Wie stehen Sie zum Bau einer Magnetschwebebahn in Nürnberg?
Problem
Es gibt Stadtratsbeschlüsse und Planungen, die künftige Straßenbahn durch Lichtenreuth bis zum Klinikum Süd zu verlängern. Der nötige Nutzenfaktor > 1 ist nachgewiesen. Die Strecke würde eine Vielzahl interessanter Ziele zwischen der Südstadt, Messegelände, Berthold-Brecht-Schule und Klinikum umsteigefrei verbinden.
Jetzt gibt es einen Vorschlag, stattdessen eine Magnetschwebebahn zu bauen, die nach vorliegendem Gutachten einen deutlich geringeren Nutzen hätte. Diese führt zu weiteren Umsteigezwängen, hat eine geringere Kapazität als eine Straßenbahn und führt ein weiteres System mit teurer Infrastruktur und Wartung ein.
VCD-Position
Die Pläne zum Bau einer Magnetschwebebahn sind abzulehnen. Völlig ungeeignet ist die vorgeschlagene Strecke von der Bauernfeindstraße zum Südklinikum. Aber auch sonst ist nirgends ein sinnvoller Einsatz dieses Systems in Nürnberg zu finden. Es ist ein System, das für neue S-Bahn-Netze geeignet sein könnte. Aber Nürnberg hat bereits fünf Nahverkehrssysteme. Ein sechstes, zudem kaum erweiterungsfähiges System, wäre sehr schlecht integrierbar.
Antwortmöglichkeiten
| a | Eine Magnetschwebebahn in Nürnberg ist unsinnig, stattdessen sollte die geplante Straßenbahnlinie umgesetzt werden | 10 |
| b | Ein Bau der Magnetschwebebahn könnte sinnvoll sein, sofern eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse vorliegt und klare Konzepte zur Integration in das bestehende Stadtverkehrssystem entwickelt werden. | 6 |
| c | Die Idee ist gut, aber die vorgeschlagene Trasse ist ungeeignet. Es sollte eine bessere Trasse gefunden werden. | 2 |
| d | Die Magnetschwebebahn sollte auf der vorgeschlagenen Trasse realisiert werden. Nürnberg darf sich dieser Innovation nicht verschließen | 0 |
Wertung der Antworten
Antwort b ist wieder mal ausweichend. Wo und wie sollte der Nutzen der Bahn nachgewiesen werden? Deshalb 6 Punkte.
Eine besser geeignete Trasse? Dazu gibt es bisher noch keinerlei Vorschläge. Deshalb nur 2 Punkte.