weshalb also nicht kurzfristig das tun, was jetzt den Menschen nutzt? Und das lassen, was den Menschen schadet!“

Hier gibt es weitere Hintergründe zum Konzept.

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news-4550 Wed, 03 Apr 2019 21:29:00 +0200 Mobilität in der Stadt neu denken... - Reicht das? https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/mobilitaet-in-der-stadt-neu-denken-reicht-das/ Stadtverkehr wird oft mit Stau, Lärm und Stress verbunden. Dabei könnte Mobilität in der Stadt auch ganz anders aussehen! Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile der Nahmobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad. Die städtische Dichte schafft ideale Voraussetzungen für einen attraktiven öffentlichen Verkehr.


Wenn der Flächenanspruch des Automobils zurückgedrängt und der öffentliche Raum gerechter verteilt wird, profitieren Mensch und Umwelt gleichermaßen. Stadträume, die dem Aufenthalt und der Erholung dienen anstelle von Fahrspuren und Parkplätzen – ein Umdenken ist in wachsenden Städten nötiger denn je.

Hier gibt es einige Highlights des Abends auf Video.

 

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news-4336 Wed, 20 Feb 2019 20:54:00 +0100 Weiterverfolgen der Ausbaupläne wäre unverantwortlich https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/weiterverfolgen-der-ausbauplaene-waere-unverantwortlich/ Völlig ausgeblendet bei der Vorstellung wurden die Auswirkungen des durch den Ausbau verursachten stärkeren Verkehrs und die damit verbundenen Folgen bezüglich Lärm und Luftreinhaltung für die gesamte übrige Stadt. Es wird nur ganz am Rande zugegeben, dass die Schadstoffbelastung ansteigt.

Ein Gutachten zum Masterplan Luftreinhaltung, das vergangenen Herbst dem Stadtrat vorgelegt wurde, hat klar aufgezeigt, dass auf allen wichtigen Straßen der motorisierte Verkehr reduziert werden muss, sonst werden die verkehrs- und klimapolitischen Ziele verfehlt. Der Frauentorgraben zwischen Plärrer und Bahnhof muss mehr Verkehr verkraften, wenn die Fahrzeuge künftig über die 4-spurige Kohlenhofstraße Richtung Innenstadt fahren. Nötig wäre aber eine Reduzierung um 47 % auf diesem Abschnitt.

Der Ausbau führt insgesamt zu mehr Autoverkehr und nicht – wie unbedingt nötig – zu weniger.

Vor allem aber sind die Prognosen für den Tunnelabschnitt erschreckend. An der Oberfläche wird es zwischen Rothenburger Straße und Landgrabenstraße nicht viel weniger Fahrzeuge geben als heute. Aber zusätzlich wird der Durchgangs­verkehr fast in der jetzigen Größe durch den Tunnel geleitet. Insgesamt läuft es damit auf einen erheblichen Mehrverkehr hinaus.

VCD-Sprecher Berthold Söder: „Wir fordern die Stadt Nürnberg auf, endlich diese verkehrspolitische Geisterfahrt zu beenden. Es kann nicht sein, dass mit hohem Aufwand eine Planung weiterverfolgt wird, bei der schon heute klar ist, dass sie scheitern muss.“

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news-4201 Fri, 25 Jan 2019 14:47:57 +0100 Geheimsache Frankenschnellweg - was verbergen die Planer? https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/geheimsache-frankenschnellweg-was-verbergen-die-planer/ Es ist ein Skandal erster Güte, dass die Stadt die schon mehrfach angekündigte Studie nur im Hinterzimmer besprechen will: Diese Heimlichtuerei lässt nur den Schluss zu, dass das Gutachten geradezu vernichtend für die Stadtautobahn ausgefallen ist. Alles andere hätten die Befürworter längst als großen Triumph verkündet – so aber versucht man offenbar zu retten, was zu retten ist.

Die Stadt Nürnberg steht aber in der Verantwortung vor allen Bürgerinnen und Bürgern, die Konsequenzen des Megaprojekts wahrheitsgemäß darzustellen. Nun wird deutlich, warum die Planer von Anfang an versucht haben, sich um das Thema herumzudrücken: Ein Projekt, dass noch mehr Auto- und LKW-Verkehr in und durch die Stadt führen wird, kann keinen Unbedenklichkeitsstempel erhalten.

An den Bund Naturschutz – der eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Frankenschnellweg einklagt – ergeht die Forderung, sich im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit nicht auf Mauscheleien einzulassen. Es kann keinen Deal geben, wenn wesentliche Auswirkungen des Projekts vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Und wenn es keinen glaubhaften Nachweis der Verträglichkeit gibt, darf es keinen kreuzungsfreien Ausbau geben.

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news-4124 Wed, 09 Jan 2019 19:47:13 +0100 Wo bliebt die UVS zum Frankenschnellweg? https://bayern.vcd.org/startseite/detail/news/wo-bliebt-die-uvs-zum-frankenschnellweg/ Der Umweltverband verspricht sich aus einer ehrlichen UVS wichtige Erkenntnisse für die gesamte Stadtentwicklung. Insbesondere müssen die offenkundigen Gegensätze zwischen dem im September vorgelegten Masterplan nachhaltige Mobilität und der Planung zum Ausbau des Frankenschnellwegs gewürdigt werden. Während der Masterplan vorschlägt, Fahrspuren an hochbelasteten Stellen zu verringern, bedeuten die Ausbaupläne mehr Fahrspuren für den Kfz-Verkehr. Auch das aktuelle Verkehrsgutachten gehört nun endlich auf den Tisch.

Konkret muss nämlich am derzeit am höchsten mit Stickoxiden belasteten Frauentorgraben der Verkehr um 40 % reduziert werden. Genau dort würde aber die vorgesehene Neue Kohlenhofstraße münden. „Wenn der Ausbau also wie geplant kommt, wäre das im Autofahrerjargon ‚Bremsen‘ bei gleichzeitigem ‚Gas geben‘“, so Söder. Interessant dürfte auch sein, ob die Stadt Nürnberg auch nach Vorliegen einer UVS daran festhalten kann, den Ausbau als Maßnahme im Luftreinhalteplan zu verkaufen.

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