Wie stellen Sie sich künftig das Management von Großbaustellen vor?
Problem
In Nürnberg gibt es notwendigerweise immer wieder Baustellen. Dabei kommt es für alle Beteiligten zu Einschränkungen. Oft finden aber ausgerechnet die Verkehrsteilnehmer am wenigsten Berücksichtigung, für die Umwege am schwierigsten sind: zu Fuß gehende und Radfahrende.
In der Pirckheimer und Bayreuther Straße gibt es noch immer umfangreiche Baustellen. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt oft völlig unklar, wo sie laufen oder fahren dürfen. Vor allem die Querungsmöglichkeiten sind kaum zu finden. Die Beschilderung ist unvollständig und zum Teil sogar widersprüchlich, so dass man nicht weiß, auf welchen Wegen man erlaubterweise sein Ziel erreichen kann.
Besonders ärgerlich sind Vollsperrungen, deren Sinn nicht einleuchtet. Weshalb soll es zum Beispiel unmöglich sein, den wichtigsten Radweg Nürnbergs am Hallertürlein wenigstens für schiebende Radfahrer offen zu halten?
Das Problem muss dringend gelöst werden, bevor weitere Großbaustellen (Plärrer, Frankenschnellweg, „Mausloch“…) begonnen werden.
VCD-Position
Bei allen Baustellen sollte die Sicherheit und Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer*innen mindestens im gleichen Maß gewährleistet sein wie für den motorisierten Verkehr.
Bei allen Baustellen, die den Fuß- und Radverkehr massiv beeinträchtigen, braucht es eine solide Planung der Bauphasen. Die damit verbundenen Einschränkungen müssen so weit als möglich minimiert werden. Es sind Wegekonzepte zu erarbeiten, mit Verkehrsverbänden und Stadtteilvereinen zu diskutieren und in klarer Form zu kommunizieren. Nicht unbedingt nötige Sperrungen dürfen nicht erfolgen.
Antwortmöglichkeiten
| a | Die Baustellen sollen phasenweise geplant werden, wobei sichere Wegkonzepte für Fuß- und Radverkehr berücksichtigt werden. Das Ergebnis muss rechtzeitig und verständlich kommuniziert werden. | 10 |
| b | Es besteht Verbesserungsbedarf, jedoch soll der dafür notwendige Aufwand überschaubar bleiben. | 8 |
| c | Das aktuelle Baustellenmanagement wird als angemessen bewertet. | 5 |
| d | Da die Hauptbetroffenen die Autofahrer sind, sollten die Baustellen so gestaltet werden, dass sie deren Bedürfnisse besser berücksichtigen – auch wenn dies zulasten des Fuß- und Radverkehrs geht. | 0 |
Wertung der Antworten
Dass etwas getan werden muss, sehen fast Alle ein. Die Einschränkung, dass der Aufwand überschaubar sein müsste, ist aber berechtigt. Deshalb b => 8 Punkte.
Herr Ahmed hat zwar Antwort b nicht ausgewählt. Aber sehr detailliert beschrieben, was er verbessern möchte => 8 Punkte
Auch OBM König sieht Verbesserungsbedarf. Leider bleibt unklar, zu wessen Gunsten dies geschehen soll. Auch für Autofahrer? Deshalb 5 Punkte.
Ebenso Antwort c.