VCD LV Bayern https://bayern.vcd.org de_DE VCD LV Bayern Sat, 28 May 2022 06:40:22 +0200 Sat, 28 May 2022 06:40:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-10523 Wed, 18 May 2022 21:48:07 +0200 Verkehrsentwicklungsplan 2030 – gute Basis für nachhaltige Mobilität in Bamberg /startseite/detail/verkehrsentwicklungsplan-2030-eine-gute-basis-fuer-nachhaltige-mobilitaet-in-bamberg Nach 7 Jahren Arbeit ist der Verkehrsentwicklungsplan endlich verabschiedet. Wir begrüßen nicht nur, dass mit einem echten Plan die konkrete Maßnahmenerarbeitung und vor allem auch -umsetzung beginnen kann. Der Maßnahmenkatalog, der auch unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt wurde, bietet einen Vorrat an Lösungen, die Bamberg noch lebenswerter machen. Diese gilt es nun gemeinsame mit der Öffentlichkeit auch weiterzuführen.

Dass Teile des Stadtrats den Maßnahmen nicht zustimmen konnten, ist bedauerlich, zumal die Gründe weniger inhaltlicher Natur sind, sondern mit mangelnder Öffentlichkeitsbeteiligung am Abschlussbericht begründet werden. Auch als Umweltverband betrachten wir dies als eine Gratwanderung. Wir respektieren aber die Kompetenz und Bearbeitungstiefe des beauftragten Planungsbüros und der Fachabteilung der Stadtverwaltung, die die Einordnung des Verkehrsentwicklungsplans und seiner Maßnahmen in die Ziele der Stadt erfordert. An anderen Stellen fällt es uns als Stadtgesellschaft ganz offensichtlich leichter, die Ergebnisse der Wissenschaftler bzw. Fachleute zu beherzigen.

Bei zahlreichen Gegenanträgen im Mobilitätssenat wurde nicht fundiert begründet, wie sie die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans, des Klimaschutzes, des Flächennutzungsplans, der Gewerbeentwicklung oder einer sozial gerechten Mobilität etc. besser erfüllen. Viele dieser Anträge wirken ihnen auch ganz offensichtlich entgegen und schützen nur individuelle Privilegien. Wer in dieser Debatte „Ideologie!“ ruft, sollte daher lieber erst mal prüfen, ob er nicht im Glashaus sitzt.

Uns ist bewusst, dass der verabschiedete Plan nur der Beginn eines langen Prozesses ist. Viele Details sind noch nicht geklärt und wir sind auch nicht mit allem Inhalt vollständig einverstanden. Vor allem fehlen zählbare Detailziele, anhand derer beobachtet werden kann, ob wir als Stadt im Plan liegen. Beruhigend, dass wenigstens dieser Teilbeschluss zum Monitoring einstimmig erfolgte. Das lässt hoffen, dass sich alle am Erreichen der beschlossenen Ziele interessierten Teile der Bürgerschaft zusammenfinden, um für das Jahr 2030 eine nachhaltige, sozial gerechte Mobilität für alle zu gestalten. Die Mitmachstadt Bamberg, die sich noch dazu Smart City nennen darf, weckt Erwartungen, an deren Umsetzung wir als Umweltschutzverein gerne mitarbeiten.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

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news-10475 Tue, 10 May 2022 11:20:56 +0200 Radweg-Dedektive unterwegs /startseite/detail/radweg-dedektive-unterwegs  

Wir erkunden und dokumentieren auch mit Fotos die Positiv- und Negativ-Highlights des Radwegs hinsichtlich Wegführung, Radweg-Qualität, Sicherheit, Beschilderung

1. Was ist besonders gut – schön – vorbildlich?

2. Was könnte mit wenig Geld bzw. Aufwand verbessert werden?

3. Was könnte mit mehr Geld bzw. Aufwand verbessert werden?

Empfang in der Alten Kaserne

  • zwischen 11 und 14 Uhr (Programm bis ca. 17 Uhr)

  • mit dem Sammeln, Dokumentieren und Diskutieren der mitgebrachten Fotos und Anregungen zur Verbesserung

  • mit einem kleinen musikalischen Unterhaltungsprogramm zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ (MissHarmonie und Band)

  • mit kostenlosen Probefahrten auf Lasten- und Spezialrädern

  • mit kostenlosen Rikschafahrten

  • mit einem Fahrrad-Parcours des ADFC

  • mit Informationsständen zum Klimaschutz im Alltag (Carsharing, Öffentlicher Nahverkehr, Umweltstation etc.)

Für das leibliche Wohl sorgt der „Weltacker Landshut e.V.“

Nähere Informationen über Abfahrtszeiten und Orte gibt es hier und bei unserem Vorstand. 

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news-10472 Mon, 09 May 2022 20:15:11 +0200 PM: In der Schnepfenreuther Spielstraße wird viel zu schnell gefahren! /startseite/detail/pm-in-der-schnepfenreuther-spielstrasse-wird-viel-zu-schnell-gefahren Foto und FactSheet: Dr. Tilo Gewiese

94% fuhren schneller als 12 km/h, der Spitzenmesswert lag bei 71 km/h.

Dass die Schnepfenreuther Hauptstraße eigentlich nur von Anliegern befahren werden darf, nehmen die Anwohner*innen schon seit Jahren hin.

Folgende 2 Wochen haben wir gemessen:

Ferienwoche 28.02.-06.03.2022

Schulwoche 07.03.-13.03.2022

Aus dem Bericht für die beiden Wochen haben wir ein FactSheet als Übersicht erstellt.

 

Wir wollen Ihnen gerne vor Ort  erläutern, durch welche baulichen Maßnahmen ein zu schnelles Fahren künftig erschwert werden kann, damit unsere Kinder auf ihrem Schulweg nicht mehr gefährdet werden. Bitte machen Sie uns einen Terminvorschlag.

 

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news-10396 Mon, 25 Apr 2022 00:00:00 +0200 Verkehrsclub Deutschland ehrt das Ehepaar Wörle /startseite/detail/bruckmandl-22  

Überall dort, wo Radverkehr in der Stadt und dem Landkreis Regensburg 
gedacht wird, ist mindestens einer von beiden dabei. Egal ob es um
Freizeitrouten, Radtouren, Fahrradpendlerrouten, Fahrradsicherheit,
Radverkehrssicherheit, Fahrradabstellanlagen, Winterdienst,
Bürgerbeteiligungsverfahren, rechtlichen Grundlagen aus der StVO,
die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (kurz ERA) und nicht zu
vergessen den Radentscheid geht: Regine Wörle oder Dr. Klaus Wörle
sind dabei.

Wolfgang Bogie, 1. Vorsitzender vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) erzählte sehr unterhaltend aus dem Fahrradleben des Ehepaares: „Wie bei den meisten Menschen in Bayern ging das Erlebnis Fahrradfahren in der Grundschule, in der 4. Kasse los, so auch bei den Wörles.“ Regine Wörle ist in München aufgewachsen und ihr Schulweg führte über die Maximilianstraße und das ging aus ihrer Sicht immer gut. Sie fühlte sich nie bedroht durch Autofahrer. Sie stellte bald fest, mit dem Rad kommt man in München überall hin. Geärgert hat Sie sich nur über Baustellen, an denen zu lesen war „Radfahrer absteigen!“ und dabei wurden auch noch oft die Autos über die Radwege geleitet. Am meisten hat sie gestört, dass es kein „Bitte“ in der Anweisung gab. Sie fragte sich dann sehr bald, es muss doch auch eine Interessensvertretung für Radfahrer geben und nicht nur für Autofahrer. Die Aufkleberaktion „Parke nicht auf unseren Wegen“ hat sie dann auf den ADFC aufmerksam gemacht, in den sie dann 1991, im Kreisverband München, eingetreten ist.

Im Januar 1997 zog sie mit ihrem Mann Klaus nach Regensburg. Entsetzt stellte Sie fest, dass hier viel Radler jeglichen Alters auf Gehwegen fuhren. Das kannte Sie von München nicht.

2003 wurde sie aktiv, gemeinsam mit dem VCD, beim Bürgerentscheid zum Verkehrsberuhigten Domplatz. Bis heute sind ihre selbstgebackenen Domplätzchen bei Bogie gut in Erinnerung geblieben.

Regine Wörle machte eine regelrechte Blitz-Karriere beim ADFC. Diese startete im Kreisvorstand des ADFC, 2008 fuhr sie als Delegierte zur Bundeshauptversammlung, 2011 bis 2015 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden im Landesverband Bayern gewählt. Schon 2010 wurde Sie zur Tourenleiterin und als Vorstandsbeauftragte bildete sie dann selber ADFC-TourGuides aus.
2011 ergriff sie die Initiative für die Räume der ADFC Fahrradwerkstatt, die seither erfolgreich betrieben wird.  

Natürlich wurde am Esstisch der Wörles über die Bedeutung des Radverkehrs debattiert. Radverkehrsförderung wurde ihr und ihrem Mann immer mehr zu einem wichtigen Anliegen. Ein lebenswerteres Regensburg kann nur mit mehr Radverkehr zu Stande kommen, so ihr Credo. Damit wuchs in ihr der Gedanke, dass auch in Regensburg ein Bürgerentscheid zur Verbesserung des Radverkehrs durchgeführt werden muss. Das Vorbild zu dieser Initiative waren der Radentscheid 2015 in Berlin und schließlich der Radentscheid 2017 in Bamberg. Schnell bekam sie Unterstützung für die Idee von anderen Aktiven aus der Regensburger Aktionsplattform der Umweltverbände. 

Dr. Klaus Wörle, praktisch als ADFC Familienmitglied eingeheiratet, kann auf eine abwechslungsreiche Radfahrerkarriere zurückblicken. Die Radprüfung in der Grundschule schloss er, als einziger aus seiner Klasse, fehlerfrei mit dem „Ehrenwimpel“ ab. Schließlich meisterte er seinen Alltag mit dem Fahrrad, einschließlich den Lebensmitteleinkäufe für die Familie und als Werbeblätterausträger in Burglengenfeld. Bogie: „Dann folgte die damals übliche Landjungend-Mobilitätskarriere. Zuerst ein Mofa, dann mit 18 der KFZ-Führerschein und bald danach ein eigenes Auto.“ Nach eigenen Angaben, erlöst wurde er von dem Virus Auto während seines Studium. Seine erste Freundin hatte ein Tandem, was in ihm eine doppelte Begeisterung auslöste.
So ein Tandem schaffte er sich 12 Jahre später selber an, allerdings hauptsächlich um seine Kinder transportieren zu können. 2003 wurde er zum Vorsitzenden des ADFC im Kreisverband Regensburg gewählt. Auch er fuhr später als Delegierte zur Bundeshauptversammlung und wurde Mitglied im Tagespräsidium der ADFC- Landesversammlung.

Schließlich wurde sein Sachwissen zur Radwegebenutzungspflicht
auf einem Radweg direkt vor seiner Haustür geforderte. Aus seinem
Verständnis wurde durch die Straßenverkehrsbehörde der Stadt
Regensburg, das Verkehrszeichen 240, zur Radwegebenutzungspflicht
unrechtmäßig aufgestellt. Er zog damit vor das Verwaltungsgericht Regensburg, verlor die Klage, aus seiner Sicht unberechtigt, zog weiter vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, gewann dort sein Anliegen, gegen das die Stadt Regensburg allerdings Revision einlegte. So führte die juristische Reise, nach insgesamt 8 Jahren, sogar vor das Bundesverwaltungsgericht. Dort erging dann ein vollumfängliches Urteil im Sinne von Wörle. Damit wurde sogar ein Grundsatzurteil erreicht. Dieses bemerkenswerte Urteil vom 18.11.2010 hat es sogar bis zu einer Meldung in die 20 Uhr Ausgabe der Tagesschau geschafft.
Dafür erhielt Wörle 2011 auf dem Radverkehrskongress der AGFS, den Deutschen Fahrradpreis „best for bike“ verleihen.

Grundsätzlich wichtig und hilfreich findet er für Regensburg den Verbund mit anderen Umweltverbänden. Wörle: „Naturgemäß sind hier die Überschneidungen mit dem VCD besonders groß, aber der Themenbereich Verkehr ist so uferlos und die Zahl der Aktiven so überschaubar, dass jegliches Konkurrenzdenken absurd wäre.“ Dieses Netzwerk, das engagierte Menschen unterschiedlichen Hintergründen und Motivationen zusammenbringt, gibt es sicher nicht in vielen Städten so wie in Regensburg.
Wörle: „Doch trotz des permanenten und oft genug frustrierenden Bohrens dicker Bretter gibt es einzelne Erfolge, die in der Regel immer im gemeinsamen Bemühen um die „gute Sache“ erreicht wurden. Sei es bei Bürgerbegehren oder dem langwierigen Bearbeiten von Verwaltungen und Kommunalpolitik von verschiedenen Seiten. Insofern bin ich gespannt, was wir gemeinsam noch schaffen für ein menschengerechtes Verkehrswesen und für die Lebensqualität in unserer Stadt.“

Das Bruckmandl wurde als symbolische Figur zur Würdigung gewählt, weil es die Sympathiefigur der Steinernen Brücke ist. Die Steinerne Brücke wurde durch einen Bürgerentscheid am 19.01.1997 vom motorisierten Individualverkehr befreit und damit für Fußgänger und den Radverkehr geöffnet. Der VCD Kreisverband Regensburg war aktives Mitglied und finanzieller Unterstützer der Bürgerinitiative „Autofreie Steinerne Brücke“. Dieses Datum, 19.01.1997, hat ja bei euch auch Geschichte gemacht.

2013 an die Gemeinschaft Ordnungsamt, Polizei und Verkehrswacht zu der
              Plakataktion „Augenblick bitte“ für rechtsabbiegende Autofahrer

2014 an die Maschinenfabrik Reinhausen für ihr vorbildliches Fahrradparkhaus

2015 an den OB Joachim Wolbergs für die Freigabe des Radverkehrs in der Altstadt

2016 an die KRONES AG für die Reaktivierung des Industriegleises

2017 an Prof. Dipl.-Ing. Walter Weber als Initiator des Bündnis für
              einen hochwertigen ÖPNV im Raum Regensburg

2018 an alle Stadtratsfraktionen zum gemeinsamen Stadtratsbeschluss zur
              Wiedereinführung einer Stadtbahn in Regensburg

2019 an die Bürgermeisterin und dann Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer
              für ihren persönlichen Einsatz zur Umsetzung des Radentscheides

2020 an Herrn Gerhard Hauner, für seinen jahrelangen Widerstand und die Klage gegen  
             das Projekt Sallerner Regenbrücke

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news-10358 Wed, 20 Apr 2022 23:57:44 +0200 PM: VCD sammelt Unterschriften für Bürgerantrag „Stadt statt Autobahn“ beim Sattelfest am Sa, 23.04.2022 am Jakobsplatz! /startseite/detail/pm-vcd-sammelt-unterschriften-fuer-buergerantrag-stadt-statt-autobahn-beim-sattelfest-am-sa-23042022-am-jakobsmarkt  

Quelle: Ulrike Müller-Telschow

Mehr Infos unter www.lastenradfueralle.de

Der VCD folgt gerne der Einladung von BLUEPINGU e.V. und wird an seinem Infostand Unterschriften für den Bürgerantrag „Stadt statt Autobahn“ sammeln.

„Lastenräder sind die umweltfreundliche Alternative zum Auto“, meint der Regionalvorsitzende Christoph Wallnöfer vom VCD. Viele Bürger*innen fahren täglich mit dem Auto in die Arbeit, weil sie ja vielleicht zufällig auf dem Rückweg noch einen Flachbildschirm im Sonderangebot kaufen wollen und diesen ja unmöglich mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV transportieren können. Tatsächlich tritt dieses außergewöhnliche Ereignis aber nur einmal im Jahr auf.

Die VAG hat bereits mit ihren 12 Leih-Lastenrädern den Anfang gemacht. Immer weniger Menschen werden künftig mit dem Auto fahren, weil sie die Umwelt und ihren Geldbeutel schonen wollen.

Deshalb sind die Mitglieder des VCD’s der Meinung, dass es keinen kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs mehr braucht. Das eingesparte Geld wird anderweitig dringender gebraucht.

Weitere Infos unter www.stattautobahn.de

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news-10349 Mon, 18 Apr 2022 22:37:00 +0200 Podiumsdiskussion am Di, 3.5.22 um 19:00 /startseite/detail/podiumsdiskussion-am-di-3522-um-1900  

Hohe Benzinpreise erfordern neue Ideen - Lieferdienste per Lastenrad?
Nachhaltige City Logistik für Nürnberg
Di, 03.05.2022 ab 19:00 Uhr
Karl-Bröger-Zentrum, Willy-Prölß-Saal

Der Online-Handel boomt und es werden immer mehr Pakete ausgeliefert. In deutschen Städten zum überwiegenden Teil immer noch mit Kleintransportern, was zu erheblichen Verkehrsbelastungen in den Städten führt. Immer häufiger wird aus diesem Grund in der Lieferbranche auch über den Einsatz von Lastenrädern diskutiert. In einigen Großstädten werden diese bereits regelmäßig verwendet, um dem steigenden Verkehrsaufkommen in den Innenstädten entgegenzuwirken. Der positive Nebeneffekt für eine lebenswerte Stadt und die Umwelt generell ist dabei ausschlaggebend. Hier in Nürnberg gab es vor einigen Jahren bereits ein prämiertes Forschungsprojekt. In den letzten Wochen kam nun durch den schrecklichen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ein weiterer signifikanter Aspekt hinzu. Durch deutlich steigende Energiepreise wird vor allem auch die Lieferbranche vor große Herausforderungen gestellt, die sich bis auf die Endkunden auswirken können.
Die SPD Nürnberg lädt gemeinsam mit dem VCD Nürnberg zu einer Podiumsdiskussion ein. Wir möchten gemeinsam mit unseren Referenten und mit Ihnen über die Umsetzung einer nachhaltigen City Logistik für Nürnberg diskutieren. Wie können wir in Nürnberg Lieferdienste per Lastenrad umsetzen? Welche Möglichkeiten gibt es, die man auch in Nürnberg anwenden kann?
Referenten:
- Prof. Dr.-Ing. Ralf Bogdanski (TH Nürnberg, Forschungsprofessur für Nachhaltige Stadtlogistik) https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/pakete-in-der-strassenbahn-forscher-tufteln-an-konzepten-1.11985502
- Dr. Maximilian Hartl (Leitung Verkehrsplanung Stadt Fürth) https://www.nordbayern.de/region/fuerth/furths-langfristiges-ziel-weniger-autos-in-der-city-1.10047488
- Daniel F. Ulrich (Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg) https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/daniel-ulrich-ist-neuer-baureferent-in-nurnberg-1.3237124

Im Anschluss an das Podium, bei dem unter anderem Prof. Bogdanski über seine Forschungsergebnisse hier vor Ort und Dr. Hartl über konkrete Umsetzungsmaßnahmen in unserer Nachbarstadt Fürth berichten werden, erhoffen wir uns eine fruchtbare Diskussion zwischen den Referenten und dem Publikum über weitere Ideen und Handlungsmöglichkeiten der Stadt Nürnberg.
Wir freuen uns über Ihr Kommen.
Eine Anmeldung vorab ist nicht nötig. Am Veranstaltungsort gilt 3G. Wir bitten um das Tragen von FFP2-Masken, außer am Sitzplatz.

Wer auf Facebook ist, kann gerne auf unserer Facebookveranstaltung auf Zusagen klicken:

fb.me/e/3h6Qqemo1

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news-10395 Tue, 12 Apr 2022 09:00:00 +0200 Offener Brief an Stadt und Landkreis Regensburg: „Jetzt den ÖPNV boostern“ 23 Umweltinitiativen, Vereine und Parteien fordern schnelles und entschlossenes Handeln /startseite/detail/opnv-boostern news-10287 Sat, 02 Apr 2022 18:57:39 +0200 Plakataktion in Fürth wegen flasch abgestellter E-Scooter /startseite/detail/plakataktion-in-fuerth-wegen-flasch-abgestellter-e-scooter Foto: Horst Bayer, VCD Fürth

Hier die Homepage des Behindertenrats:

http://www.behindertenrat-fuerth.de/

Hier die Aktion “Gelbe Karte” vom BBSB:

https://bbsb.org/gelbe-karte-fuer-falschparker/

Hier ein Bericht dazu in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/furth-und-die-e-scooter-deshalb-sehen-falschparker-gelb-1.11982779

 

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news-10230 Fri, 18 Mar 2022 16:50:38 +0100 Straßenbahnverlängerung Minervastraße /startseite/detail/strassenbahnverlaengerung-minervastrasse Die Einwahldaten werden am Tag der Veranstaltung auf folgendem Link zur Verfügung gestellt:

https://www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/tram_minervastrasse.html

Nachlese: fast 100 Interessierte nahmen an dem Zoom-Meeting teil. Die Veranstaltung war sehr professionell gestaltet, es standen viele Ansprechpartner (Stadtplanung, VAG) zur Verfügung und es wurden alle im Chat gestellten Fragen beantwortet.

Dieses Format hat sich bewährt und soll in einem halben Jahr wiederholt werden mit dem Thema “Straßenbahnverlängerung Neubaugebiet Brunecker Str.”

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news-10187 Fri, 11 Mar 2022 13:25:00 +0100 Verkehrsentwicklungsplan 2030 - jetzt muss der Stadtrat liefern! /startseite/detail/verkehrsentwicklungsplan-2030-jetzt-muss-der-stadtrat-liefern Die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans hat der Stadtrat 2017 einstimmig beschlossen und auch der VCD unterstützt diese Ziele weitgehend. Es geht dabei vor allem um eine lebenswerte Stadtgestaltung, einen höheren Anteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel, mehr gleichberechtigte Mobilität für alle, mehr Verkehrs- und soziale Sicherheit. Das Erreichen dieser Ziele erscheint mit dem vorgelegten Arbeitsstand sehr gefährdet, denn anscheinend sollen vom Stadtrat nur die blumigen Worte eines Abschlussberichts beschlossen werden und keine konkreten Maßnahmen, die in großer Zahl auch mit Beiträgen aus der Bürgerschaft erarbeitet wurden. Ist es das, wofür die Stadt sechs Jahre Beratung bestellt hat? Ist es das, wofür sich zahlreiche Bürger*innen, Vereine und Verbände in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit engagiert haben? Sind die hunderte Vorschläge aus der Bevölkerung und die jahrelange Sacharbeit von Verwaltung und den Beratern dem Stadtrat so wenig wert, dass sie einfach beiseite gelegt werden?

Wir halten diese Vorgehensweise für nicht akzeptabel.

Wenn die enormen Kosten für die externe Beratung und die Bürgerbeteiligung einen Wert haben sollen, muss der Stadtrat nun endlich die erarbeiteten Maßnahmen beschließen. Sonst bleibt lediglich eine enorme Verschwendung von Steuergeld und Bürgerschaftsengagement. Dies ist kein Selbstzweck, sondern für eine lebenswerte Stadt und eine nachhaltige, sozial gerechte Mobilität gemäß den beschlossenen Zielen erforderlich, wie von den Beratern dargelegt. Keine Maßnahmen zu beschließen, auf jährliches Monitoring und Nachsteuern zum Erreichen der Ziele zu verzichten und erst in fünf Jahren die Situation zu evaluieren, ist für die Bamberger*innen nicht gut genug. Weitere wertvolle Jahre untätig den Kopf in den Sand zu stecken um dann verwundert festzustellen, dass die Ziele in der Kürze der verbleibenden Zeit nicht mehr erreicht werden können, kann kein Stadtratsmitglied ernsthaft unterstützen.

Für die Umsetzungsphase sind vermutlich viele Bürger*innen und Verbände bereit, die konkreten Maßnahmen in Beteiligungsverfahren mit auszugestalten. Die Bürger*innen und Verbände haben an diesen Stellen seit Jahren geliefert, jetzt ist der Stadtrat an der Reihe. Die zugrunde liegenden Dokumente sind nach wie vor nicht einsehbar. Insbesondere die Liste aller eingereichten Maßnahmen, also auch der abgelehnten samt Ablehnungsgründen, sollte umgehend veröffentlicht werden. Das muss der Stadtrat nun liefern – samt den zugehörigen Beschlüssen.

Mitmachstadt Bamberg heißt, MIT der Bevölkerung etwas MACHEN – dazu sind wir gerne bereit. Wenn Sie sich beteiligen möchten, wenden Sie sich gerne an uns! Telefon 0951-2975 120 oder Mail bamberg@vcd.org.

Und hier geht es zum Originaldokument.

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news-10111 Tue, 22 Feb 2022 22:35:14 +0100 Nürnberger Stadtrat macht sich beim 365-Euro-Ticket weiterhin unglaubwürdig! /startseite/detail/nuernberger-stadtrat-macht-sich-beim-365-euro-ticket-weiterhin-unglaubwuerdig Nachdem zwei VGN-Gutachten, eines davon endlich über Umwege im Online-Service zur Stadtratssitzung am 30.03.2022 unter TOP Ö3 in der Anlage 1 zu finden,

https://online-service2.nuernberg.de/buergerinfo/si0056.asp?__ksinr=15439

anscheinend noch nicht reichen, das unangenehme Adoptivkind 365-Euro-Ticket loszuwerden, muss jetzt die Warnung der Regierung vom Mittelfranken herhalten.

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/365-euro-ticket-regierung-von-mittelfranken-warnt-stadt-nurnberg-vor-einfuhrung-1.11853714

Das Bewusstsein, dass die Einführung eines 365-Euro-Tickets die Stadt zusätzliches Geld kostet, kann man von einem mündigen 70-köpfigen Stadtrat erwarten.

Sonst könnte es dem Nürnberger Stadtrat so ergehen wie seinen Amtsgenossen vor 100 Jahren in Fürth. Damals hatte der Fürther Stadtrat die Meinung seiner Bevölkerung vollkommen falsch eingeschätzt und die Eingemeindung zur Nachbarstadt Nürnberg beschlossen. Erst nachdem die Mehrheit der Fürther per Volksentscheid gegen eine Eingemeindung votierte, revidierte der Fürther Stadtrat wieder seinen Beschluss. Konsequenterweise trat daraufhin der gesamte Stadtrat zurück, um den Weg für Neuwahlen zu ebnen. Mit dem Beschluss des Nürnberger Stadtrats zur Einführung des 365-Euro-Tickets, das bereits von den Nürnbergern per vorbereiteden Bürgerentscheid gefordert wurde, könnte sich jetzt genau 100 Jahre später die Geschichte von Fürth in Nürnberg wiederholen.

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/rolle-ruckwarts-365-euro-ticket-in-nurnberg-steht-vor-dem-aus-1.11942141

https://www.br.de/nachrichten/bayern/365-euro-ticket-nuernberger-stadtrat-mache-sich-unglaubwuerdig,T0bx6LO

https://www.sueddeutsche.de/bayern/nuernberg-365-euro-ticket-stadtrat-1.5553758

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news-10108 Tue, 22 Feb 2022 21:15:19 +0100 Verkehrsbeharrung statt Mobilitätsentwicklung /startseite/detail/verkehrsbeharrung-statt-mobilitaetsentwicklung Aktuell werden im Stadtrat Konfliktsituationen behandelt, die sich aus dem begrenzten Platzangebot in einer Altstadt ergeben. Die verständlichen Interessen von Gewerbetreibenden und Anwohnenden müssen dabei natürlich berücksichtigt werden, allerdings ist zu beobachten, dass andere berechtigte Interessen dann leichtfertig geopfert werden, weil Betroffene gar nicht erst gefragt werden. Auch die langfristigen Ziele der Stadt zur eigenen Entwicklung werden geflissentlich beiseitegelegt. Es ist zu erwarten, dass in wenigen Jahren überrascht festgestellt wird, dass es zu spät sei, die Ziele zu erreichen, man hätte früher beginnen müssen.

Laut Planung der Stadt soll die Untere Brücke als Bündelung zweier Cityrouten eine direkt geführte Hauptroute zur Anbindung der Stadtmitte sein, der einzigen Flussquerung per Rad zur Stadtmitte. „Dem Radverkehr kommt eine sehr hohe Bedeutung zu, was sich v. a. in sicherer und leistungsfähiger Infrastruktur und Führungsform ausdrückt“ so das Planungsdokument Radrouten Zielnetz VEP Bamberg 2030. Diese Funktion kann das Nadelöhr aufgrund seiner Gestaltung als verkehrsberuhigter Bereich heute schon nicht leisten. Sollte tatsächlich zur Bewirtung die verfügbare Breite eingeschränkt werden, ist dort de facto kein Radverkehr mehr möglich. Diese Position hat der VCD bereits im letzten Jahr mit dem ADFC in einer gemeinsamen Pressemitteilung vorgebracht, zum Runden Tisch wurde er jedoch nicht eingeladen, ein Beleg, dass die Mobilitätsbelange von Rad- und Fußverkehr eben keine Rolle spielen, allen VEP-Zielen zum Trotz.

Eine weitere kritische Strecke ist die Siechenstraße mit den Fahrradschutzstreifen und häufigen Behinderungen durch parkende und haltende Fahrzeuge. Dies ist gleichzeitig die Bündelung von drei Cityrouten in die Stadtmitte. In der Sitzung des Umwelt- und Mobilitätssenats und in Anträgen aus manchen Fraktionen soll nun diese Minimallösung für die gefährdeten Verkehrsteilnehmer auch noch geopfert werden. Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse von Handwerksbetrieben und Anwohnenden müssen auch Fuß- und Radverkehr sicher geführt werden. Sonst werden die Verkehrsteilnehmer*innen nicht im angestrebten Umfang motiviert, auf diese Verkehrsmittel umzusteigen. Was in diesen Diskussionen fehlt, sind die Maßnahmen, um die Logistik der Handwerksbetriebe und Anwohnenden zu verbessern. „Wir vermissen die Initiativen der Stadt für mehr Carsharing, bessere Lieferdienste, dichteren Busverkehr, autonome Innenstadtbusse usw., alles Maßnahmen aus dem Verkehrsentwicklungsplan, die helfen sollen, heutige Probleme an der Wurzel zu packen statt kurzfristig populistisch an Symptomen herumzudoktern“ fasst Andreas Irmisch, Vorsitzender des VCD Kreisverbands Bamberg, die Sichtweise des Umweltverbands zusammen.

Die Leidtragenden sind dabei keine Minderheit, sondern eine Mehrheit. Bereits 2015 wurden fast 60 % der Wege in Bamberg mit dem Umweltverbund zurückgelegt gegenüber nur gut 40 % mit dem Auto. Bis 2030 soll das Verhältnis 75 % zu 25 % sein, so der Beschluss des Stadtrats im November 2017. Dass diese Mehrheit von 75 % bei den Entscheidungen der Stadt stärkere Berücksichtigung findet, ist eines der zentralen Anliegen des VCD. Dass die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat eher umgekehrt argumentieren, ist nicht nachvollziehbar. Umso dringender ist es, nun endlich alle Arbeitsergebnisse zum Verkehrsentwicklungsplan zu veröffentlichen, damit die gesamte Stadtgesellschaft an der Diskussion beteiligt sein kann.

Hier die Original-Pressemitteilung.

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news-10048 Mon, 07 Feb 2022 21:34:32 +0100 Fußgängerzone in der Frohsinnstraße scheitert an der Moral der Autofahrer /startseite/detail/fussgaengerzone-in-der-frohsinnstrasse-scheitert-an-der-moral-der-autofahrer news-10030 Sat, 05 Feb 2022 14:02:20 +0100 Verkehrsprobleme im Brentanoviertel in Aschaffenburg? /startseite/detail/verkehrsprobleme-im-brentanoviertel-in-aschaffenburg news-10031 Sat, 05 Feb 2022 13:57:35 +0100 PM: VAG_RAD statt E-Roller in Stein! /startseite/detail/pm-vag-rad-statt-e-roller-in-stein Fotos: VCD Nürnberg

So hat z.B. der Oberbürgermeister der Stadt Fürth in einem Brief den neuen Verkehrsminister darum gebeten, bundesweite Regelungen gegen behindernd abgestellte E-Roller zu finden.

https://www.nn.de/fuerth/tempo-30-in-der-stadt-furth-will-mehr-spielraum-vom-bund-1.11783746

Besser wäre es, wenn sich der Steiner Stadtrat dafür einsetzen würde, das umweltfreundliche VAG_RAD mit ca. 8 Stationen einzuführen. Dies wäre eine optimale Ergänzung für umweltbewusste Menschen zu dem bestehenden attraktiven Busnetz.

Hier dazu ein Bericht in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/im-marz-geht-es-los-die-e-scooter-welle-erreicht-nun-auch-stein-1.11791799

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news-9978 Mon, 31 Jan 2022 19:46:45 +0100 Wanderbaumallee in Fürth /startseite/detail/wanderbaumallee-in-fuerth  

Foto: Olaf Höhne

Die Wanderbaumallee besteht derzeit aus sechs mobilen Baummodulen mit angebauten Sitzgelegenheiten und soll im Laufe des Sommers erweitert werden. Die Module sind so gebaut, dass sie zu Fuß transportiert werden können. Eine genauere Vorstellung vom Aussehen der Module können Sie sich anhand des beiliegenden Flyers sowie auf den Websites der Wanderbaumalleen Köln und Stuttgart machen, wo dieses Projekt bereits seit ein paar Jahren erfolgreich durchgeführt wird.

Die Bäume sorgen für ein verbessertes Kleinklima und haben einen ausgleichenden, kühlenden Effekt im Sommer, durch die Sitzgelegenheiten wird ein Begegnungsort für die Anwohnerinnen und Anwohner geschaffen. Auch positive Effekte auf die körperliche und psychische Gesundheit von mehr Grün konnten zahlreiche Studien bereits nachweisen. Deshalb möchten wir uns mit den mobilen Baummodulen für weitere Stadtbegrünung einsetzen, wie es die Klimakrise dringend erforderlich macht.

Die Wanderbaumallee ist eine temporäre Einrichtung, die den Verkehr kaum einschränkt, lediglich ein paar Parkplätze können je nach Standort  durch die Module belegt werden. Nach ein paar Wochen wandert die Allee zum nächsten Standort. Die Anwohnerinnen und Anwohner einer Straße werden miteinbezogen, z.B. für die Pflege der Bäume und Pflanzen. Die Straßenauswahl soll in Zusammenarbeit mit den Quartiersbüros und dem Verkehrsplanungsamt erfolgen. Bei der Auswahl der Straßenzüge sollen vor allem soziale Gesichtspunkte wie ein hoher Bedarf an Begrünung berücksichtigt werden.

An der Initiative Wanderbaumallee Fürth beteiligen sich bisher neben verschiedenen Fürther Vereinen wie dem ADFC, dem VCD, Bluepingu und dem Weltladen Fürth auch ELAN und das Quartiersbüro Spiegelfabrik. Als Sponsoren konnten wir bereits die Sparkasse Fürth und die VR-Bank gewinnen.

Nun hoffen wir auch auf Ihre Unterstützung, insbesondere auch, weil die Wanderbaumallee bereits bei der Ausschreibung des Zukunftspreises der Stadt Fürth 2021 ausgezeichnet wurde. Insbesondere erbitten wir Ihre Unterstützung für folgende Anliegen:

  • Den Erlass verkehrsrechtlicher Anordnungen, die uns die Durchführung des Projekts auf zuvor festgelegten Straßen in der Fürther Innenstadt, Südstadt und Oststadt erlauben.
  • Eine gebührenfreie Sondernutzung für das Aufstellen der Baummodule in der jeweiligen Straße, in der die Wanderbaumallee für vier bis sechs Wochen verweilt.
  • Die Veranlassung der Unterstützung durch die Verwaltung, insbesondere der Quartiersbüros und des Grünflächenamts.

Ein Beschlussvorschlag könnte lauten:

Die Stadt Fürth unterstützt das Projekt Wanderbaumallee. Es ist sowohl für das soziale als auch ökologische Klima insbesondere vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen wichtig. Der Bau- und Werkausschuss beschließt, dass die Module der Wanderbaumallee gebührenfrei im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden können.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie einen entsprechenden Entschluss im Bau- und Werkausschuss veranlassen würden. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Sarah Brockhaus unter der Mailadresse sarah.brockhaus@weltladen-fuerth.de wenden!

Mit freundlichen Grüßen,

die Initiative Wanderbaumallee Fürth

Hier der Link zum Bauausschuss TOP Ö8:

https://stadtrat.fuerth.de/si0056.asp?__ksinr=48408

Hier dazu ein Bericht in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/projekt-wanderbaumallee-bekommt-furth-wandernde-baume-1.11776759

Hier die Bedenken der CSU:

https://www.nn.de/fuerth/projekt-wanderbaumallee-further-csu-fordert-konzept-1.11815875

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news-9971 Fri, 28 Jan 2022 15:07:11 +0100 Frau.unabhängig.mobil. /startseite/detail/frauunabhaengigmobil-1  

Es geht um die Genderperspektive in der Verkehrspolitik

Die bisherige Verkehrsstruktur fokussiert erwerbstätige Männer und benachteiligt Frauen, die andere Wege haben. Welche Anforderungen entstehen dadurch an die Verkehrsplanung? 

Referentin: Maria Deingruber, stellv.Landesvorsitzende des ADFC mit dem Schwerpunkt Frauen und Diversität

Zoom-Meeting beitreten
https://us06web.zoom.us/j/85220702529?pwd=NU0rQkx6MG5LM0Zla3R4YmJmSnRCdz09
 

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news-9958 Tue, 25 Jan 2022 22:42:04 +0100 PM: Ein Jahr Mobilitätspakt Nürnberg – Wir bleiben dran! /startseite/detail/pm-ein-jahr-mobilitaetspakt-nuernberg-wir-bleiben-dran Im Rathaus hat man daraufhin mit dem Mobilitätspakt auf eine Verhandlungslösung gesetzt, um einen Bürgerentscheid abzuwenden. Darin wurden Ziele auch für den Fuß- und Öffentlichen Verkehr verankert. Am 27. Januar jährt sich der damals als „richtungsweisend“ beworbene Beschluss des Stadtrats zum ersten Mal.

Nach anfänglicher Begeisterung wurde es im Jahr 2021 in der Öffentlichkeit rasch wieder still um den Pakt. Größere Aufmerksamkeit wurde ihm erst im Herbst wieder zuteil, als die von der Verwaltung angemeldeten Personalbedarfe im Haushalt 2022 zusammengestrichen wurden. Auch auf Druck des VCD und weiterer Verbände wurden schließlich 19,5 Stellen zur Umsetzung des Mobilitätspakts bewilligt. Es wird sich zeigen, ob damit die im Pakt verankerten Zielmarken erreichbar sind. Immerhin soll nachgesteuert werden.

Für den Bereich ÖPNV wurden unter anderem der Ausbau des Straßenbahnnetzes und Taktverdichtungen zugesagt. Die Strecken in der Minervastraße, zum Stadtpark und in der Brunecker Straße sollen bis 2026 in Betrieb sein. Das ebenfalls im Mobilitätspakt ausgeführte ÖPNV-Maßnahmenpaket 2030 wurde dagegen im Juli vom Stadtrat in Teilen verwässert: So hat die lange geforderte Altstadtquerung mit der Straßenbahn keinerlei Zeithorizont erhalten.

Aktuell wird auch die – im Mobilitätspakt zitierte – Einführung des 365-Euro-Tickets für Nürnberg 2023 wieder in Frage gestellt. Wenn in diesem Zusammenhang argumentiert wird, dass erst das ÖPNV-Netz zu verbessern sei, zeigt das die Inkonsequenz der Nürnberger Politik: „Gerade die Strecke zwischen Hallertor und Rathenauplatz stellt aber das eigentliche Herzstück des ‚Szenario 2030‘ dar. Dieser Netzeffekt würde viele neue Direktverbindungen schaffen, umständliche Umstiege verhindern und die Reisezeiten verkürzen“, erläutert VCD-Vorsitzender Christoph Wallnöfer.

Der VCD vertritt die klare Haltung, dass die angestrebte klimaneutrale, zukunftsfähige, gerechte und stadtverträgliche Mobilität Beides benötigt – gute Angebote und attraktive Preise. So ist dies auch im Mobilitätspakt festgehalten. „Wir werden Verwaltung und Politik immer wieder daran erinnern“, so Wallnöfer.

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news-9956 Mon, 24 Jan 2022 19:14:25 +0100 PM: Sind die Neuerungen bei der Deutschen Bahn eine Mogelpackung? /startseite/detail/pm-sind-die-neuerungen-bei-der-deutschen-bahn-eine-mogelpackung Foto: VCD Nürnberg

Außerdem gibt es jetzt für Fahrgäste, die ihr Fahrrad mitnehmen möchten, den Nachteil, dass sie die bei S-Bahnen vorgeschriebenen Ausschlusszeiten beachten müssen, die es bei Regionalbahnen nicht gibt. „In den S-Bahnen ist die Fahrradmitnahme an Werktagen montags bis freitags zwischen 6 und 8 Uhr nicht gestattet“ Dies ist in den Beförderungsbedingungen des VGN-Gemeinschaftstarifs in der Anlage 9 geregelt.

https://www.vgn.de/ratgeber/fahrrad/

 

Entwerter und Automaten entlang der Rangaubahn Fürth-Cadolzburg sind nicht mehr am Bahnsteig, sondern im Zug

 

a) Entwerter

In den Triebwagen der Rangaubahn ist ein Entwerter nur in einem Einstiegbereich angebracht. Wenn Fahrgäste an der anderen Türe einsteigen, finden sie keine Möglichkeit, ihre Fahrkarte zu entwerten. Selbst wenn man weiß, dass ein Entwerter an der anderen Türe angebracht ist, ist es doch Fahrgästen z.B. mit Kinderwagen, mit viel Gepäck, oder wenn sie gehbehindert sind, nicht zuzumuten, durch den ganzen Zug mit seinen Stufen zu gehen, um zum Entwerter zu gelangen. So dürfte die Anzahl der „Schwarzfahrten“ auf dieser Linie sicher zugenommen haben. In Straßenbahnen und Bussen ist doch auch selbstverständlich an jedem Einstieg ein Entwerter.

 

b) Fahrkartenautomaten

Nachdem an den Haltestellen die Automaten abgebaut wurden, ist es nicht mehr möglich sich eine Fahrkarte rechtzeitig vor Fahrtbeginn zu kaufen. In den Zügen ist nun zwar ein Automat, aber wenn der Fahrgast am falschen Einstieg zugestiegen ist, dann steht er vor dem gleichen Problem wie oben. Und selbst wenn der Automat erreicht ist, ist es oft unmöglich, zwischen den Haltestellen Dambach, Westvorstadt und  Fürth Hauptbahnhof eine Fahrkarte zu kaufen. Die Fahrzeit beträgt hier weniger als 5 bzw. weniger als 3 Minuten. Wenn bereits ein oder zwei Fahrgäste den Automat benutzen, hat der dritte schon keine Chance mehr. Wenn man sich - wie viele Gelegenheitsfahrer - mit dem Automaten nicht gut auskennt oder ein bestimmtes Ziel erst suchen muss, geht es erst recht nicht in der kurzen Zeit.

 

c) Kartenzahlung

Die Automaten in den Zügen nehmen nur noch Münzen oder kleine Scheine. Bisher konnte man an den Automaten am Bahnsteig selbstverständlich auch mit großen Scheinen und EC-Karte bezahlen. Da viele Leute heutzutage bargeldlos zu zahlen gewohnt sind oder dies müssen, weil sie kein passendes Kleingeld bei sich haben, ist dieser Zustand völlig unzeitgemäß.

 

Verwirrende Anzeigen am Fürther Hauptbahnhof

 

Immer noch besteht die große Verwirrung beim Zug um 14:03 Uhr nach Cadolzburg: Er kommt als Doppelgarnitur aus Cadolzburg auf Gleis 7 am Fürther Hauptbahnhof an. Die Fahrtzielanzeige am Bahnsteig zeigt als Ziel auch Cadolzburg an, aber der eine Teil des Zuges fährt zurück nicht dahin, sondern nach Markt Erlbach, nur der hintere nach Cadolzburg. Umsichtiger Weise sagt der Zugführer häufig kurz vor Abfahrt noch durch, wohin dieser Zugteil fährt, es setzt dann jeweils eine Wanderung von Fahrgästen aus dem einen Triebwagen in den anderen ein. Aber nicht alle hören das oder verstehen das, sodass regelmäßig Fahrgäste im falschen Zug sind und erst während der Fahrt darauf aufmerksam werden.

Hier dazu ein Bericht in den Fürther Nachrichten:

https://www.nn.de/fuerth/keine-automaten-an-den-bahnsteigen-mehr-wie-lauft-der-ticketverkauf-in-der-rangaubahn-1.11817103

 

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news-9920 Sat, 15 Jan 2022 14:00:00 +0100 VCD und BüSO „feiern“ das 6,8 Millionen-Euro-Grab: das Parkhaus am TechCampus /startseite/detail/vcd-und-bueso-feiern-das-68-millionen-euro-grab-das-parkhaus-am-techcampus Direkt neben der Tech-Base am Galgenberg, in der Franz-Mayer-Straße, baut die Stadt Regensburg ein Parkhaus mit 377 Stellplätzen, der VCD Regensburg und der Bürgerverein Süd-Ost fragen sich wofür?
Die Grube für das 6,8 Millionen-Euro-Grab ist schon ausgehoben. Das angrenzende Wohngebiet, hinter dem Grünkorridor Brixen-Park, wird von der Stadt trotz Entwicklung zu einem Wohngebiet als Mischgebiet behandelt, somit ist auch eine rechtliche Grundlage für
höhere Lärmimmissionen geschaffen. Aber es gibt aus der Sicht vieler Bürger und des VCD keine ausreichende Nutzung für das große Parkhaus.

Direkte Anwohner gibt es nicht, sind relativ weit weg oder benötigen keinen gebührenpflichtigen Parkplatz in einem Parkhaus. Rund um das Parkhaus gibt es nur große Bürohäuser, meist Softwareunternehmen, die alle gerade neu gebaut haben und entsprechend viele Stellplätze, nach der Stellplatzverordnung der Stadt, in Tiefgaragen bereithalten müssen. 

Woher soll die hohe Zahl täglicher Besucher des gebührenpflichtigen Parkhauses mit 377 Stellplätzen, das vom Stadtwerk Regensburg betrieben und refinanziert werden muss, kommen?
Johann Brandl vom BüSO: „Es gibt aus unser Sicht kein schlüssiges Nutzungskonzept für dieses Parkhaus. Das wäre das zweite Parkhaus auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne, das nicht ausgelastet wird. Das erste Parkhaus steht neben der FOS/BOS – ist an ca. 170 Tagen im Jahr komplett geschlossen und in der restlichen Zeit nur von ca. 6.00 bis 22.00 Uhr, ausschließlich für Lehrer und Schüler, geöffnet!“

Wolfgang Bogie vom VCD ergänzt: „Parkhäuser zu bauen scheint ein Standardreflex in der Städteplanung zu sein. In Zeiten einer anzustrebenden nachhaltigen Verkehrswende erscheint es wie ein Relikt aus der Vergangenheit, besonders an dieser Stelle.“

Johann Brandl: Der BÜSO fordert seit dem Bau des Jahnstadions, die dort befindlichen Parkplätze komplett zu öffnen und mit einem hochfrequenten Shuttle-Bussystem zur Innenstadt zu verbinden, diese Forderung erfüllt die seit kurzem existierende Linie 5 nur sehr eingeschränkt.

Dieses Parkhaus steht in keinem Konzept, auch nicht im Strategiekonzept „Parken in der Innenstadt“.

Die Stadt agiert hier nicht transparent. Es wird weder in den Beschlussvorlagen dargestellt wie man auf diese hohe Zahl von 377 Stellplätzen kommt, noch wird von der Stadt aufgezeigt wie das Stadtwerk dieses Parkhaus wirtschaftlich betreiben kann.

In anderen Städten umwirbt man Fußgänger und Radfahrer, um Innenstädte attraktiver und lebenswerter zu machen, in Regensburg wird trotz klammer Kassenlage in Parkhäuser investiert.

Die Stadt sollte darstellen, wie dieses Parkhaus zur Verkehrswende beiträgt bzw. zur Reduzierung von PKW im Stadtgebiet. Diese Ziele hat die Stadt festgeschrieben in Stadtentwicklungsplänen. Um dies zu erreichen, muss man auch mal nachfragen, ob der jetzige Stellplatzsatzung zu diesen Zielen passt. 

Wenn man das Gelände der Uni und OTH, besser für Fußgänger und Radfahrer an die Innenstadt anbinden würde, wäre ein reines PKW-Parkhaus am TechCampus in der Franz-Mayer-Straße, überflüssig.
Bogie: „Es wäre besser, das Geld in Fußgänger- und Fahrradstege zum Hauptbahnhof (Hbf) und westlich vom Hbf über die Bahngleise, in den sogenannten Eisbuckelsteg, zu investieren. Solche Anbindungen sind nachhaltiger, entlasten vorhandene Verkehrswege und Kreuzungen und machen die Wege für Fußgänger und Radfahrer attraktiver und sicherer.“

Den Eisbuckelsteg hat es schon mal gegeben und die Idee zu einem Steg, der auf die ARCADEN zuläuft stammt ursprünglich von der Stadtverwaltung.
Das Universitätsgelände sollte in der Planung, von Anfang an, für Fußgänger und Radfahrer besonders an die Innenstadt angebunden werden. Bei der Idee ist es leider geblieben und die Stadtverwaltung hat bisher eine Realisierung nie an die Politik zur Entscheidung herangetragen.
Die fehlende Verbindung soll vom heutigen Mälzereiweg, als Steg auf gleichem Höhenniveau über die Friedensstraße an der Südseite des Hauptbahnhofes (ARCADEN) in ein Fahrradparkhaus führen. Das wäre eine nachhaltige Anbindung des Uni- und OTH-Geländes an den Hauptbahnhof bzw. die Innenstadt.  Dies würde die für Fußgänger und Radfahrer sehr schlecht und teils gefährlich erschlossene Kreuzung am CINEMAXX bzw. den Weg über die Galgenbergstraße rauf zur Uni endlich entschärfen.  

In dem derzeit gültigen Haushaltsplan der Koalition sind alleine bis 2025 über 25 Millionen Euro für den Bau von PKW-Parkhäusern hinterlegt. Das halten wir für eine falsche Investition in die Zukunft von Regensburg.
Die Stadt Regensburg hat sich mit dem Green Deal verpflichtet die Klimaziele von Paris einzuhalten, das gilt auch für den Bereich Mobilität. Ein verbessertes Klimaziel erreicht man jedoch nicht durch den Bau von Parkhäusern, sondern durch Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur für Fußgänger, Fahrradverkehr und den öffentlichen Nahverkehr. Dies sieht auch der Regensburg Plan 2040 in Form einer nachhaltigen Verkehrswende unmissverständlich vor. Dazu gehören endlich auch große Leitprojekte auf die Tagesordnung, wie z.B. Brücken für Fußgänger und Radfahrer über die bekannten Barrieren, wie Bahngleise, Flüsse und starkbefahrene Autoachsen.


Weitere Grafiken und Informationen finden Sie in der PDF-Version der Pressemitteilung. 

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news-9894 Tue, 11 Jan 2022 22:36:53 +0100 4 Videos zur neuen Kohlenhofstraße /startseite/detail/4-videos-zur-neuen-kohlenhofstrasse https://online-service2.nuernberg.de/buergerinfo/si0056.asp?__ksinr=15364

Wir finden, dass diese 20 Jahre alte Planung im Rahmen der Verkehrswende nicht mehr in die heutige Zeit passt.

In diesem Video erläutert Christoph Wallnöfer seine Ablehnung:

https://youtu.be/5LWVyYu39kI

In diesem Video erklärt Michael Hauck die Zusammenhänge:

https://youtu.be/iD01ST3v0mc

In diesem Video beantwortet Prof. Dr.-Ing. Harald Kipke offene Fragen:

https://youtu.be/b3CO39un3Pc

In diesem Video erläutert Hans Luntz die Argumente:

https://youtu.be/6GLS1AOqOQ0

Die Planfeststellung für den Ausbau des Frankenschnellweges (FSW) umfasste nicht nur das umstrittene Tunnelbauwerk. Sondern auch den völlig überdimensionierten Ausbau der neuen Kohlenhofstraße. Auch dagegen wandte sich der Bund Naturschutz genauso wie der VCD. Auch dieser Teil des Ausbaus wird aktuell mit guten Begründungen beklagt.

Völlig überraschend kam 3 Tage vor der Sitzung des Verkehrsausschusses am 11.11.2021 nachträglich ein Beschluss auf die Tagesordnung, der den vorgezogenen Bau der südlichen Fahrbahn der im Rahmen des FSW-Ausbaus geplanten neuen Kohlenhofstraße festlegt. Gleichzeitig wurden aber auch neue Verkehrsführungen für Alt-Gostenhof beschlossen, um über diesen Stadtteil das neue Areal entlang der Bahn zu erschließen. Dieser Stadtteil würde also künftig erheblich stärker mit Autoverkehr belastet und eben nicht verkehrsberuhigt wie bisher versprochen.

Wegen der äußerst kurzen Vorlaufzeit konnte niemand angemessen reagieren. Dagegen argumentierte vor allem Mike Bock von den Grünen. Aber selbst Max Müller (CSU) warf die Frage auf: „Möchte wissen, ob die Kohlenhofstraße noch in dieser Größe gebraucht wird? Könnte man diese wieder entsiegeln und zurückbauen?“ Trotzdem wurde der Beschluss noch nicht einmal vertagt, sondern mit 4 Gegenstimmen angenommen. Umgesetzt werden kann er aber nur, wenn die Regierung von Mittelfranken den sofortigen Vollzug anordnet. Es ist noch zu prüfen, ob wir uns noch dagegen wehren können, weil diese Planung durch die anhängigen Klagen massiv betroffen ist.

Die Teilausführung der Pläne nur für die südliche Fahrbahn gibt keinen Sinn, wenn nicht irgendwann die Neue Kohlenhofstraße in Gänze im Rahmen des FSW-Ausbaus gebaut werden wird. Städtebaulich grenzt dies an ein Verbrechen: Hier soll also erneut eine völlig überdimensionierte Verkehrswüste entstehen, die das neu zu erschließende Areal von Alt-Gostenhof regelrecht abtrennt. Sicher müssen die neuen Gebäude erschlossen werden, aber doch keinesfalls so. Hier wäre ein städtebaulicher Wettbewerb nötig, bei dem diskutiert wird, wie das Gelände für Menschen gestaltet werden müsste und nicht nur für Autofahrer.

Was hier gebaut werden soll, ist für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer völlig unzumutbar. Es soll zwar einen Radweg entlang der Fahrbahn geben. Aber dieser ist von keiner Seite vernünftig zu erreichen. Auch Fußgänger erreichen das Gelände nur mit nicht akzeptablen Hindernissen. Vor allem die Kreuzung Steinbühler Straße kann man nur als völlig überdimensionierte Fehlplanung betrachten.

Nutzer von Straßenbahn und S-Bahn werden ebenfalls massiv beeinträchtigt. Die Straßenbahnhaltestelle in der Steinbühlstraße ist vom zu erschließenden Areal kaum vernünftig zu erreichen. Bleibt nur die Haltestelle im Steinbühler Tunnel an der S-Bahn-Station. Damit ist aber der Zugang der Alt-Gostenhofer zur S-Bahn alles andere als vernünftig gelöst. Und Richtung Westen zur Schwabacher Straße hin gibt es keinerlei vernünftiges Angebot, weder für ÖPNV-Nutzer, noch für Fußgänger und Radfahrer.

Es ist völlig unverständlich, dass der Stadtrat derart wenig durchdachte Pläne ohne weitere öffentliche Diskussion innerhalb weniger Tage einfach durchwinkt. Jetzt rächt es sich, dass man die Pläne zum Ausbau des FSW zur Voraussetzung für alles Weitere gemacht hat. Gerade auch an dieser Stelle wäre es wichtig gewesen, sich gute städtebauliche Lösungen rechtzeitig zu überlegen.

Wir müssen uns überlegen, was wir diesem Unsinn noch entgegen setzen können!

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news-9885 Mon, 10 Jan 2022 19:47:04 +0100 PM mit ADFC: Geplanter Umbau der Schwabacher Straße in Fürth! /startseite/detail/pm-mit-adfc-geplanter-umbau-der-schwabacher-strasse-in-fuerth Hier ein Bericht dazu in den Fürther Nachrichten:

https://www.nordbayern.de/region/fuerth/plane-fur-furths-schwabacher-strasse-umbau-hatte-viele-vorteile-1.11709809

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news-9876 Fri, 07 Jan 2022 20:56:47 +0100 Quo vadis, Verkehrsentwicklungsplan? /startseite/detail/quo-vadis-verkehrsentwicklungsplan Seit im November 2017 der damalige Stadtrat einstimmig die neuen Ziele für die Verkehrssituation im Jahr 2030 festgelegt hat (ca. 50% mehr umweltfreundliche Verkehrsmittel, ca. 30 % weniger Auto), ist seitens der Stadt nicht mehr viel Konstruktives zum Verkehrsentwicklungsplan zu hören. Die Öffentlichkeitsbeteiligungen in den Jahren 2018 und 2021 mussten jeweils auf sehr dünnen Unterlagen der Stadt erfolgen, haben trotzdem aber ein Bündel an Maßnahmen aus der Mitte der Gesellschaft hervorgebracht, welches die Erwartungen der Bevölkerung ausdrückt. Sicherlich sind noch viele weitere Randbedingungen zu berücksichtigen, aber schließlich ist mit der Erstellung des Plans auch ein kompetentes Ingenieurbüro beauftragt, so dass die Führung durch den Lenkungskreis doch endlich mal Ergebnisse hervorbringen muss.

Verständlicherweise gibt es in der Stadt unterschiedliche Interessensgruppen, aber gilt es nicht in erster Linie darzustellen, dass die Maßnahmen die übergeordneten Ziele der Stadt und der Stadtgesellschaft erfüllen? Unsere Erwartung ist jedenfalls, dass die Entscheidungsvorlage eindeutig zu den folgenden Fragen Antworten gibt:

  • Wie schaffen wir es, dass alle benötigten Wege sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden können? Dies soll eine soziale Teilhabe für alle Bamberger*innen ohne eigenes Auto sicherstellen.
  • Wie schaffen wir es, dass weniger versiegelte Flächen für ruhenden und fließenden Verkehr benötigt werden? Damit sollen Flächen für soziale Begegnung im öffentlichen Raum und für Maßnahmen zum Schutz vor Klimawandelfolgen verfügbar werden.
  • Wie schaffen wir es, dass die Stadt Bamberg und ihre Bürger*innen die finanziellen Belastungen langfristig tragen können? Dazu müssen für die Maßnahmen alle Auswirkungen betrachten, Investitionen sowie Förderfähigkeit und Instandhaltung während der Nutzungsdauer.
  • Wie erschaffen wir einen leistungsfähigen Warenverkehr? Der aktuelle Stand erfüllt immer weniger die zukünftigen Anforderungen.
  • Und wie schaffen wir es, dass Mobilität noch sicherer wird? Niemand soll aufgrund mangelnder Sicherheit einer umweltfreundlichen Verkehrsart auf eine nicht so umweltfreundliche ausweichen.

Dieses Paket aus Zielen und Anforderungen wirkt nicht sonderlich kontrovers. Umso erstaunlicher ist, dass es immer noch nicht vorangeht. „Während weder Verkehrsentwicklungsplan noch Flächennutzungsplans vorankommen, werden gleichzeitig Planungsvorhaben mit erheblichem Flächenverbrauch (siehe Gesundheitscampus) angeschoben. Womöglich sollen damit Fakten geschaffen werden, die eigentlich nicht mehr mit den neuen Zielen für die Stadtentwicklung zusammenpassen“ sorgt sich Erich Spranger vom Bund Naturschutz Bayern. „Eine Erklärung für dieses Zaudern könnte sein, dass Interessensgruppen, die ihre individuellen Besitzstände gefährdet sehen, im Stadtrat oder hinter den Kulissen gegen eine Umsetzung arbeiten“ spekuliert Andreas Irmisch, Vorsitzender des VCD Kreisverbands in Bamberg. „Wir lassen uns aber gerne von einem Maßnahmenpaket überraschen, welches die genannten gesellschaftlichen Randbedingungen erfüllt und nicht gegeneinander ausspielt.“ Und apropos ausspielen – der Ball liegt bei der Stadt. Die Stadtgesellschaft wartet unzufrieden angesichts dieses Stillstands bei der Mobilität.

Link zur gemeinsamen Pressemitteilung

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news-9886 Sun, 02 Jan 2022 21:11:00 +0100 VCD-Nachrichten 6/2021 https://bayern.vcd.org/fileadmin/user_upload/Bayern/Verbaende/Regensburg/VCD-nachrichten/2021/VCD-nachrichten2021-6.pdf news-9834 Mon, 27 Dec 2021 23:05:04 +0100 Busfahrgäste stehen seit 2 Jahren am Erlangener Wetterkreuz im Regen! /startseite/detail/busfahrgaeste-stehen-seit-2-jahren-am-erlangener-wetterkreuz-im-regen Dass sich daraus eine Posse wegen der Erneuerung der Wartehalle am ursprünglichen Standort entwickelt hat, zeigt dem VCD, dass die Verkehrswende in manchen Köpfen noch nicht stattgefunden hat:

https://www.nordbayern.de/falsche-planung-und-chaos-warum-diese-bushaltestelle-in-der-region-fur-arger-sorgt-1.11663559

Die neue Wartehalle muss nicht an dem jetzigen Standort der Ersatzhaltestelle stehen, sondern weiterhin am ursprünglichen Standort, der optimal positioniert ist, so dass die Fahrgäste einen sehr kurzen Weg zur nächsten Querungshilfe haben, in diesem Fall die Ampel in der Sebastianstraße an der Kreuzung zum Wetterkreuz. Ziel muss es sein, die Bedürfnisse der Fahrgäste zu berücksichtigen und nicht die Zufahrt zum Autohof für LKW's zu optimieren.

Die Benutzer der Buslinien 20 und 295 steigen an der Haltestelle Wetterkreuz aus, um ihr Ziel im Industriegebiet mit einem möglichst kurzen Fußweg zu erreichen, und wollen nicht 80 Meter weiterlaufen, um einen Rückstau hinter dem Bus zu vermeiden.

In der Regel dauert der Fahrgastwechsel ca. 20 Sekunden und dann kann der Bus seine Fahrt fortsetzen. Dies muss für den nachfolgenden motorisierten Individualverkehr zumutbar sein.

Es kann nicht sein, dass den Menschen, die sich bewusst für den ÖPNV entscheiden und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, dass sie schuld seien, wenn sich die Autos kurz hinter dem Bus stauen und ein LKW erst 20 Sekunden später in den Autohof einfahren kann.

Der Schildbürgerstreich besteht also nicht darin, dass die alte Wartehalle am bisherigen Standort erneuert wurde, sondern dass nach Beendigung der Bauarbeiten auf der B4 die Haltestelle Wetterkreuz immer noch nicht an ihrem alten Standort zurückverlegt wurde.

Christoph Wallnöfer

Vorsitzender Regionalverband Großraum Nürnberg

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news-9814 Fri, 17 Dec 2021 21:29:31 +0100 1.000 € durch die Soziale Wette der Raps-Stiftung gewonnen /startseite/detail/1000-eur-durch-die-soziale-wette-der-raps-stiftung-gewonnen Mit einer ganzen Reihe kleinerer Spenden hat sich in Summe doch ein ordentlicher Betrag ergeben, der nun mit der zusätzlichen Förderung der Adalbert-Raps-Stiftung nochmal um 1.000 € vergrößert wurde. Der Kreis der Spendenden zeigte, dass ein autofreies Welterbe nicht nur ein Interesse der Aktiven ist, sondern auch einige weitere Bamberger*innen angesprochen hat.

Wir wollen daher den Elan mit ins neue Jahr nehmen und sobald möglich mit Veranstaltungen beginnen. Ein erster Termin ist bereits in Planung und wird in den kommenden Wochen gestaltet. Beim nächsten Monatstreffen am 10. Januar werden wir weitere Aktivitäten besprechen. Sie sind herzlich eingeladen!

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news-9805 Wed, 15 Dec 2021 21:28:41 +0100 Pressemitteilung, warum unsere Pressemitteilung nicht in der Presse landet! /startseite/detail/pressemitteilung-warum-unsere-pressemitteilung-nicht-in-der-presse-landet Für alle, die nicht aus der Region sind, kurz ein paar Fakten: Der hier in der Region umgangssprachlich genannte „Frankenschnellweg“ ist eine Bundesautobahn (BAB 73), die von Bamberg über Erlangen und Fürth durch das Stadtgebiet Nürnbergs führt. Auf dem Stadtgebiet ist selbige Straße jedoch keine BAB mehr, sondern eine Kreisstraße. Somit liegt die Planungshoheit bei der Stadt, namentlich beim „Servicebetrieb Öffentlicher Raum“, kurz SÖR genannt. Die Finanzierung des Projektes steht nebenbei auf mehr als wackligen Füßen, da es zwar immer wieder Zusagen aus München für eine teilweise Kostenübernahme der geplanten 660 Mio. € gibt, diese aber bisher nie schriftlich fixiert worden ist. In den aktuellen Zeiten gleicht das eher einem Glücksspiel, als seriöser Haushaltspolitik. Seit Ende der 1990er Jahre (!) wird nun schon über den kreuzungsfreien Ausbau mitten in der Stadt diskutiert. Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des kreuzungsfreien Ausbaus sind, wie man sich gut vorstellen kann, mehr als verhärtet.

Was ist nun in den letzten Monaten geschehen?

Die Mitglieder des Bund Naturschutz, der gegen das Projekt geklagt hat, haben sich im April 2021 gegen einen bereits ausgehandelten Vergleich mit der Stadt Nürnberg entschieden, was bedeutet, dass die Klage nun erst einmal weitergeführt wird. Parallel hierzu hat sich der Landesverband des VCD Anfang 2021 dazu entschlossen, ebenfalls eine Klage gegen das Projekt führen. Die Entscheidungen der beiden nicht ganz unwichtigen Umwelt- bzw. Verkehrsverbände sind selbstredend mehr als ärgerlich für die Befürworter an der Nürnberger Stadtspitze.

Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes erhält nun das Thema der Klima- und Verkehrswende noch mehr an Bedeutung. Es scheint fast so, als ob die Bürger tatsächlich lieber mehr Grün und weniger Autos in den Städten haben möchten - so wie sie es während der letzten beiden Corona-Sommer durch spezielle stadtplanerische Experimente mitbekommen haben. Darüber hinaus entwickelt sich immer mehr Kritik und Widerstand gegen das Projekt, selbst in Kreisen, die den kreuzungsfreien Ausbau bisher befürwortet haben – zu diesem Kreis gehöre tatsächlich auch ich selbst.

Ende September 2021 spricht der Kämmerer der Stadt Nürnberg bei seiner Rede zur Einführung des Stadthaushaltes (siehe Thema Finanzierung) von einem „städtebaulichen Sündenfall“, für den es eine wie auch immer geartete Lösung geben muss.

Sehen die Befürworter des Projektes nun „ihre Felle davonschwimmen“? So scheint es zu sein. Wie aus dem Nichts wird am 25. November 2021 eine – angeblich repräsentative – Umfrage im Auftrag des ADAC (!) vom Presseamt (https://www.nuernberg.de/.../mitteilungen/presse_75605.html) der Stadt Nürnberg veröffentlicht, die natürlich auch in der Nürnberger Presse ziemlichen Widerhall findet. Es gibt auch hier Befürworter, wie den Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“ (https://www.nordbayern.de/.../umfrage-zum...) aber auch deutlichen Widerspruch von einem der beiden Chefredakteure der „Nürnberger Nachrichten“ (https://www.nordbayern.de/kommentar-gegen-ausbau-der...). Die beiden oben genannten Verbände VCD (https://bayern.vcd.org/.../adac-umfrage-darf-nicht.../) und BN (https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/.../2021-bund...) geben Ihrerseits in einigem zeitlichen Abstand eine Pressemitteilung heraus. Der BN bezieht hier vor allem nach Kenntnis der Inhalte der ADAC-Studie (https://www.adac.de/.../nordbayern/ausbau-frankenschnellweg/) klar und deutlich Stellung über die mehr als fragliche Vorgehensweise bei der Befragung. Die Nürnberger Presse, die sonst immer wieder Pressemitteilungen der Verbände veröffentlichen, ignoriert diesen Widerspruch jedoch völlig.

Nun steht also der berühmte weiße Elefant im Raum und es bleibt die Frage, wer aktuell welche Interessen verfolgt. Soll die Nürnberger Bevölkerung mit zweifelhaften Zahlen vor „vollendete“ Tatsachen gestellt werden? Sollen die Gegner des Projekts mürbe und müde gespielt werden? Man könnte fast zu diesem Schluss gelangen.

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news-9775 Tue, 07 Dec 2021 22:40:29 +0100 Klinikumserweiterung – mit Nachbesserungsbedarf für Umwelt und Mobilität /startseite/detail/klinikumserweiterung-mit-nachbesserungsbedarf-fuer-umwelt-und-mobilitaet Am 8. Dezember 2021 wid im Bau- und Werksenat über den Masterplan zur Erweiterung des Klinikums am Bruderwald entschieden. Während der Ausbau der Gesundheits- und Pflegeleistungen begrüßt wird, weckt der vorgelegte Masterplan Befürchtungen, dass Umwelt- und Mobilitätsbelange nur für den Individualverkehr gedacht wurden. Daher fordern VCD und BUND Naturschutz in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass die Themen Flächenverbrauch und Mobilitätskonzept vom Stadtrat stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, siehe auch die detailliertere Stellungnahme zur Senatssitzung.

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news-10034 Mon, 06 Dec 2021 15:30:00 +0100 Bachgaubahn jetzt doch möglich /startseite/detail/bachgaubahn-jetzt-doch-moeglich Am 6.12.21 kam die Kehrtwende von Ministerin Kerstin Schreyer, die in München eine Neufassung der Reaktivierungskriterien von stillgelegten Bahnstrecken vorstellte, was ein „großes Licht am Ende des Tunnels“ für die bisher stillgelegte Bachgaubahn jetzt darstellt.

Faktisch hat der Freistaat einen Vorschlag des VCD übernommen, welches er bereits bei der ersten VCD-Bahnreaktivierungstagung im Jahre 2014 unterbreitet hat und kürzlich auf einer Tagung in Schweinfurt, an der Kreisvorsitzender Dr. Hans Jürgen Fahn teilnahm, noch einmal in Anwesenheit aller Regions-Landtagsageordneten ausführlich erläutert hat. Erreicht eine Bahnlinie die vorgegebene Grenze von 1000 Reisenden am Tag je km Strecke nicht, so kann die Bahnlinie unter Einsatz von Mitteln der örtlichen Kommunen , also hier Stadt , Landkreis Aschaffenburg und der Gemeinde Großostheim dennoch reaktiviert werden. Der kommunale Eigenanteil ist um so höher, je größer die Differenz zur „1000-er-Vorgabe“ ausfällt  (nach Berechnungen von Landesvorstandsmitglied Gerd Weibezahl sind dies bei 800 Reisenden am  Tag je km Strecke km nur 20%) . Wird die „1000-er-Grenze innerhalb einer gewissen Zeitspanne überschritten, so erstattet der Freistaat die gezahlten Mittel an die örtlichen Kommunen. “Dies ist ein großer Anreiz für die drei betroffenen Kommunen, gute Verkehrskonzepte vor Ort zu erarbeiten, um möglichst viele Fahrgäste für den ÖPNV aus Bahnen  zu gewinnen“, meinte der stellvertretenden VCD Vorsitzenden Jochen Schneider (Klingenberg) und Klaus Mark (Aschaffenburg).

„Ohne Moos nix los“ ergänzte Kreisvorsitzender Dr. Hans Jürgen Fahn. Daher begrüßte er die  Ankündigung von Kerstin Schreyer, dass  2022 und 2023 jeweils 35 Mio. € zusätzliche Landesmittel zur Verfügung gestellt werden. Allerdings sind zur kompletten Umsetzung des Vier-Säulen-Modelle ab 2024 55 Mio. € mindestens zwingend erforderlich.

Der VCD erinnert an die Vorgabe, dass einer Reaktivierung der Bachgaubahn ein Busparallelverkehr vermieden wird. Hier sind aber noch Vorarbeiten zu leisten, bei der der VCD unterstützend tätig sein wird.

Einstimmig beschloss der Vorstand, auch einen Brief an Miltenbergs Landrat Jens Marco Scherf zu schreiben; er solle sich dafür einsetzen, dass die Reaktivierung der Bachgaubahn auf jeden Fall im Regionalplan verankert wird, der in Kürze aktualisiert wird.

Noch im November war die neue Kehrtwende von Ministerin Schreyer nicht erkennbar. Zwar hatte der Stadtrat Aschaffenburg mit deutlicher Mehrheit sich für die Reaktivierung der Bachgaubahn eingesetzt und sogar eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese kam zu dem Ergebnis, dass eine Reaktivierung der Bachgaubahn deutlich mehr Fahrgäste auf sich vereinnahmen könne als ein Schnellbus. Auch hinsichtlich der neu hinzugewonnenen Fahrgäste schneidet die Bahn deutlich besser  ab. Aber das vom Ministerium Ende November vorgegebene Mindestkriterium von 1000 Personenkilometern je Kilometer reaktivierter Strecke wurde bei der geprüften Varianten (z.B. 800 Fahrgäste, wenn die Buslinie 53 zwischen Aschaffenburg und Großostheim eingestellt wird; wenn nicht nur 650) nicht erreicht. Noch Ende November 2021 hatte der Kreistag von Aschaffenburg Landrat Alexander Legler beauftragt, in einem Gespräch mit Verkehrsministerin Schreyer darauf hinzuwirken, dass der Schwellenwert von 1000 Personenkm gesenkt wird. Dies kündigten auch Großostheims Bürgermeister Herbert Jakob und Aschaffenburgs Jürgen Herzing an.

Die starre „1000-Fahrgäste-Grenze“ gehört endlich der Vergangenheit an.

Die starre „1000-Fahrgäste-Grenze“ war dem VCD schon immer ein Dorn im Auge. Seit 2014 organisiert der VCD jährliche Treffen von Befürwortern von Bahnreaktivierungen. Bei der letzten Tagung am 2.10.21 in Schweinfurt, bei der auch der VCD –Kreisvorsitzende Miltenberg-Aschaffenburg  Dr. Hans Jürgen Fahn teilnahm, wurden (es nahmen die Vertreter aller im Landtag vertretenen demokratischen Parteien teil), noch die sogn. KO-Kriterien der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) vorgestellt: Neben den 1000 Reisenden sollte die Infrastruktur ohne Zuschuss des Freistaates hergestellt werden und das Unternehmen, dass die Strecke betreut müsse sich bereiterklären, die Strecke auf Dauer zu erhalten. Dies war für den VCD auch deshalb enttäuschend, weil Baden Württemberg durch ein Landeseisenbahnfinanzierungsgesetz (seit dem 8.6.1995)  die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken finanziell fördert und dabei nur von  Mindestzahl von 500 Reisenden ausgeht.

Die langjährigen Bemühungen des VCD scheinen sich jetzt gelohnt zu haben. Es ist auch ein großer Beitrag für die notwendige Verkehrswende und für mehr Klimaschutz.

Siehe hierzu auch die Pressemitteillung des VCD e.V.

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news-9755 Thu, 02 Dec 2021 15:49:04 +0100 Bahninfrastruktur zügig realisieren für die notwendige Verkehrswende angesichts der Klimakrise! /startseite/detail/bahninfrastruktur-zuegig-realisieren-fuer-die-notwendige-verkehrswende-angesichts-der-klimakrise „Neben Neubaustrecken benötigt die Bahn auch Infrastruktur für die Züge selbst, so im Raum Nürnberg ein zusätzliches ICE-Werk“, sagt der VCD-Landesvorsitzende Dr. Christian Loos.

Der Naturschutz müsse bei der Standortsuche eine
besondere Rolle spielen, doch auch der Klimaschutz müsse abgewogen
werden. Durch den Ausbau der Bahn kann der Autoverkehr reduziert werden,
was effektiver den CO2-Ausstoß verringert als nur der Umbau der Autos
auf elektrischen Antrieb.

Dr. Loos hält den Standort „Muna“ für geeignet: „Die Muna befindet sich
an einem leistungsfähigen Schienenstrang nah an der Stadt und schließt
an das Gewerbegebiet von Feucht an. Wenn der verseuchte Boden zeitnah
saniert werden kann, entsteht eine win-win-Lösung für alle.“ Deshalb
muss umgehend eine Voruntersuchung in Auftrag gegeben werden, mit
welchem finanziellen und zeitlichen Aufwand eine Bodensanierung bis zur
Baureife möglich sein könnte. Sollte sich der Standort Muna als
ungeeignet erweisen, wäre der Standort Harrlach mit seinem nahegelegenen
S-Bahnhof Allersberg eine gute Alternative.

Christoph Wallnöfer, der Vorsitzende des VCD Kreisverbands Großraum
Nürnberg ergänzt, dass beide Standorte sowohl per Straße als auch per
Schiene erschlossen werden können, so dass die Belastung der Anwohner
durch weitere Lkw minimiert werden kann.

Um Natur und Menschen vor Lichtverschmutzung und Lärm zu schützen,
müssten besondere Vorkehrungen getroffen werden. „Niedrige
Beleuchtungskörper statt Flutlicht und intelligente, bedarfsgesteuerte
Beleuchtung kann die Irritationen durch Licht wirksam reduzieren“,
beschreibt Dr. Loos die Erkenntnisse von Untersuchungen zur
Verschmutzung durch Licht. Beim Lärm fordert der VCD, dass nicht nur die
bestehenden Grenzwerte eingehalten werden. Das bedeutet zwar vielleicht
mehr Aufwand, sollte es aber der Bahn wert sein, um die Akzeptanz der
Anwohner zu erhöhen

„Wenn es ein (Verkehrs)Mittel gibt, das die Kurzstreckenflieger vom
Himmel und die Autos von den Fernstraßen holt, dann ist das dieser Zug
und der muss irgendwo gewartet werden“, so Loos abschließend.


Für Fragen stehen Ihnen Dr. Christian Loos unter Tel. 0172 91 32 164 und
Christoph Wallnöfer unter Tel. 0177 408 10 81 zur Verfügung.

Hier ein Link zu Fragen und Antworten von der Deutschen Bahn:

https://www.ice-werk-nuernberg.de/files/DateienDownloads/20210701_Fragen_Antworten_Feucht.pdf

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