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Nürnberg

PM: VCD fordert Tempo 30 in der Rothenburger Str.!

- um einen Radweg zu schaffen, will die Stadt die 3-spurige Rothenburger Str. auf 2 Fahrstreifen reduzieren

- im Zuge des Umbaus fordert der VCD Tempo 30 in der Rothenburger Str. vom Plärrer bis zum Frankenschnellweg

- dadurch sollen Lärm und Abgase reduziert werden sowie die Sicherheit für Kinder und Anwohner erhöht werden

Bild: Stadt Nürnberg
Die Stadt Nürnberg plant einen neuen Radweg in der Rothenburger Str. zwischen Frankenschnellweg und Obere Kanalstraße (siehe Anhang).
Diese Maßnahme begrüßt der VCD sehr. Dass dadurch ein Fahrstreifen auf der 3-spurigen Rothenburger Str. wegfällt, ist verkraftbar.
Lieber wäre es dem Vorsitzenden Christoph Wallnöfer allerdings, den dritten Fahrstreifen komplett von der Oberen Kanalstraße bis zum Frankenschnellweg wegfallen zu lassen, um die beengte Situation für Fußgänger*innen auf der Ostseite im Tunnel zu verbessern: „Wir müssen vom S- und U-Bahnhof Rothenburger Str. im Gänsemarsch zu unserem Büro in die Hessestraße laufen. Es ist dort so eng, dass sich nicht einmal zwei Fußgänger*innen im Tunnel begegnen können.“
Die Stadt ist zwar bemüht, an vielen Stellen die Situation für den Fußverkehr zu verbessern, aber genauso wie bei einer Wanderung der Langsamste das Tempo bestimmt bringen die noch so gut gemeinten Verbesserungen nicht viel, wenn es weiterhin diesen unhaltbaren Zustand in diesem Tunnel gibt.

Die frisch gewählte Besitzerin Eugenia Ben wohnt in der Rothenburger Str. und freut sich schon auf die wärmere Jahreszeit, hat jedoch Bedenken, wenn sie bei der Hitze nachts mit gekippten Fenster schlafen muss: „Der Lärm und die Abgase sind vor allem nachts unerträglich. An ein Durchschlafen ist kaum zu denken. Außerdem habe ich und meine Nachbarn Angst, dass Kinder von der benachbarten Knauerschule angefahren werden könnten. Deshalb fordere ich Tempo 30 ganztägig in der Rothenburger Str. vom Plärrer bis zum Frankenschnellweg.“

Christoph Wallnöfer hat sich die Verkehrssituation genau angeschaut und festgestellt, dass wegen der Baustelle im Bereich des Volksbades die Autofahrer zur Zeit sehr aggressiv in der Rothenburger Str. unterwegs sind: „Die Autofahrer versuchen, die im Stau verlorene Zeit wieder gutzumachen und geben nach der Kurve auf Höhe der Imhoffstr. voll Gas, was aber nichts bringt, da sie bei der Linkskurve an der Oberen Kanalstraße eh wieder abbremsen müssen. Eine Tempo-30-Reduzierung würde die unnötigen Beschleunigungsvorgänge reduzieren. Dadurch ließe sich der Energieverbrauch und Reifenabrieb und bei Verbrennern noch zusätzlich die Abgase und der Lärm vermindern. Die Fahrzeit würde sich für jeden Autofahrer um ca. 5 Sekunden verlängern. Wenn dadurch nur ein Unfall mit einem Schulkind verhindert werden kann, hat sich die Investition in die Tempo 30-Schilder auf alle Fälle rentiert.“

Hier  Presseberichte dazu:

https://www.nordbayern.de/nuernberg/forderung-von-verkehrsclub-nach-tempo-30-in-der-rothenburger-strasse-so-stehen-die-erfolgschancen-1.15059119


https://www.nn.de/nuernberg/verkehrsbrennpunkt-stadt-baut-radweg-in-nurnberg-gostenhof-aus-und-opfert-parkplatze-1.15055068

 

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