VCD LV Bayern https://bayern.vcd.org de_DE VCD LV Bayern Mon, 26 Sep 2022 21:32:15 +0200 Mon, 26 Sep 2022 21:32:15 +0200 TYPO3 EXT:news news-10984 Fri, 23 Sep 2022 09:46:07 +0200 Wir holen uns die Straße zurück /startseite/detail/wir-holen-uns-die-strasse-zurueck Selbst Kälte und Regen hielten unsere Aktiven nicht davon ab, für mehr Sondernutzung auf den Parkflächen und eine weitere Fußgängerzone in der Neustadt zu werben. Als Höhepunkt wurde  ein Hochzeitspaar in der Rikscha vorgefahren und mit einem kleinen Sektempfang begrüßt. Auf der anderen Straßenseite beteiligten sich der AK Stadtentwicklung der Grünen mit Bäumen und dazupassenden Sitzflächen sowie die ÖDP u.a. mit einem Kickerkasten ebenfalls kreativ für mehr  Aufenthaltsqualität in unserer historischen Innenstadt.

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news-10967 Mon, 19 Sep 2022 22:29:21 +0200 PM: VCD verteilt mit Schulbürgermeister Markus Braun Brotzeittüten wegen Schulwegparker am Do, 22.09.2022 um 7:30 Uhr in Fürth-Oberfürberg /startseite/detail/pm-vcd-verteilt-mit-schulbuergermeister-markus-braun-brotzeittueten-wegen-schulwegparker-am-do-22092022-um-730-uhr-in-fuerth-oberfuerberg Foto: VCD Fürth

Die Aktion "Stopp Schulwegparker" von der AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V.) will Eltern animieren, ihre Kinder nicht mehr mit dem Elterntaxi zur Schule zu fahren, sondern wieder wie früher die Kinder zu Fuß in die Schule laufen zu lassen:

https://agfk-bayern.de/agfk-bayern-wirbt-fuer-mehr-schulwegsicherheit-aktiv-zur-schule-statt-elterntaxi/

Dadurch lässt sich das morgendliche Chaos durch kurz haltende Autos verhindern. Die Initiatoren haben bewusst diese Schule gewählt, da wegen einem Neubaugebiet durch  stark zunehmenden LKW-Verkehr ein Kollaps vorprogrammiert ist. Siehe Link zum Verkehrsausschuss am 9.5.22 unter Tagesordnungspunkt Ö5:

https://stadtrat.fuerth.de/si0056.asp?__ksinr=48448

Update: Das neue Konzept mit dem Einfahrverbot von 7-8 Uhr und dem absoluten Halteverbot hat sich bewährt. Allerdings verlagert sich das Problem mit den Elterntaxis in die angrenzenden Nebenstraßen. Deshalb ist es weiterhin erforderlich, dass künftig noch mehr Kinder zu Fuß in die Schule laufen. 

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news-10966 Mon, 19 Sep 2022 21:16:25 +0200 Einladung zur Mitgliederversammlung am Di, 20.09.2022 /startseite/detail/einladung-zur-mitgliederversammlung-am-di-20092022 Deshalb laden wir euch herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am
Di, 20.09.2022 um 19:00 Uhr in das Literaturhaus, Luitpoldstraße 6,
1. Obergeschoss in 90402 Nürnberg ein.
Die erste halbe Stunde stellt sich die neue Initiative Nürnberg Autofrei vor.

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news-10877 Sun, 04 Sep 2022 14:06:30 +0200 PM: VCD fordert dichteren Bustakt! /startseite/detail/pm-vcd-fordert-dichteren-bustakt Quelle: VGN

Gerade auf den Buslinien 20 und 30 zwischen Nürnberg und Erlangen ist für die Fahrgäste der 40-Minuten-Takt zwischen 10:00 und 14:00 Uhr sehr unattraktiv. "Anstatt die Busse nach dem morgendlichen Berufsverkehr die lange Einrückstrecke vom Wegfeld bis nach Schweinau fahren zu lassen, wäre es wirtschaftlicher, die Busse auf der Strecke zu belassen, um einen durchgehenden 20-Minuten-Takt anzubieten", meint der Vorsitzende Christoph Wallnöfer. 

Es ist nahezu grotesk, auf den Vorläuferbuslinien für die geplante Stadtumlandbahn die Kapazitäten nicht sinnvoll zu nutzen. Busse gehören auf die Strecke und nicht ins Depot.

Für diese Idee werden keine zusätzlichen Busse benötigt, so dass sich die Mehrkosten für die VAG im Rahmen halten. 

Begrüßenswert findet der VCD zum Fahrplanwechsel die Verlängerung der Buslinie 44 vom Hauptbahnhof über Zabo, Klinikum Süd nach Langwasser Mitte. Doch bei dieser neu eingeführten Achse wäre es sträflich, hier nur "klein klein" zu denken. Der geplante 20-Minuten-Takt tagsüber und der 40-Minuten-Takt nachts und an Sonntagen ist einer Anbindung wie dem besucherstarken Klinikum Süd nicht würdig. Der VCD fordert auch hier eine Halbierung der Taktzeiten.

Außerdem muss der Busbahnhof Langwasser Mitte zügig umgebaut werden, damit die neue Linie 44 mit ihren Gelenkbussen Platz hat. Nur so haben die Fahrgäste kurze und überdachte Umsteigewege zur U-Bahn und den anderen Buslinien.

Hier der Beschluss des Verkehrsausschusses vom 23.06.2022 unter TOP Ö4:

https://online-service2.nuernberg.de/buergerinfo/si0056.asp?__ksinr=15531

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news-10833 Tue, 23 Aug 2022 23:53:18 +0200 Mahnwache am Kohlenhof /startseite/detail/mahnwache-am-kohlenhof Foto: Detlef Pauly

EINLADUNG zur PRESSEKONFERENZ:
Grüner Kohlenhof fürs Leben in Gostenhof und Tafelhof
oder lebensbedrohlich hitzefördernde Bebauung?
Am Donnerstag, 18.08.2022 11:30 Uhr, Kohlenhofstraße/ Ecke Steinbühler Straße
bei der Mahnwache.
Gemeinsame Kundgebung nach Ankunft der
Verkehrswende-Raddemo “Ohne Kerosin nach Berlin”.


Sehr geehrte Damen und Herren oder diverse Menschen,
wir befinden uns nicht nur in einer heißen Phase des Sommers, sondern auch des globalen
Klimas seit Menschengedenken. Gerade in Mittelfranken zeigen sich längst dramatische
Auswirkungen des Klimawandels und zeigen die dringliche Notwendigkeit, Maßnahmen zum
Schutz vor dessen Folgen zu ergreifen.
Akuter Handlungsbedarf zur Abwendung drohender Schäden für die Bevölkerung besteht
auch in Nürnberg. Bereits zwei Mal warnte das Nürnberger Gesundheitsamt in diesem Jahr
schon vor akuter Lebensgefahr. Am stärksten betroffen von der durch den Klimawandel
immer stärker zunehmenden Stadt-Aufheizung ist die Bevölkerung in den dichtbebauten und
stark versiegelten Innenstadt-Gebieten, insbesondere der Altstadt, der Südstadt und der
Südweststadt.
Und nun wird ausgerechnet am früheren Kohlenhof, auf den einzigen großen Entwicklungsflächen mitten in der Innenstadt, die hier für Entlastung und klimatischen Ausgleich sorgen könnten, eine nahezu vollständige massive Überbauung angestrebt.

Ohne Bebauungsplan und ohne Abschätzung der Auswirkungen auf Basis umweltfachlicher Grundlagen wird ein Großbau nach dem anderen genehmigt, während ein dringendst erforderlicher neuer Stadtteilpark, der einst auch in den Plänen enthalten war, still und heimlich wieder daraus verschwand...
Das Handeln der Stadtverwaltung darf nicht das Wohl der Bevölkerung gefährden, sondern
muss diese vielmehr vor akuten sowie kommenden Gefahren schützen. Die Kenntnis dieses Sachverhaltes in Verbindung mit den vom Umweltamt in den letzten
Jahren erstellten umfangreichen fachlichen Studien und Konzepten, zuletzt präsentiert in der
Sitzung des Umweltausschusses am 27.07.2022, veranlasste uns zu einem Brandbrief an
die Stadtspitze und zuständige Referenten. Wir fordern darin ein
sofortiges Handeln: Ein Genehmigungsstopp, bis insbesondere die klimatischen
Auswirkungen der neuen Bebauung überprüft und Gesundheitsbeeinträchtigungen
ausgeschlossen sind. Weitere Informationen werden wir im Rahmen der Pressekonferenz
bekannt geben, und stehen gern auch für Ihre Fragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Bettina Klose, Landschaftsarchitektin

Brigitte Sesselmann, Architektin

Hier ein Artikel dazu:

https://www.nn.de/nuernberg/mehr-grun-nurnberger-verein-baulust-und-naturschutzer-fordern-park-am-kohlenhof-1.12445435

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news-10780 Sun, 31 Jul 2022 22:32:33 +0200 Besseres Busangebot für Landshut? /startseite/detail/besseres-busangebot-fuer-landshut 2017 hat das Bürgerbegehren „Busse, Baby“ ein um 30% erweitertes Angebot gefordert. Für den Landkreis sind jetzt ganz neue Verbindungen im 1- bis 2-Stundentakt geplant – ein Quantensprung gegenüber dem bisherigen mehr oder weniger reinen Schülerverkehr. In der Stadt sind leider weniger grundlegende Veränderungen zu erwarten. Den Verantwortlichen fehlt der Mut dazu, bisherigen Kunden auch Umstellungen zuzumuten, um damit neue Kunden zu gewinnen. Aber es gibt konkrete Vorschläge zur Behebung von Schwachstellen, für eine Durchfahrung der Innenstadt ebenso wie für eine bessere Anbindung von Hochschule, Achdorfer Krankenhaus und Südbahnhof. Bis 12.8. können im Rahmen der Bürgerbeteiligung auf der Homepage der Stadt Stellungnahmen dazu abgegeben werden. Die richtige Seite ist etwas umständlich über die Suchfunktion zu erreichen. Leider richten sich solche Mitteilungen nur einseitig an die Stadtverwaltung. In anderen Städten gibt es solche Beteiligungen über ein transparentes Onlineportal, in dem auch die Vorschläge von anderen einsehbar sind. Jede noch so gute Idee steht zudem unter dem Vorbehalt der Finanzierung sowie dem endgültigem Beschluss des Stadtrats. Trotzdem sind durch diesen Plan Verbesserungen zu erwarten. Im Übrigen hat das bundesweite 9-Euro-Ticket für die Weiterentwicklung des ÖPNV eine ganz neue Dynamik entfacht, von der sicher auch unsere Region profitieren wird.

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news-10688 Sat, 02 Jul 2022 14:00:00 +0200 Ausbau Lappersdorfer Kreisel, Sallerner Regenbrücke und Ausbau Nordgaustraße: So Nicht! /startseite/detail/ausbau-lappersdorfer-kreisel-sallerner-regenbruecke-und-ausbau-nordgaustrasse-so-nicht Sehr geehrte Damen und Herren,

es hat sich in den Köpfen unserer Politiker und Verkehrsplaner nichts geändert, trotz vieler schriftlicher Bekenntnisse zum Pariser Klimaschutzabkommen der Vereinten Nationen, dass 1,5° Ziel einzuhalten.

An den alten Zöpfen der Autogerechten-Verkehrsplanung aus den 80ziger-Jahren, vor mehr als 30 Jahren, im letzten Jahrtausends, wird krampfhaft festgehalten. Hier wird eine zusätzliche Brücke über das FFH Gebiet Regental geplant. Einem Autobahnzubringer mit 25.000 Auto täglich, die vor allem zusätzlichen Auto- und LKW-Verkehr durch das Stadtgebiet bringen.

Der Bund Naturschutz (BN) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD e.V.) mit der "Aktionsplattform Verkehrswende" beziehen Stellung gegen das Gesamtprojekt und zur aktuellen "Planfeststellungsänderungsbeschluss zur Sallerner Regenbrücke und Umbau des Lappersdorfer Kreisel"

Die aufgezeigten Verkehrsprognosen sind völlig veraltet, das Projekt S.R. hat sich längst selbst überholt und gehört ad acta gelegt. Viele vergangene und beschlossene zukünftige Verkehrsprojekte sind in keiner Weise in der Prognose oder als Alternative berücksichtig. Der Prognosehorizont bis zum Jahr 2035 ist viel zu kurz.   

Z.B. das Ziel einer Verkehrswende mit der Unterstützung der Planungen zum S-bahnartigen Verkehr im Regensburger Stern, Einführung einer Stadtbahn, Umsetzung von Pendlerrouten für Radfahrer in Stadt-und Landkreis, der Homeoffice-Effekt...

...auch der 3-spurige Ausbau des Pfaffensteiner Tunnels ist nicht berücksichtigt. 

Experten warnen: "Bitte bloß keinen zusätzlichen Verkehr in die Stadt zu bringen. Die DEZ Kreuzung und umliegende Kreuzungen sind schon an ihrer Belastungsgrenze." 

Wer sagt es der Regierung der Oberpfalz, der bayerischen Staatsregierung und schließlich der Bundesrepublik Deutschland, dass wir Regensburger, dieses Projekt so nicht mehr wollen, sondern wir wollen, wie es in den Zielen der Stadt steht, der ÖPNV Vorfahrt bekommt, auch und besonders hier. Das steht aber mit keinem Wort in diesen derzeit vorliegenden Plänen zur Planfeststellung. 

Führen wir uns mal die aktuellen verkehrspolitischen Ziele der Stadt Regensburg, des Freistaat Bayern und der Bundesrepublik Deutschland vor Augen:  

1. Stadt Regensburg  

Im Jahr 2014 gab es einen Beschluss zur Förderung der Nahmobilität: „Die Förderung der Nahmobilität ist erklärtes Ziel der Stadt Regensburg. Alle zukünftigen Projekte und Maßnahmen der Verkehrsplanung, des Tiefbaus (Planung, Bau und Unterhalt), des Straßenverkehrsrechts sowie der Stadtentwicklung und des Städtebaus sind an diesem Ziel auszurichten. Dieses Ziel ist daher im Verkehrsentwicklungsplan zu verankern.“

Wie ist das mit dem Projekt S.R. zu vereinbaren? Hier wird definitive keine Nahmobilität gefördert. Nahmobilität ist eine quartiersbezogenen Mobilitätsform und ein Teil des Umweltverbundes (z.B. Fuß- und Radverkehr aber auch öffentlicher Nahverkehr).

Im Haushaltsplan der Stadt sind alleine 58,3 Mio. Euro für Planung und den lärmgerechten Ausbau eines kleinen Abschnittes der Nordgaustraße eingestellt.

Der Stadtrat von Regensburg hat 2017 ein Leitbild zu Energie und Klima verabschiedet: Das vorliegende „Leitbild Energie und Klima“ ist der strategischer Handlungsrahmen für die klimafreundliche Entwicklung der Stadt Regensburg und die Umsetzung der lokalen Energiewende Anwendung. Die im „Leitbild Energie und Klima“ formulierten Ziele sollen zukünftig bei allen planerischen und sonstigen Aktivitäten eine hohe Priorität genießen.

Das Kernstück des Leitbildes sind 12 Leitsätze, die die energie- und klimapolitische Richtung für die nächsten Jahre vorgeben. Die Stadt Regensburg bekennt sich zu den Klimazielen des Pariser Klimaschutzabkommens der Vereinten Nationen. Alle künftigen klimapolitischen Aktivitäten und Zielsetzungen der Stadt haben die Erfüllung dieser Ziele zum Vorsatz. Die Stadt Regensburg erstellt ein fortschreibbares Umsetzungskonzept, um bis zum Jahr 2050 den (Pro-Kopf-) Ausstoß an CO2-Emissionen im Stadtgebiet in Anlehnung an die Bundesziele um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Vor dem Hintergrund des UN-Abkommens von Paris wird jedoch das Ziel in Höhe von 95 Prozent angestrebt.

Wo ist bitte der Nachweis, dass der Ausbau des Lappersdorfer Kreisels, auf die Doppelte bis Dreifache Größe plus der Regenbrücke CO2-Emmissionen einspart, wo sie doch mehr motorisierten individual Verkehr durch die Stadt bringt. Haben wir aus der Vergangenheit nicht gelernt, dass der Bau von neuen Straßen und Brücken für den MiV auch mehr MiV Verkehr bringt und auf mittlere Sicht dann wieder alle im Stau stehen und auch mit mehr Lärm und Feinstaub belastet werden? Warum wurden hier keine verkehrlichen Alternativen geprüft oder entgegengesetzt?   

Die Stadt Regensburg hat sich im Jahr 2020 das Ziel gesetzt den Radverkehrsanteil am Modal-Split zu steigern. Die Zielvorgabe für die Verkehrsmittelwahl Fahrrad soll auf 30 % bis zum Jahr 2035 erhöht werden.

Die S.R.B. bringt definitiv keine effektive Verbesserung für den Radverkehr. Es ist z.B. nicht angedacht die Regentalradwege über die Brücke zu führen. 

Die Stadt Regensburg hat 2021 das Projekt Green Deal beschlossen und gestartet.

Im Rahmen des Green Deal Regensburg setzt sich die Stadt das Ziel die Treibhausgasemissionen um 65% gegenüber 1990 bis 2030 zu reduzieren. Die Stadt orientiert sich dabei an den angekündigten Zielvorgaben des Bundes und des Landes Bayern.  

Ich wiederhole meine Frage: Wie kann man bitte mit zusätzlichen Straßenbau Treibhausgase reduzieren?

2. Der Freistaat Bayern

bzw. die bayerische Staatsregierung will ihre Klima-Ziele in Bayerischem Klimaschutzgesetz festschreiben:  

  1. Klimaneutralität Bayerns bis 2040,
  2. Klimaneutralität Staatsregierung bis 2023,
  3. Reduktion der Treibhaus-Emissionen um 65 Prozent bis 2030.

Wie kann man bitte mit dem Projekt S.R.B diese Ziele erreichen?

Der Freistaat Bayern hat sich bereits im Jahr 2017, also vor 5 Jahren, das Ziel gesetzt den damaligen Radverkehrsanteil von 10% auf 20% bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln. 11% wurden bis heute erreicht! Das fanden die aktiven Radfahrer in Bayern so prima, dass sie jetzt ein bayernweites Volksbegehren, den „Radentscheid Bayern“ gestartet haben, damit Radverkehrsförderung gesetzlich verankert wird.

Wenn man mehr Projekte für den Autoverkehr umsetzt als für den Radverkehr, bekommt man natürlich mehr Autoverkehr.

3. Klimaschutzziele der Bundesrepublik Deutschland stehen im Klimaschutzplan 2050 

Zum Bereich Mobilität steht dort: Der Verkehrsbereich soll mit 40 bis 42 Prozent Reduzierung der CO2-Emissionen (gegenüber 1990) zum 2030er Klimaziel beitragen. Der Bereich Autoverkehr ist derjenige der immer seine Klimaziele verfehlt!

Der individuelle Autoverkehr wird nie wirklich klimagerecht sein und so neben bei, auch nicht sozial gerecht. Sozial gerecht kann nur der „öffentliche Nahverkehr für Alle“ sein.  

Nicht zu vergessen es gibt auch den Nationalen Radverkehrsplan 3.0, der Bundesregierung.  

Die in Deutschland gefahrenen Radverkehrskilometer sollen sich im Vergleich zu 2017 bis 2030 verdoppeln. Dazu wurden 8 Leitziele formuliert. Der entscheidende Faktor ist dabei aber der Ausbau einer attraktiven, sicheren und lückenlosen Infrastruktur. 

 

Kommen wir nochmal zurück nach Regensburg. Was ist denn die Bürgermeinung? Was ist denn der Bürgerwille?  

Im Zusammenhang mit der Erstellung des Stadtentwicklungskonzepts 2040 wurde eine repräsentative Umfrage mit einer Stichprobe von rund 2.700 Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt.  

Im Wesentlichen lassen sich die Ergebnisse wie folgt zusammenfassen: Bei der Frage, in welchen Bereichen sich die Stadt engagieren soll, landet der Klima- und Umweltschutz auf Platz 1. Bereits auf Platz 2 folgt die Förderung des ÖPNV. Der Bau von Parkplätzen und der Straßenbau rangieren bei den vorgegebenen Antworten dagegen deutlich weiter hinten. 

Obwohl rund 35 % der Regensburgerinnen und Regensburger sowohl das Auto als auch das Fahrrad (fast) täglich nutzen, fordern nur 23 % der Befragten, dass mehr für den Autoverkehr getan werden soll.  

Dagegen fordern jeweils ca. zwei Drittel, dass mehr für den ÖPNV und den Radverkehr getan werden soll.   38% der Befragten bewerten die Belastung durch Verkehrslärm als hoch oder sehr hoch ein.    

Die Hälfte der Befragten (50%) gaben an, dass ihre persönliche Belastung durch Hitze im Sommer hoch oder sogar sehr hoch sei. Infolgedessen halten rund 60 % den Ausbau von Radwegen zulasten von Autospuren für sinnvoll oder sehr sinnvoll – nur die Schaffung von Grünflächen und mehr Dach-/Fassadenbegrünungen wird als sinnvoller eingeschätzt.  

Schlussendlich stimmen 80 % der Befragten der Aussage zu, dass Regensburg beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen soll.  

Viel deutlicher geht es doch wohl nicht: Die Bürger von Regensburg sagen damit: „Legt das Projekt S.R.B ad acta und baut so schnell wie möglich die Bahn und Stadtbahn aus und schließt die Infrastrukturlücken des Radverkehrs.  

SPNV-Konzept der BEG im Regensburger Stern: Für die Region Regensburg wurde 2021 ein neues Schienenpersonennahverkehrskonzept (SPNV-Konzept) von der Bayerischen Eisenbahn Gesellschaft (BEG) vorgestellt, dass großes Potential aus Richtung Norden hat. Dort heißt es, dass insbesondere der nördliche Ast Richtung Schwandorf einen hohen Nachfrageanstieg bis 2034 hat. Dabei helfen mehr Bahnhalte und eine Reaktivierung der Strecke Maxhütte-Haidhof – Burglengenfeld mit 4 Bahnhalten. 

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 enthält die Elektrifizierung der Strecke Regensburg – Hof im vordringlichen Bedarf. Das ermöglicht im Zielkonzept 2035 zum einen die Einführung eines S-Bahn-ähnlichen Betriebs und zum anderen durch die Beschleunigung der Schnellverkehre München – Hof einen fernverkehrsähnlichen Standard.

Das wird was. Das ist eine Qualitätssteigerung im Bahnverkehr für Pendler, die man sonst nur aus Regionen wie um München oder Nürnberg kennt. Wozu brauche ich da noch eine Sallerner Regenbrücke? Die Deutsche Bahn müssen wir endlich wieder unterstützen und nutzen.  

Stadtbahnplanungen Regensburg

Regensburg plant die Einführung einer Stadtbahn mit 2 Linien. Dabei führt der wichtigste Trassenabschnitt beginnend am Alex-Center über die Nordgaustraße und die Nibelungenbrücke. Am Alex-Center und Donau-Einkaufs-Center (DEZ) sind wichtige Verknüpfungspunkte mit dem zuführenden Busnetz geplant. Durch die Linienüberlagerung der zwei Linien entsteht ein attraktiver 2,5-Minuten-Takt je Fahrrichtung. 

Im 5 Minutentakt kann Lappersdorf und der heutige Lappersdorfer Kreisel mit einer Linie ab dem ALEX-Center angebunden werden. Genau auf der Achse für den geplanten Ausbau des Lappersdorfer Kreisel und der Nordgaustraße. Nur da ist in den Planfeststellungsunterlagen zur S.R.B. rein gar nichts enthalten. Wie kann das sein? Wer schläft denn da? Die Regierung der Oberpfalz? Das staatliche Bauamt oder die Bundesrepublik Deutschland? Hat sich denn das Projekt Stadtbahn noch nicht rumgesprochen? Was ist mit den Lappersdorfer Anwohnern und Bürgern?  Wollen die lieber den Ausbau des Kreisels, oder eine Stadtbahn?  

Zusammenfassung / Bewertung

Die vorliegenden Untersuchungen und Unterlagen berücksichtigen die städtebaulichen Entwicklungen in Regensburg (und Umgebung) nicht oder nur unzureichend.

Ebenfalls nicht dargestellt sind die Wechselwirkungen mit wesentlichen Verkehrsprojekten, insbesondere dem SPNV-Konzept der BEG und der geplanten Stadtbahn. Hier sind im positiven Sinne für den Klimaschutz Kannibalisierungseffekte zu erwarten. Der 3-spurige Ausbau des Pfaffensteiner-Tunnels wird erwähnt und es wird gesagt, dass er in den Prognosen nicht berücksichtigt ist. 

Weder wurden bislang die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit/ Verkehrsqualität aller Verkehrsteilnehmenden – also auch der Fußgänger und der Radfahrerinnen – aufgezeigt, noch die Auswirkungen auf die angrenzenden Flächen und deren zukünftige Nutzbarkeit.  

Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger fordern mehrheitlich mehr Engagement im Klima- und Umweltschutz sowie für eine nachhaltige Mobilität. Stadt, Freistaat und Bund haben Beschlüsse gefasst und Konzepte verabschiedet, die zu weniger Kfz-Verkehr führen und den Umweltverbund stärken sollen.  

Der Bau der Sallerner Regenbrücke mit Ausbau der Nordgaustraße würde eben diese Beschlüsse und Konzepte konterkarieren und unterminieren.    

Die Prognoseberechnungen in aktualisierten Dokumenten sind deutlich zu hinterfragen. Prognosewerte noch aus den Zeiten von Prof. Kurzak wurde einfach aktuell bestätigt und nicht wesentlich verändert. Alle oben erwähnten Aspekte und Projekte werden nicht berücksichtigt. Amtliche Zahlen von 2020 fehlen. Pandemie- und Homeoffice-Effekte werden ignoriert.      

Es gibt keine Untersuchungen zu klimaneutraleren Alternativkonzepten!  

Entlang der neuen Stadtautobahn (BI LOS) Achse Nordgaustraße / Weißenburgstraße / Landshuter Straße wären durch den zusätzlichen Verkehrslärm sowie die zusätzlichen Schadstoffbelastungen viele Menschen betroffen. Die Lebensqualität dort wäre nachhaltig stark beeinträchtigt. Die Amberger Straße kann schon lange, seit der Fertigstellung der Pilsenallee, entlastet werden, in dem die B15 auf die B16 verlegt wird. Nur der politische Wille dazu fehlt.    

Die klare Forderung der Umweltverbände heißt: Die Planungen für eine Regenbrücke inklusive Ausbau der Nordgaustraße sind sofort einzustellen.   Im Zuge der Stadtbahnplanungen ist zu untersuchen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine Fortführung der Stadtbahn vom ALEX-Center über die Nordgaustraße und den Regen (Umweltverbundbrücke) bis zum Lappersdorfer Kreisel und Lappersdorf zielführend wäre. Eine attraktive Mobilitätsdrehscheibe zum Umstieg auf dem Umweltverbund ist am Lappersdorfer Kreisel zu berücksichtigen.  

Das SPNV-Konzept der BEG ist so schnell wie möglich umzusetzen. Das Zieljahr für die Umsetzung sollte das Jahr 2030 sein. Hier gilt es, alle Kräfte und finanziellen Mittel zu bündeln. Die zusätzlichen Bahnhalte sind durch Zubringerbusse anzudienen. Park&Ride und Bike&Ride stellen weitere wichtige Angebote dar, die den Kfz-Verkehr auf der BAB A 93 und den weiteren von Norden zuführenden Straßen reduzieren.

Zur Information

Auch die junge Generation zeigt auf, dass sie eine „Weiter so“-Auto-Verkehrspolitik in Regensburg nicht zulassen will.

1971 (vor genau 50 Jahren!) – wird das Projekt „Sallerner Regensbrücke“ das erstmals planfestgestellt. (wird erst 1990 wieder aufgehoben).  Bis 1977 werden verschiedene vorbereitende Bauwerke errichtet 1977 – Anschlussstelle Regensburg-Nord wird in Betrieb genommen 1989 – (vor 33 Jahren) Planungen werden seitens der Stadt wiederaufgenommen  

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news-10644 Wed, 22 Jun 2022 17:20:27 +0200 PM: Wenden statt im Kreis fahren - VCD spricht sich gegen Neuauflage des Norisrings aus! /startseite/detail/pm-wenden-statt-im-kreis-fahren-vcd-spricht-sich-gegen-neuauflage-des-norisrings-aus Nürnberg hat als Stadt der Menschenrechte auch eine globale Klimaverantwortung. Hier im Sinne der weltweiten Opfer der Klimaveränderungen voranzugehen ist nur konsequent. Mit dem heutigen Wissen darf man nicht mehr zurück zu fallen in eine Zeit, in der man sich mit dem Auto grenzenlose Freiheiten erhofft hat.

In Punkto Verkehrswende hat Nürnberg viel aufzuholen, andere Städte wie z.B. Kopenhagen und Wien sind viel weiter. Es erfordert neben dieser Erkenntnis noch viel Mut an der Stadtspitze, hier die Weichen richtig zu stellen. Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass unsere Mobilität nach der Pandemie anders zu gestalten ist als vorher, z.B. bei den Hygienekonzepten im öffentlichen Nahverkehr und bei der Aufteilung des Verkehrsraums, der immer auch öffentlicher Raum ist.

Gerade im Mobilitätssektor gibt es viele technische Innovationen. Durch Autorennen, die eine Antriebstechnologie von gestern glorifizieren, werden heute jedenfalls keine Arbeitsplätze mehr geschaffen.

Hier zwei Berichte dazu:

https://www.nn.de/nuernberg/ehrgeizige-ziele-das-norisring-rennen-soll-co2-neutral-werden-1.12271672

https://www.br.de/nachrichten/amp/sport/dtm-rennen-am-norisring-in-nuernberg-belastet-umwelt-nur-wenig,TAI0VPC

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news-10633 Mon, 20 Jun 2022 00:26:04 +0200 PM: VCD befürwortet den Standort Hafen für das neue ICE-Werk! /startseite/detail/pm-vcd-befuerwortet-den-standort-hafen-fuer-das-neue-ice-werk Alle derzeit im Prüfverfahren befindlichen drei möglichen Standorte B (Allersberg/Pyrbaum/Roth-Harrlach), F (ehemaliges Munitionslager Feucht) und G (südlich ehemaliges Munitionslager Feucht) befinden sich im Bannwald:

https://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/raumordnungsverfahren

Deshalb lehnt der Regionalverband alle drei Standorte ab. Ein ICE-Werk am Hafen käme ohne Eingriffe in den bestehenden Bannwald aus. Es beeinträchtigt die Funktion des Hafens als trimodales Güterverkehrszentrum (GVZ) nicht. Elektrifizierte Gleisanlagen mit der Möglichkeit zum Wenden der Züge sind bereits vorhanden. Durch ein geschicktes Platzieren des ICE-Werks werden neben dem nicht mehr ausgelasteten zweiten Hafenbecken nur wenige kleinere Grundstücke benötigt, die gut an andere Standorte verlagerbar sind.

Die Chance, dass man sich bei dem bereits bestehenden Industriestandort Hafen ein Raumordnungsverfahren hätte sparen können, wurde bereits verspielt. Deshalb ruft Wallnöfer alle Bürgerinnen und Bürger auf, bis spätestens 30.06.2022 von ihrem Recht Gebrauch zu machen, eine persönliche Einwendung zu den drei verbliebenen Standorten im Bannwald an die Regierung von Mittelfranken, Promenade 27, 91522 Ansbach zu senden. (per E-Mail: raumordnungsverfahren@reg-mfr.bayern.de ).

Wem das zu aufwändig ist, kann eine Sammeleinwendung online unterschreiben: https://helfen.bund-naturschutz.de/sammeleinwendung-ice-werk/

Weiter Informationen zur Sammlung von Unterschriften unter

https://harrlach.com/raumordnungsverfahren

Hier unsere Stellungnahme:

Regierung von Mittelfranken

Promenade 27

91522 Ansbach

Vollzug des Bayerischen Landesplanungsgesetzes (BayLplG);

Raumordnungsverfahren (ROV) für das Vorhaben "Neues ICE-Werk im Raum Nürnberg" der DB Fernverkehr AG, P.FBW 27/ Infrastrukturprojekt Nürnberg, Gleißbühlstr. 16, 90402 Nürnberg

hier: Einleitung des Raumordnungsverfahrens

Sehr geehrter Herr Rahn,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir bestätigen den Erhalt Ihres Schreibens vom 04.05.2022 in der o.g. Angelegenheit und nehmen zu dem Projekt "Neues ICE-Werk" wie folgt Stellung:

Die Mobilitätswende erfordert einen grundlegenden Ausbau der Infrastruktur der Bahn, in Bezug auf Schienen, Zuggarnituren und natürlich auch Reinigungs- und Instandhaltungsanlagen. Dass sich als Standort im Süden Deutschlands der Großraum Nürnberg anbietet, erscheint logisch.

Was nun die derzeit im Prüfverfahren befindlichen drei möglichen Standorte B (Allersberg/Pyrbaum/Roth-Harrlach), F (ehemaliges Munitionslager Feucht) und G (südlich ehemaliges Munitionslager Feucht) angeht, so lehnen wir diese grundsätzlich ab.

Hierzu im Einzelnen:

Standort B (Allersberg/Pyrbaum/Roth-Harrlach): Aus dem in Rede stehenden Gebiet bezieht die Stadt Fürth 44 Prozent ihres Trinkwassers, bei Überschwemmung des Trinkwasserschutzgebietes im Rednitzgrund sogar 100 Prozent. Bei dem Gebiet des Standortes handelt es sich grundsätzlich um Wald, dessen Boden eine hervorragende Filterung des Grundwassers gewährleistet. Der hohe Wasserbedarf des geplanten ICE-Werkes zum Reinigen der Züge würde die Kapazität der Brunnen belasten. Zudem soll Regenwasser zur Reinigung der Züge eingesetzt werden, das somit dann nicht mehr für die Grundwasserneubildung zur Verfügung steht. Es ist davon auszugehen, dass sich die Trinkwasserqualität für die Fürther Bevölkerung erheblich verschlechtern würde.

Standort F (ehemaliges Munitionslager Feucht): In dem fraglichen Gebiet befindet sich eine erhebliche Menge an Munitionsrestbeständen aus der Zeit des Dritten Reiches sowie der US-Armee. Ein Teil davon ist durch einen Betonbunker grundwasserdicht gesichert. Diese wie auch die restliche Muna-Fläche ist Sperrgebiet und für die Bevölkerung nicht begehbar. Es gab in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Bestrebungen, dieses Gelände einer anderen Nutzung zuzuführen. Diese scheiterten jeweils an der Beseitigung der Munitions-Altlasten.

Auch wenn die DB nicht die gesamte Muna-Fläche für das geplante ICE-Werk benötigt, so dürfte sich dennoch die Altlastenbeseitigung als eine überaus schwierige Aufgabe erweisen, da keinerlei Kartenmaterial existiert, das die genaue Lage, die Art und Anzahl der im Boden befindlichen Munitions-Restbestände ausweist. Die Entmunitionierung der von der Bahn benötigten Flächen dürfte ein erhebliches Gefahrenpotenzial beinhalten. Und eine Munitionsmittel-Räumung unter Zeitdruck würde das Gefahrenpotenzial für die mit dieser  Aufgabe Befassten mit Sicherheit noch erhöhen. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass der Giftgas-Sarkophag (der sich nicht auf dem von der Bahn beanspruchten Gebiet befindet) beim Bau oder beim Betrieb des ICE-Werks Schaden erleiden könnte.

Standort G (südlich ehemaliges Munitionslager Feucht)

Der Standort G liegt in einem Gebiet, das von den BürgerInnen der umliegenden Gemeinden Feucht, Wendelstein und Röthenbach bei St. Wolfgang sowie von der Bevölkerung des Nürnberger Südostens (Langwasser, Moorenbrunn, Altenfurt) als Naherholungsgebiet viel frequentiert wird. Vor allem der Jägersee und der Krugsweiher sind hier zu nennen.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass alle drei Standorte B, F und G im Reichswald mit Schutzstatus als Bannwald und Europäisches Vogelschutzgebiet liegen. Trotz dieser Schutzstatusarten ist es möglich, zur Durchsetzung öffentlicher Belange entsprechende Waldflächen zu roden und andernorts ökologisch wieder auszugleichen. Jedoch muss diesbezüglich in Rechnung gestellt werden, dass als ökologische Ausgleichsflächen nur Gebiete im Außenbereich des Reichswaldes in Frage kommen. Das heißt prinzipiell, dass Waldgebiete in relativer Nähe zur Stadt Nürnberg abgeholzt und versiegelt werden, während in größerer Entfernung zur Stadt neue Waldflächen angelegt werden. Hierbei dürfte es sich nach allem Dafürhalten um landwirtschaftlich genutzte Flächen handeln, die mittlerweile aber nurmehr unter Schwierigkeiten von den Landwirten zu erwerben sind. Wenn gerodeter Wald durch Ersatzaufforstungen ausgeglichen werden soll, so entsteht hier eine beachtliche zeitliche Lücke, da ein frisch angelegter Wald erst nach 60 bis 90 Jahren seine ökologischen Funktionen voll erfüllen kann.

Außerdem ist zu bezweifeln, ob sich während dieser Zeit überhaupt ein gesunder Wald entwickeln kann, wenn er sich bei zunehmender Trockenheit und Wetterextremen behaupten muss. Der  Reichswald ist insgesamt für die Menschen im Großraum Nürnberg von lebenswichtiger Bedeutung. Er ist unersetzlich für die Frischluftzufuhr und Abkühlung im Bereich des Nürnberger Beckens, das nach der Klimaprognose des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz mittelfristig weitere Hitzerekorde, Zunahme von Trockenheit und Extremwetterlagen erleben wird.

In dieser konkreten Situation ist es nicht länger hinzunehmen (auch wenn prinzipiell die gesetzliche Möglichkeit von Flächenausgleichsmaßnahmen besteht), dass weitere Bannwaldflächen gerodet werden - für welche Belange auch immer! Der Bannwald muss in Zukunft absolut tabu sein. Wenn die elementarsten Lebensgrundlagen der Bevölkerung von Nürnberg und Umgebung auf dem Spiel stehen, kann es keine Diskussion über mögliche Standorte eines Industriebetriebs geben, wie ihn das geplante ICE-Werk darstellt. Davon unberührt bleibt selbstredend die Tatsache, dass der VCD den Ausbau der Bahn und ihrer logistischen Anlagen unterstützt.

Aufgrund des eben Geschilderten ergibt sich unseres Erachtens die Notwendigkeit, nach anderen Standortflächen in Nürnberg (oder im Umland) zu suchen, die bereits gerodet und als Industriegebiete ausgewiesen sind. Hierfür in Frage käme das Gelände des Nürnberger Hafens: Wir beantragen deshalb die Überprüfung der Möglichkeit eines ICE-Werk-Baus im Nürnberger Hafen.

Die DB Fernverkehr AG führt in ihrer Stellungnahme zur Nutzung des Geländes im Nürnberger Hafen für ein ICE-Werk aus, dass die benötigten Flächen sich nicht in ihrem Eigentum befinden. Hierzu ist zu sagen, dass dieser Sachverhalt auch für die von der Bahn präferierten Standorte B, F und G gilt: Das Gebiet des Standorts B (Harrlach) befindet sich im Eigentum der Familie Faber-Castell. Auch die anderen Standortflächen (Muna und südlich Muna) befinden sich nicht im Eigentum der Bahn. Eine rasche Verfügbarkeit dieser Flächen ist also ebenfalls nicht absehbar.

Was die technischen Probleme angeht, die die Bahn für das Hafengebiet beschreibt (beispielsweise die Notwendigkeit des Baus einer Klappbrücke für der Überfahrung des Hafenbeckens 2), so wird diesbezüglich darauf verwiesen, dass sich bei der Konkretisierung des Entwurfs von BN/Albert Röttger diese Schwierigkeiten als durchaus beherrschbar darstellen würden. Durch ein geschicktes Platzieren des ICE-Werks werden neben dem nicht mehr ausgelasteten zweiten Hafenbecken nur wenige kleine Grundstücke benötigt, die gut an andere Standorte verlegbar sind.

In der Stellungnahme der Bahn wird u.a. auf die Überlastung der Bahnstrecke Nürnberg - Treuchtlingen sowie des Bahnknotens Nürnberg-Eibach hingewiesen. Unter Umständen könnte man noch zusätzliche Gleise parallel zur Strecke Nürnberg - Treuchtlingen verlegen. Hierfür würde sich möglicherweise der Endabschnitt des Frankenschnellwegs (der auf die Wiener Straße einmündet) eignen. Dies würde die Belastung des Bahnknotens Eibach sicher reduzieren.

Des Weiteren muss in Rechnung gestellt werden, dass die bereits im Hafengebiet befindlichen elektrifizierten Gleisanlagen den Bau einer Wendeschleife für die ICEs überflüssig machen würde.

Eine weitere grundsätzliche Problematik, die unbedingt angesprochen werden muss, sind die von dem ICE-Werk ausgehenden Licht- und Schallemissionen: Ganz egal, wo das Werk letztendlich gebaut wird, muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass sowohl die in der Umgebung wohnende Bevölkerung als auch die Tiere und Pflanzen soweit wie möglich vor den Licht- und Schallemissionen geschützt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Rotraut Brückner

stv. Vorsitzende VCD-Regionalverband Großraum Nürnberg

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news-10630 Fri, 17 Jun 2022 01:17:34 +0200 Literaturlesung Katja Diehl "Autokorrektur" am Do, 23.6.22 /startseite/detail/literaturlesung-katja-diehl-autokorrektur-am-do-23622 Foto: Katja Diehl

Katja Diehl ist Mobilitäts- und Logistikexpertin und hat sich dem Mobilitätswandel verschrieben. Sie hostet den Podcast »SheDrivesMobility«. In Hamburg hat sie die Vertretung der womeninmobility gegründet und engagiert sich im Bundesvorstand des VCD.

Eintritt: 5 Euro (Sozialpreis) bis 10 Euro (Solidarpreis)

Einlass, Ticket- und Bücherverkauf ab 19 Uhr, Beginn 19:30 Uhr

Anmeldung erforderlich unter reservierung@oedp-nuernberg.de

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news-10618 Tue, 14 Jun 2022 00:34:37 +0200 Das 365-Euro-Ticket rückt wieder näher /startseite/detail/das-365-euro-ticket-rueckt-wieder-naeher Foto: Die Linken Nürnberg

Rotraut Brückner und Christoph Wallnöfer freuen sich über die 18.000 Unterschriften.
Hier der Pressebericht der Nürnberger Nachrichten:
https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/18-000-unterschriften-gesammelt-so-geht-es-mit-dem-burgerbegehren-fur-ein-365-euro-ticket-weiter-1.12228372

Hier ein Bericht vom FrankenFernsehen:

https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/erfolgreiches-buergerbegehren-18-000-stimmen-in-der-noris-sagen-ja-zum-365e-ticket/

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news-10606 Wed, 08 Jun 2022 22:34:38 +0200 PR-ler*in zur Unterstützung unserer Kommunikation gesucht /startseite/detail/pr-lerin-zur-unterstuetzung-unserer-kommunikation-gesucht Wir sind ein ehrenamtlicher Verein, der eine nachhaltige Mobilität als Ziel hat, und benötigen Unterstützung für das Aufsetzen eines Kommunikationskonzepts, das auch soziale Medien einschließt. Es geht dabei nicht nur um die Bedienung der Tools, sondern auch um Überlegungen zu Inhalten. Daher ist das Interesse an einer Verkehrswende vorteilhaft. Ausgangspunkt für die Vergütung ist die Ehrenamtspauschale von 70 Euro pro Monat. Ggf. kann die Tätigkeit auch als Praktikum gestaltet werden.

Mehr Infos gibt’s unter bamberg@vcd.org oder Telefon 0951-2975 120.

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news-10523 Wed, 18 May 2022 21:48:07 +0200 Verkehrsentwicklungsplan 2030 – gute Basis für nachhaltige Mobilität in Bamberg /startseite/detail/verkehrsentwicklungsplan-2030-eine-gute-basis-fuer-nachhaltige-mobilitaet-in-bamberg Nach 7 Jahren Arbeit ist der Verkehrsentwicklungsplan endlich verabschiedet. Wir begrüßen nicht nur, dass mit einem echten Plan die konkrete Maßnahmenerarbeitung und vor allem auch -umsetzung beginnen kann. Der Maßnahmenkatalog, der auch unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt wurde, bietet einen Vorrat an Lösungen, die Bamberg noch lebenswerter machen. Diese gilt es nun gemeinsame mit der Öffentlichkeit auch weiterzuführen.

Dass Teile des Stadtrats den Maßnahmen nicht zustimmen konnten, ist bedauerlich, zumal die Gründe weniger inhaltlicher Natur sind, sondern mit mangelnder Öffentlichkeitsbeteiligung am Abschlussbericht begründet werden. Auch als Umweltverband betrachten wir dies als eine Gratwanderung. Wir respektieren aber die Kompetenz und Bearbeitungstiefe des beauftragten Planungsbüros und der Fachabteilung der Stadtverwaltung, die die Einordnung des Verkehrsentwicklungsplans und seiner Maßnahmen in die Ziele der Stadt erfordert. An anderen Stellen fällt es uns als Stadtgesellschaft ganz offensichtlich leichter, die Ergebnisse der Wissenschaftler bzw. Fachleute zu beherzigen.

Bei zahlreichen Gegenanträgen im Mobilitätssenat wurde nicht fundiert begründet, wie sie die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans, des Klimaschutzes, des Flächennutzungsplans, der Gewerbeentwicklung oder einer sozial gerechten Mobilität etc. besser erfüllen. Viele dieser Anträge wirken ihnen auch ganz offensichtlich entgegen und schützen nur individuelle Privilegien. Wer in dieser Debatte „Ideologie!“ ruft, sollte daher lieber erst mal prüfen, ob er nicht im Glashaus sitzt.

Uns ist bewusst, dass der verabschiedete Plan nur der Beginn eines langen Prozesses ist. Viele Details sind noch nicht geklärt und wir sind auch nicht mit allem Inhalt vollständig einverstanden. Vor allem fehlen zählbare Detailziele, anhand derer beobachtet werden kann, ob wir als Stadt im Plan liegen. Beruhigend, dass wenigstens dieser Teilbeschluss zum Monitoring einstimmig erfolgte. Das lässt hoffen, dass sich alle am Erreichen der beschlossenen Ziele interessierten Teile der Bürgerschaft zusammenfinden, um für das Jahr 2030 eine nachhaltige, sozial gerechte Mobilität für alle zu gestalten. Die Mitmachstadt Bamberg, die sich noch dazu Smart City nennen darf, weckt Erwartungen, an deren Umsetzung wir als Umweltschutzverein gerne mitarbeiten.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

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news-10613 Sun, 15 May 2022 14:00:00 +0200 KIDDICAL MASS: Verpasste Chancen in der Verkehrspolitik /startseite/detail/kiddical-mass-verpasste-chancen-in-der-verkehrspolitik Ebenso einfach wie genial. Der Vorschlag des ADFC für besseren Radverkehr in der Innenstadt: Eine Fahrspur für den Radverkehr als Einbahnstraße entgegen dem Uhrzeigersinn um die Innenstadt. Auf der anderen Fahrspur dürfen alle in entgegengesetzter Richtung fahren. Damit hätte man die bisherigen Konfliktsituationen zwischen motorisierten und nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern höchst effizient deutlich verringert. Leider fand diese extrem günstige Pro-Fahrrad-Idee keine Mehrheit im Stadtrat.

Die Route der Kiddical Mass ließ nachempfinden, wie es hätte sein können. Zu keinem Zeitpunkt war der PKW-Verkehr in der Landingstraße, der Wermbachstraße, der Alexandrastraße, der Würzburgerstraße, der Hofgartenstraße und der Platanenallee blockiert. Vielmehr funktionierte das Zusammenspiel zwischen Radfahrer-Pulk und entgegenkommendem Autoverkehr einwandfrei. Sogar Fußgänger konnten problemlos queren, was angesichts der Masse an Radfahrenden, darunter viele Kinder, bewundernswert ist. Der elfjährige Florian Bauer erzählt: „Ich fand die Kiddical Mass sehr gut, da jedermann und jederfrau, Jungen und Mädchen mitmachen konnten. Man musste nur ein Fahrrad haben.“

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news-10475 Tue, 10 May 2022 11:20:56 +0200 Radweg-Detektive unterwegs /startseite/detail/radweg-dedektive-unterwegs  

Wir erkunden und dokumentieren auch mit Fotos die Positiv- und Negativ-Highlights des Radwegs hinsichtlich Wegführung, Radweg-Qualität, Sicherheit, Beschilderung

1. Was ist besonders gut – schön – vorbildlich?

2. Was könnte mit wenig Geld bzw. Aufwand verbessert werden?

3. Was könnte mit mehr Geld bzw. Aufwand verbessert werden?

Empfang in der Alten Kaserne

  • zwischen 11 und 14 Uhr (Programm bis ca. 17 Uhr)

  • mit dem Sammeln, Dokumentieren und Diskutieren der mitgebrachten Fotos und Anregungen zur Verbesserung

  • mit einem kleinen musikalischen Unterhaltungsprogramm zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ (MissHarmonie und Band)

  • mit kostenlosen Probefahrten auf Lasten- und Spezialrädern

  • mit kostenlosen Rikschafahrten

  • mit einem Fahrrad-Parcours des ADFC

  • mit Informationsständen zum Klimaschutz im Alltag (Carsharing, Öffentlicher Nahverkehr, Umweltstation etc.)

Für das leibliche Wohl sorgt der „Weltacker Landshut e.V.“

Nähere Informationen über Abfahrtszeiten und Orte gibt es hier und bei unserem Vorstand. 

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news-10472 Mon, 09 May 2022 20:15:11 +0200 PM: In der Schnepfenreuther Spielstraße wird viel zu schnell gefahren! /startseite/detail/pm-in-der-schnepfenreuther-spielstrasse-wird-viel-zu-schnell-gefahren Foto und FactSheet: Dr. Tilo Gewiese

94% fuhren schneller als 12 km/h, der Spitzenmesswert lag bei 71 km/h.

Dass die Schnepfenreuther Hauptstraße eigentlich nur von Anliegern befahren werden darf, nehmen die Anwohner*innen schon seit Jahren hin.

Folgende 2 Wochen haben wir gemessen:

Ferienwoche 28.02.-06.03.2022

Schulwoche 07.03.-13.03.2022

Aus dem Bericht für die beiden Wochen haben wir ein FactSheet als Übersicht erstellt.

 

Wir wollen Ihnen gerne vor Ort  erläutern, durch welche baulichen Maßnahmen ein zu schnelles Fahren künftig erschwert werden kann, damit unsere Kinder auf ihrem Schulweg nicht mehr gefährdet werden. Bitte machen Sie uns einen Terminvorschlag.

 

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news-10396 Mon, 25 Apr 2022 00:00:00 +0200 Verkehrsclub Deutschland ehrt das Ehepaar Wörle /startseite/detail/bruckmandl-22  

Überall dort, wo Radverkehr in der Stadt und dem Landkreis Regensburg 
gedacht wird, ist mindestens einer von beiden dabei. Egal ob es um
Freizeitrouten, Radtouren, Fahrradpendlerrouten, Fahrradsicherheit,
Radverkehrssicherheit, Fahrradabstellanlagen, Winterdienst,
Bürgerbeteiligungsverfahren, rechtlichen Grundlagen aus der StVO,
die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (kurz ERA) und nicht zu
vergessen den Radentscheid geht: Regine Wörle oder Dr. Klaus Wörle
sind dabei.

Wolfgang Bogie, 1. Vorsitzender vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) erzählte sehr unterhaltend aus dem Fahrradleben des Ehepaares: „Wie bei den meisten Menschen in Bayern ging das Erlebnis Fahrradfahren in der Grundschule, in der 4. Kasse los, so auch bei den Wörles.“ Regine Wörle ist in München aufgewachsen und ihr Schulweg führte über die Maximilianstraße und das ging aus ihrer Sicht immer gut. Sie fühlte sich nie bedroht durch Autofahrer. Sie stellte bald fest, mit dem Rad kommt man in München überall hin. Geärgert hat Sie sich nur über Baustellen, an denen zu lesen war „Radfahrer absteigen!“ und dabei wurden auch noch oft die Autos über die Radwege geleitet. Am meisten hat sie gestört, dass es kein „Bitte“ in der Anweisung gab. Sie fragte sich dann sehr bald, es muss doch auch eine Interessensvertretung für Radfahrer geben und nicht nur für Autofahrer. Die Aufkleberaktion „Parke nicht auf unseren Wegen“ hat sie dann auf den ADFC aufmerksam gemacht, in den sie dann 1991, im Kreisverband München, eingetreten ist.

Im Januar 1997 zog sie mit ihrem Mann Klaus nach Regensburg. Entsetzt stellte Sie fest, dass hier viel Radler jeglichen Alters auf Gehwegen fuhren. Das kannte Sie von München nicht.

2003 wurde sie aktiv, gemeinsam mit dem VCD, beim Bürgerentscheid zum Verkehrsberuhigten Domplatz. Bis heute sind ihre selbstgebackenen Domplätzchen bei Bogie gut in Erinnerung geblieben.

Regine Wörle machte eine regelrechte Blitz-Karriere beim ADFC. Diese startete im Kreisvorstand des ADFC, 2008 fuhr sie als Delegierte zur Bundeshauptversammlung, 2011 bis 2015 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden im Landesverband Bayern gewählt. Schon 2010 wurde Sie zur Tourenleiterin und als Vorstandsbeauftragte bildete sie dann selber ADFC-TourGuides aus.
2011 ergriff sie die Initiative für die Räume der ADFC Fahrradwerkstatt, die seither erfolgreich betrieben wird.  

Natürlich wurde am Esstisch der Wörles über die Bedeutung des Radverkehrs debattiert. Radverkehrsförderung wurde ihr und ihrem Mann immer mehr zu einem wichtigen Anliegen. Ein lebenswerteres Regensburg kann nur mit mehr Radverkehr zu Stande kommen, so ihr Credo. Damit wuchs in ihr der Gedanke, dass auch in Regensburg ein Bürgerentscheid zur Verbesserung des Radverkehrs durchgeführt werden muss. Das Vorbild zu dieser Initiative waren der Radentscheid 2015 in Berlin und schließlich der Radentscheid 2017 in Bamberg. Schnell bekam sie Unterstützung für die Idee von anderen Aktiven aus der Regensburger Aktionsplattform der Umweltverbände. 

Dr. Klaus Wörle, praktisch als ADFC Familienmitglied eingeheiratet, kann auf eine abwechslungsreiche Radfahrerkarriere zurückblicken. Die Radprüfung in der Grundschule schloss er, als einziger aus seiner Klasse, fehlerfrei mit dem „Ehrenwimpel“ ab. Schließlich meisterte er seinen Alltag mit dem Fahrrad, einschließlich den Lebensmitteleinkäufe für die Familie und als Werbeblätterausträger in Burglengenfeld. Bogie: „Dann folgte die damals übliche Landjungend-Mobilitätskarriere. Zuerst ein Mofa, dann mit 18 der KFZ-Führerschein und bald danach ein eigenes Auto.“ Nach eigenen Angaben, erlöst wurde er von dem Virus Auto während seines Studium. Seine erste Freundin hatte ein Tandem, was in ihm eine doppelte Begeisterung auslöste.
So ein Tandem schaffte er sich 12 Jahre später selber an, allerdings hauptsächlich um seine Kinder transportieren zu können. 2003 wurde er zum Vorsitzenden des ADFC im Kreisverband Regensburg gewählt. Auch er fuhr später als Delegierte zur Bundeshauptversammlung und wurde Mitglied im Tagespräsidium der ADFC- Landesversammlung.

Schließlich wurde sein Sachwissen zur Radwegebenutzungspflicht
auf einem Radweg direkt vor seiner Haustür geforderte. Aus seinem
Verständnis wurde durch die Straßenverkehrsbehörde der Stadt
Regensburg, das Verkehrszeichen 240, zur Radwegebenutzungspflicht
unrechtmäßig aufgestellt. Er zog damit vor das Verwaltungsgericht Regensburg, verlor die Klage, aus seiner Sicht unberechtigt, zog weiter vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, gewann dort sein Anliegen, gegen das die Stadt Regensburg allerdings Revision einlegte. So führte die juristische Reise, nach insgesamt 8 Jahren, sogar vor das Bundesverwaltungsgericht. Dort erging dann ein vollumfängliches Urteil im Sinne von Wörle. Damit wurde sogar ein Grundsatzurteil erreicht. Dieses bemerkenswerte Urteil vom 18.11.2010 hat es sogar bis zu einer Meldung in die 20 Uhr Ausgabe der Tagesschau geschafft.
Dafür erhielt Wörle 2011 auf dem Radverkehrskongress der AGFS, den Deutschen Fahrradpreis „best for bike“ verleihen.

Grundsätzlich wichtig und hilfreich findet er für Regensburg den Verbund mit anderen Umweltverbänden. Wörle: „Naturgemäß sind hier die Überschneidungen mit dem VCD besonders groß, aber der Themenbereich Verkehr ist so uferlos und die Zahl der Aktiven so überschaubar, dass jegliches Konkurrenzdenken absurd wäre.“ Dieses Netzwerk, das engagierte Menschen unterschiedlichen Hintergründen und Motivationen zusammenbringt, gibt es sicher nicht in vielen Städten so wie in Regensburg.
Wörle: „Doch trotz des permanenten und oft genug frustrierenden Bohrens dicker Bretter gibt es einzelne Erfolge, die in der Regel immer im gemeinsamen Bemühen um die „gute Sache“ erreicht wurden. Sei es bei Bürgerbegehren oder dem langwierigen Bearbeiten von Verwaltungen und Kommunalpolitik von verschiedenen Seiten. Insofern bin ich gespannt, was wir gemeinsam noch schaffen für ein menschengerechtes Verkehrswesen und für die Lebensqualität in unserer Stadt.“

Das Bruckmandl wurde als symbolische Figur zur Würdigung gewählt, weil es die Sympathiefigur der Steinernen Brücke ist. Die Steinerne Brücke wurde durch einen Bürgerentscheid am 19.01.1997 vom motorisierten Individualverkehr befreit und damit für Fußgänger und den Radverkehr geöffnet. Der VCD Kreisverband Regensburg war aktives Mitglied und finanzieller Unterstützer der Bürgerinitiative „Autofreie Steinerne Brücke“. Dieses Datum, 19.01.1997, hat ja bei euch auch Geschichte gemacht.

2013 an die Gemeinschaft Ordnungsamt, Polizei und Verkehrswacht zu der
              Plakataktion „Augenblick bitte“ für rechtsabbiegende Autofahrer

2014 an die Maschinenfabrik Reinhausen für ihr vorbildliches Fahrradparkhaus

2015 an den OB Joachim Wolbergs für die Freigabe des Radverkehrs in der Altstadt

2016 an die KRONES AG für die Reaktivierung des Industriegleises

2017 an Prof. Dipl.-Ing. Walter Weber als Initiator des Bündnis für
              einen hochwertigen ÖPNV im Raum Regensburg

2018 an alle Stadtratsfraktionen zum gemeinsamen Stadtratsbeschluss zur
              Wiedereinführung einer Stadtbahn in Regensburg

2019 an die Bürgermeisterin und dann Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer
              für ihren persönlichen Einsatz zur Umsetzung des Radentscheides

2020 an Herrn Gerhard Hauner, für seinen jahrelangen Widerstand und die Klage gegen  
             das Projekt Sallerner Regenbrücke

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news-10358 Wed, 20 Apr 2022 23:57:44 +0200 PM: VCD sammelt Unterschriften für Bürgerantrag „Stadt statt Autobahn“ beim Sattelfest am Sa, 23.04.2022 am Jakobsplatz! /startseite/detail/pm-vcd-sammelt-unterschriften-fuer-buergerantrag-stadt-statt-autobahn-beim-sattelfest-am-sa-23042022-am-jakobsmarkt  

Quelle: Ulrike Müller-Telschow

Mehr Infos unter www.lastenradfueralle.de

Der VCD folgt gerne der Einladung von BLUEPINGU e.V. und wird an seinem Infostand Unterschriften für den Bürgerantrag „Stadt statt Autobahn“ sammeln.

„Lastenräder sind die umweltfreundliche Alternative zum Auto“, meint der Regionalvorsitzende Christoph Wallnöfer vom VCD. Viele Bürger*innen fahren täglich mit dem Auto in die Arbeit, weil sie ja vielleicht zufällig auf dem Rückweg noch einen Flachbildschirm im Sonderangebot kaufen wollen und diesen ja unmöglich mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV transportieren können. Tatsächlich tritt dieses außergewöhnliche Ereignis aber nur einmal im Jahr auf.

Die VAG hat bereits mit ihren 12 Leih-Lastenrädern den Anfang gemacht. Immer weniger Menschen werden künftig mit dem Auto fahren, weil sie die Umwelt und ihren Geldbeutel schonen wollen.

Deshalb sind die Mitglieder des VCD’s der Meinung, dass es keinen kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs mehr braucht. Das eingesparte Geld wird anderweitig dringender gebraucht.

Weitere Infos unter www.stattautobahn.de

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news-10349 Mon, 18 Apr 2022 22:37:00 +0200 Podiumsdiskussion am Di, 3.5.22 um 19:00 /startseite/detail/podiumsdiskussion-am-di-3522-um-1900  

Hohe Benzinpreise erfordern neue Ideen - Lieferdienste per Lastenrad?
Nachhaltige City Logistik für Nürnberg
Di, 03.05.2022 ab 19:00 Uhr
Karl-Bröger-Zentrum, Willy-Prölß-Saal

Der Online-Handel boomt und es werden immer mehr Pakete ausgeliefert. In deutschen Städten zum überwiegenden Teil immer noch mit Kleintransportern, was zu erheblichen Verkehrsbelastungen in den Städten führt. Immer häufiger wird aus diesem Grund in der Lieferbranche auch über den Einsatz von Lastenrädern diskutiert. In einigen Großstädten werden diese bereits regelmäßig verwendet, um dem steigenden Verkehrsaufkommen in den Innenstädten entgegenzuwirken. Der positive Nebeneffekt für eine lebenswerte Stadt und die Umwelt generell ist dabei ausschlaggebend. Hier in Nürnberg gab es vor einigen Jahren bereits ein prämiertes Forschungsprojekt. In den letzten Wochen kam nun durch den schrecklichen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ein weiterer signifikanter Aspekt hinzu. Durch deutlich steigende Energiepreise wird vor allem auch die Lieferbranche vor große Herausforderungen gestellt, die sich bis auf die Endkunden auswirken können.
Die SPD Nürnberg lädt gemeinsam mit dem VCD Nürnberg zu einer Podiumsdiskussion ein. Wir möchten gemeinsam mit unseren Referenten und mit Ihnen über die Umsetzung einer nachhaltigen City Logistik für Nürnberg diskutieren. Wie können wir in Nürnberg Lieferdienste per Lastenrad umsetzen? Welche Möglichkeiten gibt es, die man auch in Nürnberg anwenden kann?
Referenten:
- Prof. Dr.-Ing. Ralf Bogdanski (TH Nürnberg, Forschungsprofessur für Nachhaltige Stadtlogistik) https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/pakete-in-der-strassenbahn-forscher-tufteln-an-konzepten-1.11985502
- Dr. Maximilian Hartl (Leitung Verkehrsplanung Stadt Fürth) https://www.nordbayern.de/region/fuerth/furths-langfristiges-ziel-weniger-autos-in-der-city-1.10047488
- Daniel F. Ulrich (Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg) https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/daniel-ulrich-ist-neuer-baureferent-in-nurnberg-1.3237124

Im Anschluss an das Podium, bei dem unter anderem Prof. Bogdanski über seine Forschungsergebnisse hier vor Ort und Dr. Hartl über konkrete Umsetzungsmaßnahmen in unserer Nachbarstadt Fürth berichten werden, erhoffen wir uns eine fruchtbare Diskussion zwischen den Referenten und dem Publikum über weitere Ideen und Handlungsmöglichkeiten der Stadt Nürnberg.
Wir freuen uns über Ihr Kommen.
Eine Anmeldung vorab ist nicht nötig. Am Veranstaltungsort gilt 3G. Wir bitten um das Tragen von FFP2-Masken, außer am Sitzplatz.

Wer auf Facebook ist, kann gerne auf unserer Facebookveranstaltung auf Zusagen klicken:

fb.me/e/3h6Qqemo1

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news-10395 Tue, 12 Apr 2022 09:00:00 +0200 Offener Brief an Stadt und Landkreis Regensburg: „Jetzt den ÖPNV boostern“ 23 Umweltinitiativen, Vereine und Parteien fordern schnelles und entschlossenes Handeln /startseite/detail/opnv-boostern news-10287 Sat, 02 Apr 2022 18:57:39 +0200 Plakataktion in Fürth wegen flasch abgestellter E-Scooter /startseite/detail/plakataktion-in-fuerth-wegen-flasch-abgestellter-e-scooter Foto: Horst Bayer, VCD Fürth

Hier die Homepage des Behindertenrats:

http://www.behindertenrat-fuerth.de/

Hier die Aktion “Gelbe Karte” vom BBSB:

https://bbsb.org/gelbe-karte-fuer-falschparker/

Hier ein Bericht dazu in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/furth-und-die-e-scooter-deshalb-sehen-falschparker-gelb-1.11982779

 

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news-10230 Fri, 18 Mar 2022 16:50:38 +0100 Straßenbahnverlängerung Minervastraße /startseite/detail/strassenbahnverlaengerung-minervastrasse Die Einwahldaten werden am Tag der Veranstaltung auf folgendem Link zur Verfügung gestellt:

https://www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/tram_minervastrasse.html

Nachlese: fast 100 Interessierte nahmen an dem Zoom-Meeting teil. Die Veranstaltung war sehr professionell gestaltet, es standen viele Ansprechpartner (Stadtplanung, VAG) zur Verfügung und es wurden alle im Chat gestellten Fragen beantwortet.

Dieses Format hat sich bewährt und soll in einem halben Jahr wiederholt werden mit dem Thema “Straßenbahnverlängerung Neubaugebiet Brunecker Str.”

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news-10187 Fri, 11 Mar 2022 13:25:00 +0100 Verkehrsentwicklungsplan 2030 - jetzt muss der Stadtrat liefern! /startseite/detail/verkehrsentwicklungsplan-2030-jetzt-muss-der-stadtrat-liefern Die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans hat der Stadtrat 2017 einstimmig beschlossen und auch der VCD unterstützt diese Ziele weitgehend. Es geht dabei vor allem um eine lebenswerte Stadtgestaltung, einen höheren Anteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel, mehr gleichberechtigte Mobilität für alle, mehr Verkehrs- und soziale Sicherheit. Das Erreichen dieser Ziele erscheint mit dem vorgelegten Arbeitsstand sehr gefährdet, denn anscheinend sollen vom Stadtrat nur die blumigen Worte eines Abschlussberichts beschlossen werden und keine konkreten Maßnahmen, die in großer Zahl auch mit Beiträgen aus der Bürgerschaft erarbeitet wurden. Ist es das, wofür die Stadt sechs Jahre Beratung bestellt hat? Ist es das, wofür sich zahlreiche Bürger*innen, Vereine und Verbände in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit engagiert haben? Sind die hunderte Vorschläge aus der Bevölkerung und die jahrelange Sacharbeit von Verwaltung und den Beratern dem Stadtrat so wenig wert, dass sie einfach beiseite gelegt werden?

Wir halten diese Vorgehensweise für nicht akzeptabel.

Wenn die enormen Kosten für die externe Beratung und die Bürgerbeteiligung einen Wert haben sollen, muss der Stadtrat nun endlich die erarbeiteten Maßnahmen beschließen. Sonst bleibt lediglich eine enorme Verschwendung von Steuergeld und Bürgerschaftsengagement. Dies ist kein Selbstzweck, sondern für eine lebenswerte Stadt und eine nachhaltige, sozial gerechte Mobilität gemäß den beschlossenen Zielen erforderlich, wie von den Beratern dargelegt. Keine Maßnahmen zu beschließen, auf jährliches Monitoring und Nachsteuern zum Erreichen der Ziele zu verzichten und erst in fünf Jahren die Situation zu evaluieren, ist für die Bamberger*innen nicht gut genug. Weitere wertvolle Jahre untätig den Kopf in den Sand zu stecken um dann verwundert festzustellen, dass die Ziele in der Kürze der verbleibenden Zeit nicht mehr erreicht werden können, kann kein Stadtratsmitglied ernsthaft unterstützen.

Für die Umsetzungsphase sind vermutlich viele Bürger*innen und Verbände bereit, die konkreten Maßnahmen in Beteiligungsverfahren mit auszugestalten. Die Bürger*innen und Verbände haben an diesen Stellen seit Jahren geliefert, jetzt ist der Stadtrat an der Reihe. Die zugrunde liegenden Dokumente sind nach wie vor nicht einsehbar. Insbesondere die Liste aller eingereichten Maßnahmen, also auch der abgelehnten samt Ablehnungsgründen, sollte umgehend veröffentlicht werden. Das muss der Stadtrat nun liefern – samt den zugehörigen Beschlüssen.

Mitmachstadt Bamberg heißt, MIT der Bevölkerung etwas MACHEN – dazu sind wir gerne bereit. Wenn Sie sich beteiligen möchten, wenden Sie sich gerne an uns! Telefon 0951-2975 120 oder Mail bamberg@vcd.org.

Und hier geht es zum Originaldokument.

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news-10111 Tue, 22 Feb 2022 22:35:14 +0100 Nürnberger Stadtrat macht sich beim 365-Euro-Ticket weiterhin unglaubwürdig! /startseite/detail/nuernberger-stadtrat-macht-sich-beim-365-euro-ticket-weiterhin-unglaubwuerdig Nachdem zwei VGN-Gutachten, eines davon endlich über Umwege im Online-Service zur Stadtratssitzung am 30.03.2022 unter TOP Ö3 in der Anlage 1 zu finden,

https://online-service2.nuernberg.de/buergerinfo/si0056.asp?__ksinr=15439

anscheinend noch nicht reichen, das unangenehme Adoptivkind 365-Euro-Ticket loszuwerden, muss jetzt die Warnung der Regierung vom Mittelfranken herhalten.

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/365-euro-ticket-regierung-von-mittelfranken-warnt-stadt-nurnberg-vor-einfuhrung-1.11853714

Das Bewusstsein, dass die Einführung eines 365-Euro-Tickets die Stadt zusätzliches Geld kostet, kann man von einem mündigen 70-köpfigen Stadtrat erwarten.

Sonst könnte es dem Nürnberger Stadtrat so ergehen wie seinen Amtsgenossen vor 100 Jahren in Fürth. Damals hatte der Fürther Stadtrat die Meinung seiner Bevölkerung vollkommen falsch eingeschätzt und die Eingemeindung zur Nachbarstadt Nürnberg beschlossen. Erst nachdem die Mehrheit der Fürther per Volksentscheid gegen eine Eingemeindung votierte, revidierte der Fürther Stadtrat wieder seinen Beschluss. Konsequenterweise trat daraufhin der gesamte Stadtrat zurück, um den Weg für Neuwahlen zu ebnen. Mit dem Beschluss des Nürnberger Stadtrats zur Einführung des 365-Euro-Tickets, das bereits von den Nürnbergern per vorbereiteden Bürgerentscheid gefordert wurde, könnte sich jetzt genau 100 Jahre später die Geschichte von Fürth in Nürnberg wiederholen.

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/rolle-ruckwarts-365-euro-ticket-in-nurnberg-steht-vor-dem-aus-1.11942141

https://www.br.de/nachrichten/bayern/365-euro-ticket-nuernberger-stadtrat-mache-sich-unglaubwuerdig,T0bx6LO

https://www.sueddeutsche.de/bayern/nuernberg-365-euro-ticket-stadtrat-1.5553758

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news-10108 Tue, 22 Feb 2022 21:15:19 +0100 Verkehrsbeharrung statt Mobilitätsentwicklung /startseite/detail/verkehrsbeharrung-statt-mobilitaetsentwicklung Aktuell werden im Stadtrat Konfliktsituationen behandelt, die sich aus dem begrenzten Platzangebot in einer Altstadt ergeben. Die verständlichen Interessen von Gewerbetreibenden und Anwohnenden müssen dabei natürlich berücksichtigt werden, allerdings ist zu beobachten, dass andere berechtigte Interessen dann leichtfertig geopfert werden, weil Betroffene gar nicht erst gefragt werden. Auch die langfristigen Ziele der Stadt zur eigenen Entwicklung werden geflissentlich beiseitegelegt. Es ist zu erwarten, dass in wenigen Jahren überrascht festgestellt wird, dass es zu spät sei, die Ziele zu erreichen, man hätte früher beginnen müssen.

Laut Planung der Stadt soll die Untere Brücke als Bündelung zweier Cityrouten eine direkt geführte Hauptroute zur Anbindung der Stadtmitte sein, der einzigen Flussquerung per Rad zur Stadtmitte. „Dem Radverkehr kommt eine sehr hohe Bedeutung zu, was sich v. a. in sicherer und leistungsfähiger Infrastruktur und Führungsform ausdrückt“ so das Planungsdokument Radrouten Zielnetz VEP Bamberg 2030. Diese Funktion kann das Nadelöhr aufgrund seiner Gestaltung als verkehrsberuhigter Bereich heute schon nicht leisten. Sollte tatsächlich zur Bewirtung die verfügbare Breite eingeschränkt werden, ist dort de facto kein Radverkehr mehr möglich. Diese Position hat der VCD bereits im letzten Jahr mit dem ADFC in einer gemeinsamen Pressemitteilung vorgebracht, zum Runden Tisch wurde er jedoch nicht eingeladen, ein Beleg, dass die Mobilitätsbelange von Rad- und Fußverkehr eben keine Rolle spielen, allen VEP-Zielen zum Trotz.

Eine weitere kritische Strecke ist die Siechenstraße mit den Fahrradschutzstreifen und häufigen Behinderungen durch parkende und haltende Fahrzeuge. Dies ist gleichzeitig die Bündelung von drei Cityrouten in die Stadtmitte. In der Sitzung des Umwelt- und Mobilitätssenats und in Anträgen aus manchen Fraktionen soll nun diese Minimallösung für die gefährdeten Verkehrsteilnehmer auch noch geopfert werden. Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse von Handwerksbetrieben und Anwohnenden müssen auch Fuß- und Radverkehr sicher geführt werden. Sonst werden die Verkehrsteilnehmer*innen nicht im angestrebten Umfang motiviert, auf diese Verkehrsmittel umzusteigen. Was in diesen Diskussionen fehlt, sind die Maßnahmen, um die Logistik der Handwerksbetriebe und Anwohnenden zu verbessern. „Wir vermissen die Initiativen der Stadt für mehr Carsharing, bessere Lieferdienste, dichteren Busverkehr, autonome Innenstadtbusse usw., alles Maßnahmen aus dem Verkehrsentwicklungsplan, die helfen sollen, heutige Probleme an der Wurzel zu packen statt kurzfristig populistisch an Symptomen herumzudoktern“ fasst Andreas Irmisch, Vorsitzender des VCD Kreisverbands Bamberg, die Sichtweise des Umweltverbands zusammen.

Die Leidtragenden sind dabei keine Minderheit, sondern eine Mehrheit. Bereits 2015 wurden fast 60 % der Wege in Bamberg mit dem Umweltverbund zurückgelegt gegenüber nur gut 40 % mit dem Auto. Bis 2030 soll das Verhältnis 75 % zu 25 % sein, so der Beschluss des Stadtrats im November 2017. Dass diese Mehrheit von 75 % bei den Entscheidungen der Stadt stärkere Berücksichtigung findet, ist eines der zentralen Anliegen des VCD. Dass die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat eher umgekehrt argumentieren, ist nicht nachvollziehbar. Umso dringender ist es, nun endlich alle Arbeitsergebnisse zum Verkehrsentwicklungsplan zu veröffentlichen, damit die gesamte Stadtgesellschaft an der Diskussion beteiligt sein kann.

Hier die Original-Pressemitteilung.

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news-10048 Mon, 07 Feb 2022 21:34:32 +0100 Fußgängerzone in der Frohsinnstraße scheitert an der Moral der Autofahrer /startseite/detail/fussgaengerzone-in-der-frohsinnstrasse-scheitert-an-der-moral-der-autofahrer news-10030 Sat, 05 Feb 2022 14:02:20 +0100 Verkehrsprobleme im Brentanoviertel in Aschaffenburg? /startseite/detail/verkehrsprobleme-im-brentanoviertel-in-aschaffenburg news-10031 Sat, 05 Feb 2022 13:57:35 +0100 PM: VAG_RAD statt E-Roller in Stein! /startseite/detail/pm-vag-rad-statt-e-roller-in-stein Fotos: VCD Nürnberg

So hat z.B. der Oberbürgermeister der Stadt Fürth in einem Brief den neuen Verkehrsminister darum gebeten, bundesweite Regelungen gegen behindernd abgestellte E-Roller zu finden.

https://www.nn.de/fuerth/tempo-30-in-der-stadt-furth-will-mehr-spielraum-vom-bund-1.11783746

Besser wäre es, wenn sich der Steiner Stadtrat dafür einsetzen würde, das umweltfreundliche VAG_RAD mit ca. 8 Stationen einzuführen. Dies wäre eine optimale Ergänzung für umweltbewusste Menschen zu dem bestehenden attraktiven Busnetz.

Hier dazu ein Bericht in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/im-marz-geht-es-los-die-e-scooter-welle-erreicht-nun-auch-stein-1.11791799

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news-9978 Mon, 31 Jan 2022 19:46:45 +0100 Wanderbaumallee in Fürth /startseite/detail/wanderbaumallee-in-fuerth  

Foto: Olaf Höhne

Die Wanderbaumallee besteht derzeit aus sechs mobilen Baummodulen mit angebauten Sitzgelegenheiten und soll im Laufe des Sommers erweitert werden. Die Module sind so gebaut, dass sie zu Fuß transportiert werden können. Eine genauere Vorstellung vom Aussehen der Module können Sie sich anhand des beiliegenden Flyers sowie auf den Websites der Wanderbaumalleen Köln und Stuttgart machen, wo dieses Projekt bereits seit ein paar Jahren erfolgreich durchgeführt wird.

Die Bäume sorgen für ein verbessertes Kleinklima und haben einen ausgleichenden, kühlenden Effekt im Sommer, durch die Sitzgelegenheiten wird ein Begegnungsort für die Anwohnerinnen und Anwohner geschaffen. Auch positive Effekte auf die körperliche und psychische Gesundheit von mehr Grün konnten zahlreiche Studien bereits nachweisen. Deshalb möchten wir uns mit den mobilen Baummodulen für weitere Stadtbegrünung einsetzen, wie es die Klimakrise dringend erforderlich macht.

Die Wanderbaumallee ist eine temporäre Einrichtung, die den Verkehr kaum einschränkt, lediglich ein paar Parkplätze können je nach Standort  durch die Module belegt werden. Nach ein paar Wochen wandert die Allee zum nächsten Standort. Die Anwohnerinnen und Anwohner einer Straße werden miteinbezogen, z.B. für die Pflege der Bäume und Pflanzen. Die Straßenauswahl soll in Zusammenarbeit mit den Quartiersbüros und dem Verkehrsplanungsamt erfolgen. Bei der Auswahl der Straßenzüge sollen vor allem soziale Gesichtspunkte wie ein hoher Bedarf an Begrünung berücksichtigt werden.

An der Initiative Wanderbaumallee Fürth beteiligen sich bisher neben verschiedenen Fürther Vereinen wie dem ADFC, dem VCD, Bluepingu und dem Weltladen Fürth auch ELAN und das Quartiersbüro Spiegelfabrik. Als Sponsoren konnten wir bereits die Sparkasse Fürth und die VR-Bank gewinnen.

Nun hoffen wir auch auf Ihre Unterstützung, insbesondere auch, weil die Wanderbaumallee bereits bei der Ausschreibung des Zukunftspreises der Stadt Fürth 2021 ausgezeichnet wurde. Insbesondere erbitten wir Ihre Unterstützung für folgende Anliegen:

  • Den Erlass verkehrsrechtlicher Anordnungen, die uns die Durchführung des Projekts auf zuvor festgelegten Straßen in der Fürther Innenstadt, Südstadt und Oststadt erlauben.
  • Eine gebührenfreie Sondernutzung für das Aufstellen der Baummodule in der jeweiligen Straße, in der die Wanderbaumallee für vier bis sechs Wochen verweilt.
  • Die Veranlassung der Unterstützung durch die Verwaltung, insbesondere der Quartiersbüros und des Grünflächenamts.

Ein Beschlussvorschlag könnte lauten:

Die Stadt Fürth unterstützt das Projekt Wanderbaumallee. Es ist sowohl für das soziale als auch ökologische Klima insbesondere vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen wichtig. Der Bau- und Werkausschuss beschließt, dass die Module der Wanderbaumallee gebührenfrei im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden können.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie einen entsprechenden Entschluss im Bau- und Werkausschuss veranlassen würden. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Sarah Brockhaus unter der Mailadresse sarah.brockhaus@weltladen-fuerth.de wenden!

Mit freundlichen Grüßen,

die Initiative Wanderbaumallee Fürth

Hier der Link zum Bauausschuss TOP Ö8:

https://stadtrat.fuerth.de/si0056.asp?__ksinr=48408

Hier dazu ein Bericht in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/projekt-wanderbaumallee-bekommt-furth-wandernde-baume-1.11776759

Hier die Bedenken der CSU:

https://www.nn.de/fuerth/projekt-wanderbaumallee-further-csu-fordert-konzept-1.11815875

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news-9971 Fri, 28 Jan 2022 15:07:11 +0100 Frau.unabhängig.mobil. /startseite/detail/frauunabhaengigmobil-1  

Es geht um die Genderperspektive in der Verkehrspolitik

Die bisherige Verkehrsstruktur fokussiert erwerbstätige Männer und benachteiligt Frauen, die andere Wege haben. Welche Anforderungen entstehen dadurch an die Verkehrsplanung? 

Referentin: Maria Deingruber, stellv.Landesvorsitzende des ADFC mit dem Schwerpunkt Frauen und Diversität

Zoom-Meeting beitreten
https://us06web.zoom.us/j/85220702529?pwd=NU0rQkx6MG5LM0Zla3R4YmJmSnRCdz09
 

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